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Grundlagen der Ökonomie (Subject) / BWL (Lesson)

Vorlesungen Definitionen

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  • Investitionsrechnung befasst sich mit: Investition: langfristige, mehr als eine Produktionsperiode überdauernde, Anlage von Geldmitteln - Sach- bzw Realinvestitionen zB Boden, Gebäude, Maschinen - Immatrielle Investitionen zB Quoten, Lizenzen, Bildung - Finanzinvestition zB Beteiligung an Unternehmen, Aktien, andere Geldanlagen Auch: Desinvestitionen, dh der Abbau von investiertem Vermögen zB Verkauf, durch Liquidation
  • Unter Realinvestitionen fallen: Erstinvestition Erweiterungsinvestition Ersatzinvestition Rationalisierungsinvestition
  • Bruttoinvestition ist die Summe aller Investitionen eines Unternehmens in einer Periode
  • Nettoinvestitionen sind Investitionen, die über reinvestierte Abschreibungen und Desinvestitionserlöse hinausgehen
  • Zahlungsströme, welche die Investition im Unternehmen auslösten: - Anschaffungspreis und weitere Kosten wir Nutzungskosten für Arbeit - Operative Einzahlungen, operative Auszahlungen über die Periode - Restwert zu späterem Zeitpunkt oder Liquidationserlöse am Ende der Periode
  • Wodurch ist jede Investition charakterisiert: durch Zahlungsströme
  • Barwert = Gegenwartswert: in der Zukunft liegende Zahlungen werden um den Zins vermindert
  • Endwert: = Zinszuschlag
  • Zinssatz: als Preismechanismus für den Zeitwert von Geld -> Reflektiert Zeitpräferenzen aller Investoren über Angebot & Nachfrage -> Kompensiert Verleiher für Konsumverzicht, entgangene Einkünfte, andere Investitionsmöglichkeiten -> Beinhaltet u.U. Aspekte wie Inflation und Risiko -> ist volatil (unbeständig, sprunghaft)
  • Zinsfaktor q = 1+i = q
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  • Aufzinsungsfaktor AF = AF= (1+i)t oder qt
  • Endwert Kt = Kt= K0*(1+i)t
  • Abzinsungs-/Diskontierungsfaktor = i/(1+i)t (oder: 1/qt)
  • Rentenendwert: homogene Zahlungsströme Sonderfall: die jährl. Zahlungen sind gleich groß -> gleichmäßige Einzahlungen über mehrere Perioden werden als Renten bezeichnet Auch: Annuität Idee: Zahlungsstrom ist gleich groß und kehrt in festen Zeitabständen wieder: Uniforme und äquidistante Zahlungsreihe => Periodische Zahlung Z über N Perioden, bei q = 1+i KN=Z * qN-1/q-1
  • Rentenendwertfaktor: qN-1/q-1
  • Rentenbarwertfaktor: qN-1/(q-1)*qN
  • Wie ist der Rentenbarwertfaktor bei N=1 definiert? 1/q
  • Wie ist der Rentenbarwertfaktor bei i=0% definiert? Rentenbarwertfaktor = N
  • Wie ist der Rentenbarwertfaktor bei unendlicher Rente (N=unendlich) definiert? Rentenbarwertfaktor = 1/(q-1) = 1/i
  • Annuitätenfaktor (q-1)*qN/qN-1
  • Zahlungsstrom einer Investition setzt sich zusammen aus: Anschaffungskosten (inkl Nutzungskosten, zB für Arbeit) Operative Einzahlungen, operative Auszahlungen Restwert zu späterem Zeitpunkt (Desinvestition) Ein- und Auszahlungsüberschüsse fallen zeitlich auseinander
  • Nenne die Investitionskalküle: Kapitalwert Annuität Interner Zinsfuß Amortisationsvergleichsrechnung
  • Definition Kapitalwertmethode (Barwertmethode) Gegenwartswert aller Ein- und Auszahlungen, die durch die Investition ausgelöst werden = Summe der Barwerte aller Ein- und Auszahlungen
  • Kapitalwert KW = KW = ΣNt=0 (et-at) * q-t (e0-a0) = -A0 (Anschaffungskosten, da keine Rückflüsse in Periode 0) RN = Restwert des Investitionsobjektes in der letzten Periode N: KW = -A0 + ΣNt=1 (et-at) * q-t+RN*q-N
  • Kapitalwert KW bei gleichbleibenden Rückflüssen (Rente) (e(t)-a(t)) KW = -A0 + (e(t)-a(t) * qN-1/(q-1)*qN + RN * q-N
  • Wodurch wird der Kapitalwert beeiflusst? - Höhe der Einzahlungsüberschüsse: je höher, c.p., Einzahlungsüberschüsse, desto höher der KW der Investition - Höhe des Kalkulationszinsfußes: je niedriger, c.p., die Kosten des eingesetzten Kapitals, desto höher der KW der Investition - Zeitliche Struktur anfallender Zahlungen: je eher die Einzahlungen und je später die Auszahlungen, umso höher ist, c.p., der KW der Investition
  • Wahl des Kalkulationszinsfuß: Wahl des Zinssatzes i (Kalkulationszinsfuß) ist essentiell! - subjetiver Wert. Subjektiv geforderte Mindestverzinsung - Bei Fremdfinanzierung: Sollzinsen - Bei Eigenfinanzierung: Habenzinsen als Anker für Annahmen - Mischfinanzieung aus eignenem und fremdem Mittel: gewichtetes Mittel von Soll- und Habenzinsen als Referenz/Anker Risikozuschläge berücksichtigen: - Zukünftige Zahlungsströme unsicher: Produktions-, Preis-, Zinsniveau unterliegen Schwankungen und Unsicherheiten - Je stärker die Risikoaversion und je größer die Unsicherheit, desto höher der zu wählende Kalkulationszinsfuß
  • Kapitalwertmethode sind: alle Zahlungen auf Zeitpunkt t0 bezogen
  • Annuitätenmethode auch: modifizierte Kapitalwertmethode, Leistungs-Kostendifferenz: Umwandlung der Auszahlung in t0 (Anschaffungskosten) in jährl. gleiche Zahlungen mittels Annuitätenfaktor Annuität der Anschaffungskosten repräsentiert Kapitalkosten der Investition. Jählr. Vergleichsbasis. Investition lohnenswert, wenn Einzahlungsüberschüsse größer als Annuität der Anschaffungskosten sind: Vgl. jährl. Kosten und Leistungen
  • Definition interner Zinsfuß: ist der kritische Kalkulationszinsfuß (i oder ikalk), oberhalb dessen die Investitions unrentabel ist
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  • Ist der interne Zinsfuß kleiner oder größer als der Kalkulationszinsfuß bei negativem Kapitalwert: kleiner
  • Amortisationsvergleichsrechnung: Auch: Kapitalrückfluss-Methode, Pay-off-Methode, Pay-back-Methode Vgl der Zeiträume in denen die Rückflüsse aus der Investition die durch sie verursachten Kosten ausgleichen Wahl des Investitionsobjektes, welches durch die kürzeste Amortisationszeit (oder Wiedergewinnungszeit) charakterisiert ist ABER: keine Analyse, ob Investition überhaupt rentabel ist Fokus auf kurzfristige Rückflüsse Keine Berücksichtigung Rückflüsse nach Amortisationszeitpunkt -> Ergänzungskriterium
  • Ab wann ist eine Investition bei KW, Annuität und internem Zinsfuß sinnvoll? Kapitalwert: KW positiv -> InvestitionAnnuität -> Annuität/LKD positiv -> InvestitionInterner Zinsfuß -> interner Zins grösser als die Kosten des Kapitals -> Investition
  • Gliederung der Finanzierungsarten: nach der rechtl. Struktur der Kapitalgeber nach der Herkunft des Kapitals nach der rechtl. Struktor der Kapitalgeber: -> EK vs. FK nach Herkunft des Kapitals -> Innen- vs. Außenfinanzierung
  • Fremdkapitalgeber: haftet nicht anrecht auf vertraglich festgelegte Entlohnungsansprüche (Zinsen und Rückzahlung) evtl. dingliche Absicherung (Hypothek, fahrzeugbrief) => festes Entgelt, unabhängig vom Erfolg möglicher Einfluss auf Unternehmensführung Zeitliche Befristung: - kurzfristiges Kapital (<1 Jahr) - Mittelfristiges Kapital (1-5 Jahre) - Langfristiges Kapital (>5 Jahre)
  • Eigenkapitalgeber: haften mind. mit ihrer Einlage Kein festes Entgelt, Residualentlohnung abhängig vom Erfolg Formal keine zeitl. Befristung Einfluss auf Unternehmsführung: z.B. Stimmrecht von Inhaber von Stammaktien bei Hauptversammlung, u.a. Wahl des Aufsichtsrats, Höhe der Dividende, Entlastung von Aufsichtsrat und Vorstand, Kapitalerhöhungen, Wahl des Abschlussprüfers
  • Innenfinanzierung: Interne Finanzierung: Mittel aus Umsatzprozess des Unternehmens bereitgestellt - Offene Selbstfinanzierung: Finanzierung aus jeweiligen Periodengewinn - Erwirtschaftete Abschreibungen - Vermögensumschichtung aus Desinvestition
  • Außenfinanzierung: Externe Finanzierung: alle außerhalb des Unternehmens liegenden Finanzierungsquellen - Langfristige Darlehen - Kurzfristige Kredite:KontokorrentkreditLieferantenkreditKundenkredit - Einlagenfinanzierung durch den Unternehmer -Beteiligungsfinanzierung durch neue Teilhaber
  • kurzfristige Fremdfinanzierung: < 1 Jahr typischerweise höhere Zinssätze im Vgl zu langfristigen Darlehen Formen: Kontokorrentkredit, Lieferantenkredit, Kundenkredit
  • Kontokorrentkredit: von der Bank genehmigtes Überziehen eines Girokontos: vereinbarte Kreditlinie typischerweise sehr hohe Zinsen im Vgl zu Darlehen Achtunt: Überziegung über Kreditlinie hinaus ->  weitaus teurer und hat Konsequenzen im Rating Kontokorrentzinsen nur für tatsächlich genutzten Betrag, tagesgenaue Abrechnung Zweckgebundener Einsatz, zeitl. var. Rückzahlung Nur einmalige Transaktionskosten: Verhandlung der Kreditlinie  -> Teure, flexible Liquiditätsreserve
  • Lieferantenkredit: Handelskredit. Gewährung von Zahlungsaufschub, Zahlungsziel idR 30 Tage sofort/barzahlungsrabatt Skonto als Anreiz für kurzfristige Bezahlung innerhalb 8-10 Tagen, idR 1-3% vom Rechnungsbetrag Nichtnutzen des Skontos: kurzfristiger Kredit-> Zins in Höhe des entgangenen Skontos (in p.a. sehr hoch!)
  • Kundenkredit: vollständige Zahlung an Lieferant erst später Lieferung von Betriebsmittel mit späterer Bezahlung, Zinszahlung Auch Absatzseitig Stärkung kurzfristiger Liquidität
  • Aufzinsung Formel: KN = K0(a+i/m)mn
  • Mittel- und langfristige Fremdfinanzierung Darlehen:• Variabler vs. fixer Zinssatz– Flexibilität der Rückzahlung (Tilgungsmöglichkeiten)– Zinsänderungsrisiko– Alternativ: Sonderrückzahlungsklausel • 4 Darlehensformen:– Tilgungsdarlehen– Annuitätendarlehen– Endfälliges Darlehen mit laufender Zinszahlung– Endfälliges Darlehen mit Zinszahlung am Ende • Rückzahlung über Kapitaldienst = Summe aus Zins- und Tilgungszahlung-> Zins- und Tilgungsplan: Aufstellung zeitlicher Verteilung Kapitaldienst und seiner Zusammensetzung
  • Tilgungsdarlehen: Tilgungen in jeder Periode gleich Zinsbelastung sinkt über die Zeit => ungeeignet bei verzögerten Rückflüssen
  • Annuitätendarlehen: Kapitaldienst in jeder Periode gleich Höhe der Annuität mittels Annuitätenfaktor
  • Endfälliges Darlehen mit laufender Zinszahlung in jeder Periode Zinszahlung in letzter Periode: Kapitaldienst
  • Endfälliges Darlehen mit Zinszahlung am Ende eine Einzige Kapitaldienstleistung in letzter Periode
  • Disagio Darlehen mit Auszahlungsverlust (Abgeld/Abschlag) - Ausgezahlter Betrag geriner als zu tilgender und zu verzinsender Betrag (zB Auszahlungbetrag 98% = Disagio 2%) - Geht oft einher mit einem niedrigerem Nominalzinssatz (auch: steuerliche Aspekte bei Bewertung)
  • Erläutere die nachhaltige und langfristige Kapitaldienstgrenze: Gewinn + FKZinsen + betriebsfremde Einkomme - betriebsfremde Aufwendungen - Einnahmen für den privaten Verbrauch (Lebenshalung, private Steuern und Versicherungen) - Reserve (zB 10% von Gewinn + Fremdzinse) Zahlungsverpflichtungen können eingehalten werden, ohne auf Reinvestitionen zu verzichten. Optionale Berücksichtigung Reserve