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Psychosomatik (Subject) / 9- Psychosomatik (Lesson)

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  • Was ist Psychosomatik? Definition: „Die Psychosomatische Medizin befasst sich mit den wechselseitigen Beziehungen psychosozialer und körperlicher Vorgänge in ihrer Bedeutung für die Gesundheit und Krankheit von Menschen“
  • Übertragung und Gegenübertragung in der psychosomatischen Diagnostik Objektive Daten Subjektive Daten Szenische Daten = Aktualisierung konflikthafter, unbewusster Beziehungsmuster aus Kindheit und Jugend 
  • Hypochondrie- psychologische Erklärungen nach Schulen Gemeinsam: Internalisierung eines ambivalent besetzten Objektes Psychoanalytisch, Freud: Starke Zunahme libidinöse Besetzung Organ und deren misslingende Bewältigung- vom Objekt abgezogene Libido taucht als Ich- Libido wieder auf. Angst um Triebhaftigkeit auf Angst um Organ verschoben Psychoanalytisch, modern: Überstarke Mutterbindung findet Ausdruck in Hypochondrie, gleichzeitig positiv wie negativ (weil Abgrenzungsschwierigkeiten), Angst vor Körper (Hass auf Mutter) und Angst um Körper (so Körper lieben, wie man von Mutter gewünscht hätte) Psychodynamisch: Hochambivalentes primäres Objekt (z.B. Mutter) als Verbindung zwischen Personalem und Körperlichem
  • Abgrenzung Hypochondrie – Somatoforme Störung Hypochondrie: mehr Angst Somatoforme Störung: mehr Depression
  • Hypochondrie Therapie - Für Chaos an Zuwendungswünschen und Hass auf Objekt containenden Rahmen bereitstellen, der Aushaltenkönnen der Ambivalenz voranbringt - Objekt: Internalisierte Beziehungserfahrungen von Realobjekten gelöst zu einem eigenen inneren Objekt umbilden - Container- Contained Model: Aufnahme , Verarbeitung + annehmbare Rückgabe von unintegriertem Material aus früher Mutter Kind Beziehungsinteraktion
  • Schmerz - Komplexe subjektive Sinneswahrnehmung, unangenehm, mit aktueller oder potentieller Gewebeschädigung verknüpft - nimmt bei steigendem Alter an Häufigkeit zu Ziele von Interventionen: - erhalt der soz. Rolle- Verhinderung insb. Sturz- Minimierung medikamentöser NW- Verringerung Belastung durch BehandlungMiltimodale Therapie: Nichtmedikamentös: Entspannungstherapie, Biofeedback, CBT, psychodynamische Verfahren Medikamentös: ASS, Paracetamol, nichtstereoiale Antirheumatika (NSAR), Morphine
  • Somatoforme Störung Symptome: - Körperbeschwerden, keine hinreichende somatische Ursache, Persistenz über halbes Jahr, Beeinträchtung Funktionsfähigkeit im Alltag - hartnäckige Forderung nach Untersuchung trotz negativem Ergebnis, somatische Gründe erklären nicht Art und Ausmaß der Symptome/ Leiden/ innere Beteiligung Patient Äthiopathogenese: - komplexe Wechselwirkung (multifaktorielle Genese): Psychosozial (Frau, dumm, arm, Immigrant, Kriegserfahrung, Schädigende Ereignisse in Kindheit), biologisch (auffällige Aktivität limbischer Areale nach Schmerzreisen), iatrogen, soziokulturell
  • Somatic Symptom Disorder (SSD) A belastende, beeinträchtigende Körperbeschwerden B Ausgeprägte gesundheitsbezogene Ängste energieaufwendige Beschäftigung mit Beschwerden C Persistenz über 6 Monate; Insbesondere: SchmerzenSchweregrad: Mild / moderate / severe: je nach Anzahl B-Kriterien
  • Somatofrome Schmerzstörung Psychodynamische Hypothese: - Selbstbestrafungsaspekt - Fehlverarbeitung von Konflikten und Traumata - Schädigung Stressverarbeitungssystems in Entwicklung Pathogenese: Kompensatorische Ersatzblidung zur Selbstwertstabilisierung •  Schmerz als Sühne •  Leid – Niederlagen -Intoleranz für Erfolg •  Gehemmte Aggressivität •  Schmerz als Ersatz für Verlust •  Sadomasochistische Tendenzen
  • Funktionen des Körpers in der Psychosomatik - Körper ist symbolisch - Körper ersetzt symbolische Funktion - Körper und Symbol voneinander entfremdet - Körper zum Ab- und Sinnbild der frühen Interaktionsformen - Körper kann durch Abspaltung wie gegenüber, äußeres Objekt erlebt und behandelt werden - Sowohl Mangel an primärer Mütterlichkeit sowie Überstimulierung durch Mutter führt zu misslingender Integration des Körperselbst  -Körper als Selbstanteil-Körper als äußeres Objekt-Körper als Grenzorgan
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