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Psycholgie Motivation (Subject) / Selbstregulation und Willenspsychologie (Lesson)
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- Handlungsregulation befasst sich mit der Frage... Willenspsychologie Wie schaffen wir es Versuchungen zu widerstehen und ein einmal gewähltes Ziel beizubehalten? psychologische Prozesse, die nach der Zielsetzung, zur Zielerreichung beitragen und dieses Ziel gegen rivalisierende Ziele abschirmen Dewey 1897: Motivation ist ein Produkt der Diskrepanz von gewünschtem und tatsächlichem Zustand
- Selbstregulation - Bedeutung Diskrepanz Unterschied zwischen Wirklichkeit und Möglichkeit, Ziele implizieren Diskrepanzen, da sie noch nicht realisierte Zustände beschreiben Diskrepanzen steuern Handlungen durch:1. Erregung und Emotion 2. Information (z.B. über Gesundheitsrisiken )
- Selbstregulationsansatz : Metapher der Maschine permanenter Abgleich von Referenzwert und tatsächlichem Zustand. Bei Diskrepanz erfolgt automatische Regulation des Verhaltens Bsp. Heizung/ Thermostat, Temperatur nicht erreicht = Information an Heizkörper gesendet und Temperatur reguliert, ist sie erreicht wird Ventil geschlossen Bsp Gehirn / Hunger
- Selbstregulationsansatz von Mischel 1974 Belohnungsaufschubparadigma: Wenn es gelingt, auf eine kurzfristige Belohnung zu verzichten, kann eine größere langfristigere Belohnung erzielt werden -> nicht nur Handlung erklären, sonder auch Emotionen "Spatz in der Hand, ist besser als die Taube auf dem Dach"
- Warum ist es häufig so schwierig, auf die unmittelbare Belohnung zugunsten einer längerfristigen Belohnung zu verzichten? Repräsentation der unmittelbaren Belohnung ist sensorisch sehr viel differenzierter/ intensiver als die relativ abstrakte langfristige Belohnung -> meistens die unmittelbare Belohnung präferiert
- Ansatz von Mischel Experiment 1970, 1972 Vorschulkinder sollten auf langfristige Belohnung warten (2 Schokoriegel) und hatten dabei entweder die langfristige, die kurzfristige (1 Schokoriegel) oder gar keine Belohnung vor sich liegen -> keine sensorische Repräsentation = keine Versuchung Weiteres Experiment: Belohnung nicht sichtbar, sollten an etwas Lustiges, Spielzeug oder an die Belohnung denken -> durch gedankliche Ablenkung länger ausgehalten zu warten
- Selbstregulationsansatz von Metcalfe und Mischel 1999 Heißes (Aktivierung zu sensorisch reichen Repräsentationen und übt Druck aus Verhalten zu zeigen) und Kaltes Informationsverarbeitungssystem (keine unmittelbare Funktion zum Verhalten, hauptsächliches heißes System zu kontrollieren) Selbstkontrolle kann ausgeübt werden, indem man die Aufmerksamkeit weg von den Produkten des heißen Systems lenkt
- Selbstregulationsansatz von Higgins 1998 Zentral, dass man sich erwünschten Endzuständen auf unterschiedliche Weise annähern kann und unerwünschte Zustände ebenfalls auf unterschiedliche Weisen vermieden werden können ---> zwei grundlegend unterschiedliche Systeme der Selbstregulation:1. den Prevention Fokus2. den Promotion Fokus die beiden Foki sind sowohl als überdauernde Persönlichkeitseigenschaften als auch als temporäre States zu verstehen Verhältnis Prevention/ Promotion Fokus in Persönlichkeit verankert, aber situationsabhängig
- Promotion Fokus nach Higgins 1998 es geht um Ideale und Aspirationen. Diese können erreicht (gain) und nicht erreicht (non gain) werden Generell besteht Sensitivität gegenüber der Annäherung an positive Zustände
- Prevention Fokus nach Higgins 1998 es geht um Verantwortlichkeit und Sicherheit, diese können erreicht (non loss) oder nicht erreicht (loss) werden Generell besteht Sensitivität gegenüber der Vermeidung negativer Zustände die Erwartungsinformation wird weniger relevant, ein loss ist in jedem Fall zu vermeiden
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- Warum genügt das hedonische Prinzip (?) nicht zur Erklärung von Verhalten? Experiment hedonische Prinzip wird wiedergespiegelt in ExW Ansätzen Erwartungsinformation (vor allem im Prevention Fokus) weniger relevant Experiment von Shah et al 2001: chronischen Foki wurden erfasstAufgabe war Anagramme zu lösen, richtig 1$ (Wert) , zusätzlich Erfolgswahrscheinlichkeit eingeschätzt -> je stärker der Promotion Fokus, desto eher war das Produkt von ExW positiv, ABER für Personen im Prevention Fokus war es umgekehrt
- Loss aversion Higgins 1998 (Loss/ Non loss) im Prevention Fokus Vermeidungstendenz von Anfang an sehr hoch, ob man es kann oder nicht steht erst an zweiter Stelle
- Theorie der Handlungskontrolle nach Ach 1905, Experiment Willensakte kommen zum Ausdruck, wenn Widerstände oder Schwierigkeiten zu überwinden sind Experiment: sinnlose Silben lernen, einfach reproduzierenandere Bed: zweite Silbe sollte umgestellt werden-> egal wie fest man es sich vornahm, hohe Fehler, da SIlben überlernt-> Gewohnheit starke Motivation nicht hinreichend
- Prämissen des Ansatz von Ach 1905 1. starke Motivation nicht hinreichend für Erklärung von Handlung, 2. Volitionsprozesse setzen nach der Entscheidung ein, ein bestimmtes Ziel zu verfolgen 3. Volitionsprozesse nur von Bedeutung, wenn Schwierigkeiten beim zielgerichteten Handeln zu erwarten sind; dienen der Aufrechterhaltung und Initiierung von Handeln 4. Volition beinhaltet Strategien, welche die Intention aufrechterhalten und gegen alternative Ziele "abschirmen", bis das Ziel erreicht ist
- Volition Volition bezeichnet die bewusste, willentliche Umsetzung von Zielen und Motiven in Resultate (Ergebnisse) durch zielgerichtete Steuerung von Gedanken, Emotionen, Motiven und Handlungen. Dieser Prozess der Selbststeuerung erfordert die Überwindung von inneren und äußeren Widerständen wie zum Beispiel Unlustgefühlen oder Ablenkungen durch Willenskraft.
- Handlungskontrollansatz von Gollwitzer 1990 Rubikon Modell der Handlungsphasen Zusammenhang von Absicht und Verhalten ist oft gering Welche Prozesse müssen durchlaufen werden von der Absicht bis zum Verhalten?
- Rubikon Modell 1990 1. Phase: Prädezisionale Phase : potenzielle Ziele dargestellt, abgewogen und ausgewählt-Bewusstseinslage des Abwägens (vor allem Wünschbarkeit und Machbarkeit, ExW)erste Trennlinie: Bildung einer Zielintention Rubikonmetapher: Übergang zwischen motivationalen zu volitionalen Prozessen 2. Phase: Präaktionale Phase : Zielrealisierung steht im Vordergrund, günstige Gelegenheiten und alternative Handlugsstrategien -Bewusstseinslage des Planens (Initiierung, Durchführung und Beendigung des Handelns) zweite Trennlinie: Handlungsinitiierung / günstige Gelegenheit beginnt Person mit Umsetzung 3. Phase: Aktionale Phase : konkretes Handeln auf Ziel hin, Mobilisierung von Anstrengung in Reaktion auf Hindernisse-Bewusstseinslage des Handelns (Fokus der Aufmerksamkeit auf Zielrepräsentation)dritte Trennlinie: Abschluss der Handlung bei Zielerreichung / Deaktivierung der Zielintention 4. Phase: Postaktionale Phase : Bewertung des Erreichten;vollständig? weitere Diskrepanz?-Bewusstseinslage des Evaluierens (Objektivität, vergleichende Orientierung)Erklärungen für Erfolg / Misserfolg, Einfluss auf zukünftige Zielplanung/ -umsetzung
- Ansatz von Gollwitzer, Wie kann man Aufmerksamkeit automatisch lenken? Experiment Absicht (Zielintention) : Ich will mich auf die Prüfung vorbereiten Vorsatz (Durchführungsbezogene Intentionen) : Ich will mich jeden Tag 10-15 Uhr vorbereiten Experiment: Gollwitzer & Brandstätter 1997 Vpn entweder mit Absicht oder Vorsatz die Aufgabe, über Ferien einen Bericht zu schreiben, 30% <-> 70% goal completion
- Kritik am Ansatz von Gollwitzer 1990 empirisch gezeigte Generalisierung von Bewusstseinslagen-Effekten wenig funktional mit der Annahmen, dass Personen i.d.R. an mehreren Zielen in unetrschiedllichen Phasen arbeiten Dichotomie zwischen ungünstigen/günstigen Gelegenheiten unrealistisch, da im Alltag Gelegenheiten in ihrer Günstigkeit fließend variieren; Untätigkeit weil nie die optimale Gelegenheit eintritt?
- Hedonistisches Prinzip man strebt immer danach Freude zu empfinden bzw Schmerz zu vermeiden