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Psycholgie Motivation (Subject) / Inhaltstheorien der Motivation (Lesson)
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- Womit beschäftigen sich Inhaltstheorien der Motivation? beschäftigen sich mit der Frage: Welche fundamentalen Antriebskräfte gibt es und wie lassen sie sich systematisieren?
- Motive Motive müssen erst durch passende Anreize erregt werden, um verhaltenswirksam zu werden Problematik: das selbe Motiv kann zu sehr unterschiedlichen Verhaltensweisen führen und umgekehrt unterschiedliche Motive zur selben Verhaltensweise 3 grundlegenden Motive: Leistung, Macht und Anschlussmotiv WICHTIG ist der Nachweis motivspezifischer Regulationsmechanismen
- Definition Leistungsmotiv das Bestreben die eigene Tüchtigkeit möglichst aufrecht zu erhalten und zu steigern, in all jenen Tätigkeiten, die misslingen oder gelingen können Ehrgeiz, NICHT Ruhm und Ehre -> Machtmotiv
- Leistungsmotivation als gesellschaftliches Phänomen Experimente Analyse von Kinderbüchern nach Leistungsmotiv 1925 und wirtschaftlichem Wachstum von 1929-1950 in 22 Gesellschaften , r=.53 (hoher Zusammenhang) DeCharms & Moeller 1962: Verbreitung leistungsthematischer Motive in den Medien sagt Häufigkeit der Anmeldung neuer Patente und Erfindungen voraus ---> allgemein höheres Leistungsmotiv in Gesellschaft führt zu besserer wirtschaftliche Entwicklung
- Was ist für die Entwicklung einer hohen Leistungsmotivation verantwortlich? frühe Erziehung zur Selbstständigkeit, aber keine Überforderung protestantische Ethik zentrale Rolle nach Max Weber (Gedanke an die Belohnung von Gott)
- Risikowahlmodell der Leistungsmotivation (ExW) Atkinson 1957 In Leistungssituation zwei antagonistische Motivationstendenzen ausgebildet: 1. Hoffnung auf Erfolg (Annäherung)2. Furcht vor Misserfolg (Vermeidung)unterschiedlich stark ausgeprägt, jedoch wirken beide bei der Handlungssteuerung zusammen Terfolg > Tmisserfolg Person wird gewähltes Ziel anstreben Terfolg < Tmisserfolg Person wird Ziel anstreben, das Möglichkeit des Scheiterns minimiert (z.B. zweitbeste Möglichkeit) annähernde + vermeidende = resultierende Tendenz----> bei Erfolgsorientierten ergibt das eine umgedreht U Kurve, Maximum bei mittlerer Aufgabenschwierigkeit = größte Tendenz zum aufsuchen bei Erfolgsmotivierten
- Alternativerklärung zu Risikowahlmodell Trope 1975 Experiment kein Gefühl ist die Grundlage, sondern Information über eigenes Können Aufgaben mittlerer Schwierigkeit bevorzugt, weil hierdurch mehr Information über die eigenen Fähigkeiten gewonnen wird -> sehr schwierige Aufgaben löst fast keiner: eher externaler Misserfolg-> sehr leichte Aufgaben löst fast jeder: eher externaler Erfolg Experiment: Schwierigkeit und Diagnostizität wurden getrennt variiert Bedingung A: 30% Unterschied, daher diagnostischer, aber geringere durchschnittliche Erfolgswahrscheinlichkeit Bedingung B: 4% Unterschied, weniger diagnostisch, aber höhere durchschnittliche Erfolgswahrscheinlichkeit ---> Erfolgsmotivierte präferieren Diagnostikaufgaben, Schwierigkeit keinen Einfluss auf Wahlverhalten
- Attributionsmodell Weiner 1985 Leistungsmotivation wird dadurch bestimmt, welche Ursachen für Erfolg / Misserfolg gefunden werden -> Worauf führe ich Erfolg zurück? Zwei Dimensionen: Stabilität (stabil/instabil) und Lokationsdimension (internal/external)
- Selbstwirksamkeit Bandura 1994 Die generelle Erwartung, dass Ziele durch eigenes Handeln erreicht werden können. Vier Quellen:1. eigene (vorherige) Handkungsergebnisse2. verbale Überzeugungen3. physiologische Rückmeldung4. Handlungsergebnisse von Vergleichspersonen aber auch von Stimmungen bestimmt Experiment: Vor Aufgabe über leichtes,schwieriges, nichts an der Aufgabe nachdenken-> hohe Selbwirksamkeit verbessert die Perfomanz in unterschiedlichen Bereichen: -Mathematikaufgaben -Coaching (karriere Entscheidungen) -Gesundheitsbezogenes Verhalten
- Gelernte Hilflosigkeit Seligman 1975 Experiment Hunde erhalten mehrere unkontrollierbare Schocks, dies verhindert Vermeidungsreaktionen im Nachhinein auf ein Warnsignal hin -> auch beim Menschen subjektives Gefühl der Hilflosigkeit Experiment: Vpn können Lärm beenden, nicht beenden oder haben keinen Lärm, anschließend Anagramme lösen -> kein Unterschied zwischen Lärm beenden und kein Lärm, aber höhere Fehlerrate bei nicht beenden des Lärms
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- Prozess des Erwerbs von gelernter Hilflosigkeit und Konsequenzen (Seligman 1975) Belohnung oder Bestrafung erfolgt nicht kontingent auf Verhalten Subjektives Gefühl der Hilflosigkeit Generalisierung des Gefühls (generalisierte Hilflosigkeit/Depression) Konsequenzen: motivational: Passivität und Apathie affektiv: emotionale Indifferenz, Depression, reduziertes Selbstwertgefühl kognitiv: adäquate Informationsverarbeitung (erkennen von Wenn->Dann Beziehungen) beeinträchtigt, verringerte Selbsteffizienz
- Definition Machtmotivation geht um mindestens zwei Personen; die eine übt Dominanz/ Kontrolle auf andere aus kennzeichnet eine bereichsspezifische asymmetrische Beziehung, die durch eine Gefällestruktur auf der Ebene soziale Kompetenz, Zugang zu Ressourcen und Statusposition charakterisiert ist einseitig verlaufende Verhaltenskontrolle
- personalisiertes Machtmotiv Wunsch sich selbst stark und mächtig zu fühlen
- sozialisiertes Machtmotiv hohe Verantwortung für das Kollektiv. Im Dienste der Gemeinschaft eingesetzt
- Gesundheitliche Aspekte der Machtmotivation McClelland: Personen mit starkem Machtmotiv zeigen 20 Jahre später erhöhten Blutdruck (mit Stress in Verbindung) Hohes Macht-/Leistungsmotiv und niedriges Anschlussmotiv ssagt langfristig Karriereentwicklung hervor EXPERIMENT Schultheiss & Brunstein 2002: Rededuell mit der Vorstellung Gegner in Knie zu zwingen : Überzeugungskraft höher bei machtmotivierten
- Definiton Anschluss- / Intimitätsmotivation Mensch ist soziales Wesen, evolutionäre Vorteile Anschlussmotiv: es geht weniger um das Pflegen von alten, als das Schließen neuer Bekanntschaften Intimitätsmotiv: tiefe Beziehungen pflegen
- Funktion der Bindungsmotive aus Fremden Freunde machen, Harmonie aufrechterhalten oder wiederherzustellen enge Bindung an Eltern dient der Arterhaltung höhere Effizienz bei Kooperation in Gruppen
- Verhaltenskorrelate und biologische Grundlagen starken Anschlussmotivs Starkes Anschlussmotiv: -höhere Zustimmungstendenz / Sympathie / Interaktionsbereitschaft / Blickkontakt (innerhalb eigener Gruppe) - Aktivierung des Parasympathikus, Dopaminausschüttung, Verbesserung des Immunsystems (Puffer für Stress) - Schuktheiss & Hale 2008: Zuwendung zu positiven, Abwendung von ärgerlichen Gesichtern
- Warum tut Zurückweisung weh? Experiment Eisenberger, Liberman & Williams 2003 Schmerzempfindung und soziale Zurückweisung beruhen auf denselben Mechanismen Virtual Ball-Wurf Spiel, Runden mit Inklusion/Exklusion größere Aktivierung des dorsalen anterioren cingulären Kortex (dACC), auch zuständig für physisches Schmerzempfinden
- Luo et al 2012; Einsamkeit und Alter Einsamkeit erhöht bei alten Menschen die Mortalitätsrate Wechselbeziehung von Einsamkeit und mit Störungen wie Demenz / Depression -> Mechanismus: Einsame sehen die Welt als bedrohlicher an, negative Erwartung führen zu distanziertem Verhalten, negative Emotionen verstärken diesen Teufelskreis