Allgemeine Psychologie (Subject) / Fragenkatalog 2 (Lesson)

There are 51 cards in this lesson

Brand

This lesson was created by beckuum.

Learn lesson

  • Beschreiben sie die langfristige (kurzfristige) physiologische Stressreaktion. > Hypothalamus bildet Corticotropes Releasing Hormon (CRH).> CRH wirkt auf die Hypophyse.> Hypophyse bildet Adrenocorticotropes Hormon (ACTH).> ACTH wirkt auf Nebennierenrinde.> Nebennierenrinde bildet Cortisol.
  • Welche zwei Schaltkreise sind für die Einspeicherung und Konsolidierung von Gedächtnisinhalten besonders wichtig und aus welchen Hirnstrukturen bestehen sie? Ablagerung von Informationen ins LZG: 1. Papez'sche Schaltkreis: - Enkodierung und Konsolidierung von episodischen Inhalten - Abrufen von autobiografischen Erinnerungen aus dem LZG - Strukturen: Hippocampus, Gyrus Cinguli, Mamillarkörpern und dem vorderen Thalamus 2. Basolateral-limbischer Schaltkreis - Amygdala, Area subcallosa, mediodorsaler Teil des Thalamus -> Amygdala: vermittelt dem Körper eine somatische Emotionsreaktion und hängt Erinnerungen eine emotionale Färbung an - andere Strukturen: Beiteiligt an Enkodierungs- und teilweise Abrufprozessen
  • Welche fünf Langzeitgedächtnissysteme werden unterschieden und wie sind sie voneinander abgrenzbar? 1. Episodisches Gedächtnis: - zusammenhängende Erinnerungen an Erlebnisse und Erfahrungen emotionaler Qualität - klarer Raum-Zeit-Bezug 2. semantische Gedächtnis - Faktenwissen ohne Situationsbezug 3. perzeptuelles Wissen - Eigenschaften von Objekten und Eindrücken - Kategorisierung von Sinnesinformationen 4. Primingsystem - leichtzugängliche Voraktivierung 5. Prozeduales Gedächtnis - Erinnerungen an Bewergungsabläufe/automatisierte Tätigkeiten
  • Was ist anterograde (retrograde) Amnesie? Anterograde Amnesie: - Störung des Neugedächtnisses - Patienten können keine neuen Gedächtnisinhalte bilden Retrograde Amnesie: - Störung des Altgedächtnisses - Patienten können keine Inhalte aus dem Altgedächtnis abrufen
  • Zeichnen Sie das Modell des Arbeitsgedächtnis nach Alan. D. Baddely. Umweltreize                      Ultrakurzzeitgedächnis     ->    Kurzzeitgedächtnis   <->  Langzeitgedächtnis                                             (Arbeitsgedächtnis)                                              zentrale Exekutive visuell räumliche Notiztafel      Episodischer Puffer          Phonol. Schleife Visuelle Semantik               Epis. Langzeitgedächtnis         Sprache
  • Wie hängen Ultrakurzzeitgedächtnis, Kurzzeitgedächtnis und Langzeitgedächtnis zusammen? Machen Sie eine Skizze. Umweltreize Ultrakurzzeitgedächtnis    ->      Kurzzeitgedächtnis      <-> Langzeitgedächtnis                                               (Arbeitsgedächtnis) - AG innerhalb KZG verortet - AG arbeitet aktiv mit den Informationen des KZG und manipuliert sie -KZG und AG kommunizieren eng mit dem LZG                                  
  • Wie ist der Ablauf der Informationsverarbeitung zeitlich aufgeteilt? Ultra-Kurzzeit-Gedächtnis - speichert kurze Wahrnehmungseindrücke - Millisekunden-Bereich Kurzzeit-Gedächtnis - Informationen für 20-40 sek gespeichert - sehr begrenzte Kapazität -7 +/- 2 Informationseinheiten Langzeitgedächtnis: - dauerhafte Speicherung - Dauer und Kapazität gelten als unbegrenzt
  • Beschreiben Sie die Ein-Kanal-Theorie sowie die Theorie zentraler Ressourcen. Ein-Kanal-Theorie: - es gibt nur einen zentralen Verarbeitungskanal - davor geschalteter Filter filtert Informationen aus allen bis auf einen Eingangskanal -> zentraler Verarbeitungskanal kann nur eine Aufgabe verarbeiten und schaltet schnell zwischen Aufgaben um (keine gleichzeitige Bearbeitung) Theorie der zentralen Ressourcen - eine zentrale Verarbeitungskomponente, die in ihrer Kapazität begrenzt ist - mehrere Aufgaben können parallel bearbeitet werden, teilen sich jedoch verfügbare Kapazität - Leistung der Mehrfachaufgaben abhängig von Aufgabenschwierigkeit
  • Beschreiben Sie die Lichtkegelmethapher von Posner, 1978. - visuelle Aufmerksamkeit wie ein Lichtkegel auf einen bestimmten Bereich in der Mitte des Blickfeldes, während Randbereiche nur peripher verarbeitet werden - Größe des Lichtkegels ist konstants - Kegel mit Blickbewegungen gleichmäßig verschiebbar (merge, disengage, engage)  Gradienten-Filter-Modell: nimmt an dass Stärke und Genauigkeit der Aufmerksamkeit im Zentrum des Lichtkegels größer sind und nahc außen hin kntinuirlich abnehmen
  • Beschreiben Sie die Filtertheorie der Aufmerksamkeit von Broadbent, 1958. - werden mehrere Reize parallel aufgenommen, wird einer am Filter für die Weiterverarbeitung ausgewählt (frühe Selektion) - Auswahl aufgrund bestimmter Reizmerkmale -> Reiz passiert Filter - andere Reize verbleiben im sensorischen Speicher - wichtig, da kognitives Verarbeitungssystem limitiert sei - Reiz wird am Filter entweder vollständig oder gar nicht (Alles-oder-nichts-Prinzip) durchgelassen --> Aufmerksamkeit kann nur seriell auf unterschiedliche Reize gerichtet werden
  • Beschreiben Sie das Split-Span-Paradigma von Broadbent, 1954. Proband hört simultane Ziffernpaare, wobei beiden Ohren jeweils unterschiedliche Ziffernpaare präsentiert werden (2-7, 6-9, 1-5).  Aufgabe: Möglichst vollständige Reproduktion der Ziffern Ergebnis: Die Wiedergabe erfolgt i.d.R. nach Ohr, nicht nach Ziffernpaar, also z.B. 2-6-1. Die Wiedergabe wurde nach Ohr getrennt: Kanaltrennung des auditorischen Systems.
  • Was ist Dichotisches Hören? -beiden Ohren werden über Kopfhörer unterschiedliche Texte gleichzeitig dargeboten -r Aufgabe: nur die Wörter der einen Nachricht wiederzugeben (shadowing-Aufgabe) - Ergebnis: Es gelingt den meisten Probanden, auf den einen Text zu achten und nach Belieben begleitend nachzusprechen und den anderen Text auszublenden, ->nicht aber den Inhalt des anderen Textes gleichermaßen gleichzeitig zu beachten, nur ob es sich um eine menschliche Stimme (männliche oder weibliche) oder um Geräusche handelte - nicht aber, was gesprochen wurde und ob bestimmte Worte häufiger vorkamen. - Man konzentriert sich also auf eine Informationsquelle und filtert alles andere aus -> Erklärung Filtertheorie (Broadbent)
  • Beschreiben Sie das Cocktailparty-Phänomen (Cherry, 1953). -  Fähigkeit des Menschen, während einer Unterhaltung, der man seine Aufmerksamkeit schenkt, umgebende Geräusche aus dem Bewußtsein auszublenden - umgebenden Geräusche auf einer unbewußten Ebene dennoch aufgenommen nd verarbeitet - Fällt z.B. in einer nahen Gesprächsgruppe der eigene Name-> Aufmerksamkeit - Die Verarbeitung von Sinnesreizen geht also weit über den Bewußtseinsinhalt hinaus
  • Was ist Bernsteins Theorie der Steuerung des Bewegungsapparats? die Bewegungsrepräsentation ist unabhängig von der ausführenden Muskelgruppe ->Bewegungsabläufe zentral repräsentiert
  • Was ist das Konzept der somatischen Marker (Damasio, 1991)? -Somatische  Marker  sind  alle  positiven  und  oder  negativen  Reaktionen  des autonomen  Nervensystems,  die  mit  dem  Erleben  bestimmter  Situationen verknüpft  - affektive  Bewertung  einer  Situation  kann  zusammen mit  expliziten  Gedächtnisinhalten,  also  Vorerfahrungen,  zu  einer  Tendenz  für oder gegen eine Handlung führen
  • Nennen Sie ein Testverfahren für exekutive Funktionen + welche Bereiche werden in Ihrem Beispiel getestet? Ein  Testverfahren  ist  die  verbale  Flüssigkeitsaufnahme,  bei  der  Wörter  mit restriktiven  Suchbedingungen  in  vorgegebener  Zeit  benannt  werden  müssen. Aufgabentypen  dabei  können  sein,  formallexikalisch  (nach  vorgegebenen Buchstaben),  semantisch  (nach  vorgegebener  Kategorie)  und  alternierend (abwechselnd Wörter aus verschiedenen Kategorien). Dabei werden exekutive Funktionen, Speed, Sprache und das semantische Gedächtnis getestet.
  • Norman & Shallice: CS und SAS erklären + Beispiele Contention  Scheduling - automatisierte  Routine  Handlungen - wissen über handlungen in FOrm von Handlungsschemata   - bestimmte Merkmale einer Situation steuern Verhalten der Persoen - Aktivierung eines Handlungsschema -> CS hemmt alternative Schemata - kein mentaler Aufwand Supervisory Attentional System: - langsamer und verbraucht geistige Leistung - wichtig für: Planen, Entscheidungen treffen, neue Situationen und Überindung von starken Reaktionstendenzen
  • Neurale Korrelate exekutiver Funktionen notieren: - Dorsolateraler   Praefrontralcortex   für   die   fünf   Komponenten   exekutiver Funktionen  - Orbitofrontaler  Cortex  für  emotionale  und  motivationale Aspekte   von   Entscheidungen   (limbische   Strukturen,   Basales   Vorderhirn, Thalamus, Formatio Reticularis)
  • Exekutive Funktionen: Komponenten Smith & Jonides-Modells notieren: Aufmerksamkeit   und   Inhibition: - Fokussierung   der   Aufmerksamkeit   auf handlungsrelevante Informationen und Hemmung irrelevanter Informationen Ablauforganisation: -Erstellen eines Ablaufprotokolls für komplexe Handlungen, die rasche Wechsel zwischen den beteiligten Komponenten erfordert Planen: - Planung der Abfolge von Handlungsschritten zur Zielerreichung Überwachung  (Monitoring):  - Fortlaufende  Prüfung  und  Aktualisierung  der Inhalte im Arbeitsgedächtnis zur Bestimmung des jeweils nächsten Schritts in einer Handlungsfolge Kodierung:  - Kodierung  von  Repräsentationen  im  Arbeitsgedächtnis  nach  der Zeit und dem Ort ihres Auftretens
  • Exekutive Funktionen: Definition Kontroll-  und  Steuerungsprozesse,  die  uns  dazu  befähigen,  planmäßig  aber flexibel, zielgerichtet und effektiv zu handeln.
  • Hauptaufgaben des Cortex in der Motorik: Repräsentation eines Handlungsraumes durch Sinne Zugriffsmöglichkeit zu motivations- und emotionsgesteuerten Systemen Entwicklung eines übergreifenden Handlungsplans Entwicklung eines detaillierten Planes zur Bewegungsabfolge Steuerung von Kraft und Richtung der Bewegung Steuerung der Zeitabfolgen von Bewegungsschritten
  • Benennen Sie die Sensortypen zur somatosensorischen Sensibilität Mechanosensor    (Berührung,    Druck,    Dehnung),    Chemosensor    (pH), Thermosensor (Hitze, Kälte), Nocizeptor (Schnittwunden, Quetschungen)
  • Welche Schmerzarten unterscheidet man? - Somatischer Schmerz (Oberflächenschmerz und Tiefenschmerz) und - visceraler Schmerz (Eingeweideschmerz)
  • Benennen Sie somatosensorische Wahrnehmungssysteme  Exterozeptives (zuständig für die Wahrnehmung der entfernten Umwelt) propriozeptives (Wahrnehmung der unmittelbar mit dem Körper in Kontakt-stehenden Umwelt, Somatosensorik, Stellung der Gelenke, Gleichgewicht..) enterozeptives Wahrnehmungssystem: Informationen aus dem Inneren des Körpers (Atmung, Pulsschlag...)
  • Somatosensorik: was passiert im anterolateralen System? Frage nach dem Wo? Vermittlung von Temperatur- und Schmerzinformationen. Periphere Nerven treffen durch das Hinterwurzelganglion  in  das  Rückenmark  und  kreuzen  schon  im  Rückenmark zur  kontralateralen  Sete  zum  Vorderhorn.  Fasern  ziehen  dann  ipsilateral  zum Hirnstamm.  Dort  lassen  sich  die  Fasern  in  drei  Trakte  einteilen,  die  jeweils Informationen   abzweigen   lassen.   Einmal   gelangt   die   Information   zur Reticulärformation: motorische Aktionsbereitschaft (Bsp. Hand von Herdplatte nehmen).  Dann  gelangt  Information  zu  den  Colliculi,  die  das  auditive  und visuelle  System  über  den  Schmerz  informieren  zur  räumlichen  Ortung.  Im Thalamus   kommt   es   dann   zur   Schmerzlokalisation.   Es   gibt   eine   hohe Redundanz  der  Schmerzwahrnehmung  durch  multiple  Schmerzschleifen  im Thalamus.
  • Somatosensorik: was passiert im lemniscalen System? Es     kommt     zu     einer     hochdifferenzierten     Auflösung     des     Reizes: Entscheidungshilfe  bei  der  Frage  was?  Zur  Vermittlung  von  Informationen über  Bewegung,  Druck  und Propriozeption  (Tastsinn).  Die  peripheren  Nerven treten  über  das  Hirnwurzelganglion  in  das  Rückenmark  ein  und  werden  von dem Hinterhorn aus zum Gehirn geleitet. Auf der Höhe der Medulla oblongata werden   die   Informationen   im   nucleus   gracilis   und   nucleus   cuneatus zwischengeschaltet.  Die  Fasern,  die  von  diesen  Kernen  ausgehen  und  zum Thalamus  des  kontralateralen  Seite  kreuzen,  bilden  den  lemniscus  medialis. Im Thalamus werden verschiedene Kerne angesteuert.
  • In welche Geschmacksrichtungen kann unterschieden werden?  - Süß, sauer, salzig, bitter und unami
  • Wozu  dient  die  enge  Verbindung  des  olfaktorisches  Systems zum limbischen System? Durch  die  engen  und  direkten  Verbindungen  des  olfaktorischen  Systems  zu Strukturen   des   limbischen   Systems   besteht   eine   ausgesprochen   enge Assoziation von Riechen/ Emotionen und Gedächtnis - Olfaktorik ist evolutions-technisch sehr alt -> emotionale & sexuelle Reaktionen auch ohne bewusste Wahrnehmung
  • Beschreiben  Sie  das  Experiment  von  Cuttler,  Friedman  und McCoy  zu den Pheromonen: Es  gab  zwei  Gruppen  von  Männern.  Die  einen  bekam  Pheromone,  die  andere Placebo.   Die   Gruppe   mit   den   Pheromonpräparaten   wies   ein   signifikant ausgeprägteres soziosexuelles Verhalten auf, als die andere Gruppe. -> Pheromone verändern nicht den eigenen Antrieb für sexuelles Verhalten  sondern verursachen eine "Anziehungskraft" auf das andere Geschlecht
  • Was sind Pheromone?  Es   sind   Duftstoffe,   die   von   lebenden   Organismen   zum   Zweck   der Kommunikation abgesondert werden. Sie steuern unser Verhalten und duften nicht. --> Aufnahme über das Jacobson'sche Organ, Gerüche werden unbewusst aufgenommen
  • Was messen die Cilien des vestibulären Systems bei einer Kopfbewegung? Die Cilien messen die Informationen über die Beschleunigung und Drehung. Zum einen wird die Translationsbewegung, also die lineare Beschleunigung, zum anderen die Drehbewegung von Kopf und Körper, also die Winkelbeschleunigung gemessen.
  • Auditives   System:   Nennen  Sie  die  Strukturen  des   Außen-, Mittel-, und Innenohrs. - Ohrmuschel  und  Gehörgang;  - Trommelfell  und  Gehörknöchelchen  (Hammer, Ambos und Steigbügel); - Bogengänge und Cochlea (ovales, rundes Fenster)
  • Auditives System: Beschreiben Sie die zentralnervöse Verschaltung des auditiven Systems - Haarzelle   überträgt   Information   auf   eine   Bipolarzelle.   - Bipolarzellenaxone münden in nervus chochlearis und leiten Information zum nucleus cochlearis. - Von  dort  zum  kontralateralen  colliculus  inferior.  - Dann  weiter  über  nucleus geniculatus  medialis  zum  auditiven  Cortex.  - Im  Rhombencephalon  findet komplexe   Verschaltung   statt:      - Großteil   wird   zur   kontralateralen   Seite geschaltet,     - ein  kleiner  Teil  jedoch  auf die  andere  Seite,  was wichtig  für das Orten von Reizen ist. - ebenfalls Weiterleitung zum Wernicke-Areal zur Sprachverarbeitung - Topographie der Basilarmembran wird dabei aufrechterhalten (tiefe Töne werden z.B. im hinteren Teil der basilarmembran aufgenommen) -
  • Alle vier Gestaltgesetze an Bildern notieren: Nähe:   Elemente   mit   geringem   Abstand   werden   als   zusammengehörig wahrgenommen Geschlossenheit:  Linien,  die  eine  Fläche  umschließen  werden  als  Einheit ausgefasst. Man nimmt geschlossene Formen als eigenständige Objekte wahr. Kann  auch  durch  Andeutung  von  Geschlossenheit  projeziert  werden,  da Mensch   dazu   neigt,   Lücken   zu   füllen   und   unvollständige   Figuren   zu komplettieren  ; Gleichartigkeit:  Symmetrie  zieht  Aufmerksamkeit  auf  sich  und  unterstützt Wohlgeformtheit ; Durchgezogene  Linien:  Linien  werden  so  gesehen,  als  würden  sie  dem einfachsten Weg folgen und keinen Knick machen
  • Optisches System: wie verlaufen die zwei korticalen Bahnen/was wird transportiert? Dorsale Bahn: Wo?  - verarbeitet Informationen über die Lage und Ortung von Objekten - verläuft vom visuellen Cortex über Assoziationscotices V2- V5 hin zum inneren Temporallappen Ventrale Bahn: Was?  - Objekterkennung - formsensitive Bereiche im inneren Parietallappen sind mit visuellen Assoziationscortex  und Teilen des Temporallappens verbunden - Verbindung mit Temporallappen: enge Verbindung zwischen Lern- und Gedächtnisprozessen und der Erkennung von Objekten
  • Optisches System: Weg von der Retina zum primären visuellen Cortex in der richtigen Reihenfolge notieren Photorezeptoren → Bipolare  Nervenzellen  (über  Horizontalzellen  verbunden) → Ganglienzellen  (über  Amakrinzellen  verbunden) →  Nervus  Opticus →  Chiasma Opticum →  Tractus  Opticus →  Nucleus  geniculatus  lateralis →  pirmärer  visueller Cortex
  • .Welche Art des Sehens ermöglichen Stäbchen, welche Zapfen? Stäbchen   ermöglichen   das   Hell-Dunkel-Sehen   und   haben   eine   hohe Empfindlichkeit.  Sie  ermöglichen  das  Nachtsehen  und  haben  eine  geringe Schärfe.   Zapfen   ermöglichen   das   Farbsehen   und   haben   eine   geringe Empfindlichkeit. Sie ermöglichen das Tagsehen und haben eine hohe Schärfe. Es gibt drei Zapfentypen. - M Zapfen grünes Licht - L Zapfen gelb-grünes Licht (faktisch rot) - S Zapfen blauviolette Farben
  • Optische Täuschung benennen und kurz erklären (Müller-Lyer-Täuschung):  - Die  wahrgenommene  und  die  tatsächliche  Länge  können  sich  unterscheiden. Die  beiden  horizontalen  Linien haben  die  gleiche  Länge,  Linie  zwei  wird  aber länger wahrgenommen als Linie 1. (Kippfigur nach Edgar Rubin): - Prinzip der Prägnanz des Gestaltgesetzes wird destabilisiert, denn für ein Figur-Grund-Verhältnis kommen beide Einteilungen in Frage. Entweder wird eine Vase oder zwei Gesichter wahrgenommen (Ponzo-Täuschung) Schlaglöcher werden unterschiedliche groß wahrgenommen, da die Tiefenwahrnehmung mit einspielt. Beide Objekte sind gleichgroß, durch die Tiefenillusion erscheint das hintere Schlagloch jedoch größer. (Kanisza Dreieck) Wir nehmen ein Dreieck war, obwohl keins vorliegt. Wir denken uns fehlende Linien dazu.
  • Definiere Gehirn: Das Gehirn ist ein gleichzeitig ganzheitliches, regional spezifisches, multipel verarbeitendes und topographisch darstellendes, geschlechtsspezifisches, lateralisiertes und plastisches Organ.
  • Benennen Sie die Kerne und Hauptaufgaben der Basalganglien:   -Nucleus caudatus, Nucleus lentiformis, Claustrum, Corpus amygdaloideum Basalganglien sind an der Steuerung der Willkürmotorik beteiligt spielen bei motivationalen Prozessen eine wesentliche Rolle Nucleus accumbens → Belohnung
  • Nennen Sie die drei Teile des Telencephalons:  - Neocortex, Basalganglien, limbische System
  • Nennen Sie die Bestandteile des Diencephalons (Kerne, Fasern): - Thalamus, Hypothalamus, Hypophyse, Chiasma Opticum
  • In welche 3 Teile wird das Gehirn (Encephalon) unterteilt?  Prosencephalon, Mesencephalon, Rhombencephalon
  • Nennen  Sie  die  5  Strukturen  des  Limbischen  Systems,  welche  sind diencephal, welche telencephal? Diencephal:  Septum,  Amygdala,  Hippocampus, Gyrus Cinguli;  telencephal:  Mamillarkörper und anteriorer Thalamus
  • Benennen Sie die Funktion der Lappen des Neocortex:  - Frontallappen:   Motorik,   Parietallappen:   Somatosensorik,   Temporallappen:  Hören, Occipitallappen: Sehen
  • Was   bedeutet   dorsal,   ventral,   rostral,   caudal,   medial,   lateral, anterior, posterior? anterior vorn, posterior hinten, dorsal/superior oben, ventral/inferior unten, lateral seitlich vom Körper weg, medial zur Körpermitte, caudal von oben zur Körpermitte, rostral von Körpermitte nach oben, peripher zum Fuß und zentral zur Mitte
  • Wann ist das SAS gefragt? Relevanz des SAS in folgenden Situationen: – Planen (z.B. von komplexen Handlungen) – Entscheidungen treffen – Neue Situationen, die ungeübte Handlungen erfordern – Überwindung starker Reaktionstendenzen – Interferenzkontrolle
  • Nenne einen Test zur Überprüfung des Gedächtnisses Modified Wisconsin Card Sorting Test Farb-Wort-Interferenztest Verbale Flüssigkeitsaufgaben (formallexikalisch, semantisch, alternierend -> sehr sensitiver Marker für kognitive Störungen) -> Exekutive Funktionen, Speed, Sprache, Semantisches Gedächtnis Trail-Maiking-Test A und B Turm von Hanoi
  • Benennen Sie alle Stressoren, die eine Reaktion der HPA auslösen - Neuheit - Unvorhersagbarkeit - Antizipation negativer Ereignisse - Unkontrollierbarkeit
  • Möglichkeiten der Erfassung von Arbeitsgedächtnisleistungen: 1.Zahlenspanne rückwärts:2. Blockspanne (rückwärts)3.n-back Aufgabe