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Umweltpsychologie (Subject) / 4 Wahrnehmung v. Umweltrisiken (Lesson)

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  • Systemisches Risiko und Hyperrisiko Systemisches Risiko - Versagen einzelner Komponenten ist nicht statistisch unabhängig z.B: Stromausfall, Finanz- oder Wirtschaftskrise Hyper Risiko - Netzwerke, deren Komponenten wiederum Netzwerke sind (einzelne Bereiche erst nach Hauptbereich betroffen- Zombieapokalypse) Wachsende Abhängigkeiten, Energie, Lebensmittelproduktion, Wasser (keine unabhängig versorgungsfähigen Menschen mehr)
  • Faustregeln/ Heuristiken der Risikowahrnehmung Verfügbarkeit - überbewertet, je eher mental verfügbar Gedankenanker - überbewertet, je mehr Anknüpfungspunkte Repräsentationsschluss - was ich gehört habe, ist meine Grundgesamtheit Affekt- Heuristik - Information überbewertet, je mehr emotionale Anknüpfungspunkte (Mord vs. Übergewicht)
  • Framing Wir sind Risikoavers bei sicherem Gewinn/ Besitz in Aussicht Wir sind risikofreudig, wenn es etwas zu verieren gibt -> Menschen streben nach sicherem Gewinn und Minimierung von Verlust
  • Allgemeine Effekte subjektiver Risikowahrnehmung Punktuelle, seltene, insbesondere schwer kontrollierbare Risiken werden i.d.R. überschätzt, schleichende Entwicklungen werden unterschätzt (Rauchen, Übergewicht vs. Terroranschlag)
  • Soziale Konstruktion von Risiken - Sex and Crime in der Zeitung - Framing - Unsichtbare Dinge machen uns größere Angst - was mich so verunsichert, das meine Selbstwirksamkeit darunter leidet, blende ich aus - allgemein werden Risiken unterschätzt, erst wenn etwas passiert wird es kurzzeitig massiv überschätzt
  • Umgang mit Risiko und Risikomündigkeit Die Tafel Schokolade (super schädlich, man würde die nie kaufen, aber wir verkonsumieren unsere Welt mit ähnlich super schädlichen Risiken) Unterschätzung systemischer Risiken:- Risikoquellen wirken kontinuierlich, nicht salient- Komplexität, schwer nachvollziehbar- Nicht gut emotional aufbereitbar, fällt durch Raster der Medien- sinnlich nicht wahrnehmbar, Vertrauen in Expertise Abwehr von Widesprüchen- Ignorieren- Abwehr (im Gedächtnis nicht dauerhaft abgespeichert)- Unterstützung (Suche von Unterstützung für vorgefasste Meinungen)- Relativierung der Glaubwürdigkeit Kriterien für die Auswahl von Informationen- die Einsicht in ablaufende Prozesse fördern- Selbstwirksamkeit fördern- von Nutzen sind für die Lösung eines Problems
  • Alles zu spät? Das Risikoparadox nach Renn Mythos Apokalypse: Welt geht nicht unter Mythos Grenze des Wachstums: Werden uns nicht gleich ausrotten wenn wir nicht mehr weiterwachsen können Mythos Handlungsunfähigkeit: Mensch ist absolut flexibel, anpassbar, resilient Resilienz kommt vor Effizienz Soziale Gerechtigkeit hat Vorrang vor optimaler Ressourcenverteilung Lebensqualität ist wichtiger als Lebensstandard
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