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Personalführung (Subject) / Teamführung (Lesson)

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  • Nennen Sie beschreibende und konstituierende Merkmale von Teams! Konstituierende Merkmale: Multipersonalität, Zielorientierung, gegenseitige Abhängigkeit Beschreibende Merkmale:Zwischenmenschliche Interaktion, Wahrnehmung der Mitgliedschaft, individuelle Motivation, gegenseitige Beeinflussung, strukturierte Beziehungen
  • Welche Typen von Teams gibt es? Je nach Ausrichtung der Sachebene und Beziehungsebene ergeben sich vier Typen von Teams:Das echte Team, die gesellige Gruppe, das Expertenteam, das Einzelkämpferteam
  • Welche Arten von Teams gibt es? Klassische Teams:1. nach funktionaler Heterogenität: Multifunktional, funktionsbezogen 2. nach Dauerhaftigkeit: permanent, projektbezogen 3. nach hierarchischer Ansiedlung: Ausführungsteam, Managementteam Neuere Teams: 1. nach Intensität der persönlichen Interaktion: konventionelle Teams, virtuelle Teams 2. nach institutioneller Heterogenität: intraorganisational, interorganisational 3. nach kultureller Heterogenität: monokulturell, international Besonderheiten projektbezogen: Instrumente über kürzere Dauer einsetzbar Besonderheiten multifunktional: Mehrere Schnittstellen, Konfliktmanagement
  • Koordinations- und Anreizinstrumente der Teamführung? Koordinationsinstrumente sollen die Abstimmung und die Koordination im Team verbessern um den Teamerfolg zu erhöhen. Teamnormen, Teamziele, Zeitmanagement, Konfliktmanagement Anreizinstrumente sollen Anreize, etwa durch emotionale Bindung wie Teamevents oder materielle Dinge wie Vergütung, schaffen, um den Teamerfolg zu erhöhen.
  • Koordinationsinstrument - Teamnormen? Teamnormen sind von allen Mitgliedern geteilte Erwartungen an Verhaltensweisen. Durch Teamnormen werden gewünschte Verhaltensweisen kommuniziert, das Verhalten der Mitglieder gesteuert und die Aktivitäten im Team koordiniert. Teamnormen können auf alle für die Leistungserstellung relevanten Ebenen bezogen werden: Leistungsnormen, Kommunikationsnormen, Konfliktnormen, Koordinationsnormen Positive Auswirkungen von Normen:1. Sinnstiftende Funktion im Hinblick auf gemeinsame Ziele 2. Identifikationsfunktion im Hinblick auf Team- und Unternehmensziele 3. Orientierungsfunktion im Hinblick auf gewünschte Verhaltensweisen 4. Koordinationsfunktion im Hinblick auf zielorientierte Austauschprozesse
  • Trittbrettfahrer und Maßnahmen? Trittbrettfahren ist die absichtliche, verdeckte Leistungsreduzierung auf Kosten der anderen Teammitglieder. Dieser Effekt entsteht, weil die einzelnen Leistungen der Mitglieder nicht sichtbar sind. Was dazu führt? - Das Gefühl, dass die einzelnen Leistungen nicht transparent sind - Das Gefühl, dass das Team das Ziel auch ohne die eigene Leistung erreicht Maßnahmen: 1. Informationen über die Leistungen der Mitglieder bereitstellen. 2. Kontrolle etablieren, etwa durch ein Reportingsystem. 3. Individuelle Anreize schaffen, um Leistungsschwankungen zu vermindern.
  • Koordinationsinstrumente - Konfliktmanagement? Persönlicher Konflikt: Unstimmigkeit der Mitglieder auf zwischenmenschlicher Ebene Extreme Art davon ist Mobbing. Mobbing:Ist ein wiederholter, systematischer und feindseliger Angriff auf ein Teammitglied. 5 Arten von Angriffen nach Leymann: Kommunikationsbezogen Imagebezogen Berufsbezogen Soziallebenbezogen Gesundheitsbezogen Maßnahmen: Vertrauenspersonen im Unternehmen festlegen, Sensibilisierung der Führungskräfte Mobbing verursacht hohe Kosten: Krankschreibung, Krankenkasse Konfliktmanagement Phasen: Situation analysieren, Aussprache herbeiführen, Regelungen treffen, Lerneffekt verdeutlichen (durch Aufzeigen von Konsequenzen) Zweite Art von Konflikt ist der fachliche Konflikt: Unstimmigkeit der Mitglieder in Bezug auf Aufgabeninhalte, Ideen oder Meinungen -> Bieten Chancen für Kreativität und Innovation
  • Fachlicher und persönlicher Konflikt? Fachlicher Konflikt = Meinungsverschiedenheit auf der sachlichen Ebene, etwa bei Lösungsansätzen oder Ideen. Kann Kreativität und Innovation fördern. Persönlicher Konflikt = Konflikt auf der zwischenmenschlichen Ebene, persönliche Meinungsverschiedenheit, welche sich in Ärger oder Missmut äußert.
  • Teamkonstellationen und Intensität? Das einzelgeführte Team Das moderierte Team Das autonome Team Das integriert geführte Team Das durch einen Teamsprecher geführte Team Das durch ein Führungsteam geführte Team Die Intensität der Führung hängt von der Konstellation bzw. der Rolle der Führungskraft im Team ab.
  • Allgemeine Herausforderungen Neue Herausforderungen für Führungskräfte, da sie allein aus der Multipersonalität positive, dynamische Prozesse innerhalb des Teams fördern müssen und eine negative Eigendynamik verhindern müssen (Groupthink) → Vermeidung übertriebener Harmonie, Fördern und Belohnen leistungsbezogener Impulse, Vergeben individueller Prämien, Anregen fachlicher Diskussionen, Änderung der Zusammensetzung des Teams
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  • Chancen und Risiken der Teamarbeit? Chance Unternehmen: Verbesserte Koordination aufgrund der Interdependenzen, Verbesserte Entscheidungsqualität aufgrund der vielen Perspektiven Risiken Unternehmen: Erhöhter Koordinationsaufwand aufgrund der Interdependenzen, verminderte Entscheidungsqualität durch Gruppendruck, Konfliktrisiko   Chance Mitarbeiter: Befähigung zum Lernen von Fähigkeiten, schnellere Einarbeitung durch Informationsaustausch, Selbstreflexion durch Feedback anderer Teammitglieder Risiken Mitarbeiter: Rückgang der Motivation da wenig Einfluss auf Leistung, Rückgang der Initiative da Möglichkeit zum sozialen Faulenzen, Leistungsrückgang wegen Konformitätsdruck, psychischer Stress durch Konflikte
  • Trittbrettfahrereffekt und Maßnahmen? Zuweisung von Aufgaben nach dem Prinzipal-Agenten Theorie. Führungskraft, also Prinzipal, hat keine ausreichenden Informationen über das Leistungsverhalten seiner Agenten. Führt dazu, dass sich ein MA auf die Kosten der anderen MA ausruht. Minimiert eigene Leistung oder Beitrag und erschöpft trotzdem maximalen Nutzen der Arbeit anderer. Maßnahmen: 1. Informationen über die Leistungen bereitstellen und Transparent machen für alle 2. Kontrolle der Leistungen durch ein Reportingsystem 3. Schaffen individueller Anreize, um Leistungsschwankungen zu verhindern
  • Instrumente der Teamführung? Koordinationsinstrumente: Sollen die und Abstimmung im Team und die allgemeine Koordination oder Organisation der Aktivitäten fördern um den Teamerfolg zu erhöhen Anreizinstrumente: Sollen Anforderungen an gewünschte Verhaltensweisen verdeutlichen.  Sollen sachlichen und emotionalen Nutzen generieren um den Teamerfolg zu erhöhen
  • Anreizinstrumente der Teamführung - Teambeurteilung Feedback hat 2 Funktionen: 1. Zeigt Teammitgliedern, wie sie individuelle Leistungen und Teamerfolg steigern können 2. Setzt Anreize, Leistungen zu verbessern Teambeurteilung ist Grundlage für Teamvergütung Bezieht sich auf die Teamleistung, soll die Sachebene und die Beziehungsebene abdecken
  • Anreizinstrumente - Teamvergütung Form der Vergütung, in der die Höhe der Vergütung einzelner Teammitglieder von den Leistungen des gesamten Teams abhängt
  • Die Theorie der Gruppeninteraktion (verhaltenswissenschaftlich) Wie können FK Teamleistung mittel- bis langfristig sicherstellen? -> Es geht um die Identifikation von Einfussgrößen auf den Teamerfolg Zwei Faktoren von Einflussgrößen des Teamerfolgs: 1. Faktoren, die Belohnungen generieren(Bewirken Befriedigung sozialer Bedürfnisse, stellen Anreiz zur Interaktion mit anderen TM dar, etwa Teamnormen etc.) 2. Faktoren, die Kosten reduzieren (erleichtern den TM die Leistungserstellung, etwa persönliche Eigenschaften oder Toleranz, Fähigkeiten) wirken direkt auf den Teamerfolg Erweitere Wirkungskette zur Erklärung von Teamerfolg: 1. Personenbezogene Merkmale: Eigenschaften der TM, wirken direkt und kurzfristig auf den Erfolg 2. Teambezogene Merkmale: Normen, Größe, Heterogenität, wirken indirekt über prozessbezogene Merkmale auf den Teamerfolg, mittel-langfristig 3. Prozessbezogene Merkmale: Beziehen sich auf die Interaktion zwischen TM. Aspekte wie Kommunkation, Koordination etc., wirken direkt auf den Teamerfolg. -> Identifiziert Ansatzpunkte zur kurz, mittel und langfristigen Steigerung von Teamerfolg Kurzfristig: Kompetente TM rekrutieren, Stimulieren der Kommunikation Langfristig: Implementieren von Teamnormen
  • Theorie der Dynamik von Gruppen Leitfrage: Welche Schnittstellen gibt es und wie wirken sich diese auf den Teamerfolg aus? ->interne und externe Schnittstellen Intern: hierarchiebedingt, interessensbedingt, interfunktional Extern: andere Personen (Coaches, Kunden), zu anderen Teams Schnittstellen, die nicht gehandhabt werden, stellen eine Bedrohung für die Überlebensfähigkeit und damit den Erfolg eines Teams dar -> Schnittstellenmanagement erforderlich!Intern: klare Ziele, Zuständigkeiten und Verantwortlichkeiten regeln Extern: Gemeinsames Festlegen von Abläufen und Informationsflüssen
  • Das Lebenszykluskonzept von Teams Ein neues Team ist nicht sofort voll leistungsfähig. Zur Erreichung der max. Leistungsfähigkeit muss es Phasen durchlaufen: 1.Forming: Erstes Zusammentreffen, kennenlernen ->beziehungsorientiert 2.Storming: Rivalitäten, Festlegung von Rollen ->autoritär 3.Norming: Teamnormen werden gebildet (Leistung steigt an!) ->bürokratisch 4.Performing: Volle Leistungsfähigkeit ->kooperativ
  • Typologie von TM? Je nach Ausprägung der Leistungsfähigkeit und Teamorientierung: Blockierer, Einzelkämpfer, Trittbrettfahrer, Teamplayer
  • Fachliche Konflikte Chancen, Risiko und Fördern Risiko: Verhärtung der Fronten, geringerer Informationsaustausch, Bildung von Subgruppen Chancen: Ideen, neue Ansätze, umgehen von Betriebsblindheit Fördern durch: Vorleben von konstruktiver Kritik, Hinterfragen Minimieren durch: Verbot von destruktiver Kritik, lösen persönlicher Konflikte -> fachliche Konflikte sind in niedriger und hoher Ausprägung schädigend für die Teamleistung und den Teamerfolg.