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Boden und Gewässerschutz (Subject) / Pflanzenbau (Lesson)

Teil Pflanzenbau

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  • zu einer Narbenauflockerung kommt es beispielsweise bei einer nicht an die Nutzungsfrequenz angepassten N-Düngung zu tiefer Mahd intensivem Weidegang Befahren zu nasser Grünlandflächen
  • Pflanzenbestand bei Grünlandbewirtschaftung Hauptbestandsbilder ohne ausgeprägte Winterruhe nehmen in der Sickerwasserperiode mehr mineralisches N auf Unter lockeren Narben werden höhere mineralische N-Vorräte nachgewiesen als unter dichten Narben
  • Pflegemaßnahmen Grünland häufige Nachmahd steigert die N-Entzüge und reduziert dadurch das Risiko der N-Auswaschung gelungene Neuansaaten vermindern die Nährstoffverluste Grünlandumbruch vermeiden
  • Düngung und Nutzung von Wiesen Höhere N-Aufnahme leistungsfähiger Grünlandnarben im Vergleich zu Ackerkulturen Unter Wiesen daher meist nur geringere N-Austräge aus dem Boden Auf Böden mit geringer nFK sind ganzjährige N-Auswaschungen möglich, da hier die Sickerwassermenge hoch ist
  • Mögliche Probleme durch organische Düngung auf Grünland Futterverschmutzungen verzögerte Anfangsentwicklung Lücken in der Narbe Verunkrautung hohe Ammoniakverluste, da der Dünger nicht eingearbeitet werden kann
  • Auswirkungen von reduzierter N-Düngung auf Grünland Bei vollständigem Verzicht auf N-Düngung ist langfristig mit einem Ertragsrückgang von ca. 20-40% zu rechnen: - auf Böden mit hoher natürlicher Produktivität auch bei langjährigem Düngungsverzicht gleichbeibende Erträge - auf nährstoffarmen Böden stärkere Ertragsminderungen bei häufig genutztem Grünland wird die reduzierte N-Düngung durch einen erhöhten Weißkleeanteil kompensiert => Ertragsrückgang bleibt gering Verzicht auf mineralische Düngung: Nettoleistung der Weideflächen um 30% reduziert
  • Düngung und Nutzung von Weiden Weidetiere scheiden etwas 75-95% des Ns, den sie über das Futter aufnehmen wieder aus Die Düngewirkung des Exkrement-N beträgt auf nicht bis gering gedüngtem Flächen etwas 65% des Mineraldünger-N reduzierte Düngung wirkt sich auf den Masseertrag von Weiden weniger gravierend aus als auf den von Wiesen bei reduzierter Düngung bleibt die Futterqualität von Weiden gleich Die N-Auswaschung unter Weiden ist abhängig vom Düngungsregime, um ein mehrfaches höher als unter Wiesen
  • Minderung von N-Austrag unter Weiden Tierbesatz und Weideertrag aufeinander abstimmen, Besatzdichte verringern Weideperiode verkürzen keine späte Beweidung, stattdessen Schnitt am Ende der Vegetationsperiode täglich Weide- und Fresszeiten begrenzen Mischbeweidung betreiben, um selektive Futteraufnahme zu verringern Nachmahd stark frequentierte Weidebereiche vorübergehend auszäunen lokale Bodenverhältnisse beachten keine Spätbeweidung oder Pferchung von Schafen auf Böden mit geringer nFK und tonreichen Böden keine Tränke-, Liege- und Zufütterungsplätze auf flachgründigen Böden
  • Ammoniakverluste auf Weiden lassen sich verringern durch reduzierte N-Düngung angepassten Tierbesatz verkürzte Weideperioden
  • Wie hoch ist die N-Ausscheidung bei Rindern pro Tag? 0,3 kg N/GV/Tag
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  • Berechnung N-Düngebedarf auf Weiden N-Düngebedarf auf Wiesen - düngewirksamer N der Weideexkremente
  • Düngebedarfsermittlung für Stickstoff auf Ackerflächen Stickstoffbedarfswerte Ertragsniveau Nmin-Richtwert N-Nachlieferung aus dem Boden N-Nachlieferung infolge organ. Düngung im Vorjahr N-Nachlieferung durch Vorfrucht/Zwischenfrucht
  • Düngebedarfsermittlung für Stickstoff auf Grünland Stickstoffbedarfswerte Ertragsniveau RP-Gehalte N-Fixierung durch Leguminosen Humusgehalt
  • N-Bedarfberechnung Grünland Stickstoffbedarfswerte nach Ertragsniveau und RP-Gehalte (Erträge und RP-Gehalte im Mittel der letzten 3 Jahre) abzüglich: N-Nachlieferung aus dem Bodenvorrat anhand des Humusgehaltes für Mineralböden bzw. Abschläge für Moorstandorte N-Nachlieferung aus der N-Fixierung durch Leguminosen N-Nachlieferung aus der org. Düngung des Vorjahres mindestens 10% vom org. Gesamt-N = Notwendige N-Düngung
  • N-Nachlieferung aus der org. Düngung der Vorjahre in Form eines Abschlages in Höhe von 10% der aufgebrachten Menge an Gesamt-N im Folgejahr: BEISPIEL: im Vorjahr 30m3/ha Rindergülle ausgebracht -> entsprechen 120kg Ges. N/ha -> 10% entsprechen 12kg N/ha, die im Folgejahr berücksichtige werden müssen.
  • Vermeidung von Oberflächenabfluss und Abschwemmung von N-Verbindungen Narbenschäden vermeiden bzw. beheben auf Hängen nicht düngen, wenn starke Niederschkäge zu erwarten sind keine Gülle auf gefrorenem oder schneebedecktem Boden ausbringen (DüVO) keine Tränke- oder Zufütterungsplätze in Gewässernähe anlegen
  • N-Austrag unter Grünland bestimmende Faktoren: Nutzungsart Pflanzenbestand Düngung- und Pflegemaßnahmen
  • Auswaschung auf Wiesen - Gewässerschonende Düngungspraktiken leistungsangepasste Düngung gleichmäßige Düngung hofnaher und hofferner Flächen Reduzierung der N-Düngung auf Böden mit einer geringen Wasserspeicherfähigkeit und während Trockenperioden keine Düngung vor Starkniederschlägen (Makroporen) Reduzierung der Düngemengen zum Spätsommer
  • Pflegemaßnahmen (Wiesen) - Geeignete Pflege fördert leistungsfähigen Pflanzenbestand und hilf Auswaschungsverluste zu vermeiden, durch: Nachsaat, um lockere Narben wieder zu schließen Abschleppen von Flächen mit Bodenunebenheiten oder überdeckter Narbe häufige Mahd
  • Ziele und Umsetzung der Richtlinie 2000/60/EG Zentrales Ziel der Richtlinie ist der gute ökologische Zustand möglichst aller Gewässer bis 2027. Im Bewirtschaftungsplan sind die Schritte festgelegt, um den Gewässerzustand nachhaltig zu verbessern.
  • Woran wird der ökologische Zustand von Gewässern gemessen? Leitbilder für 23 Gewässertypen  das zu bewertende Gewässer wird anhand der in der WWL vorgegebenen Kriterien mit de Referenzbedingungen des Leitbildes seines Typen verglichen
  • Parameterebenen der Referenzbedingungen (Gewässer) Hydromorphologie (Gewässerstrukturen) chem. Parameter Makrozoobentos (MZB) Makrophyten Phytoplankton/Zooplankton Fische
  • Stickstoffkreislauf im Wasser NH3 + 2O2 -----------> NO3- + H+ + H2O
  • 6 Schlüsselmaßnahmen (Gewässerrenaturierung) 1. Anpassung Kläranlagen 2. Verringerung von Nährstoffeinträgen 3. Verbesserte Durchgängigkeit 4. Verbesserung Gewässerstruktur 5. Beratung für die Landwirtschaft 6. Konzeptionelle Maßnahmen (ohne Beratungsmaßnahmen)
  • Gesetzmäßigkeiten im Fließgewässer gemäß dem River-Continuum-Concept (Vanotte 1980) - Von der Quelle bis zur Mündung Zunahme und Abnahme von: Zunahme: Primärproduktion -> Saprobie -> Phytoplankton -> Sedimentwasser Abnahme: Fließgeschwindigkeit -> Korngrößen -> Sauerstoff
  • Anzahl der kosteneffizienten Maßnahmenkombinationen zur Nitratreduktion insgesamt 49
  • Maßnahmekategorien Begrünung Fruchtfolge Aussaatverfahren Bodenbearbeitung Grünland N-Mineraldüngung Wirtschaftsdünger Landnutzungsänderung Wasserbau Betriebs-/Produktionssystem Düngemanangement
  • Liste der Maßnahmen zur Reduzierung der N-Auswaschung Schaffung von (Ufer-)Randstreifen Baumaßnahmen an Gewässern zur Reduzierung von Abfluss Rückbau von Drainagen Wiedervernässung von Auen, Mooren, Anmooren
  • Grenzwert Nitrat Trink- und Grundwasser Trinkwasser: 50mg/L Grundwasser: 50mg/L
  • Grenzwerte Trinkwasser Pestizide Einzelwirkstoff: 0,1 µg/L Summe Wirkstoffe: 0,5µg/L
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  • Sperrfrist für Düngemittel mit wesentlichem N-Gehalt Grünland, mehrjähriges Feldfutter: 1.11.-31.1. Ackerland: nach Ernte - 31.1. Festmist von Huf- oder Klauentieren sowie Kompost: 15.12.-15.1. Sperrfristverschiebung bis zu 4 Wochen möglich Abweichend davon ist Düngung auf Ackerland bis zur Höhe des N-Düngebedarfs, bis 60kg/ha Gesamt-N möglich bis 1. Oktober zu W-Raps, ZF, Feldfutter (bei Aussaat bis 15.09.) oder zu W-Gerste nach Getreide (bei Aussaat bis 1.10.) bis zum 1.12. zu Gemüse
  • Düngebedarfermittlung - bei der N-Düngebedarfsermittlung für Ackerland sind folgende Einflüsse zu berücksichtigen: N-Bedarfswert Ertragsniveau im Durchschnitt der letzten 3 Jahre Nmin-Gehalt des Bodens (Richtwerte, Analysen) Humusgehalt des Bodens (ab >4%) N-Nachlieferung aus organ. Düngung des Vorjahres (10% der ausgebrachten Gesamt-N-Menge) Nachlieferung aus Vor- und Zwischenfrucht
  • N-Obergrenze für organische Dünger Einsatz von allen organ. und organ. mineralischen Düngemitteln einschließlich Wirtschaftsdüngern ist auf max. 170 kg Ges.-N/ha+Jahr begrenzt Ausnahme: Kompost -> innerhalb von 3 Jahren max. 510kg Ges.-N/ha bei Komposteinsatz Aufteilung der N-Nachlieferung (10% des Gesamt-N-Gehaltes) auf 3 Jahre
  • Zulässige N- und P-Salden N-Saldo seit 2018: max 50kg N/ha (3-Jahresmittel) P-Saldo seit 2018: max 10kg P2O5/ha (6 Jahresmittel) Bei Überschreitung:  Anordnung zur Teilnahme an Düngeberatung. Im Folgejahr Vorlage der Düngebedarfsberechnung und Nährstoffvergleiche
  • Verbotene Ausbringtechniken Festmiststreuer ohne gesteuerte Mistzufuhr zum Verteiler Gülle-/Jauchewagen mit freiem Auslauf auf dem Verteiler Zentraler nach oben abstrahlender Prallverteiler Güllewagen mit senkrecht angeordneter Schleuderscheibe Drehstrahlregner zur Verregnung von Gülle
  • Was muss (bei der Düngung) dokumentiert werden? N-, P-Düngebedarf je Schlag pder Bewirtschaftungseinheit einschließlich Berechnung Bei nachträglich eintretendem höheren Düngebedarf erneute Düngebearfsermittlung einschließlich Begründung Gehalte der aufgebrachten Nährstoffträger an Gesamt-N, verfügbarem N oder Ammonium N, Gesamtphosphat Nmin-Gehalte des Bodens (außer Grünland, mehrschnittigem Feldfutter) ermittelt über Nmin-Richtwerte/eigene Analysen Phosphatgehalte des Bodens für Schläge >1ha alle 6 Jahre Ausgangsdaten und Ergebnisse des Nährstoffvergleichs als plausibilisierte Feld-Stall-Bilanz bis 31.03. des auf das jeweils abgelaufene Düngejahr folgende Kalenderjahr
  • Was gilt in allen Wasserschutzgebieten (Zone I, II, III)? Zone I (Fassung): nur Grünland-Mähnutzung erlaubt Zone II (engere Schutzzone): Verbot flüssiger Wirtschaftsdünger tierischer Herkunft, Verbot von senkundärrohstoffdüngern (ausgenommen rein pflanzliche), auf A-Böden (auswaschungsgefährdete Böden): nur Rottemist zulässig, Verbot von Tierpfärchen, Weidenutzung nur bei angepasstem Tierbesatz ohne nachhaltige Narbenzerstörung und mit Versetzen oder Viehtränken Zone II & III (engere & weitere Schutzzone): kein Umbruch von Dauergrünland, keine Anwendung von Terbuthylanzin oder Tolyfluanid, Erhaltung ordnungsgemäßer Landbewirtschaftung
  • Häufige nrM (nicht relevante Metaboliten) im Grundwasser (Muttersubstanzen in Klammern) Desphenylchloridazon ("Metabolit B": Chloridazon) Metazachlorsäure und S-Metazachlorsulfonsäure (Metazachlor) S-Metolachlorsäure und S-Metolachlorsulfonsäure (S-Metolachlor) 2,6-Dichlorbenzamid (Diclobenil) N,N-Dimethylsulfamid (Tolyfluanid)
  • Pragmatische Empfehlungen zum Gewässerschutz 1. Leitbild flächendeckender Gewässerschutz 2. Kostengünstige Maßnahmen 3. Ökonomische Anreizprogramme 4. Bildung, Beratung und Information 5. Interessen der Landwirte berücksichtigen 6. DvO einhalten 7. Gewässerschutzindikatoren
  • Fördermöglichkeiten für Landwirte Zwischenfruchtanbau Quantofix-N-Volumeter (N-Messung in Gülle) Kleinstflächen-Uferrandstreifen (Fördern der Belassung) Strip-till-Verfahren im WSG (Gülle-unter-Fußdüngung im Mais)
  • Erosionsschutz durch Untersaaten im Maisanbau Zwischenfruchtanbau Flächentausch, Nutzungsänderung Direktsaat von Mail und Drillfrüchten
  • Umweltrelevante Gase aus der Landwirtschaft Ammoniak (NH3) Nitrat (NO3) Methan (CH4) Lachgas (N2O) CO2
  • Umweltwirkungsbereiche der Ökobilanzierung und passendem Indikator Arten und Biotopvielfalt -> charakteristische Pflanzenartenvielfalt der Kulturbiotope Landschaftsbild -> Beschreibung des Landschaftsbildes im Landschaftsprogramm und optisch wirksame Details verschiedener Kulturbiotope Bodenfunktionen -> Potentielle Gefügestörungen, Humushaushalt, P-Düngereinsatz Wasserqualität -> Potentielle Gefährdungen des Gewässers durch Stickstoff, PSM und landschaftsbürtige Keime Eutriophierung -> N- und P-Salden, NH3-Emissionen Klimaveränderung -> CO2-Äquivalente (CO2, CH4, N2O)
  • Phosphorbelastung in oberirdischen Grundwässern verringern durch: PSM-Einträge vermeiden durch korrektes Arbeiten Forschung und Entwicklung in Bereichen wie Resistenzzüchtung oder Entwicklung neuer Applikationstechniken Richtige Sortenwahl, Saatzeit, Saatstärke, Saattechnik und Saatgutqualität Breitreifen zur Bodenschonung mechanische Unkrautbekämpfung
  • Wie verändert sich der Kohlenstoffgehalt des Bodens bei verringerter Bodenbearbeitung in den oberen 10cm? C-Gehalt ist erhöht
  • Pflanzenarten, die sich als Zwischenfrüchte eignen Gräser Raps Ölrettich  (Gelb-)Senf Sonnenblumen Lupinen Leindotter Ackerbohne Klee
  • Mit welchen Maßnahmen kann der "C-Faktor" am wirkungsvollsten durch den Landwirt beeinflusst werden? Bodenbearbeitung Fruchtfolge
  • Nennen Sie Ziele des ökologischen Landbaus Erhaltung/Steigerung der Bodenfruchtbarkeit/Ertragsfähigkeit weitgehend geschlossener Betriebskreislauf bei geringstmöglichem Vebrauch von begrenzter Energie- und Rohstoffvorräte Verantwortungsbewusste Nutzung und gezielte Förderung der natürlichen Lebensgrundlagen, bewusste Vermeidung von Umweltbelastungen vielfältige Produktion und vielseitige Betriebsstruktur Flächenbezogene Tierhaltung, Beachtung artgemäßer Bedürfnisse und ethischer/ästhetischer Gesichtspunkte Förderung bewährter Kultursorten/Zuchtrassen im Hinblick auf Schädlingsresistenz und Tiergesundheit Erzeugung hochwertiger ernährungsphysiologisch vollwertiger Lebensmittel in ausreichender Menge zu angemessenen Preisen Schaffung sicherer Existenz auf der Basis befriedigender Lebensbedingungen und angemessenem Einkommen Mitwirkung an der Lösung des Welthungerproblems, Ablehnung importierter Futtermittel aus der 3. Welt Verboten: chemisch - synthetische Düngemittel, Pflanzenbehandlungs-, Lager-, Schutz- und Nachreifemittel, Hormone und Wuchsstoffe
  • Mit welchen Maßnahmen kann der Herbizideinsatz im Ackerbau reduziert werden? Reduzierte Bodenbearbeitung Anbau Haupt- und Zwischenfrüchte Mulchsaat viele Fruchtfolgefelder standortgerechte Kulturen anbauen Resistente Arten
  • Welche Maßnahmen wurden von Sonderprogrammen zum Gewässerschutz gefördert? Zwischenfruchtanbau Quantofix-N-Volumeter (N-Messung in Gülle) Kleinstflächen-Uferrandstreifen (Fördern der Belassung) Strip-till-Verfahren im WSG (Gülle-Unter-Fußdüngung im Mais)