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Deutschdidaktik (Subject) / Grammatik bis Mehrsprachigkeit (Lesson)

Grammatik Diversität Mehrsprachigkeit

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  • 9. Grammatikunterricht Wozu? 7 Punkte 1.Soll/ kann Fremdsprachenunterricht dienen 2.Zum 'richtigen' Sprachgebrauch führen 3.Das formal-logische Denken fördern 4.Zu einer besseren Allgemeinbildung führen 5.Ein Begriffsinventar zur Verständigung über Sprachen bieten 6.Die Einsicht in den Bau und die Struktur der deutschen Sprache fördern 7.Zur Analyse kommunikativer Handlungen befähigen
  • 10. Umgang mit Diversität Definition von Heterogenität 1.Heterogenität bezeichnet die Uneinheitlichkeit der Elemente einer Menge oder der Bestandteile eines Körpers. (Wiki) 2.Ein Ausdruck von Vielfalt, der oft mit negativer Konnotation verwendet wird und an Fragmentierung denken lässt. Weniger wertend ist der Ausdruck 'Diversität' (Kulturglossar)
  • 10. Definition von Diversität 1. Ein Begriff der Soziologie für die Unterscheidung und Anerkennung von Gruppen- und individuellen Merkmalen benutzt wird2. Klassischerweise wird Diversität respektive dieser Dimensionen betrachtet: Kultur (Ethnie), Geschlecht, Alter, sexuelle Orientierung, Behinderung, Religion (Weltanschauung)
  • 10. Diversität im schulpädagogischen Kontext Definition und Anwendung 1. Meint die Individualität von SuS im Hinblick auf ein oder mehrere Merkmale Liegt vor wenn: Zur Erreichung identischer curricularer Ziele --> unterschiedliche schulpädagogische Maßnahmen erforderlich sind 
  • 10. Diversität- Problematik im Klassenzimmer 1. Viele Lehrer gehen von einem fiktiven Mittelmaß aus--> praktizieren das Lernen im Gleichschritt nach dem Prinzip des 7-G Unterrichts: Die gleichen Schüler lösen beim gleichen Lehrer im gleichen Raum zur gleichen Zeit im gleichen Tempo die gleichen Aufgaben mit gleichem Ergebnis
  • 10. Merkmale diverser Lerngruppen 10 Punkte 1. Kulturelle und nationale Identität, Mehrsprachigkeit 2.familiärer/ sozioökonomischer Kontext  3.geschlechtsspezifische Unterschiede  4.Religiöse Sozialisation (Werte und Normen) 5.Kenntnisse und Lernvoraussetzungen 6.Lernwege und Lernstrategien 7.Lern- und Arbeitsverhalten 8.Physis, Gesundheit 9.Interesse, Neigungen, Erwartungen 10. uvm....
  • 10. Ansprüche an diverse Klassenzimmer 1. Bewusstheit der Heterogenität und ihr durch differenzierende Maßnahmen auf der: -inhaltlichen -didaktischen -methodischen -sozialen  -organisatorischen Ebeneso weit es geht gerecht zu werden
  • 10. Entwicklungsstufen Schule und Diversität 4 Punkte 1. Exklusion 2. Seperation 3. Integration 4. Inklusion
  • 10. Innere und äußere Differenzierung 1. Innere Differenzierung/ Binnendifferenzierung Unterricht und Lernumfeld werden unter Beibehaltung des Klassenverbandes so weit wie möglich den individuellen Fähigkeiten und Bedürfnissen einzelner SuS angepasst (Modifikation und Integration) 2.Äußere Differenzierung  Bildung möglichst homogener Lerngruppen durch eine räumliche Trennung im Unterricht (Selektion und Segregation)
  • 10. Ziele innerer und äußerer Differenzierung Zielsetzungen übereinstimmend: 1.eine Optimale Passung - also eine möglichst große Übereinstimmung zwischen Individuum und Umwelt bzw. zwischen Schüler und Unterricht- herzustellen 2.Dadurch soll bei möglichst vielen Schülern ein Optimum erreichbarer Lern-und Entwicklungsschritte bewirkt werden.
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  • 10. Aufgaben der Lehrkräfte im Hinblick auf Differenzierung und inklusive Pädagogik 5 Punkte 1.Unterschiedliche Lernvoraussetzungen vorurteilslos wahrnehmen, akzeptieren und berücksichtigen 2.Methodenvielfalt anstreben 3.Vorrang von bleibenden Lernergebnissen vor Erledigung des Lehrstoffes 4.Kein Lernen im Gleichschritt 5.Das Lernen lehren
  • 11. Mehrsprachigkeitsdidaktik Deutsch als Erstsprache Deutsch als Zweitsprache Deutsch ist die Sprache die zuerst erworben wird (Muttersprache)Deutsch ist die Sprache die nach der Erstsprache erworben wird Zweitspracherwerb: Die zu lernende Sprache ist die Umgebungssprache (Deutschunterricht in DeutschlandFremdspracherwerb: Die zu lernende Sprache ist nicht Umgebungssprache (z.B. Deutschunterricht in Griechenland)
  • 11. Terminologie Familiensprache und Bilingualität (simultan und sukzessiv) 1. Sprache/n die in der Familie gesprochen wird/ werden (z. T. parallel) 2.Erwerb zweier Sprrachen a.) von Geburt an = simultaner Spracherwerb = frühe Zweisprachigkeit (z.B. one person - one language Prinzip) b.) ab ca. 3 Jahren: Sukzessiver Zweitspracherwerb = sukzessiver Bilingualismus
  • 11. Sukzessiver Zweitsprachenerwerb = Erwerb ab ca. 3 Jahren Erstsprache in häuslicher Umgebung, Zweitsprache in institutioneller Umgebung --> Unterschiedliche Erwerbskontexte und Kulturräume führen zu unterschiedlichem Vokabular ==> Unteranderem eine Ursache für code-switching / code - mixing
  • 11. Code- switching und code- mixing 1. Code- switching  a.) Funktionaler, bewusster Wechsel zwischen den Sprachen ==> b.) Adressaten- und  situationsorientiert 2. Code- mixing a.) Wörter die in der Zielsprache nicht verfügbar sind, werden durch Wörter der anderen Sprache ersetzt ==> Begriffe code-switching und code- mixing können selten klar voneinander abgegrenzt werden und werden daher oft synonym verwendet
  • 11. Besonderheiten des Deutschen in der Verschriftung 1. Verwendung von Alphabetschrift --> 2. Lateinisches Alphabet# 3.Umlaute (ä,ö,ü) und Diphtonge (ei, eu), sch 4.Leserichtung von links nach rechts
  • 11. Positiver und Negativer Transfer True friends und false friends (Interferenzen)Kann auch auf Satzebene stattfinden
  • 11. Mehrsprachigkeit und Deutsch als Zweitsprache Self-fulfilling- Prophecy + Konsequenzen 1. Negative Einstellung der  Lehrkraft wirkt sich auf Verhalten der SuS aus
  • 11. Mehrsprachigkeit als Anlass sprachreflexiven Unterrichts --> Steigerung der Sprachbewusstheit über den kontrastiven Vergleich zweier Sprachen Umsetzungsbeispiele: Übersetzungen, Mehrsprachige Bilderbücher 
  • 11. Vorurteile überwinden 1. Mehr als die Hälfte aller Menschen ist mehrsprachig. Eher Regel als Ausnahme 2.Für ein Kind ist es nicht verwirrend mehrere Sprachen gleichzeitig zu hören und zu sprechen. Spracherwerb wird durch Mehrsprachigkeit nicht erschwert 3.Mehrsprachigkeit führt nicht zu Sprachstörungen und verschlimmert auch nicht bereits vorhandene 4.Mehrsprachige Menschen verfügen (i.d.R) über bessere metasprachliche Fähigkeiten, das heißt sie können besser über die Eigenschaften und Strukturen von Sprache nachdenken
  • 9. Systematischer Grammatikunterricht -Grammatisches Thema wird systematisch und isoliert von anderen Lernbereichen, Themen und Aktivitäten erarbeitet -detailliert planbar, vermittelt im Gespräch, vermitellt von Lehrperson oder Lernmitteln -klassische Übungen -kann mit Unterstützung auch außerhalbt der Unterrichtssituation erarbeitet werdenVoraussetzungen: sogfältige Planung und Ausgestaltung des Unterrichts - Sachkenntnise -konsequente Durchführung-Lernmaterial muss sorgfältig auf Schwierigkeiten untersucht werden-Rolle der Lehrperson muss klar geregelt sein: Vermittler und Berater, problematisierend Differenzieren oder richtige Lösungen vorgeben
  • 9. Situativer GU -induktives Vorgehen bei der Stoffwahl: Beobachtungen und Verständnisprobleme als Auslöser und Leitfaden der Stoffvermittlung -grundsätzlich nicht planbar, Unterrichtsgespräch zentral -Voraussetzungen: geschickte Handhabe der Lehrperson-gute Gesprächskultur-Gesichertes Überblickwissen der Lehrkraft + Sprechakttheorie-schneller Zugriff auf Nachschlagewerke-Exkurse zur grammatischen Reflexion müssen kompetetent angeleitet werden-gute Backgroundplanung + Flexibilität
  • 9. Integrativer GU -Mittelweg zwischen systematischem GU und situativer GU -erfordert hohe methodisch + didaktische Kompetenz + Hintergrundwissen -mögliche Methoden: Einstiegstext von dem abstrahiert wird Zusammenwirken von Text, Grammatik, Form und Funktion (eher systematisch) Gemeinsame Analyse von Schülerfehlern (eher situativ) Lehrperson als Experte/ Richter Erfolg stark von optimaler Ausführung und Planung abhängig
  • 9. Funktionaler GU -Grammatische Eigenschaften von Texten werden hinsichtlich ihrer Wirkung betrachtet, von Sprache auf ihre Funktion Berührungspunkte mit integrativem Konzept -kann auch systematisch betrieben werden: Wirkungsuntersuchung von Textem im Mittelpunkt --> klassische Wort und Satzgrammatik wird um die Perspektive Text erweitert Textproduktion und Rezeption werden untersucht Auch hier Gewichtungsfrage: wieviel systematisches, wieviel induktives Vorgehen ist nötig
  • 11. Mehrsprachigkeit als Ressource Unterschiedliche Sprach und Lebenserfahrung erschwert einheitlichen Lehrbuchzentrierten Unterricht bietet Ressourcen für induktive Vorgehensweisen--> schülerzentrierter Unterrich   -Spiel mit eigenen und Fremden Sprachen eröffnet Felder für MetakognitionenErfahrung des "Sprachelernens" eröffnet neue Perspektiven --> MinisprachkurseVermittlung interkultureller und interlingualer Kompetenzen--> Bereitet auf multikulterelle Realität vorstärk Identität von SuS mit Migrationshintergrund (-->vermehrte Zuwendung zur Erstsprache--> größerer Lernerfolg)Vorurteile können abgebaut werden--> Umgang mit Mehrsprachigkeit und verschiedenen kulturellen Hintergründen erfordert Feingefühl der LehrkraftSprache =weniger heikles Thema als Kultur