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Klinische 2 (Subject) / 041 Motivierende Gesprächsführung am beispiel Substanzabhängigkeit (Lesson)

Grundlagen

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  • Gängige Behandlungsziele 1. Substanzfreier Lebensstil  2. Behandlung von Folgeerscheinungen des Alkoholkonsums, die das Funktionsniveau beeinträchtigen  3. Rückfallpräventien
  • Gängige Behandlungziele 1. Substanzfreier Lebensstil Zwingend für Therapie Erhöhung der Abstinenzmotivation Lebensumstellung Aufbau neuer Freizeitaktivitäten Aufbau von sozialen Kontakten außerhalb der bisherigen „Szene? Adaptation an neue Tagesroutine Wiederaufbau befriedigender Partner- und Familienbeziehungen
  • Gängige Behandlungsziel 2. Behandlung von Folgeerscheinungen des Alkoholkonsums, die das Funktionsniveau beeinträchtigen Körperliche Erkrankungen Psychische Syndrom Partnerschafts- bzw. Ehesituation Berufliche SituationFinanzen, Wohnsituation
  • Gängige Behandlungsziele 3. Rückfallprävention Rückfälle sind eher die Regel als die Ausnahme! Kein suchtspezifisches Phänome „normaler? Krankheitsverlauf 1 zu 3 Regel: 1/3 abstinent, 1/3 gebessert, 1/ ungebessert Metaanalyse von Süß (1995): Behandlungserfolg ein Jahr nach Entlassung aus stationärer Entwöhnungsbehandlung: 30-50%
  • • Klassisches Behandlungsmodell im kontext von Sucht o Motivation entsteht, wenn der Leidensdruck hoch genug ist.o Motivieren bedeutet vor allem den Klienten mit den negativen Konsequenzen seines Verhaltens zu konfrontieren. o Kritik:o Heftige, unempathische Konfrontationen erzeugen Reaktanz und machen Veränderungen unwahrscheinlich.
  • Warum führt Leidensdruck nicht immer zu Veränderungsmotivation Menschen, die sich in Ihrer persönlcihen freiheit eingeschränkt fühlen zum Beispiel durch Kritik, reagieren häufig mit Reaktanz.  Die negativen Konsequenzen eines Problemverhaltens können zu einem zunehmenden Verlust an Ressourcen und zuversicht führen  Das Problemverhalten wird unter umständen zur einzigen Belohnungsquelle Kurzfristige Belohnungen haben eine größere verhaltenssteuernde wirkung als langfristige Konsequenzen
  • Grundthesen moderner Motivationsarbeit Menschen sind immer motiviert. Die frage ist nur wofür Keine Stabile Persönlichkeitsseigenschaft sondern veränderbar Erwartungen bezüglich der Auswirkungen wichtiger Entscheidungen ist ein zentraler Ansatzpunkt.  Eine Veränderung ist wahrscheinlicher, wenn sie beim Erreichen eines persönlich wichtigen Ziele hilft.
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