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Bilanztheorie (Subject) / Klausuraufgaben (Lesson)

Mit Stichwörtern

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  • Welchen Zweck und Inhalt hat eine Zerschlagungsbilanz? Eine Zerschlagungsbilanz soll Informationen über Zugriffsmöglichkeiten der Gläubiger auf die Vermögenswerte des Unternehmens liefern. Dazu sind nur die einzeln veräußerbaren Vermögensgegenstände zu potentiellen Einzahlungen und die Schulden zupotentiellen Auszahlungen zu erfassen. Die Bewertung der einzelnen Posten wird demVorsichtsprinzip unterstellt.
  • Warum kann der Ertragswert nicht aus der organischen Bilanz nach Schmidt abgelesen werden? Zur Bestimmung des Ertragswerts müssen auch die immateriellen VG bewertet werden. Zur Bewertung vieler immaterieller VG, wie etwa dem Kundenstamm oder einerMarke, benötigt man jedoch die Höhe des Ertragswerts.
  • Warum empfiehlt Schmalenbach eine großzügige Dotierung der jährlichen Abschreibungsbeträge? Nach Schmalenbach sind die Lebensdauer und der Nutzwertverlauf eines abnutzbarenVermögensgegenstands schwer zu schätzen. Im Sinne einer vergleichbaren Erfolgsrechnung sind überhöhte aber gleichmäßige Abschreibungen jedoch besser als Sonderabschreibungen.
  • Warum ist das Realisationsprinzip in der strengen Auslegung nach Schmalenbach bei Langfristfertigung für eine periodengerechte Erfolgsermittlung nicht sinnvoll? Die Anwendung der strengen Auslegung des Realisationsprinzips auch bei Langfristfertigung bedeutet, dass kein Gewinnausweis für Teilleistungen erfolgt. Ein Gewinnausweis erfolgt stattdessen erst mit dem Verkauf. Dadurch wird der Gewinn in denJahren der Fertigung zu niedrig, im Verkaufsjahr zu hoch ausgewiesen. Somit wird dieVergleichbarkeit der Perioden gestört.
  • Welche zwei sich ausschließende Ziele versucht Schmalenbach in seiner Rechnungslegung zu vereinen? Er vereint die Gewinn- und Kostenkontrolle.
  • Abschreibung in der organischen Bilanztheorie nach Schmidt? AK bzw. HK spielen in der organischen BT nur eine zweitrangige Rolle. Viel mehr sind die Tagesbeschafungskosten relevant. Trennung von erfolgsneutralen und erfolgswirksamen Komponenten notwendig (bspw. eine Maschine gewinnt an Wert)
  • Beurteilen Sie die statische Bilanztheorie nach Simon im Hinblick auf deren Eignung zur Ermittlung eines Fortführungsvermögen. (10 Punkte) - Zur Bestimmung des Fortführungsvermögens (auch: Zukunftserfolgswert) ist die Ermittlung des Ertragswerts eines Unternehmens nötig. 2P. - Dies setzt die Kenntnis über die Höhe zukünftiger Erträge und den Anteil, den ein einzelnes Wirtschaftsgut daran hat, voraus. 1P. - Simon versucht, sich diesem Ziel mit der Bewertung der Vermögensgegenstände zum individuellen Vermögenswert anzunähern. 1P. - Hierzu unterteilt er das Vermögen nach Betriebs- und Veräußerungsgegenständen. Nach Simon dürfen Betriebsgegenstände grundsätzlich nur bei Erwartung eines Er-tragswertes bilanziert werden. 1P. - Aus praktischen Gründen werden die Betriebsgegenstände mit ihren fortgeführten Anschaffungskosten (Anschaffungskosten abzüglich planmäßigen und außerplanmäßi-gen Abschreibungen zuzüglich Zuschreibungen) angesetzt. 1P. - Weiterhin werden nicht alle Gegenstände, die einen Ertragswert erwarten lassen, wie bspw. nicht auf derivativem Weg erworbene rein wirtschaftliche Güter, bilanziell erfasst. 2 P. - Bei den Veräußerungsgegenständen möchte Simon den Ertragswert mittels der Bewertung mit dem Veräußerungspreis gewährleisten. Dieser Ansatz kann nur über Schät-zungen erfolgen. Ob dieser dem Ertragswert des Veräußerungsgegenstands immer ent-spricht, kann bezweifelt werden. 1P. - Fazit: Simon kann mit den von ihm gewählten Typisierungen sein Ziel, d.h. die Ermitt-lung des Fortführungsvermögens, nicht vollumfänglich erreichen. 1P.
  • Begriff des Periodengewinns Diskutieren Sie die Vor- und Nachteile einer Einkommensbesteuerung, welche sich am Periodengewinn orientiert! (10 Punkte) - Die Einkommensbesteuerung soll die steuerliche Leistungsfähigkeit des Steuerpflichtigen erfassen. 2 P. - Dabei orientiert man sich an dem maximalen uniformen Konsumausgabenstrom im Zeitablauf. Für die Besteuerung ist die sich daraus ableitende maximale uniforme Konsumausgabe der Periode relevant. 1 P. - Bezogen auf einen Unternehmer entsprechen diese den maximalen uniformen Ent-nahmemöglichkeiten. 1 P. - Auf Grund der starken Abhängigkeit der maximalen uniformen Entnahmemöglich-keiten von subjektiven Erwartungen des Unternehmers, sind diese für eine Besteue-rungsgrundlage nicht geeignet. 2 P. - Daher wird der Periodengewinn als Besteuerungsgrundlage herangezogen. 2 P. - Der Vorteil liegt in der Beschränkung des subjektiven Einflusses auf die Höhe der Besteuerungsgrundlage, in dem eine normierte Größe verwendet wird. 1 P. - Dies ist gleichzeitig der Nachteil, da bei Verwendung einer normierten Grundlage nicht alle individuellen Besonderheiten erfasst werden können und es somit zu Ungerechtig-keiten im Hinblick auf eine gleichmäßige Besteuerung kommen kann. Beide Grund-lagen können somit zu Verzerrungen bei der Feststellung der Besteuerungsbasis führen. 1 P.
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