6
Management Basics H. (Subject) / 4. Aufbau Kosten- & Leistungsrechnung (Lesson)
- 1. Rechnungsstufen der Kostenrechnung (siehe Abbildung) ⇒ KostenARTENrechnung → Welche Kosten sind entstanden? - Erfassung und Systematisierung aller Kostenarten- Innerhalb der betreffenden Abrechnungsperiode ⇒ KostenSTELLENrechnung → Wo sind die Kosten entstanden? - Die angefallenen Kosten werden hier auf die gebildeten Kostenstellen (häufig in Anlehnung an die Aufbauorganisation) verteilt- Ziel ist die Zuordnung zum Verantwortungsbereich der Führungskräfte- Verbessert die Kalkulation der Endprodukte, wenn eine direkte Kostenzurechnung schwierig ist ⇒ KostenTRÄGERrechnung → Wofür sind die Kosten entstanden? - Letzte Stufe des Abrechnungsvorganges der Kostenrechnung- Die angefallenen Kosten werden jetzt nicht mehr herkunftsbezogen sondern verwendungsbezogen den Endprodukten (=Kostenträger) zugerechnet. Gliedern sich in: 1.Kostenträgerstückrechnung/ Kalkulation2.Kostenträgerzeitrechnung
- 2. Zusammenhang zwischen den Phasen der Kostenrechnung (siehe Abbildung) (WICHTIG) -Buchhalter muss RE für Kostenrechnungerfassen-1.Entscheidung = Welche Kosten sind angefallen ? = Kostenartenrechnung-Sind es Einzelkosten oder Gemeinkosten?-Einzelkosten (direkte Kosten)= Kann ich einem Produkt konkret zuordnen/zurechnen - Gemeinkosten (indirekte Kosten)=: gehen nicht ins Produkt ein, fallen gemeinschaftlich ein z.B. Strom, Miete / rechne ich auf eine Stelle wo sie entstanden sind z.B. Kostenstelle Geschäftsführung-Am Ende des Jahres müssen alle Kosten die im UN angefallen sind von allen Produkten getragen worden sein -4 große Zuschlagssätze: Materialgemeinkosten, verwaltungsgemeinkosten, undvertriebskosten, Fertigungsgemeinkostenzuschlag= 4 große zuschlagssätze-Kostenstelle = BAB
- 3. Gliederung Kostenarten - Einzel- & Gemeinkosten (nicht wichtig) ⇒ Einzelkosten: (auch direkte Kosten oder Kostenträgereinzelkosten) können direkt den einzelnen betrieblichen Leistungen zugeordnet werden (z. B. Holz bei der Möbelherstellung) ⇒ Gemeinkosten: (auch indirekte Kosten oder Kostenträgergemeinkosten) sind den einzelnen Kostenträgern nur indirekt zurechenbar, indem sie in der Kostenstellenrechnung über Schlüsselgrößen an Kostenstellen verteilt werden (z. B. Gehälter der Geschäfts- und Betriebsleitung, Feuer-versicherung für die Produktionsgebäude). Man unterscheidet zwischen echten und unechten Gemeinkosten: - echte Gemeinkosten können nur über Schlüsselgrößen verteilt werden- unechte Gemeinkosten sind zwar eigentlich Einzelkosten und ließen sich den einzelnen Kostenträgern direkt zurechnen, werden aus Gründen der abrechnungs-technischen Vereinfachung aber wie Gemeinkosten gehandhabt
- 4. Gliederung Kostenarten (nicht wichtig) Nach Schwankungsgraden: - fixe Kosten sind in ihrer Höhe unabhängig vom Beschäftigungsgrad (z. B. Miete für Lagerhallen) → sprung- bzw. intervallfixe Kosten sind auf bestimmten Intervallen des Beschäftigungsgrades konstant und ändern sich beim Überschreiten bestimmter Grenzen sprunghaft (z. B. Kosten für Maschinen, die bis zu einem gewissen Grad intensiver arbeiten können, ab einem bestimmten Grad aber neue Maschinen beschafft werden müssen)§variable Kosten sind in ihrer Höhe direkt vom Beschäftigungsgrad abhängig (z. B. Materialkosten, Transportversicherungen), man unterscheidet zwischen folgenden Arten von -- - variablen Kosten: → progressive variable Kosten steigen schneller als der Beschäftigungsgrad(z. B. durch Überstunden àNachtzuschläge) ◊ z.B. Chef muss 25% Zuschlag zu Überstunden zahlen weil viel zu tun ist ODER Nachtschicht mit Aufpreis/ Klassische Fall / Kosten steigen proportional→ degressive variable Kosten steigen langsamer als der Beschäftigungsgrad (z. B. durch Preisnachlässe bei größerem Materialeinkauf) ◊ z.B. Mengenrabatte / Regelfall→ proportionale variable Kosten steigen proportional zum Beschäftigungsgrad ◊ z.B. = lineare Kosten = Personalkosten sind oft einzige Kosten die linear sind → regressive variable Kosten fallen mit steigendem Beschäftigungsgrad (z. B. Heizkosten in Veranstaltungsräumen bei steigender Besucherzahl)→ Mischkostenbeinhalten sowohl variable als auch fixe Kosten (z. B. Telefon-kosten, Energiekosten, Abschreibungen, Gehälter mit Leistungslohn)
- 5. Kostenträgerrechnung - 5 Kalkulationsverfahren → Divisions-Kalkulation = Einzelprodukte z.B. Steinbruch → Äquivalenzziffern-Kalkulation = Sortenfertigung z.B. Brauerei Krombacher → Zuschlags(satz)-Kalkulation = Handel - überall = Normalfall → Maschinen-Stundensatz-Kalkulation = Massenfertigung = anlagenintensive Fertigung → Kuppelprodukt-Kalkulation (Raffinerie) = chemische Fertigung
- 6. BetriebsAbrechnungsBogen (BAB) (siehe Abbildung) - Werkzeug im Rahmen der Kosten- & Leistungsrechnung - nachträgliche Kostenkontrollrechnung in der Form tabellarischer Kostenstellenrechnung - dient dazu bestehende Kostenarten -hauptsächlich Gemeinkosten- über Kostenbereiche auf einzelne Kostenstellen zu verteilen ⇒ Hilfskostenstellen: werden nicht direkt auf Kostenträger verrechnet, sondern per Verteilungsschlüssel auf in Anspruch nehmende Kostenstellen umgelegt ⇒ Hauptkostenstellen: z.B. Fertigung, Material, Vertrieb & Verwaltung - allgemeine Kostenstellen: Gemeinkosten, die vom kompletten Betrieb verursacht werden - Hilfskostenstellen: werden nur von Teilbereichen verursacht ⇒ Aufgaben: - Abrechnung Gemeinkosten - Bildung von Kostensätzen - Ist-Kostenerfassung - Vorbereitung auf eventuelle Kalkulationen - Übersicht Kostenentstehung; ermöglicht Kostenkontrolle
Advertisement