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Medizin (Subject) / Gynäkologie (Lesson)
- Lokalisation Endometriose Endometriosis genitalis interna (Adenomyosis uteri): Endometriosezellen im Myometrium und im Abgangsbereich der Tuben Endometriosis genitalis externa: Endometriumzellen in den weiteren weiblichen Geschlechtsorganen und im Peritoneum (Tuben, Ovarien, Sakrouterinbänder, Douglas-Raum, Vagina, Vulva, Perineum) Endometriosis extragenitalis: Endometriumzellen in Harnblase, Darm mit Appendix vermiformis, Bauchnabel, Retroperitoneum, Lunge, Zwerchfell, Gehirn, etc. Häufigste Lokalisationen sind im Bereich der Sakrouterinbänder und Ovarien
- Symptome Endometriose sekundäre Dysmenorrhoe--> nach anfangs normalen Regeln treten Beschwerden auf zyklussynchroner Crescendoschmerz (beginnt Tage vor der Regel und hört mit ihrem Beginn auf) Spotting, Menorrhagie, Metrorrhagie, Hypermenorrhoe dauerhafte Unterleibsschmerzen meist bei Ovarialzysten und Verwachsungen Infertilität/Sterilität EUG Hämaturie, Dysurie, Hämatochezie, Dyschezie (Schwierigkeiten bei der Darmentleerung), Hämoptysen, Dyspareunie
- Salpingitis isthmica nodosa -Knotige Veränderung im Bereich der Tubenabgänge -Folgen:Minderung der DurchlässigkeitRisikoerhöhung für Sterilität und Extrauteringravidität
- Therapie Endometriose -Gestagenpräperate im Langzyklus (bei Pausen kommt es immer wieder zur östrogengetriggerten ENdometriumsproliferation)--> senkt FSH/LH -reine Gestagenherapie -GnRH Agonisten: Buserelin, Goserelin--> senkung FSH/LH mit Ovarsuppression --> starke klimakterische Beschwerden: Kopfschmerzen, Obstipation; ♀: Wechseljahresbeschwerden (z.B. Hitzewallungen, Scheidentrockenheit, Abnahme der Libido); ♂: Hitzewallungen, Flush, Gynäkomastie -sollten 6 Monate nach OP gegeben werden, oder Gestagene evtl. SERMS:Raloxifen Aromatasehemmer: Anostrozol Testosteronpräperate: Danazol OP: laporoskopisch, Laparotomie Prognose: Besserung nach Schwangerschaft und in der Menopause
- Uterusmyome -gutartig, Östrogen und Progesteron abhängig -aus glatten Muskelzellen: Leiomyome -Myome sind die häufigsten gutartigen Tumore des Uterus, monoklonal -die Häufigkeit steigt mit dem Lebensalter bis zu Menopause und sinkt dann wieder ab Risikofaktoren: frühe Menarche, späte Menopause, Reproduktionsfähigkeit, vor allem afroamerikanische Frauen
- Lokalisation Myome Submukös: wölben sich in Uteruslumen und machen die meisten Symptome wie Blutungsanomalien, Schmerzen..., gestielt: in status nascendi --> vor allem Hypermenorrhoe, Dysmenorrhoe, Unterbauschmerzen, Menorrhagie, Metrorhhagie --> wehenartige Schmerzen intramural: häufigste Lokalisation --> Zyklusunabhängige Schmerzen, Druck- und Fremdkörpergefühl, Blutungsstörungen Subserös: auffällig vor allem durch Verdrängung umgebender Organe -Miktions- und Defäkationsbeschwerden Intraligamentät: Lig. latum Uterus myomatosus: mehrere Myome -Blutungsstörungen vor allem beim Uterus myomatosus und submukösen Myomen, intramuralen
- OvarialCa -75% benigne, 25% maligne -Lebenszeitprävalenz: 1-2%, 7. häufigster Tumor der Frau Risikofaktoren BRCA1/2 HNPCCPeutz-Jeghers-Syndrom Nullipara, viele Ovulationen, frühe Menarche, späte Menopause, PCO
- Tumormarker Ovarialkarzinom Tumormarker CA-125, CA 72-4 (1.Wahl beim muzinösen Typ), CA 15-3, CEADottersacktumor: α-Fetoprotein positivNicht-gestationales Chorionkarzinom: β-HCG positivGranulosazelltumor: Inhibin
- FIGO Ovarialcarzinom 1: nur auf ein oder beide Ovarien begrenzt 2: Infiltration des kleinen Beckens, maligne Zellen in dem Aszites 3: Ausbreitung außerhalb des Beckens, Peritonealmetastasen, regionäre LK-metastasen 4: Fernmetastasen außer Peritonealmetastasen
- Therapie bei OvarialCa Staging-Op und Probe-Laparotomie radikale Entfernung aller Struktuen (außer 1a und G1), Prognose ist direkt abhängig von der Radikalität der Tumorentfernung Systemtherapie: Grundsätzlich (außer im Stadium FIGO IA, Grading G1) soll eine adjuvante Carboplatin-haltige Polychemotherapie in Kombination mit einem Mitosehemmstoff (z.B. Paclitaxel) durchgeführt werden Second-Line-Therapie und bei Platin-refraktären RezidivenPlatin-resistentes Rezidiv: Alternative Monotherapie z.B. mit Topotecan, Anthracyclinen (pegyliertes liposomales Doxorubicin), Gemcitabin, Paclitaxel, Treosulfan Platin-sensibles Rezidiv: Kombinationstherapie (alle Schemata können ggf. mit dem Anti-VEGF-Antikörper Bevacizumab kombiniert werden) Carboplatin + pegyliertes liposomales DoxorubicinCarboplatin + PaclitaxelCarboplatin + Gemcitabin Die Strahlentherapie hat bisher einen untergeordneten Stellenwert bei der Therapie von Ovarialkarzinomen. Dies liegt zum einen an der intraperitonealen Lage, zum anderen an der oft zu geringen Strahlensensibilität. Ein vielversprechender Ansatz für die Zukunft ist die intensitätsmodulierte Bestrahlung, bei der durch Aufteilung des Bestrahlungsfeldes in kleine Areale gesunde Organe geschont werden. Indikation: Palliative ZielsetzungAbdominalbestrahlung mit niedriger StrahlendosisBestrahlung von Knochenmetastasen zur Schmerzlinderung
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