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1 Einführung / Sozialpsychologie (Subject) / 1 Einführung /Sozialpsychologie (Lesson)
1 Einführung /Sozialpsychologie
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- mit welcher Fragestellungen befasst sich die sozialpsychologie? -Warum haben Menschen Vorurteile und wie lassen sich diese überwinden? -Wie bilden Men- schen Eindrücke voneinander und wann finden sie einander attraktiv? -Ist Gruppenarbeit effekti- ver als Einzelarbeit oder verleitet sie nur dazu, sich auszuruhen und andere die Arbeit machen zu lassen? -Welche Auswirkungen haben Gewaltdarstellungen in Medien auf den Zuschauer?
- was untersucht die Sozialpsychologie? Teildisziplin derempirischen Psychologie. Sie untersucht das Erleben und Verhalten von Men-schen in sozialen Situationen, d.h. Situationen, in denen Kognitionen, Emoti-onen, Motive und Handlungen einer Person durch die tatsächliche, vermutete(oder mitunter lediglich vorgestellte) Anwesenheit anderer Menschen beein-flusst werden (Allport, 1954).
- wann begann die akademisierung der sozialpsychologie? 30er Jahre bis zu den 60er hauptsächlich in den USA etwa mitte 70er Europa
- was ist ein Hauptziel der sozialpsychologischer Forschung? empirisch überprüfbare Theorien und Modelle zu entwickeln, um zu beschreiben, zu prognostizieren und zu erklären, wie Menschen sich in sozialen Situationen verhalten – wie sie einander wahrnehmen, wie sie Einfluss aufeinander ausüben und wie sie ihre Beziehungen zueinander gestalten.
- welche verfahren benutzt die sozialpsychologie? Zur Erkenntnisgewinnung bedient sich die Sozialpsychologie eines breiten Spektrums empiri- scher Forschungsmethoden, -das Beobachtungsverfahren, -korrelative Verfahren -und experimentelle Verfahren umfasst.
- was sind die forschungsleitenden Prämissen der sozialpsycholgie? - dass Menschen das, was sie als soziale Realität wahrnehmen, aktiv konstruieren.Sie reagieren also nicht darauf, wie eine Situation „objektiv“ ist, sondern darauf, wie diese Situation von ihnen selbst subjektiv wahrgenommen und interpretiert wird.- Eine zweite Prämisse sozial- psychologischer Forschung steht im Einklang mit der von Kurt Lewin, einem der Mitbegründer der empirischen Sozialpsychologie, aufgestellten Verhaltensgleichung (Lewin, 1951), die menschliches Verhalten (V) als eine Funktion von Personfaktoren (P) und Umweltfaktoren (U) beschreibt.
- Interaktion ist in sozialpsychologie definiert als Eine Interaktion zwischen zwei Einflussfaktoren liegt vor, wenn die Stärke des Effekts, den ein bestimmter Faktor (z.B. ein Situationsmerk- mal) auf eine Variable (z.B. ein bestimmtes Verhalten) ausübt, systematisch mit der Ausprä- gung eines anderen Faktors (z.B. einem Personenmerkmal) variiert.
- personenfaktoren / persönlichkeitseigenschaft definition In der psychologischen Forschung bezeichnet der Begriff der Persönlichkeitseigenschaft (engl. trait) eine zeitlich relativ überdauernde und über Situationen generalisierte Erlebens- und Verhaltenstendenz.
- Persönlichkeitseigenschaften / Motivation definition Motivationale Ansätze beschreiben Personen danach, welche Ziele sie verfolgen und mit welcher Intensität sie dies tun.
- motivationaler Forschung ziele definition sind spezifische und bewusst zugängliche Repräsentation erstrebenswerter bzw. positiv-valenter Ergebnisse, Ereignisse .
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- motivationaler Forschung ziele definition mit Motive er Begriff des Motivs (motive) bezieht sich hingegen auf breitere Klassen von Zielen, die in unterschiedlichen Lebensbereichen angestrebt werden.
- implizite / explizite motive - Bewusste (oder auch explizite) Motive lassen sich als die relativ über- dauernde Handlungsbereitschaft einer Person auffassen, bestimmte Handlungen zum Er- reichen von Zielen auszuüben.-Implizite Motive sind solche, die unbewusst bleiben, durch bestimmte Anreize ange- regt werden und spontanes Verhalten beeinflussen.
- Ziele definition werte ( values) - bezieht sich ebenfalls auf breite Klassen von allgemeinen und relativ abstrakten Zielen.£Werte fungieren als bewusste Leitlinien für Menschen.
- ziele definition Bedürfnis (need) bezieht sich wie Motiv und Wert ebenfalls auf relative breite Klassen von Zielen. mit dem Begriff des Bedürfnisses allerdings die Annahme verbunden, dass Bedürfnisse erst durch einen relativen Mangel ausgelöst werden. Bedürfnisse werden also dann erlebens- und verhal- tensrelevant, wenn sie verletzt oder unbefriedigt sind.
- personenfaktoren Persönlichkeitseigenschaften, Ziele, Motive, Werte und Bedürfnisse
- Situationsfaktoren Trotz des nachhaltigen Interesses der sozialpsychologischen Forschung am Einfluss von Situatio- nen gibt es keinen allgemein akzeptierten theoretischen Rahmen (oder gar eine Taxonomie), um zu identifizieren, zu klassifizieren und zu definieren, was eine sozialpsychologisch relevante Situ- ation ist
- situationsfaktoren (1) Objektive versus wahrgenommene Merkmale einer Situation(2) Konkrete versus abstrakte Merkmale von Situationen: (3) Starke versus schwache Situationen
- Objektive versus wahrgenommene Merkmale einer Situation: - Die Interdependenztheorie :dass sich die meisten sozialen Situationen anhand von objektiven Parametern der wechselseitigen Abhängigkeit von zwei Interaktionspartnern beschreiben lassen (z.B. das Ausmaß, in dem positive oder negative Ergebnisse einer Interaktionsperson von Handlungen der anderen Interaktionsperson abhängen, die Dauer der Interaktion).-ie differenziert zwischen den objektiven Merkmalen einer Situation und den wahrgenommenen subjektiv-interpretierten Merk- malen einer Situation - augenmerk auf letzteres
- Konkrete versus abstrakte Merkmale von Situationen: den Einfluss von konkreten Merkmalen einer spezifischen Situation auf das Erleben und Verhalten von Menschen untersuchen (z.B. die Wahrscheinlichkeit des Auftretens von aggressiven Verhaltensweisen in Abhängigkeit von spezifischen beleidigenden Äußerungen eines Interaktionspartners).Hilfreich allgemeingültige Aussage zu machen zu kategorisieren - Diese abstraktere Kategorisierung erlaubt dann, verallgemeinerbare Aussagen, die für eine Vielzahl von kon- kreten Situationen Gültigkeit haben (z.B. „In Situationen, in denen eine Person provo- ziert wird, steigt die Wahrscheinlichkeit einer aggressiven Reaktion.“).
- Starke versus schwache Situationen: Eine in der Forschung weitverbreitete Annahme ist, dass situationale Faktoren Verhalten in dem Maße beeinflussen, in dem es sich um „starke“ Situationen handelt a )situation von allen in ähnlicher weise wahrgenommenb) ob die Situation sozial geteilte Erwartungen bezüglich angemessener Verhaltensweisen her- vorruft, (c) ob die Situation angemessene positive Anreize für das angemessene Verhal- ten bereitstellt bzw. negative Sanktionierungen für unangemessenes Verhalten), und (d) ob die Personen über die relevanten Fähigkeiten verfügen, um das Verhalten auszufüh- ren. stark beerdigungschwach picknick im park wenig allgemeingültigkeit
- Beispiele macht der situation latane und darleys bystander effektsherifs konformitätsexperimentmiligrams studien zu autorität und gehorsam
- zwei Forschungsbereiche einteilen intra- und interpersonale Prozesse und intra- und intergruppale Prozesse.
- makroebene Analysen auf der Makroebene widmen sich typischerweise den soziostrukturellen, ökonomischen oder politischen Prozessen, die Phänomene des gesellschaftli- chen Zusammenlebens kennzeichnen und bedingen. Makroebenenanalysen fallen damit in den Bereich der Politikwissenschaft, der Wirtschaftswissenschaft, der Soziologie u.a.
- mikroebene Analysen auf der Mikroebene konzentrieren sich im Gegensatz dazu auf psy- chologische oder biologische Prozesse – Analyseeinheit ist hier das Individuum oder kleinere biologische Einheiten (z.B. das Gehirn). Die Allgemeine und die Kognitionspsycho- logie, die Persönlichkeitspsychologie, die Humanbiologie und die Neurowissenschaften, um nur einige Disziplinen zu nennen, konzentrieren sich nahezu vollständig auf diese Ebene.
- mesoebene Sozialpsy- chologinnen und Sozialpsychologen untersuchen zwar ebenfalls intrapsychische doch schwerpunkt dort wo Psychisches und Soziales aufeinandertreffen.
- Hypothetische Konstrukte: Abstrakte theoretische Begriffe, die sich nicht direkt beobachten lassen, sondern nur mit Hilfe von Indikatoren beobachtet oder erschlos- sen werden können.
- operationalisierung Unter Operationalisierung wird die Art und Weise verstanden, wie ein hypo- thetisches Konstrukt in eine beobachtbare Variable überführt wird. Sie hat Auswirkungen auf die Validität (Gültigkeit) der wissenschaftlichen Schlussfolgerungen.
- konstruktvalidität Der Begriff Konstruktvalidität bezieht sich darauf, inwieweit eine beobachtete Variable das zugrundeliegende theoretische Konstrukt angemessen repräsen- tiert.
- Gütekriterien zur Beurteilung wissenschaftlicher Theorien - Innere Widerspruchsfreiheit – man sollte nicht eine Aussage und deren Gegenteil (Ver- neinung) aus einer Theorie ableiten können. - Äußere Widerspruchsfreiheit – eine Theorie sollte nicht im Widerspruch zu als gesichert geltenden Theorien stehen, ohne genau zu spezifizieren, wo bisherige Annahmen zu korrigieren sind. - Eine Theorie ist umso besser je präziser ihre Vorhersagen und Erklärungsleistungen sind. - Eine Theorie ist umso besser je mehr Phänomene sie erklären und vorhersagen kann.- Eine Theorie ist umso besser je sparsamer ihre Annahmen sind.
- forschungsmethode in zwei frage kategorisieren Frage 1: Findet die Datenerhebung im Feld oder im Labor statt? Frage 2: Dient die Methode der Beschreibung, der Vorhersage oder derErklärung sozialer Phänomene?
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- Das (sozial)psychologische Experiment: Schlüsselmerkmale des Experi- ments sind Manipulation und Kontrolle. Wenn X tatsächlich eine Ursache von Y ist, dann sollten Veränderungen in X im Regelfall auch Veränderungen in Y zur Folge haben.
- randomisierung eine der wichtigsten experimentellen kontrolltechniken ist die zufällige ( randomisierung ) Zuteilung der Versuchspersonen auf die verschiedenen Bedingun- gen des Experiments, durch die unterschiedliche Ausprägungen der UV realisiert werden. Die Randomisierung soll sicherstellen, dass alle potentiell relevanten Merkmale der Versuchsperso- nen vor der Manipulation in den verschiedenen Bedingungen des Experiments (zumindest im Durchschnitt) gleich ausgeprägt sind;
- Replizierbarkeit um ein echtes experiment handelt es sich nur wenn neben der möglichkeit der Manipulation der UV auch die Möglichkeit der randomisierten Zuteilung der Versuchspersonen besteht.
- Gütekriterien zur Beurteilung experimenteller Untersuchungen / Validität gültigkeit der schlussfolgerungDie interne Validität eines Experiments ist hoch, wenn die beobachtete Veränderung der AV mit hoher Wahrscheinlichkeit auf die experimentelle Manipulation der UV zurückzuführen ist.