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Forschungsmethoden der Psychologie 602.861 (VO) (Subject) / Forschungsmethoden der Psychologie 602.861 (VO) (Lesson)

Forschungsmethoden der Psychologie 602.861 (VO)

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  • Welche Aktivitäten gibt es bei den physiologischen Systeme und psychophysiologischen Maße. Überblick über physiologische Systeme und psychophysiologische Maße - Hirnelektrische Aktivität - Kardiovaskuläre Aktivität - Elektrodermale Aktivität (EDA) - Elektrische Muskelaktivität
  • Nenne das Funktionsmaß und den Zusammenhang betreffend "Hirnelektrische Aktivität". Hirnelektrische Aktivität: Funktionsmaß: Elektroenzephalogramm (EEG), aber auch die funktionelle Magnetresonanz (fMRI) wird im Zusammenhang mit Klinischen Aspekten, Intelligenz, Kreativität, Persönlichkeit, Befindlichkeit untersucht. 
  • Nenne das Funktionsmaß und den Zusammenhang betreffend "Kardiovaskuläre Aktivität". Kardiovaskuläre Aktivität: Funktionsmaß: Elektrokardiogramm (EKG), aber auch Blutdruck (BD), Pulswellengeschwindigkeit (PWG), Peripheres Blutvolumen u.a. wird im Zusammenhang mit Klinischen Aspekten, Reaktivität im Zusammenhang psychischer Belastung, Stress, Aufmerksamkeit untersucht. 
  • Was wird bei der "Elektrodermalen Aktivität (EDA)" gemessen? Elektrodermale Aktivität (EDA): Messung der Hautleitfähigkeit oder des Hautwiderstands wird als objektive Messung emotional-affektiver Reaktionen betrachtet. Bei Emotionen oder Stress kommt es zu einer erhöhten Schweißsekretion, entsprechend zu einer Zunahme der Hautleitfähigkeit; Psychophysiologische Aussagebeurteilung (‚Lügendetektor‘).
  • Nenne das Funktionsmaß und den Zusammenhang betreffend "Elektrische Muskelaktivität". Elektrische Muskelaktivität: Funktionsmaß: Elektromyogramm (EMG) Muskelspannung im Zusammenhang mit Stress, Stressreizen; Biofeedback, Gesichtsausdruck und Mimik; Lachen
  • Welche weiteren Dinge können gemessen werden? Betreffend: Überblick über physiologische Systeme und psychophysiologische Maße Welche weiteren Dinge können gemessen werden? Augenbewegung, Lidschlag und Pupillenreaktion: Messung der Schreckreaktion (Startle Probe); Werbepsychologie; Verkehrspsychologie; Kognitions- und Emotionspsychologie sowie weiters: Körpertemperatur; Atmung; Magenmotilität
  • Nenne die experimentellen Anwendungsbereiche der Psychologie. UND Mit welchen Aspeken befassen sich die einzelnen Arbeitsbereiche in Graz? Experimentelle Anwendungsbereiche finden sich mittlerweile in sämtlichen Teildisziplinen der Psychologie wie der Klinischen Psychologie, Sozialpsychologie, Allgemeinen Psychologie, Entwicklungspsychologie, Schlafforschung, Persönlichkeitsforschung, Biologischen Psychologie. In Graz befassen sich die einzelnen Arbeitsbereiche mit folgenden Aspekten: • Allgemeine Psychologie: Biologische Korrelate von Kognitions- und Aufmerksamkeitsprozessen; Gedächtnis und Lernen • Arbeits-, Organisations- und Umweltpsychologie: Auswirkungen der Arbeit auf Gesundheit und Arbeitszufriedenheit; physiologische Anforderungen • Biologische Psychologie: Biologische Korrelate negativer und positiver traits; frontal brain functions, Lateralitätsforschung; Emotionen • Differentielle Psychologie: Neuronale Effizienz; Intelligenz; Kreativität … • Entwicklungspsychologie: Neurokognitive Grundlagen der Dyslexie und Dyskalkulie • Gesundheitspsychologie: Psychophysiologie von Stress, Angst und Angstbewältigung• Klinische Psychologie: Neurobiologische Korrelate von Emotionserkennung und Emotionserleben; Physiologie verschiedener Störungsbilder • Neuropsychologie: Neuroplastizität, Brain-Computer-Interface … • Sozialpsychologie: physiolog. Reaktionen, die eng an soziale Situationen gekoppelt sind 
  • Beschreibe die Statistik in der Psychologie. Statistik ist die Wissenschaft des Klassifizierens, Organisierens und Analysierens von Daten. Als Daten können alle Arten von Maßen, Ergebnissen oder Merkmalsausprägungen verstanden werden. In der psychologischen Statistik geht es dabei um die Zusammenfassung und Darstellung von Beobachtungen und die Überprüfung theoretischer Aussagen durch Beobachtung der Realität. Ziel ist die Verdichtung von Einzelinformationen und Beobachtungen zu allgemein gültigen theoretischen Aussagen und die Vorhersage von Ereignissen.
  • Welche 2 wichtigen Teilbereiche gibt es in der Psychologie? Für die Psychologie gibt es zwei wichtige Teilbereiche: die Deskriptive Statistik und die Inferenzstatistik
  • Womit befasst sich die Deskriptive Statistik? Die Deskriptive Statistik Beobachtungen werden organisiert und zusammengefasst. Ziel der deskriptiven Statistik ist es Verteilung von Werten zu organisieren und zu beschreiben. Dazu bedient sie sich dreier Methoden: Tabellen: Häufigkeits- bzw. Frequenztabelle gesammelte Daten werden geordnet und sinnvoll (in Kategorien) zusammengefasst; Man erhält einen Überblick über die Verteilung der Werte. Wo liegen die Werte und welche Form ergibt die Verteilung? Grafiken: Histogramme (Balkendiagramm), Polygramme, Kreisdiagramme Kennwerte: Wie verteilen sich die Werte entlang der horizontalen Achse? Wo liegt das Zentrum/der Mittelwert der Daten? Unterscheiden sich die Werte stark voneinander? Mittelwert (Arithmetisches Mittel); Modalwert, Median Standardabweichung bzw. Streuung (Varianz); Range Wollen wir darüberhinaus wissen, ob das Ergebnis nur zufällig ist oder aber Allgemeingültigkeit besitzt und eine Vorhersage erlaubt, ist es notwendig eine inferenzstatistische Analyse durchzuführen.
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  • Womit befasst sich die Inferenzstatistik? Die Inferenzstatistik wird auch als schließende/induktive Statistik bezeichnet, da ihr Grundprinzip darauf beruht von der Untersuchung weniger Merkmalsträger auf alle Merkmalsträger zu schließen. Basierend auf den Annahmen der Wahrscheinlichkeitstheorie und Kombinatorik liefert sie dazu entsprechende Methoden und Verfahren, die diese Schlussfolgerung mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit erlaubt. Welche Werte treten auf und mit welcher Wahrscheinlichkeit? Es geht um das - Testen konkreter Hypothesen• Wissenschaftl. Fragestellung • statistische Hypothese (Aussage über die Population) • Untersuchung einer Stichprobe • Schluss auf die Population - Schätzen von Parametern Punkt- und Intervallschätzungen • Untersuchung einer Stichprobe • Schluss auf die Population • (Bsp.: Wahlprognosen) - die Vorhersage von Ereignissen Ausgangspunkt: die Zufallsstichprobe zieht man theoretisch unendliche viele Stichproben und berechnet jeweils den Mittelwert, erhält man eine Verteilung von Mittelwerten; Die Eigenschaften der Häufigkeitsverteilung von Mittelwerten sind bekannt und man kennt die Verteilungsform, denn mit wachsendem Stichprobenumfang, nähert sich die Verteilung der Mittelwerte der Normalverteilung (Aussage des zentralen Grenzwerttheorems). Hauptproblem der statistischen Inferenz: Stichprobenkennwerte variieren und Schätzungen sind immer mit Fehler behaftet.
  • Erkläre "Parametrische Tests" und "Nicht-parametrische Tests". Für jede Art von Fragestellung und in Abhängigkeit des Datensatzes gibt e seine Reihe spezieller statistischer Verfahren. Sie werden grob unterschieden nach: • Verfahren zur Prüfung von Unterschiedshypothesen • Verfahren zur Prüfung von Zusammenhangshypothesen Für beide Arten gibt es: Parametrische Tests Verfahren, die nur unter speziellen Voraussetzungen gültig sind und meist die Normalverteilung des untersuchten Merkmals voraussetzen. Nicht-parametrische Tests (verteilungsfreie Tests) Verfahren, die nicht an die Normalverteilung gebunden sind und weniger Voraussetzungen haben, breiter anwendbar sind, jedoch nicht so präzise.