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Motivationspsychologie (Subject) / Motivationsanreize in Alltagssituationen (Lesson)
- Theorie Vrooms Eine Situation besteht aus dem Ereignis X und den Sub-Ereignissen Y1-N. Instrumentalität = Erwartung, inwieweit X Y1-N nach sich zieht Anreiz (= Valenz) = Subjektive Gewichtung/Wichtigkeit der Ereignisse Laut Vroom hängen Instrumentalität und Valenz multiplikativ miteinander zusammen Gesamtattraktivität = Summe aller X×Y1-N Produkte
- Erweitertes kognitives Motivationsmodell (Heckhausen und Rheinberg, 1980) Betrachtung der Erwartungsseite, zusätzlich zu Vroom noch Tätigkeitsanreize (Handlung macht Spaß) 4 Erwartungen 1. Situations-Ergebnis-Erwartung: Mit welcher Wahrscheinlichkeit geschieht ein Ereignis ohne eigene Handlung? Hohe SEE senkt die Handlungstendenz 2. Handlungs-Ergebnis-Erwartung: Mit welcher Wahrscheinlichkeit geschieht ein Ereignis durch meine Handlung? Hohe HEE erhöht die Handlungstendenz 3. Ergebnis-Folge-Erwartung: Wie sicher zieht ein Ergebnis eine Folge nach sich (= Instrumentalität)? Hohe Instrumentalität erhöht den Einfluss auf die Stärke der Handlungstendenz 4. Person-Handlungs-Erwartung (Bandura): Wie sicher schaffe ich eine Handlung (= Selbstwirksamkeit)? Ähnlich der Erfolgsmotivation/Misserfolgsmotivation
- Selbstwirksamkeit nach Bandura, 1977 Spezifische Erwartungen - beziehen sich auf bestimmte Situationen - basieren auf früheren Erfahrungen in identischer/ähnlicher Situation Generalisierte Erwartungen - bilden sich aus Vielzahl spezifischer Erwartungen - steuern Verhalten in neuen, unvertrauten Situationen - Persönlichkeitsmerkmal - internale/externale Kontrollüberzeugung
- Flow 4 Merkmale 1. Tiefes Involviert-Sein in eine Handlung (Handlung steht absolut im Vordergrund) 2. Bewusstsein und Handlung verschmelzen (keine Selbstreflexion/Zweifel/...) 3. Gefühl starker Kontrolle (muss nicht der Realität entsprechen) 4. Verzerrte Zeitwahrnehmung (Stunden vergehen wie Minuten) 3 zentrale Bedinungen 1. Passung zwischen Anforderung der Aufgabe und den eigenen Fähigkeiten 2. Klare Zielsetzung 3. Unmittelbares Feedback
- Ziele Was sind Ziele? - mentale Repräsentationen angestrebter Zustände - sinn- und identitätsstiftend Ziele beeinflussen - Wahrnehmung - Denken - affektiv-motivationale Bewertungen Ziele dienen - Ausrichtung/Energetisierung von Verhalten - Strukturierung von Verhalten
- Strukturierung von Zielen (Zielsystemtheorie) Oberziel Zwischenziele konkrete Handlungsziele motorische Aktivität Durch diese Strukturierung kann ein Mittel mehreren Zielen/Zwischenzielen dienen (Multifinalität) und ein Ziel kann durch mehrere Mittel erreicht werden (Äquifinalität)
- 6 Dimensionen von Zielen Zeit gegenwärtig vs. langfristig Schwierigkeit anspruchsvoll vs. wenig anspruchsvoll Spezifizität konkret vs. allgemein Ausrichtung Aufsuchen vs. Meiden Zielbindung (Wichtigkeit) hoch vs. niedrig Selbstdetermination intrinsisch vs. extrinsisch
- Lern vs. Performanzziele Lernziel Fähigkeit und Wissen erweitern. Misserfolg als nützliche Information Performanzziel Vergewisserung der eigenen Leistung (zur Erhaltung eines positiven Selbstbildes). Misserfolg führt zu Resignation.
- Organismische Integrationstheorie (Teil der Selbstdeterminationstheorie) nach Deci und Ryan, 1991 Das Selbst als Netzwerk eigener emotionaler Präferenzen und autobiographischer Erfahrungen. Formen der Verhaltensregulation liegen auf einem Kontinuum der Selbstbestimmung. Externale Anforderungen, Erwartungen und Ziele können in das Selbst integriert werden (External ↔ Introjiziert ↔ Identifiziert ↔ Integriert ↔ Intrinsisch) External: Belohnung/Bestrafung Introjektion: Verpflichtung, Furcht vor Zurückweisung Identifikation: Übereinstimmung mit Werten und Überzeugungen Integration: Kongruenz mit der eigenen Lebensgeschichte Intrinsisch: Übereinstimmung mit Interessen und Bedürfnissen der Sache wegen
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