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Erfolgsorientiertes Controlling 1 (Subject) / MWCO01 Lektion 1 - 2 (Lesson)

Erfolgsorientiertes Controlling 1 - MWCO01 Lektion 1 - 2 Lektion 1 Rolle des Controllers im Unternehmen Lektion 2 Überblick über Systeme der Kosten- und Leistungsrechnung

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  • Definition & Aufgaben des Controllings sinngemäß: Unternehmenssteuerung das Controlling ist in alle Phasen des Führunsprozesses eingebunden (siehe Aufgaben eines Managers) zeigt dem Management Planungs- und Steuerungsbedarf auf; stellt ein funktionsfähiges Planungs-, Kontroll- und Informationssystem bereit Planung --> zielorientierte Ausgestaltung des Planungsprozesses und Koordination des Planungsvorgangs Kontrolle --> Soll-/Ist-Vergleiche, Analyse von Planabweichungen, Ursachenforschung
  • Aufgaben eines Managers • Zielbildung --> Festlegung angestrebter Wunschzustand • Planung --> Ermittlung von Handlungsalternativen zur Zielerreichung • Steuerung --> Treffen von Entscheidungen zur Erreichung der Ziele; in Planung festgelegte Maßnahmen werden umgesetzt • Kontrolle --> Vergleich: geplanter Zustand <-> realisierter Zustand
  • Selbstcontrolling • unternehmensintern • Controlling wird vom Manager selbstübernommen • nur dann sinnvoll, wenn der Manager die Aufgaben ohnehin mit dem erforderlichen Wissen wahrnimmt
  • Fremdcontrolling • unternehmensintern • Controlling wird durch eine eigene Stelle im UN übernommen • sinnvoll, um Manager zu entlasten und wenn detaillierte Kenntnisse erforderlich sind
  • institutionalisiertes Controlling • Variante des Fremdcontrollings • zentrale Durchführung des Controllings durch eine Organisationseinheit
  • funktionales Controlling • Variante des Fremdcontrollings • Aufgaben des Controllings werden auf verschiedene bereits vorhandene Organisationseinheiten verteilt (z.B. internes Rechnungswesen, Finanzbuchhaltung)
  • Linienstelle • Ausgestaltung der Weisungsbeziehungen des Controllings • Linienstelle kann Entscheidungs- und Leitungsaufgaben wahrnehmen
  • Stabsstelle • Ausgestaltung der Weisungsbeziehungen des Controllings • keine Entscheidungs- und Weisungsbefugnis • Experten mit Spezialwissen aus verschiedenen UN-Bereichen, welche die Führungskräfte bei ihren Leitungsaufgaben unterstützen sollen
  • Querschnittsbereich • Ausgestaltung der Weisungsbeziehungen des Controllings • Kombination aus Linien- und Stabsstelle • Entscheidungs- und Weisungsbefugnis bei bestimmten Controllingaufgaben (Bsp. Budgetplanung); Rechte hinsichtlich Art und Weise der Umsetzung beschränkt
  • Ausschuss • Ausgestaltung der Weisungsbeziehungen des Controllings • eine oder mehrere Personen sind nur zeitweise (in Ausnahme- und Spezialfällen) als Controller tätig und besitzen weiterhin andere Aufgaben im UN
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  • operatives Controlling Steuerung der operativen und taktischen Ebene befasst sich mit der gegenwärtigen Entwicklung (u.a. kalkulatorischer Erfolg, Liquidität) Informationen werden unternehmensintern generiert quantitative Daten
  • strategisches Controlling Unterstützung der strategischen Führung Ziele: langfristige Existenzsicherung & Sicherstellung des zukünftigen Erfolgspotenzial (u.a. durch Identifikation von Chancen und Risiken) Informationen sind in der UN-Umwelt zu finden und qualitativ
  • betriebliches Rechnungswesen zahlenmäßige Abbildung aller ökonomischen Vorgänge eines UN --> quantitatives Spiegelbild des realen Betriebsgeschehens Zwecke: - Dokumentationsfunktion aller Vorgänge - Planungsfunktion durch Bereitstellung einer soliden Informationsbasis - Kontrollfunktion zur Ermittlung des Zielerreichungsgrads
  • Kosten- und Leistungsrechnung Teilsystem des internen Rechnungswesens --> dient vor allem internen Zwecken orientiert sich an den UN-Zielen zentrale Aufgaben: Planung, Steuerung und Kontrolle sowie Information interner Adressaten
  • wesentliche Aufgaben der Kosten- und Leistungsrechnung - Kontrolle der Wirtschaftlichkeit der Leistungsprozesse - Kontrolle der Zielerreichung - Planung von Kosten- und Leistungsgrößen - Grundlage für betriebswirtschaftliche Entscheidungen - Ermittlung von Heko und Verrechnungspreisen - Erfolgsermittlung
  • Ein-/Auszahlung Einnahme/Ausgabe Einzahlung = Wert aller zugegangenen liquiden Mittel Auszahlung = Wert aller abgegangenen liquiden Mittel Einnahme = Wert aller veräußerten (abgegangenen) Güter & DL Ausgabe = Wert aller beschafften (zugegangenen) Güter & DL
  • Ertrag - Zweckertrag - neutraler Ertrag Ertrag = Wert aller entstandener Güter & DL bewertet aufgrund gesetzlicher Bestimmungen Zweckertrag = entsteht durch regelmäßige Leistungserstellung im Rahmen der eigentlichen Betriebstätigkeit neutraler Ertrag = Ergebnis von Transaktionen, die nicht direkt in Verbindung mit dem Betriebszweck stehen der Ertrag ist Bestandteil der GuV
  • Aufwand - Zweckaufwand (ordentlicher Aufwand) - neutraler Aufwand Aufwand = Wert aller verbrauchten Güter & DL bewertet aufgrund gesetzlicher Bestimmungen Zweckaufwand = fällt betriebsbedingt an (u.a. Personal- & Materialaufwand) neutraler Aufwand = Ergebnis von Transaktionen, die nicht direkt in Verbindung mit dem Betriebszweck stehen der Aufwand ist Bestandteil der GuV
  • Leistung/Kosten Leistung = Wert aller aufgrund der betrieblichen Tätigkeit enstandenen Güter & DL bewertet nach eigenen Gesichtspunkten Kosten = Wert aller aufgrund der betrieblichen Tätigkeiten verbrauchten Güter & DL bewertet nach eigenen Gesichtspunkten finden Anwendung in der Kosten- und Leistungsrechnung
  • Unterschiede & Gemeinsamkeiten Aufwand - Kosten (Ertrag - Leistung) - einem neutralen Aufwand stehen keine Kosten gegenüber, da nur der leistungsbezogene Güterverbrauch bewertet wird (neutral = betriebsfremd, periodenfremd, außerordentlich) - dem Zweckaufwand stehen Kosten in gleicher Höhe (die Grundkosten) gegenüber - dem Zweckaufwand stehen Kosten in anderer Höhe (die Anderskosten) gegenüber - bspw. kalkulatorische Abschreibungen - den Zusatzkosten steht in der Finanzbuchhaltung kein Aufwand gegenüber 
  • Teilsysteme der K&L - Kostenartenrechnung Welche Kosten fallen an? Belege werden in der Finanzbuchhaltung erfasst und einer Kostenart zugeteilt Basis für weitere Teilrechnungen
  • Teilsysteme der K&L - Kostenstellenrechnung Wo im UN fallen die Kosten an? Gemeinkosten werden einer Kostenstelle zugeordnet, Einzelkosten einem Kostenträger
  • Teilsysteme der K&L - Kostenträgerrechnung Wofür sind die Kosten im UN angefallen? Einzelkosten werden den Kostenträgern direkt zugerechnet; Gemeinkosten werden weiter auf die Produkte und Aufträge verteilt - ermöglicht: --> Kostenträgerstückrechnung = Ermittlung der Selbstkosten --> Kostenträgerzeitrechnung = kurzfristige Erfolgsermittlung durch Gegenüberstellung der Kosten und Leistungen einer Periode
  • Verursachungsprinzip Prinzip der Kostenrechnung Kosten sollen grundsätzlich der Kostenstelle, dem Kostenträger oder der Periode zugerechnet werden, die für die Kostenentstehung kausal sind ist dies nicht möglich kann eine Zurechnung nach Durchschnittswerten anhand einer Bezugsgröße erfolgen
  • Kostenrechnung - Unterscheidung nach dem Zeitbezug - Ist-Kostenrechnung = erfolgt anhand tatsächlich angefallener Kosten im UN - Normalkostenrechnung = wird mit Durchschnittswerten vergangener Perioden durchgeführt, um Schwankungen zu normalisieren und Perioden vergleichbar zu machen - Plankostenrechnung = rechnet mit zukünftigen Kosten, die bekannte zukünftige Kostenänderungen bei Planrechnungen bereits berücksichtigen
  • Kostenrechnung - Unterscheidung nach Sachumfang - Vollkostenrechnung = umfasst alle Kosten ohne weitere Differenzierung - Teilkostenrechnung = erfasst nur einen Teil der Kosten (i.d.R. variable Kosten)