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A- Auswendiglernen (Subject) / 4 Klass. Konditionierung - Teil 2 (Lesson)
VL LERNEN, Rothermund // Jena
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- Begriff Kontingenz für klass. Konditionierung 4-Felder-Tafel benutzen, um relevante bedingte Wahrscheinlichkeiten zu erklären 4-Felder Tafel Zeichnung & weitere Beschreibung s. Notizen in Dokument (Lernen) Mit a= wie oft US nach CS, b=Basisrate= US ohne CS, c=CS ohne US, d= nichts passiert Der Begriff d. Kontingenz ist deshalb so wichtig, weil sich aus seinen Ergebnissen ablesen lesen, wie Reiz & Reaktion zusammenhängen bzw. ob sie überhaupt voneinander abhängen. Kontingenz - Voraussagekraft des CS (!) Er wird bestimmt, in dem man mit folgender Formel Q (Kontingenz) berechnet.Kontingenz = P (US/CS) - P (US/kein CS)US/CS heist "US folgt CS", die Kontingenz gibt also die Wahrscheinlichkeit für die unkonditionierten Reaktionen in Verbindung mit dem konditionierten Reiz an. Damit errechnet man also die bedingte Wahrscheinlichkeit eines US in Abhängigkeit von einem CS. Wenn Kontigenz = 1 = höchste Wahrscheinlichkeit, dass US von CS abhängt (hohe Vorhersagekraft durch CS!) Wenn Kontingenz = 0 ist, dann besteht kein Zusammenhang (keine Vorhersagekraft durch CS!). Kontingenz=Häufigkeit von gleichzeitig auftretenden oder sich gleich verhaltenden Merkmalen oder Sachverhalten Berechnung Kontingenz (4-Felder) TafelP (US/CS) = a/ a+c [wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass US dem CS folgt?]P (US/--‚CS) = a/b+d [wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass US keinem CS folgt?] die beiden relevanten Wahrscheinlichkeiten, denn diese zwei Bedingungen sind wichtig, wenn es darum geht, wie und ob gelernt wird bzw. wie schwach oder stark der Lerneffekt ist.
- Basisrate d. klass. Konditionierung Aufbau und Ergebnisse Rescorla → Nachweis Basisrateneffekte auf Stärke d. K.K. → Basisrate ist die Wahrscheinlichkeit dass US keinem CS folgt Basisrate bei gleichbleibender P (US/CS) manipulieren (z.B. bei P=0,2 Basisrate unter/über diesem Niveau) Versuch Rescorla 1968 (Nachhweis Basisrateneffekt auf StärkeDissoziation Basisrate & Kontingenzd.h. Entkopplung von Basisrate P(US/keinCS) in Abhängigkeit von Vorhersagekraft des CS [P(US/CS)-P(US/keinCS) = Basisrateneffekte 3 Gruppen von Ratten mit unterschiedlichen Experimentalraten (US/CS) → Untersuchung in Abhängigkeit zur gleichbleibenen Basisrate (US/keinCS) →Basisrate bei gleichbleibender P (US/CS) manipulieren (z.B. bei P=0,2 Basisrate unter/über diesem Niveau) - Wahrscheinlichkeit der Basisrate manipulieren, d.h. die Rate ändern, in der ein US auf keinen CS folgt -- mehr CS oder weniger CS präsentieren bei gleichbleibenden Auftreten des CS in Zusammenhang mit US.→ Konditionierung umso besser je höher die positive Kontingenz→zeigte, dass Konditionierung erfolgreicher stattfindet, wenn das Auftreten der Paarung von US ohne CS kleiner ist als das Auftreten der Paarung US & CS ; Grad der Konditionierung immer am höchsten, wenn die Basisrate größer als (<) P(US/CS) (Experimentalrate) ist •je höher die Basisrate, desto geringer der Grad an Konditionierung (= hohes Aufretetenshäufigkeit von US ohne CS schwächt die Stärke der Konditionierung)→ unabhängig davon, wie hoch die absolute Häufigkeit der Kopplung – obwohl häufigere Kopplung auch einen etwas höheren Grad der Kond. bringt)→ ! Gelernt wird aus der Differenz zwischen Paarung und nicht Paarung, nicht aus der bloßen Häufigkeit der Paarungen → Basisrate = Blockierungen
- Übererwartungseffekt? Wie könnte ein Experiment aussehen, um Ü-Effekt für K. einer CER nachzuweisen? → Kombination zweier bereits etablierter CS mit dem gleichen US führt zur Abschwächung der CR auf die einzelnen Stimuli Die Kombination wirkt inhibitorisch auf Stärke der Reaktion für beide CS. CER -- z.B. Experiment für CER könnte so aussehen, dass jemand immer einen Kaffee trinkt, wenn man zusammen mit einem bestimmten Menschen ist. Unabhängig davon trinkt dieser Mensch auch immer freitagnachmittags Kaffee.In jeder Situation ist eine hohe Erwartung von Kaffee. Treffen dann die beiden Situationen aufeinander (Freund + Freitagnachmittag), dann spricht man von einem Übererwartungseffekt, denn eigentlich müsste hier von zwei Kaffees ausgegangen werden, da die zwei Ereignisse zusammentreffen und es bei einem Kaffee bleibt hat dies einen inhibitorischen Konditionoierungseffekt. BeispieleMariana = 1 KaffeeFreitagnachmittag = 1 Kaffee Mariana + Freitagnachmittag = 1 Kaffee [Übererwartungseffekt] (Ich werde ja keine zwei Kaffee trinken, nur weil diese zwei Ereignisse zufällig aufeinander fallen) Tante = 1EisZoo = 1Eis Tante + Zoo = 1Eis (enttäuscht, denn die CS sind auf einmal je nur noch die Hälfte wert und summieren sich zu einem einzigen Eis aus -- Enttäuschung)Stress = 1 Stück SchokoladeAufgabe erledigt (Belohnung) = 1 Stück Schokolade Stress + Aufgabe erledigt = 1 Stück Schokolade (Ich esse weniger Schokolade, wenn ich das Stressessen mit d. Erledigung einer Aufgabe verknüpfe). → Ist Überwartung immer nur positiv? (also "Belohnung"? Oder kann es auch mit einem negativen CER einhergehen?)
- Blockierungseffekt? Logik und Ergebnisse von Kamin → Kopplung eines neuen CS2 (zB.Ton) mit bereits etabliertem CS1 (zB. Licht) bei gleichem US bewirkt keine Konditionierung bzgl. des CS2, weil dieser durch den CS1 blockiert wird CS1 ist schon das Signal für den US, es braucht keinen weiteren Reiz, wenn es keine weiteren Informationen zu lernen gibt. Kamin 1968: Ton→Schock. Licht&Ton→Schock. Licht?: Keine Konditonierung,denn: Ton blockiert die Konditionierung als Hauptreiz, der schon den Schock perfekt voraussagt.KG: Licht→Schock => Konditionierung! (liegt also nicht an mangelnder Salienz von L) GILT AUCH FÜR EXTINKTION Ton (CS1) →Schock. Licht (CS2/CS-) & Ton (CS1) →„nichts“ : Löschung von CR (Angst vor Ton)?Test: Ton → CR !!! (Angst) → Licht blockiert Löschung bereits auf CS1 gelernte CR wird nicht gelöscht, wenn CS1 in Extinktionsphase zusammen mit CS2 (=CS-) präsentiert wird, weil Tier das Ausbleiben des US mit CS2 assoziiert → CR auf CS1 bleibt.
- Blockierung der Akqusition einer CS-US-Verbindung Blockierung der Extinktion einer CS-US-Verbindung erklären → bei der Akuisition (Erwerbung) kann kein weiterer Lerneffekt für einen neuen CS entstehen, so lange er keine neuen Informationen für US liefert. → bei der Extinktion (Löschung) kann keine Löschung von einem alten CS stattfinden, insofern er zusammen mit einem neuen CS präsentiert wird (alte CS-US-Verbindung wird aufrechterhalten, neue CS-US-Verbindung kündigt nur das Ausbleiben von etwas an, aber veranlasst keine Löschung)
- Formel d. Rescorla-Wagner-Modells, Komponente der Formel inhaltlich erläutern ∆ Vcsi = Scsi * ( A- ∑ Vcs) → Delta-Regel ∆ Vcsi → das, was wir erklären wollen ("Änderung von US-Erwartung für CS)(∆ → Veränderung d.Stärke eines CS bei einem einzigen Konditionierungsdurchgang) Scsi * ( A- ∑ Vcs) → wie wir das erklären V → Erwartung eines US gegeben CS – entspricht der Stärke der CR nach einem CS S → Salienz des CSi (0 ≤ S ≤ 1) ; S=0 → unbemerkt, kein Lernen. S=1 → maximale Salienz, perfektes Lernen (Kond. nach nur einem Durchgang), wenn mehr als ein Reiz ist Summe ihrer Salienzen maximal 1→ S beeinflusst Lernen/Konditionierbarkeit A → Stärke des US (0 ≤ A, d.h. keine „negativen“ US) – je mehr passiert desto höher A. Wenn US nicht präsentiert => A=0. A zeigt Intensität nicht Qualität des US ∑ Vcs → Summe der US-Erwartungen allergegebenen CS [additives Modell Bsp. Licht →10 Futterpillen, Ton →5 Futterpillen => ∑ Vcs = 15) i → bezieht sich auf jeden einzelnen CS(A-∑ Vcs) → eigentliches Lernen, Summe der Erwartungen verglichen mit dem, was tatsächlich passiert => ist Differenz! (was gelernt werden kann) Wärme Bsp machen
- Rescorla Wagner Modell → Akqusition → Extinktion → Überschattung → Übererwartung → kond. Inhibtion →Blockierung je mit einer Beispielrechnung zur Veränderung d. Assoziationsstärke konvergent = sich annähernd→ Akquisition: Asymptotischer Lernzuwachs mit Konvergenz auf A. V passt sich an die Stärke A des US an – Schnelligkeit abhängig von Salienz.Z.B. CS = Licht. Futter= US; A = 100, S= 0,21) V für Licht noch 0. => ∆Vcsi = 0,2 * (100-0) = 20 (Große Diskrepanz zwischen V und A!)Im ersten Durchgang nicht gleich alles gelernt weil S immer ≤ 12) ∆ csi = 0,2 * (100-20) = 163) 0,2 * (100-36) = 12,8 => V nun 48,8→ Erwartung für US immer höher& Diff. immer kleiner → V irgendwann (nahezu) Wert von A, siehe Asymptote. → Extinktion: Asymptotische Abnahme mit Konvergenz auf Null, Lerneffekt mit umgekehrten Vorzeichen, wird nach unten reguliert, weil bei Nicht-Präsentation des US ist A= 0Z.B. Licht = CS mit Vcs = 90, S= 0,2, A= 01) ∆ csi = 0,2 * (0-90) = - 18 D.h. nach 1. Durchgang Erwartung für US um 18 Einheiten reduziert2) ∆ csi = 0,2 (0-72) = - 14, 4 àErwartung um weitere 14.4 reduziert auf 57,6Etc. bis irgendwann Null angenähert. Am Anfang Abnahme der Erw. am größten. → Überschattung: bei multiplen CS: Asymptote Vcsi = (Scsi/ ∑cs) * A (Gesamtsalienz verteilt auf alle CS →jeder CS hat dann einen seiner Salienz entsprechenden Vorhersagewert. Jeder CS bekommt so viel ab wie Gesamtsalienzanteil)Wenn 2 Reize gleichzeitig präsentiert →US, dann jeder Reiz bekommt einen Teil der ErwartungZ.B. CS1= Ton mit S1 = 0,2 und CS2 = Licht mit S2 = 0,5. Futter = A = 1001) für CS1: ∆ V(T) = 0,2 * (100-0) = 20 Für CS2: ∆ V(L) = 0,5 * (100-0) = 50D.h. die Gesamterwartung ist nach dem ersten Durchgang schon um 70 Einheiten verändert/gestiegen, somit Restdiskrepanz von 100-70 = 302) V(T) = 0,2 * (100-70) = 6 V (L) = 0,5 * (100-70) = 15D.h. Gesamterwartung um weitere 21 auf insgesamt 91 gestiegen. = Diskrepanz nur noch 9.Licht viel höheren Signalwert, bekommt mehr vom „Kuchen der Erwartung“ / vom Gesamtsalienzanteil weil höhere Salienz (US-Erwartung auf CS1 nur um 20% angepasst ) D.h. T wird von L überschattet und nie so stark konditioniert wie L. → Übererwartung: Gesamterwartung zweier (o. mehr) separat etablierte CS auf den gleichen US ist Summe der Einzelerwartungen (A1+A2) → aber nur ein US folgt (ein A passiert) → negative Differenz (A – (A+A)) → Erwartung je nach Salienz der Einzelstimuli auf einzelne CS verteilt →d.h. V für Einzelstimuli wird gesenkt, bis Summe wieder dem entspricht, was passiert ( neg. Diff. immer geringer, nähert sich A an)Z.B. Licht= CS1 mit V1=100. Ton = CS2 mit V2=100 US=Futter mit A=1001) ∆V = S* (100-(100+100) )= -100*S Salienzaufteilung je nach Stärke des CS, siehe Überschattung. Wenn gleich salient: Einzelerwartungen auf Hälfte ihrer Ausgansstärke (also je V von 50) reduziert, bis ihre Summe wieder 100 entspricht (also V1=50, V2=50 ;∑V = 100). → Blockierung:Keine Abweichung von der Erwartung.CS1 kündigt bereits zuverlässig US an, hat schon vollständige Erwartung auf den US erworben, ein CS2 kann den gleichen US nicht mehr ankündigen, da nichts mehr gelernt wird/ der CS1 schon perfekt konditioniert wurde/ Zusammenhang schon erworben. Bleibt auf dem Niveau, wo vorher schon war, keine zu lernende Diskrepanz zw. Erwartung und Ergebnis (A - ∑Vcs).Z.B. Licht ist CS1 mit V1 = 100Futter ist US mit A = 100Ton ist CS2 mit V2 = 0S1 und S2 beide 0,3Für CS2: ∆V = 0,3 * (100-100) = 0Wenn L und T kombiniert = A-∑Vcs = 100- (100 +0) = 0 èKeine Differenz, kein Lernen weil A = ∑ VcsKonditionierte Inhibiiton:Auf die Kombi von einem bereits etabliertem CS+ (Licht) und einem neuen Stimulus (àCS-), z.B. Ton, folgt kein US (Futter).D.h. vorher wurde die Erwartung auf A schon voll gelernt, z.B. V(L)=90Nun folgt aber kein US, daher A=0. Licht und Ton seien gleich salient, z.B. 0,2Wenn beide gleichzeitig präsentiert werden, hat Ton noch keine Erwartung, also V(T) ist noch Null1) ∆V = 0,2 * (0-90) = -18D.h. nach diesem Durchgang wird die Erwartung auf jeden CS um -18 Einheiten reduziert: V(L) ist jetzt 72. V(T) ist dann -18Tier muss im Laufe der Durchgänge lernen, dass die Kombination von L und T nichts vorhersagt. Da der Effekt Null ist und beide Stimuli gleich salient àbeide Erwartungen immer um gleich viele Einheiten nach unten korrigiert, bis der CS- so negativ ist, wie der CS+ positiv ist, sprich, wenn die Erwartungswerte der beiden sich aufheben, im Beispiel bei V(L) = 45 und V(T) = - 45 => ∑Vcsi = 0. Die Erwartung auf den Ton ist negativ → ist Inhibitor geworden.
- Ausbleiben einer Konditionierung trotz CS-US-Paarung bei nicht vorhandener Kontingenz & positiver Basisrate mit Rescorla-Wagner-Modell; → zusätzliche exp. Evidenz, die Erklärung stützt → Kontingenz: Kontingenzeffekte betrachten Einfluss von Basisrate, Basisrate = US ohne CS.R-W-Modell kann nur dann Veränderung vorhersagen, wenn CS auch anwesend, sonst kann nicht gelernt werden.Kontingenz trotzdem erklärbar mit R-W?Kontext. (!) [Trick für Basisratenerklärung]KONTEXT IST IMMER DA; er ist ein besserer Reiz als der CS selbst.Konditionierung findet immer in best. Kontext K statt. Wenn CS nicht anwesend aber trotzdem US, assoziiert Tier dies auf Kontext → K selbst ist guter, besserer Prädiktor für US als CSK blockiert Konditionierung auf CS trotz häufiger CS-US-Paarungen bei nicht vorhandener Kontingenz (das bedeutet, wenn gleich hohe oder höhere Basisrate (US/CS), dann K als bester Prädiktor) [s. Bsp. 4-Felder-Tafel] → Zusätzliche Evidenz der Blockierung durch K liefert Einführung eines noch stärkeren CS2, der die Blockierung durch K aufhebt, indem er K-US-Ass. blockiert. CS2 kündigt immer US an, d.h. ist der beste Prädiktor → sagt US besser vorher als K CS2 hat Kontingenz von 1 (80:0) und ist damit besserer Prädiktor als K (160:40)Der CS1 kann sich nun wieder durchsetzen (wird nie gemeinsam mit CS2 präsentiert), da US-K-Ass. durch CS2 blockiert. [noch mal schauen inwiefern das jetzt auf R-W-Modell zurückgeht]
- S-S-Erklärung und S-R-Erklärung d. klassischen Konditionierung → Streitfrage k.K. "WAS WIRD GELERNT?"REIZ-REIZ-ReaktionoderREIZ-REAKTION-Reaktion [2. hypothetische Ansätze], SS-Modell sagt, Verhalten kommt zustande, in dem erlernte Verbindung durch Verbindung zwischen den Stimuli entsteht (z.B. Futter und Glocke - US-CS), nicht wie das S-R-Modell beschreibt die Verknüpfung zwischen Glocke und Speichel.D.h. 1) Futter wird durch Glocke erwartet, nicht Glocke regt Speichel an.Indirekte Aktivierung des Speichelns über Futter mit Glocke. SR-Model (klass. Behaviorismus - Blackbox-Modell) sagt, dass der Reiz rein mit der Reaktion verknüpft wird (CS-CR, US hat keinen Platz mehr; wird nicht mehr gebraucht/beachtet)
- Sensorische Präkonditionierung? Theoretische Implikationen für Erklärungsansätze der K.K.? → Sensorische Präkonditionierung: Z.B. 1. Ton + Licht (ohne US) 2. Licht → Futter → CR Test: Ton → CR??Ergebnis: in Testphase CR gezeigt! Spricht für S-S-Assoziation, weil Ton nie mit Futter gezeigt wurde, muss über Ton-Licht-Assoziation gelernt worden sein. ------------ neu: •1. Sensorische Präkonditionierung (Konorski, 1948) •à1. CS1 Glocke kündigt vorab CS2 Summer an: CS1 àCS2 à2. Lernphase: CS1 und US werden assoziiert: CS1 àUS àCR •3. Testphase: CS2 kann jetzt CR auslösen àwg. Assoziation CS1 - CS2 kommt es zur CR à S-S-Assoziationen
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- Methode Konditionierung zweiter Ordnung; spricht Nachweis K. zweiter Ordnung für S-S oder S-R-Modelle? → Konditionierung zweiter Ordnung; 1. Licht → Futter → CR2. Ton→Licht (ohne US) [ja trotzdem die CR Sabbern ohne, dass US gezeigt werden muss → ausgelöst durch das Licht, es könnte also gelernt werden: Ton → CR Sabbern→ Bald löst Ton CR aus, könnte also S-S sein (Licht mit Futter assoziiert) oder auch S-R (Licht mit Speichelfluss assoziiert)also: Licht→Schock→CRTest: Ton→welche CR??Ergebnis: CR in Testphase ist Sabbern! D.h. es muss eine Ton-Speichelfluss-Assoziation (S-R-Modell) gelernt worden sein (in Phase 2), so dass US-Änderung auf Licht nicht die Reaktion auf Ton ändert. Ton ja nur mit Speichelfluss assoziiert, nie mit Schock.Rescorla, 1979/80: Experiment mit Tauben, rotes u. gelbes Licht – Futter, 1. Gr. vertikal-rot, horizontal-gelb, 2.Gr. vertikal-rot oder gelb, horizontal-rot oder gelb1.Gr. lernt schneller, weil nur 2 Assoziationen lernen mussspricht für S-S-Assoziation
- Untersuchung schildern mit Ergebnissen, die für S-R-Lernen bei K.K sprechen → ?Simon
- Experiment zu US-Abwertung ("US evaluation") Für welche Erklärungsansätze solch Umwertungseffekte? Antwort begründen US-Abwertung: CS→US→CRUS ab-/umgewertet, z.B. so viel Futter geben, dass Tier satt und kein Speichelfluss mehr Test: CS→?? Ergebnis: keine CR mehr ausgelöst – spricht für S-S –Assoziation/ CS-US-Verbindung, weil US umgewertet wurde/ CR hat sich verändert, bleibt aus wegen Veränderung der Bedeutung des US. (Wäre es S-R, dürfte CR bei Umwertung des US nicht anders ausfallen) [Experiment hinzufügen!] ----- neu: US-Abwertung ist, wenn nach der Assoziationsbildung zwischen zwei Stimuli CS und US der US in seiner Bedeutung, Salienz minimiert wird,z.B. geschieht dies bei dem US Futter durch starkes Füttern, bis das Tier keinen Hunger mehr hat, oder bei US Schock eine Habituation auf den Schock. Der US wird also entwertet.das typische Ergebnis hierbei ist, dass die Reaktion auf den CS deutlich geringer ausfällttheoretische Implikationen: das Ergebnis spricht für die S-S-Assoziationstheorie, weil sichaufgrund der Veränderung der Bedeutung des US die Reaktion(CR) total verändert hat
- kompensatorischer CR? ein Beispiel →CR Gegenteil von UR→ eine der UR entgegen gesetzte Reaktion Bei Wiederholung nimmt Stärke der UR ab, weil CR sie kompensiertBeispiel 1 Paradoxer DrogentodAufhebung des Toleranzeffekts in verändertem Kontext.Immer im selben Kontext Drogen nehmen, dann bringt der Kontext (CS) eine kompensatorische Reaktion hervor, Körper wirkt gegen das "Gift" (Droge) und schwächt Drogenwirkung ab, d.h. die Drogendosis muss erhöht werden, um gleiche Effekte (Highs) zu erzielen als zu Beginn des Drogenkonsums.→ Kontext triggert bald Gegenreaktion, um Wirkung der Droge/Gift auszugleichen. Dann muss der Drogenabhängige vielleicht den Dealer wechseln, weil der Alte ins Gefängnis gekommen ist. Am Bahnhof (anstatt im vorigen K zuhause) wird jetzt die Droge konsumiert, weil der b-Prozess des Drogenausbleibens schon so unaushaltbar geworden ist, dass Notwendigkeit besteht sie dort im neuen Kontext zu nehmen. Dadurch, dass die Dosis von vorher (im Kontext zuhause, wo eine kompensatorische Reaktion stattgefunden hat und gelernt wurde) beibehalten wird, wird der Körper von Drogenkonsum überwältigt und kann mit der (zu hohen) Drogenmenge nicht mehr umgehen.→ In unvertrautem Kontext wirkt der US (Droge) viel stärker, weil neuer Kontext kein CS; keinen Gegenprozess wird ausgelöstEine normalerweise nicht tödliche Menge wirkt tödlich ! [geht das auch mit emotionalen Reaktionen / Stress? ; nicht tödlich, aber überwältigend? ja, oder? -- kontextspezifischer Stress etc, Umgang in Kontext (arbeit) gelernt, wenn Stress dann auch zuhause: erhöhte Reaktion -- überraschender Effekt - keine Kompensation vorhanden, weil unerwartet/ungewohnt]
- Wie erklären, dass nach wiederholter Injektion von Morphium nicht nur analgetische Wirkung nachlässt, sondern auch Salzwasserinjektion zu erhöhter Schmerzempfindlichkeit führt? mit Wirkung der kompensatorischen CR → Beispiel 1 Kontextspezifische Drogentoleranz; Siegel 1975z.B. abnehmender analgetischer(schmerzstillender) Effekt von Morphium→ Ratten Morphium injiziert→ Schmerzempfindlichkeit sinkt→ nach einigen Durchgängen: Schmerzempfindlichkeit nimmt wieder zuErklärung→ Spritze = CS, kündigt Morphium anCR = kompensatorisch = Gegenreaktion des Körpers auf Gift, Organismus will Wirkung des Morphiums (=Gift) ausgleichen → also der UR entgegengesetzt = b-ProzessBei Wiederholung b-Prozess immer stärker (Opponent-Process-Theory) → bald stärker als Wirkung des Morphiums, daher erhöhte Empfindlichkeit. Wenn Salz statt Morphium löst CS (Spritze) ebenfalls kompensatorische CR aus, da aber gar kein Morphium injiziert → Schmerzempfindlichkeit noch höher
- Prozedur und Ergebnisse von Siegel et al. (1982) zum sog. "paradoxen Drogentod". Erklären der Untersuchungsergebnisse aus der Basis d. K.K →Siegel, et al. (1982) designed an experimental study to test the classical-conditioning theory of drug tolerance. They gave rats injections of heroin every other day for 30 days (a total of 15 injections). They increased the dose gradually over time so that the rats eventually could tolerate relatively high doses. On the days the rats didn’t get heroin,they were injected with a sugar solution (see Table 1 below). Siegel, et al. (1982) tested two heroin-injected groups: Group 1. These rats received their heroin injections in Room 1, which was the room that housed all the rats (the “colony room”). They received their sugar injections in Room 2, which was a room that differed from Room 1 in two ways: (a) no rats were housed there;(b) a machine generated constant “white noise.”Group 2. These rats received their heroin injections in Room 2, and their sugar injections in Room 1.The researchers also included a placebo-control group (Group 3) that received injections of the sugar solution in both Room 1 and Room 2 on the same schedule as the other rats. Table 1 shows the schedule for each group on the first four days of the 30-day experiment. At the end of the 30-day period, rats in all three groups were given a very large dose of heroin (almost twice as much as those in Group 1 and Group 2 had received before). Figure 2 shows the results. The label Different in Figure 2 refers rats in Groups 1 and 2 that received the very large dose of heroin in the room in which they had been injected with the sugar solution during the first part of the experiment. The label Same refers to in Groups 1 and 2 that received the very large dose of heroin in the room in which they had been injected with heroin during the first part of the experiment. The label Control refers to rats that were injected only with the sugar solution during the first part of the experiment. As can be seen in Figure 2, almost all the rats in the Control Group died after being injected with the large dose of heroin because they had no tolerance for its lethal effects. About 64% of rats in the Different condition died, whereas only 32% of the rats in the Same condition died. Siegel, et al. (1982) interpreted these results as supporting their theory: the environmental stimuli in which drug addicts usually take the drug serve as a CS that produces a CR that increases tolerance for the drug’s effects. The researchers concluded that the sensory stimuli from the room in which the rats were injected with heroin made up a CS. The rats developed a CR to that room–a CR consisting of changes in biological changes that counteracted the effects of the drug they were about to receive. When they received the final injection in a different room, the CR didn’t occur, which increased their chances of dying from the overdose. Another point I want to make is that, although in most experimental studies of classical conditioning, the CR and UCR are the same or very similar, the responses also may be very different. In fact, in the study by Siegel, et al. (1982), the CR and UCR were completely opposite from each other. https://psysci.com/2012/11/06/classical-conditioning-of-drug-tolerance/ ------ folgendes eher irrelevant, mehr passen zu anderem kontextfragen (Beispiel 1 Paradoxer DrogentodAufhebung des Toleranzeffekts in verändertem Kontext.Immer im selben Kontext Drogen nehmen, dann bringt der Kontext (CS) eine kompensatorische Reaktion hervor, Körper wirkt gegen das "Gift" (Droge) und schwächt Drogenwirkung ab, d.h. die Drogendosis muss erhöht werden, um gleiche Effekte (Highs) zu erzielen als zu Beginn des Drogenkonsums.→ Kontext triggert bald Gegenreaktion, um Wirkung der Droge/Gift auszugleichen. Dann muss der Drogenabhängige vielleicht den Dealer wechseln, weil der Alte ins Gefängnis gekommen ist. Am Bahnhof (anstatt im vorigen K zuhause) wird jetzt die Droge konsumiert, weil der b-Prozess des Drogenausbleibens schon so unaushaltbar geworden ist, dass Notwendigkeit besteht sie dort im neuen Kontext zu nehmen. Dadurch, dass die Dosis von vorher (im Kontext zuhause, wo eine kompensatorische Reaktion stattgefunden hat und gelernt wurde) beibehalten wird, wird der Körper von Drogenkonsum überwältigt und kann mit der (zu hohen) Drogenmenge nicht mehr umgehen.→ In unvertrautem Kontext wirkt der US (Droge) viel stärker, weil neuer Kontext kein CS; keinen Gegenprozess wird ausgelöst)
- Wann bei K.K. die CR = UR? Wann eher das Gegenteil? Antwort begründen mit "Sometimes Opponent Process Theory" (Wagner) → •Sometimesopponenttheory(Wagner, 1981) •CR ist in manchen Fällen das Gegenteil der UR und in anderen Fällen ähnelt sie ihr•CR ähnelt UR, wenn CR monophasischund keine b-Prozesse vorhanden (z.B. Lidschluss: nur a-Prozess, Lid kann sich nur schließen: geht nicht weiter drüber oder drunter) •CR ist Gegenteil von UR, wenn CR biphasischund b-Prozesse vorhanden (z.B. Reaktion auf Elektroschocks :steigende Herzfrequenz: a steigt und b fällt unterursprüngl. Rate)
- Was besagt die Äquipotenzannahme der klass. Konditionierung? → Äquipotenz=Beliebigkeit des CS, ∴ nur systematische Kopplung nötig damit Konditionierung funktioniert.∴ kein sinnfälliger Zusammenhang zum US nötig.∴ nimmt an, dass der gleiche CS in jeder Situation gleich gut bzw. schlecht ist ∴ Salienzunterschiede bedingen unterschiedlich starke Konditionierung •CS und US können beliebig miteinander gekoppelt werden•gegebener CS ist in allen Kontexten ein gleich guter/schlechter CS•nur die unterschiedl. Salienz der jeweiligen CS bedingtunterschiedl. Konditionierung
- Ablauf und Ergebnisse Garcia & Koelling (1966) Welcher Aspekt d. Ergebnisse kritisch f. Äquipotenzannahme? widerlegt zum Teil die ÄquipotenzannahmeGarcia und Koelling: à 2 Gruppen Ratten A/B: CS1 - Sacharin H2O , CS2 – Audiovis.Signal àGruppe A: US – Gift , Gruppe B: US – Elektroschock à 1) Kond-DG: A=> (CS H2O + CS AV) + Gift àCRÜbelkeit B=> (CS H2O + CS AV) + Schock àCR Schmerzen à 2.Test-DG: Aà CS H2O àMessung des Wasserkonsums CS AV àMessung des Wasserkonsums Bà CS H2O àMessung des Wasserkonsums CS AV à Messung des Wasserkonsums àErgebnis: 1) Übelkeit wird eher dem „Futter“ zugeschrieben 2) Schmerzen werden eher „äußeren Umständen“ zugeschrieben !welcher US benutzt wird, spielt schon eine wichtige Rolle, da es eine biologische Prädisponiertheit gibt (und widerspricht somit der Äquipotenzannahme, dass jeder beliebige Reiz nur systematisch angeeignet werden muss und dann gleich gut bzw. gleich schlecht gelernt werden kann) ----- zweite version →Interaktion von CS und US (Garcia & Koelling, 1966)a)Tauben bekommen Geschmacks-Wasser und Licht-Geräusch-Wasser.Beide mit Gift versetzt→meiden danach Geschmacks-Wasser Interpretation: Ratten haben Übelkeit mit Gift assoziiertb) wieder Geschmacks-Wasser und Licht-Geräusch-WasserBoden unter StromDanach trinken Ratten nicht mehr aus Licht-Geräusch-Wasser àhaben Schock offenbar mit akustisch-visuellen Reizen assoziiert (aber nicht mit Geschmack)èDamit Salienzerklärung ausgeschlossen, weil R in beiden Bedingungen dann gleich sein müsste àwiderspricht Äquipotenzannahme = CS-US-Interaktion!àje nach CS ist CR leichter/schwerer zu konditionieren, d.h. erst wenn Beziehung zw. US und CS bekannt ist, kann Aussage über die Stärke der Konditionierung gemacht werden! (gleiche Stimuli in unterschiedlichen Kontexten unterschiedlich starke CR)
- Was besagt das Konzept der "preparedness"? "preparedness" [=vorbereitetsein] ist ein Modell, das davon ausgeht, dass der Mensch auf manche Reize evolutionär bedingt mit einem bestimmten Verhalten reagiert, potentielle (evobio relevante) Gefahrenfaktoren für das Leben d. Menschen Bsp. Schlange; leichter Phobieentstehung als z.B. Waffen Seligman; nicht alle Hypothesen in dieser Theorie immer voll belegbar Vorbereitete und gegenläufig vorbereitete Assoziationen bei verschiedenen Spezies(Z.B. hohe Löschungsresistenz der Angstkonditionierung auf Spinnen und Schlangen).Verschiedene Spezies sind unterschiedlich stark auf bestimmte Reize vorbereitet, biologisch festgelegte Verhaltensweisen →speziestypische Assoziationen lassen sich leichter lernen als andere →widerspricht Äquipotenz •Seligman(1970)•jede Tierart zeigt durch Evolution und Erfahrung in bestimmten Bereichen schneller eine bestimmte Assoziation auf bestimmte Stimuli•es gibt „vorbereitete Assoziationen“ und „gegenläufig vorbereitete Assoziationen“, d.h. bestimmte Assoziationen lassen sich leichter lernen
- Wie müssen bedingte Wahrscheinlichkeiten von US unter CS bzw. US ohne CS beschaffen sein, damit exzitatorische bzw. inhibitorische Kond. entsteht? Wann keine Konditionierung? P(US/CS) > P(US/nichtCS) → exzitator.P(US/CS) < P(US/nichtCS) → inhibitor.P(US/CS) = P(US/nichtCS) → keine Kond