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Organisation und Ethik des Arztberufes (Subject) / Sterbebegleitung (Lesson)
Sterbebegleitung (12)
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- Wissenstest: Wer War Elisabeth Kübler-Ross? Eine in der Schweiz geborene Psychiaterin. Sie hat in einem ihrer Bücher die verschiedenen Phasen beschrieben, die jeder durch eine unheilbare Krankheit betroffene Patient durchquert
- Wissenstest: Wie viele Phasen durchschreiten normalerweise Patienten, die erfahren, dass sie unheilbar krank sind? 5 Phasen: Ablehnung Wut Verhandlungen (Suche nach einer Frist) Depression Annahme
- Wissenstest: Was versteht man unter Palliativmedizin? Pflege und Betreuung von Terminalpatienten und sterbende Menschen
- Wissenstest: Was bedeutet der Ausdruck Palliativ Care? Palliativ bedeutet ummantelt, Care bedeutet pflegen,sorgen, betreuen. Gehört zur Gesundheitspolitik der Schweiz und hat zum Ziel, schwerkranken oder sterbenden Menschen eine möglichst auf ihre Bedürfnisse angepasste Betreuung zu bieten und ihre Lebensqualität so weit wie möglich zu verbessern.
- Wissenstest: Welchen Unterschied gibt es zwischen der passiven, der indirekten aktiven und der direkten aktiven Sterbehilfe? Passive Sterbehilfe: Verzicht auf Überlebensmassnahmen Indirekte aktive Sterbehilfe: als Nebenwirkung einer Medikamentengabe wird der Tadeseintritt beschleunigt und in Kauf genommen Direkt aktive Sterbehilfe: rasche und schmerzlose Tötung mit dem Ziel, den Betroffnen von seinen Leiden zu befreien.
- Sterbebegleitung - Definition? Begleitung sterbender Menschen ist ein Fachgebiet der Medizin = Palliativmedizin Dazu gehören: alle medizinischen Behandlungen, Körperpflege, psychologische, soziale und geistige Unterstützung für Personen, die an einer fortschreitenden und unheilbaren Krankheit leiden. Ziele: die noch verbleibende Zeit so angenehm wie möglich gestalten, Schmerzen und Sorgen sollen gelindert werden. Anstreben einer bestmöglichen Lebensqualität für den Patienten und sein Umfeld.
- Was sind die Ziele der Palliativmedizin? - Linderung des Leidens - Das restliche Leben möglichst lebenswert und ertragbar gestalten - Durch stetige Evaluation des Patienten versuchen, dessen Bedürfnisse zu erfüllen - Soziale, psychologische und geistige Aspekte bei der Pflege miteinbeziehen - Unterstützung der Angehörigen während der Krankheit und nach dem Tod des Patienten - Ethik in die verschiedenen Situationen einbeziehen - Respekt vor dem Leben und seinem natürlichen Ende
- Nenne die 5 Phasen der Trauerarbeit gemäss der Sterbeforscherin Dr. Elisabeth Kübler-Ross? Wenn jemand von einer unheilbaren Krankheit befallen wird, beschreibt Dr. Kübler-Ross die 5 Phasen, die jemand dabei durchlebt: 1. Ablehnen und sich zurückziehen (nicht ich!) 2. Zorn, Wut (warum ich?) 3. Verhandlung und Suche nach einer Frist (gut, ich werde sterben aber nicht bevor....) 4. Depression (es gibt sowieso keine Hoffnung mehr) 5. (trifft nur manchmal ein) - die Annahme
- Welchen Symptomen werden besondere Beachtung geschenkt bei Patienten der Palliativmedizin? - Schmerzen: lindern bevor der Patient welche verspürt (z. B. Morphin) Patienten der Terminalphase werden selten eine Abhängigkeit entwickeln - Verstopfung: weniger als einmal Stuhlgang in 3 Tagen. Mildern durch Laxantien (Abführmittel) oder mit Zäpfchen und Einläufen - Dehydration: Patienten der Terminalphase empfinden selten Durst. Hydrationen können auch zu Komplikationen führen - Vorgehen ist umstritten. Hydration mittels Infusion (belastet den Kreislauf) wird seltener durchgeführt - Mund- und persönliche Körperpflege: Patienten mit unheilbaren Krankheiten fühlen sich gerne sauber. Sind gerne gekämmt, geschminkt. Durch einen angenehmen äusseren Anblick schafft man Lebensfreude und einen positiven Einfluss auf die Entwicklung der Krankheit - Atemnot (Dyspnoe): Behandlung je nach Grund der Atemnot: Sauerstoff und Medikamente wie Bronchodilatatoren doer Anxiolytika. Das Leben des Patienten wird auf jeden Fall seiner Atemfähigkeit angepasst - Übelkeit und Erbrechen: hervorgerufen durch die Krankheit selber oder durch die Medikamente gegen die Krankheit. Je nach Ursache (sofern bekannt) werden Medikamente gegen Übelkeit verabreicht - Schlaflosigkeit: Gründe sind zahlreich (z. B. Angst), Abhilfe schaffen Schlafmittel, Entspannungsübungen, Massnahmen zur Angstbekämpfung, gute Schlafkonditionen - Angst: vor dem Tod, vor dem Unbekannten, davor vernachlässigt zu werden, vor der Tatsache, die gliebten Mitmenschen bald verlassen zu müssen. Ängste lindern durch Betreuung von Psychiater, Psychologen, Geistlichen - evtl. verabreichen von Anxiolytika
- Was bedeutet "passive Sterbehilfe"? Verzicht auf Einleitung von lebenserhaltenden Massnahmen oder Abbruch solcher Massnahmen. Ist in der Schweiz zulässig und wird praktiziert.
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- Was bedeutet "indirekte aktive Sterbehilfe"? Beschleunigung des Eintrittes des Todes als Nebenwirkung einer Medikamentengabe. (Morphin zur Schmerzbekämpfung im Endstadium einer Krebserkrankung). Ist im Strafgesetzbuch nicht ausdrücklich festgehalten, gilt aber grundsätzlich als erlaubt.
- Was bedeutet "direkte aktive Sterbehilfe"? Gezielte, rasche und schmerzlose Tötung zur Verkürzung der Leiden eines anderen Menschen. Der Arzt oder ein Dritter verabreicht dem Patienten absichtlich z. B. eine Spritze, die direkt zum Tod führt. Diese Form der Sterbehilfe ist heute nach Artikel 111 (vorsätzliche Tötung), Artikel 114 (Tötung auf Verlangen) oder Artikel 113 (Totschlag) StGB strafbar.
- Was bedeutet "Suizidbeihilfe" (auch assistierter Suizid oder begleiteter Suizid)? Dem Patienten wird zum angestrebten Suizid geholfen durch: Bereitstellung einer tödlichen Substanz und durch Beratung und Begleitung. Der Patient muss die tödliche Substanz selber einnehmen. Der Arzt kann entscheiden, ob er helfen will oder nicht. Freie Willensbekundung, kein Bereich der ärztlichen Berufsausübung. Suizidbeihilfe ist in der Schweiz nach Art. 115 StGB erlaubt, sofern sie nicht aus eigennützigen Motiven erfolgt. Sterbehilfeorganisationen in der Schweiz: Dignitas und Exit (viele Menschen kommen aus dem Ausland)