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A- Auswendiglernen (Subject) / 7 Kontrollfragen Operante Konditionierung Teil 2 (Lesson)

VL LERNEN, Rothermund // Jena

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  • humphrey's paradox auch "partial reinforcement effect"; Effekt, der beschreibt, dass je unregelmäßiger ein Verhalten während des Erzeugens bzw. Erlenens verstärkt (belohnt) wird, desto fester / robuster / sicherer ist das Verhalten nach dem Erlenen ohne die Gabe von Verstärkern Schutz vor Löschung, v.a. "paradox = erhöhte Löschungsresistenz nach seltener Verstärkung
  • "partial reinforcement effect" anhand von Diskriminationshypothese Diskriminationshypothese besagt, dass es schwierig ist eine seltene Verstärkung von Löschung zu unterscheiden. Bsp. des Glücksspielautomaten -> wenn der Automat kaputt ist, dann ist es schwierig zu sagen, denn er gibt auch nicht jedes Mal einen Gewinn aus wenn er funktionsfähig ist;  so auch beim PRF, denn er verstärkt das erwünschte Verhalten nicht bei jedem Auftreten (im Gegensatz zum continous reinforcement effect, bei dem das Verhalten stark an das Verhalten gebunden wird - die Löschung wird hier schnell offensichtlich, wenn nach Beenden der Verstärkergabe auch das Auftreten des gewünschten Verhaltens wieder abnimmt)
  • Vier grundlegende Verstärkerpläne Terminologie Untersuchungs- oder Alltagsbeispiel Intervall vs. Quotenplan feste vs. variable a. fixed ratio (jedes n-te erwünschte Verhalten wird belohnt) b. variable ratio (das erwünschte Verhalten wird um einen festgelegten Durchschnitt herum belohnt, z.B. durchschnittliche jedes 5te --> mal 3tes, mal 6tes, mal 5tes etc) c. fixed interval (ein Verstärker wird bereitgestellt (!) nach Ablauf eines festgelegten Intervalls, nach welchem das nächste Intervallzeitfenster startet) d. variable interval (ein Verstärker wird im Durchschnitt nach Ablauf eines festgelegten Zeitintervalls bereitgestellt, mal 8 Sek [Durchschnitt] - 6 oder 9 oder 7 Sek ...) Beispiele fixed ratio - z.B Akkordarbeit (jedes nte Teil wird belohnt; Schlachthaus -- Fleisch schneiden, Gruppenakkordarbeit -- alle werden belohnt, wenn sie 10 Haken abgearbeitet haben etc)
  • charakteristische Kurve für kumulative Verhaltenshäufigkeiten Gerät zur Aufzeichnung der kumulativen Kurven: Zeichnet auf wann und wie häufig das Verhalten auftritt (je häufiger, desto steiler der Anstieg); zeigt Pausen an; zeichnet Verstärkergabe auf FR - relativ steiler Anstieg mit kurzen Pausen nach Verstärkergabe ("Nachverstärkerpausen") VR - steiler Anstieg ohne Pausen (es besteht ein perfekter Zsh. zwischen Anstrengung und Belohnung) FI - hier einige Reaktionen nach Intervallbeginn - auch Nachverstärkerpausen[Bsp. Flaschensuchen im Müll - "fixed intervall", in dem ich zurückkomme und dann wieder etwas vorfinde. Wenn ich direkt nach 5 Minuten zurückkehe nachdem ich schon einmal da war ist die Chance sehr gering, dass wieder Flaschen dort sein werden; oder Telefonanruf besetzt & bei Ungeduld sofort noch mal anrufen, aber es wird nichts daran erinnert, dass gerade besetzt ist -- jemand ANDERES bestimmt, wann ein Verstärker bereitsteht] - Kein Fleiß kann Belohnung erhöhen! (Uhr und Belohnung nicht von meinem eigenen Verhalten abhängig - Stundenlohn > "Präsent sein" = kein Verhalten trägt zur Belohnung bei!) VI - Reaktionen ziemlich regelmäßig ohne Pausen (Verstärker werden in unregelmäßigen Abständen um einen Mittelwert bereitgestellt; bringt einen gewissen "eigenen Rhythmus" im Ausprobieren des Abholens mit sich)
  • Hypothesen um Nachverstärkerpausen im FR zu erklären; experimentelle Evidenz, die widerlegt / unterstützt a. Ermüdung b. Sättigung c. Verstärker-Distanz → b (Sättigung) ist auszuschließen, denn man sollte genauso gesättigt sein, wenn man auch einem VR folgt → empirische Evidenzverschiedene Verstärkerplän kombinieren (multiple Verstärkerpläne), um herauszufinden, welcher wirkt (a oder c)entscheidend ist die Verstärker-Distanz, also d.h. der folgende Verstärker - nicht der vergangene! (Bsp. Haufen Arbeit, dann fängt man lieber gar nicht erst an) Das, was man weiß, das man als nächstes zu leisten hat, was Verhaltenshäufigkeit bestimmt (Knopf blau oder rot)
  • Unterschiede in Verhaltenshäufigkeit bei VR und VI mithilfe "Interresponse Time Reinforcement" & "Response-Reinforce-Correlation" [Bei gleicher Verstärkeranzahl Verhaltenshäufigkeit unterschiedlich, warum?] "VR = viel häufigeres Verhalten, warum?"Variable Quote - jede nte Reaktion um einen Durchschnitt wird belohnt und man muss nicht auf Ablauf eines Intervalls warten Variabler Intervall - Reaktion nach Ablauf einer Intervallzeit wird belohnt und die Wahrscheinlichkeit belohnt zu werden ist höher je länger man wartet Erklärungsansatz (1) molekular ("Interresponse Time Reinforcement Theory") [spezifische Elemente d. Verhaltens]// nicht nur Verhalten wird verstärkt, sondern auch der zeitliche Abstand (!) wird verstärkt zwischen letztem gezeigten Verhalten und davor gezeigtem Verhaltenund: wenn Intervalle zwischen Reaktion lang war - "ah, es ist gut länger zu warten", v.a. hängt Verstärker ab, wie lange ich gewartet habe (Mülleimerinspektion)oder: wenn Intervalle kurz waren und wurden belohnt, dann wird Verhalten auch häufiger gezeigt werden - lange Abstände werden häufiger belohnt als kurze (wie beim Intervall; Verstärker hängt nicht von meinem Verhalten ab: ich MUSS warten bis etwas anderes außerhalb meiner Macht auftritt)ERKLÄRT VOR ALLEM, WARUM TIERE IN INTERVALLPLÄNEN SO SELTEN REAGIEREN[Intervall erzieht zur Faulheit]Umgekehrte Hypothese für Quotenpläne: Zeit egal? Wichtig: Anzahl meines Verhaltens bestimmt die Verstärkung. Kurze Intervalle werden häufiger belohnt. (wenn man Intervalle der Verhaltenshäufigkeit betrachten will)aber: Ratten reagieren nicht "geduldig", sondern Ratte drückt Hebel wie verrückt > Verhaltensweisen in Scharen (2) molar ("Response-Reinforce-Correlation-Theory")Korrelation = Kontingenz (wichtig!) Zusammenhang zwischen Anstrengung und Belohnung spielen eine Rolle. VR - perfekter Zusammenhang zwischen Anstrengung & Belohnung = perfekte Korrelation/Kontingenz --> Belohnung fleißiger Ratten= Ratten haben einen Anreiz schnell zu reagieren - wie Akkordarbeiter - je schneller sie reagieren, desto mehr Verstärker kriegen sie pro Zeit - auch Kälber beim Trinken aus einem großen Tank (je schneller gesaugt wird desto mehr Milch)VI - schlaue Ratte merkt, dass es nichts bringt häufiger zu drücken, denn nach Ablauf des Intervalls wird Belohnung bereitgestellt; Verstärkungsmenge ist konstant ; häufige Anstrengung ist unabhängig von Belohnung; aber irgendwann einmal drücken (wenn Bedürfnis auftritt oder "Not" da ist, z.B. Hunger; keinen Zsh. zwischen Fleiß und Belohnung - Obergrenze für Belohnung ist gesetzt, deshalb wird Verhaltensfrequenz an Auftreten d. Verstärkers angepasst)
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