21

Motivationspsychologie (Subject) / Klassische psychologische Ansätze (Lesson)

Brandstätter et al. Kapitel 2

This lesson was created by hntrlndlr.

Learn lesson

This lesson is not released for learning.

Advertisement
  • Grundgedanke Freuds Triebtheorie Triebreduktion = zielgerichtetes Handeln aus dem Bestreben, das innere Gleichgewicht wiederherzustellen (Homöostase) Hedonistischer Grundgedanke: Unlustvermeidung und Lustgewinn
  • Übergeordnete Triebe in Freuds Theorie. Kurze Erläuterung Lebenstrieb (Eros) und Todestrieb (Thanatos) - Der Lebenstrieb umfasst alle Tendenzen zum Lebenserhalt des Individuums und zum Überleben der Art - Der Todestrieb beschreibt das Bestreben, zu einem leblosen (bedürfnislosen) Zustand zurückzukehren, und aggressive Tendenzen
  • Psychische Energie bei Freud Die Ausrichtung auf ein Triebbefriedigungsobjekt bindet psychische Energie, die erst dann wieder frei wird, wenn das zugrundeliegende Bedürfnis befriedigt wurde. - Bedürfnislosigkeit als der eigentlich erstrebenswerte Zustand, da aus einem Bedürfnis nicht etwa Vorfreude und ein positives Gefühl entspringt, sondern Unlust und ungünstige gedankliche Fixierung.
  • Freud'sche Persönlichkeitsinstanzen Es = Sitz aller Triebimpulse; in ihrer konkreten Ausgestaltung unbewusst und verlangen unmittelbare Befriedigung Ich = Kognitive Prozesse, die an der Steuerung von Handlungen beteiligt sind. Vielfach unbewusst, können bewusstgemacht werden Über-Ich = Sozial vermittelte Wert- und Normorientierungen. Gewissen
  • Verschiedene Wege zur Reduktion eines Triebreizes - Fehlt ein geeignetes Objekt zur Bedürfnisbefriedigung kann das Bedürfnis stellvertretend in Träumen/Fantasien befriedigt werden - Ich kann einen Handlungsplan zur späteren Bedürfnisbefriedigung erstellen
  • Nachteil an Freuds Triebtheorie Vorgehen rein qualitativ-deskriptiv, zusätzlich nur an Einzelfällen orientiert -> nicht evidenzbasiert Keine quantitative Theorie, was eine objektive Beurteilung erschwert
  • Anspruch Hulls Formulierung einer allgemeinen Verhaltenstheorie, die Verhalten zu erklären versucht. Basiert auf: 1. Bedürfnissen 2. Umweltkonstellationen
  • Grundlagen Hulls 1) Homöostaseprinzip: Verhalten wird von Bedürfnis-/Mangelzuständen angetrieben 2) Hedonismusprinzip: Verhalten wird nur so lange gezeigt, bis der Bedürfniszustand befriedigt wird
  • Konzept der Gewohnheit und des Triebs (Hull) Verhaltenstendenz = Gewohnheit × Trieb Gewohnheit = Gelernte Reiz-Reaktions-Verbindung Trieb = Antriebskomponente, die die Energie zur Ausführung der Gewohnheit bereitstellt. Unspezifisch und unabhängig von der Art des jeweils aktualisierten Bedürfnisses Beide sind nach den Paradigmen behavioristischer Forschung objektiv messbar und somit empirisch überprüfbar: - Gewohnheit: Anzahl verstärkter Lerndurchgänge - Triebstärke: Dauer der Deprivation
  • Theoretische Implikationen aus der multiplikativen Verknüpfung bei Hull Verhaltenstendenz = Gewohnheit × Trieb 1) Für Verhalten bedarf es beider Komponenten 2) Interaktion beider Faktoren: Die Wirkung des einen Faktors ist abhängig von der Ausprägung des anderen Faktors.
  • Advertisement
  • Das Konzept des Anreizes (Hull) Erweiterung der Verhaltensformel um das Konzept des Anreizes: Trotz gleichbleibender Habit- und Triebstärken fällt das Verhalten von Versuchstieren unterschiedlich aus Verhaltenstendenz = Gewohnheit × Trieb × Anreiz Dadurch werden nicht mehr nur innerhalb des Organismus' liegende Faktoren (Bedürfnisse), sondern auch in der Umwelt vorherrschende Bedingungen zu Motivatoren des Verhaltens. Diese Anreize variieren durch die Menge/Qualität/Erwartung...
  • Bedürfnis- und Anreizmotivation (Hull) Bedürfnisbedingte Triebe drängen das Individuum, etwas zu tun (push), während situative Anreize es anziehen so ein bestimmtes Verhalten auslösen (pull)
  • Grundgedanke Lewins Verhalten (B) ist die Funktion (F) einer Person (P) und seiner Umwelt (E). B = F(P, E) Person und Umwelt werden als wechselseitig abhängige Variablen betrachtet. Um Verhalten vorherzusagen, müssen Person und Umwelt als die Konstellation zweier interdependenten Faktoren angesehen werden. Die Gesamtheit der Faktoren wird als Life-Space (LSp) bezeichnet.
  • Personenmodell Lewins Strukturell: Aktuelle Bedürfnisse und Handlungsabsichten (Intentionen) als abgegrenzte Bereiche, die in einer bestimmten räumlichen Nähe zueinander angeordnet gedacht werden. Je ähnlicher, desto näher liegen sich diese. Dynamisch: Aktualisierte Bedürfnisse und Intentionen lassen ein Spannungssystem entstehen, das nach Spannungsabfuhr drängt. Auflösung von Spannungen durch Triebbefriedigung. Wenn die Befriedigung eines konkreten Triebes nicht möglich ist, kann diese Befriedigung über eine Ersatzhandlung stattfinden. Die Spannung diffundiert in einen benachbarten Bereich.
  • Das Umweltmodell Lewins Strukturell: Abgegrenzte Teilbereiche, die positive und negative Zielzustände und die zu ihrer Realisierung sich bietenden Handlungsmöglichkeiten repräsentieren Handeln ist flexibel, da die Person vielfältige Möglichkeiten hat, ein Ziel zu erreichen (verschiedene Teilbereiche können durchquer werden).  Dynamisch: Jeder Teilbereich hat eine dynamische Komponente in Form von anziehenden und abstoßenden Kräften. Das Durchqueren eines Teilbereichs führt zum oder weg vom Ziel.
  • Verbindung von Personen- und Umweltmodell (Lewin) Objekte der Umwelt (Teilbereiche) bekommen eine positive Valenz (Anziehung zum Ziel), wenn sie zur Bedürfnisbefriedigung geeignet sind, und eine negative Valenz (Abstoßung vom Ziel), wenn sie nicht zur Bedürfnisbefriedigung geeignet sind. Verhalten spielt sich nach Lewin im Wechselspiel zwischen den in der Person und den in der Umgebung liegenden Einflussgrößen.
  • Zeigarnik-Effekt (Lewin) Befund, dass unerledigte Aufgaben besser erinnert werden als erledigte. Durch das Nicht-Erledigen steht das System unter höherer Spannung.
  • Forschungsschwerpunkt und Ergebnisse Murrays Forschung: Alltagserleben von Menschen und ihre zentralen Bestrebungen Ergebnisse: Jeder Mensch wird von "needs" (zentralen Bedürfnissen) und "press" (sich in der Umwelt bietende Handlungsgelegenheiten mit ihren Anreizen) beeinflusst
  • Problematik bei Murrays Ergebnissen (psychogene Bedürfnisse) Sind alle relevanten Motive auf der Liste? Sind alle Motive auf der Liste relevant?
  • Reduktion Murrays Bedürfnisse Macht, Leistung, Anschluss
  • Reduktion Murrays Bedürfnisse Macht, Leistung, Anschluss