20

Organisation und Ethik des Arztberufes (Subject) / Medizinisch unterstützte Fortpflanzung (Lesson)

Medizinisch unterstützte Fortpflanzung (8)

This lesson was created by Doglover.

Learn lesson

This lesson is not released for learning.

Advertisement
  • Wissenstest: Wozu dient die assistierte Reproduktionsmedizin? Sie kann Paaren helfen, die auf natürliche Weise kein Kind zeugen können.
  • Wissenstest: Welche der folgenden Methoden sind in der Schweiz erlaubt? Samenspende, Eizellenspende, Einfrieren von Embryonen, Leihmutterschaft Samenspende
  • Wissenstest: Kann man einem Paar dank der pränatalen Diagnostik die Geburt eines gesunden Kindes versprechen? Nein
  • Wissenstest: ist die präimplantatorische Diagnostik in der Schweiz erlaubt? Nein
  • Wissenstest: hat ein Kind, dass dank einer anonymen Samenspende erzeugt wurde, das Recht zu erfahren, wer sein biologischer Vater ist? Ja, nach Vollendung seines 18. Lebensjahrs. Jedoch kann keine Vaterschaftsklage gegen den Spender eingereicht werden.
  • Wie nennt man die medizinisch unterstütze Fortpflanzung auch noch? Assistierte Reproduktionsmedizin oder künstliche Befruchtung
  • Wann darf die assistierte Reproduktionsmedizin angewandt werden? nur bei verheirateten und verschiedengschlechtlichen Paaren, die auf Grund ihres Alters, ihrer persönlichen Verhältnissen voraussichtlich bis zur Volljährigkeit des Kindes für die Pflege und Erziehung sorgen können.
  • Was ist in der Schweiz verboten? Spenden von Samenzellen an nicht verheiratete Paare Spende von Samenzellen gegen Bezahlung Eizellenspenden Aufbewahren/Einfrieren von Embryonen Herstellung eines Embryos zu Forschungszwecken Leihmutterschaft Manipulation am Erbgut von Samenzellen, Eizellen, Embryonen
  • Welches Gesetz regelt die Methoden der medizinisch unterstützten Fortplanzung? Das Bundesgesetz über die medizinisch unterstützte Fortpflanzung (Fortpflanzungsmedizingesetz, FMedG)
  • Was ist ein Spermiogramm? Analysierung einer Samenprobe - damit wird die Zeugungsfähigkeit des Mannes beurteilt.
  • Advertisement
  • Was ist eine intrauterine Insemination (IUI)? Gehört zur in-vivo-Fertilisation. Dabei wird der Befruchtung der Eizelle im Mutterleib durch einen medizinischen Eingriff nachgeholfen. Mit einem feinen Katheter wird der Samen in die Gebärmutterhöhle eingebracht.
  • Was ist eine in-vitro-Fertilisation (IvF)? Samen- und Eizelle werden ausshalb des Mutterleibes in einer Glasschale zusammengeführt. Sobald die Eizelle befruchtet wurde, wird sie in die Gebärmutter der Frau eingepflanzt. Dabei unterscheidet man 2 Methoden: in-vitro-Fertilisation (IvF) = Samenzellen und Eizellen werden in einer Glasschale zusammengebracht, dabei gelangen die Spermatozoen aber ohne Hilfe ind die Eizelle. Intracytoplasamtische Spermieninjektion (ICSI) = ein einzelnes Spermium (das schnellste, wendigste) wird mit einer Pipette in die Eizelle befördert.
  • Was ist ein Kryodepot? Einfrieren von Samenzellen. Bei Risiko, dass eine natürliche Befruchtung ins Zukunft nicht mehr möglich sein wird. (z. B. wegen Krebsbehandlung, hohe Schadstoffbelastung am Arbeitsplatz)
  • Was ist eine Zygote? das ist eine Zelle, die durch die Vereinigung eines Spermiums und einer Eizelle entsteht. Vorgänger des Embryos.
  • Was ist ein Embryo? griech. ungeborene Leibesfrucht - Lebewesen, das sich noch ganz früh in der Entwicklung befindet. Beim Menschen spricht man bis und mit der 8. Schwangerschaftswoche von Embryo, ab der 9. Schwangerschaftswoche nennt man es Fötus.
  • Kostenübernahme durch die Krankenkassen? Behandlungen der med. untertsützten Fortpflanzung gelten als nicht kassenpflichtig. Die Krankenkassen übernehmen die Kosten für die Abklärungen bei beiden Partnern. Zudem werden normalerweise die Kosten für hormeonelle Stimulation und die ersten 3 Insemination übernommen.
  • Was ist eine Spermatozoenspende? Samenspende - zwischen Spender und Empfänger darf keine familiäre Beziehung bestehen. Blutgruppe und äusserliche Erscheinung des Spenders werden möglichst auf den Partner der Frau abgestimmt. Das daraus gezeugte Kind kann nach vollendetem 18. Lebensjahr Auskünfte (z. B. Personalien) seines biologischen Erzeugers einholen, jedoch auf keinen Fall eine Vaterschaftsklage einreichen.
  • Aufbewahrung von Spermien?! Konservierung für höchstens 5 Jahre mit schriftlicher Einwilligung der Person, von der die Spermien stammen. Aufbewahrung von Spermatozoen oder Zygoten verstorbener Personen ist verboten.
  • Was bedeutet Präimplationsdiagnostik (PID)? Genetische Untersuchung an einem Embryo, der durch In-vitro-Fertilisation erzeugt wurde, bevor dieser in die Gebärmutter der Frau eingepflanzt wird. Die PID ist steit Dez. 2014 unter gewissen Voraussetzungen erlaubt in der Schweiz.
  • Was ist Pränataldiagnostik? Sie dient zur Entdeckung bestimmter Erbkrankheiten oder seltener Einzelgenerkrankungen im Mutterleib. 2 Methoden: Nicht-invasive Methoden: erfordern keinen Eingriff (Ultraschall oder Serologische Untersuchungen aus mütterlichem Blut) Erlaubt sind Bluttests, die Auskunft über mögliche der häufigsten Chromosomenanomalien beim Kind geben. Damit kann die nicht ganz risikolose Fruchtwasseruntersuchung vermieden werden. Invasive Methoden: erfordern einen Eingriff in den Körper der Mutter (Wahrscheinlichkeit damit eine Fehlgeburt auszulösen bei 0.5 - 1 %). Fruchtwasserntersuchung, Chorionbiopsie, Plazentabiopsie - damit können genetische Erkrankungen definitiv diagnostiziert werden.