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Organisation und Ethik des Arztberufes (Subject) / Ausbildung zum Arzt (Lesson)

Ausbildung zum Arzt (1)

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  • Was sind die Aufgaben des Arztes gegenüber den Patienten? Leben des Patienten zu schützen Gesundheit aufrecht erhalten und fördern Patient betreuen Schmerzen lindern in den letzten Lebensstunden beistehen
  • In welche (üblichen) 3 Phasen gliedert sich die Ausbildung zum Arzt? 1. Ausbildung = Medizinstudium 2. Weiterbildung = Spezialisierung auf einem Fachgebiet 3. Fortbildung
  • Beschreibe den Aufbau des Medizinstudiums? Dauer: 6 Jahre Die ersten 3 Jahre = Bachelorstudium dann 3 Jahre = Masterstudium, im 5. Jahr werden Praktiken in Spitälern nach bestandenem Staatsexamen = Abschluss mit eidgenössischem Arztdiplom Arbeiten darf der Arzt nun unselbständig in einem Spital oder einer Arztpraxis
  • Wie erlangt der Arzt einen Facharzttitel? der diplomierte Arzt absolviert eine 3-6jährige Weiterbildung zur Erlangung eines Facharzttitels. nicht obligatorisch, aber zur Selbständigkeit (Eröffnung einer eigenen Praxis) braucht er einen eidgenössichen Weiterbildungstitel = Spezialisierung auf einem Fachgebiet. 3 Jahre für den Minimaltitel "Praktischer Arzt" und mind. 5 oder 6 Jahre für einen Facharzttitel, der Arzt arbeitet in dieser Zeit als Assistenzarzt. Abschluss dieser Weiterbildung mit einer Facharztprüfung. Durchführung und Regelung dieser Weiterbildung = gesamtschweizerischer Berufsverband FMH (Verbindung der Schweizer Ärztinnen und Ärzte)
  • Wie ist die Regelung der obligatorischen Fortbildung für Ärzte? pro Jahr mindestens 10 Tage oder 80 Stunden, wovon 30 Stunden als Selbststudium gelten und nicht belegt werden müssen Regelung verankert im Medizinalberufegesetz (MedBG)
  • Wann kann sich eine Arzt "Dr. med." nennen? Der Doktortitel ist der höchste akademische Titel in der Schweiz. Ein Doktorat kann in versch. Bereichen absolviert werden (z. B. Doktor in Biologie), nicht mit dem Arzttitel zu verwechseln. Strebt der Arzt einen Doktortitel an, muss er eine wissenschaftliche Forschungsarbeit (Dissertation) vorlegen. Ohne Doktorat ist der Arzt kein "Dr. med." sondern diplomierter Arzt oder Facharzt.
  • Wo ist das Arzt- und Berufsgeheimnis festgelegt? Im Schweizerischen Strafgesetzbuch (Art. 321 StGB) sowie im Gesundheitsgesetz (GesG), es dient dem Schutz der Privatspäre des Patienten. Gilt für Geistliche, Rechtsanwälte, Verteidiger, Notare, zur Verschwiegenheit verpflichtet Revisoren, Ärzte, Zahnärzte, Apotheker, Hebammen und ihre Hilfspersonen. Strafe: Gefängnis oder Busse
  • Was ist das Amtsgeheimnis? nicht zu verwechseln mit dem Berufsgeheimnis Amtsgeheimnis (Art. 320 StGB) gilt für eidgenössische, kantonale und Gemeindebeamte sowie Regierungsmitglieder. Kann auch auf Mitarbeiter der öffentlich-rechtlichen Institutionen angewendet werden. Also Mitarbeiter von Spitälern (auch Arztsekretärinnen)
  • Was sind Arzneimittel und Impfstoffe gem. Art. 4 Abs. Heilmittelgesetz? Arzneimittel sind Produkte chemischen oder biologischen Ursprungs, die zur medizinischen Einwirkung auf den menschlichen oder tierischen Organismus bestimmt sind oder angepriesen werden, insbesondere zur Erkennung, Verhütung oder Behandlung von Krankheiten, Verletzungen und Behinderungen. Zu den Arzneimittel gehören auch Blut und Blutprodukte.
  • Nenne die Abgabekategorien der Arzneimittel? Wer regelt die Zulassung? Zulassung der Arzneimittel nach Prüfung von Qualität, Sicherheit und Wirksamkeit durch Swissmedic. Abgabekategorien: A+ = Betäubungsmittel A = Einmalige Abgabe auf ärztliche, tierärztliche Verschreibung B = Abgabe auf ärztliche, tierärztliche Verschreibung C = Abgabe nach Fachberatung durch Medizinalpersonen D = Abgabe nach Fachberatung E = Abgabe ohne Fachberatung Rezeptfreie Arzneimittel werden auch als OTC-Medikament (over the counter - über den Ladentisch) bezeichnet.
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  • Was sind Impfstoffe und Impfungen? Nenne die 2 Hauptarten der Impfstoffe? Impfstoffe sind biologisch oder gentechnisch hergestellte Antigene, die durch eine Impfung verabreicht werden. Ziel: Immunität gegen Erreger erlangen. 2 Hauptarten von Impfstoffen: Lebende und abgeschwächte Impfstoffe: Masern, Röteln, Mumps Inaktivierte Impfstoffe: Diphtherie, Tetanus, Petussis (DTP)
  • Welche sind die Empfohlenen Basisimpfungen gemäss Impfplan (Stand 2015)? Impfen gehört zur Präventivmedizin - ist nicht obligatorisch, wird aber empfohlen. Diphtherie (D) Tetanus (T) Pertussis (Pa) Haemophilus influenzae Typ b (Hib) Kinderlähmung (IPV) VZV (Varizellen) HPV (Humane Papillomaviren)
  • Wissenstest: Welches Diplom ist für die Ausführung des Arztberufes erforderlich? Das eidgenössische Arztdiplom
  • Wissenstest: Das Berufsgeheimnis gilt nicht für Hilfspersonal? richtig oder falsch? Falsch - es gilt auch für Hilfspersonal
  • Wissenstest: die Fortbildung ist für den Facharzt nicht obligatorisch? richtig oder falsch? Falsch: Fortbildung ist obligatorisch
  • Wissenstest: ein Arzt darf auch ohne Doktortitel praktizieren? richtg oder falsch? Richtig
  • Wissenstest: sind Impfungen für Kinder in der Schweiz obligatorisch und wenn ja, welche? Nein, Impfungen sind in der Schweiz nicht obligatorisch, aber sehr empfohlen.
  • Wissenstest: die Offenbarung des Arzt- oder Berufsgeheimnisses ist nach Beendigung der Berufsausübung nicht mehr strafbar? richtig oder falsch? Falsch