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Anatomie und Physiologie (Subject) / Herz (Lesson)
Aufbau, Klappensystem, Blutversorgun, Herzzyklus, Reizleitungssystem
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- Beschreibe kurz das Herz , sowie Größe und Lage! - kombinierte Saug-Druck-Pumpe - muskuläres Hohlorgan - Größe: faustgroß, ca. 300 g schwer - Lage: schräg links im Mediastinum - kegelförmig - liegt kaudal dem Zwerchfell auf
- Beschreibe Aufbau und Aufgabe des Herzen! - zwei Herzhälften, linkes und rechtes Herz -> getrennt durch Herzscheidewand (Septum interventrikulare) - vier Kompartimente: linker & rechter Vorhof (Atrium sin./ dex.), linke und recht Kammer (Ventriculus sin./ dex.) - rechte Herz: nimmt sauerstoffarmes Blut aus dem Venensystem auf und pumpt es in den Lungenkreislauf - linkes Herz: nimmt sauerstoffreiches Blut aus der Lunge auf und pumpt es in den Körperkreislauf
- Beschreibe den Aufbau der Herzwand! - gleider sich von innen nach außen in drei Schichten: 1. Endocard -> einschichtiges Plattenepithel - bildet Herzklappen - kleidet den Innenraum des Herzens vollständig aus - glatte Schicht, damit sich keine Thromben bilden 2. Myocard -> Muskelschicht - Herzmuskulatur 3. Epicard -> äußerste Schicht - Haut aus einschichtigem Plattenepithel - inneres Blatt des Herzbeutels
- Beschreibe den Herzbeutel! = Pericard - seröse Haut -> Verschiebeschicht - Epicard (inneres Blatt) - Pericard (äußeres Blatt) - dazwischen einige ml Flüssigkeit - Pathologie: Herzbeuteltambonade, Pericarderguss
- Beschreibe das Klappensystem! - an den Ein- bzw Ausgängen der Herzkammern - Ventilfunktion -> Blut soll nur in eine Richtung fließen - Endocardduplikaturen SEGELKLAPPEN - AV-Klappen = Atrio-ventricularklappen - Tricuspidalklappe -> drei Segel, rechter Vorhof - rechte Kammer - Mitralklappe -> zwei Segel, linker VH - linke Kammer - durch Sehnenfäden an den Papillarmuskeln befestigt -> verhindern Durchschlagen der Klappen in den VH bei Kammerkontraktion TASCHENKLAPPEN - am Übergang der Kammer zu den Gefäßen - Pumlonalklappe - Aortenklappe
- Nenne die Aufgaben der Herzklappen! - müssen sich in die richtige Richtung öffnen, um den Blutfluss zu ermöglichen - müssen sich schnell wieder vollständig schließen, um einen Reflux zu verhindern
- Beschreibe die Pathologie der Herzklappen! - Klappenstenose -> Öffnung der Klappen zu eng - das Herz muss einen höheren Druck aufwenden, um das Blut durch die kleinere Klappenöffnung zu pressen -> Druckbelastung des Herzens - Klappeninsuffiziens -> Klappen schließt nicht vollständig - es fließt immer ein Teil des Blutes entgegen der normalen Flussrichtung zurück -> Volumbelastung --> bei beiden Klappenfehler resultiert auf Dauer eine Herzinsuffizienz
- Beschreibe die Blutversorgung des Herzens! - verbraucht ca. 5% des gepumpten Blutes für die eigene Arbeit KORONARARTERIEN = Herzkranzgefäße - entspringen direkt nach der Aortenklappe aus der Aorta asc. - rechte und linke Kononararterie - A. coronaria dextra ->rechter Vorhof, rechte Kammer, Herzhinterwand - A. coronaria sinistra -> Ramus circumflex und Ramus interventriculare anterior -> linker Vorhof, linke Kammer, Septum VENEN DES HERZENS - verlaufen parallel zu den Arterien - münden als Sinus coronarius in den rechten Vorhof
- Beschreibe den Herzzyklus! - Pumpfunktion wird durch aufeinanderfolgende regelmäßige Herzzyklen erreicht - ein Herzzyklus umfasst zwei Phasen -> Systole (Auswurf des Blutes aus den Kammern) und Diastole (Füllung der Kammern) SYSTOLE 1. Anspannungsphase -> alle klappen geschlossen, Kammern mit Blut gefüllt, Druck in den Kammern steigt 2- Austreibungsphase -> Druck in den Kammern übersteigt den Druck in den großen Gefäßen, Taschenklappen öffnen sich, Kammern kontrahieren sich, Blut wird in den Körper- bzw. Lungenkreislauf ausgeworfen DIASTOLE 1. Entspannungsphase -> Erschlaffung des Myocards, Kammerdruck sinkt, alle Klappen zu, Blut strömt in die Vorhöfe 2. Füllungsphase -> Segelklappen offen, Blut strömt aus den Vorhöfen in die Kammern, Füllungsphase endet mit dem Schluss der Segelklappen
- Wie ist das Herz-Minuten-Volumen definiert? = Herzzeitvolumen - Herzfrequenz x Schlagvolumen = 70 bpm x 70 ml = 4900 ml = 5l (Beispiel)
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- Beschreibe das Reizleitungssystem des Herzens! - schlägt autonom, unter dem Einfluss des vegetativen NS - Ansammlungen spezialisierter Muskelzellen im Herzmuskelgewebe -> können Erregung bilden und weiterleiten - ZNS -> Impulse steuern Frequenz und Stärke ERREGUNGSLEITUNGSSYSTEM 1. Sinusknoten -> Schrittmacher des Herzens, bestimmt die Herzfrequenz (60-80 bpm) - Lage: Wand des rechten VH, an der Mündung der V. cava sup. - Kontraktion der VH-Myocards 2. AV-Knoten -> Lage: Grenze zwischen VH und Kammer, Ersatz für Sinusknoten mit einer Frequenz von 40/min, Verzögerung (VH Kontraktion vor Kammerkontraktion) 3. His-Bündel -> Faserbündel, verläuft im Septum, teilt sich in 4. Tavara-Schenkerl (links/ rechts) -> Kammerschenkel 5. Purkinjefasern (Erregung des Kammermyocards)
- Was bedeutet Inotropie, Dromotropie und Chronotropie? Inotropie = Beeinflussung der Schlagkraft des Herzens Dromotropie = Beeinflussung der Reizleitung, Beschleunigung oder Verlangsamung Chronotropie = Beeinflussung der Schlagfrequenz