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Soziologie (Subject) / Stile und (Selbst-)Stilisierung (Lesson)
Stilbegriffe,Stil und Habitus,Stilbewusstsein (Selbst-)Stilisierung und Distinktion durch Sie(-isierung), Werbung und (Stil)isierung)
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- Stilbegriffe: Was versteht man unter Stile? Goffman versteht unter Stile die Art etwas zu tun. Diese Art muss für ein bestimmtes Alter, vielleicht sogar Geschlecht oder einer bestimmten Schicht angemessen sein. Der Stil Begriff umfasst ein weites Feld wie Stile, wie Erziehungsstil, ein Denkstil, der gekoppelt am Habitus sein kann, ein Verhaltensstil oder Lebensstil Stile haben sowohl besitzen sowohl eine objektive als auch eine Subjektive Seite. Die objektive Seite meint die Eigenschaft, die mit einer bestimmten Rahmung einhergeht, wie objektive Lebensbedingungen, z.B. einer bestimmten Gesellschaftsschicht. Die subjektive Seite bezieht sich auf das Subjekt, also die Eigenschaft einer Tätigkeit des Subjekts. Die Feststellung oder Wahrnehmung eines Stils, welche nicht nur von der Person selbst, sondern auch vom Beobachter gedeutet werden kann, benötigt ein bestimmtes Wissen, wie beispielsweise Rahmungswissen, um den Stil einer Person identifizieren können. Zum Beispiel könnte zum Rahmungswissen typische Eigenschaft einer bestimmten gesellschaftlichen Schicht gehören, wie beispielsweise der Sprechstil, wodurch der Habitus erkannt wird. Das Wissen eines bestimmten Stils impliziert auch eine gewisse Basiskontinuität bzw. Aufrechterhaltung von Eigenschaften im Stilverhalten. Der Stil eines Menschen kann somit auch als Nachbildung betrachtet werden, welches allerdings stets eine eigene modifizierte Eigenschaft aufweist Die besondere Eigenschaft eines Stils im Handeln zeigt hat sozial identifizierende oder sogar identitätsbildende Effekte und Funktionen. Stile können als eine charakteristische Art bezeichnet werden, die einem inneren Ordnungsprinzip folgen. Stile sind Handlungsgesetze und Handlungsgewohnheiten, sie sind Manifestation und Zugehörigkeit. Stile bilden sich heraus, wenn Menschen immer wieder anhand ihres Geschmacks aus einer Vielzahl von Möglichkeiten/Konsummöglichkeiten auswählen und dadurch ihr Leben gestalten
- Stilbegriffe: Was ist ein Lebensstil? Lebensstil beschreibt die Art und Weise der Lebensführung. Ein Lebensstil beschreibt und umreißen ein Verhaltensstil oder Charakteristika eines Menschen, die als Muster einer Person und Gruppe aufgefasst werden kann. Mit Lebensstilen sind Attribute verbunden, die Menschen miteinander verbinden oder auch als Abgrenzung dienen. Lifestyle – Schlagwort, was aus den Medien nicht mehr wegzudenken ist und einen wesentlichen Teil unserer Lebenswirklichkeit auf den Punkt bringt - Wir gestalten unser Leben nach unserem eigenen Willen/Stil o Seit 2. Hälfte 20. Jahrhundert hat sozialer Wandel massiv eingesetzt, kommt bis heute nicht zum Stillstand (wäre zur Nachkriegszeit undenkbar gewesen) - Lebensstil als zentrales soziologisches Konzept o Verbindet persönliche und gesellschaftliche Ebene miteinander - Gesellschaftliche Tragweite/Geschwindigkeit, sowie Vermehrung der Möglichkeiten durch sozialen Wandel kann erst unter Beachtung verschiedener Prozesse verstanden werden Lebensstile gelten als stabile Tendenzen -> ästhetische Wiederholungstendenzen (Vorlieben..- Achtung: Einzelne Vorlieben, wie nur Musikrichtung, nur Kleidungsstil kein Lebenssti!) o Lebensstil = wenn ein übergreifendes Geschmacksmuster existiert, dass sich auf verschiedene ästhetische Bereiche erstreckt (Literatur, Tanz, Musik...) § Sie sind frei wählbar und übergreifend § Sie sind zwar ästhetisch vielschichtig, aber nicht einfach eine beliebige Ansammlung von Vorlieben und Abneigungenàweisen eine ganzheitliche Gestalt auf, die sich im Alltag auch in Einzelheiten offenbart § Sie sind expressiv (setzen Zeichen, an denen sie auch andere leicht erkennen) Ein Blick in die Wohnung oder ein kurzes Gespräch genügt, um Lebensstil erfassen zu können § Somit sind Lebensstile Teil der permanenten symbolischen Interaktion zwischen Menschen im Alltag Was ist die Soziologische Bedeutungsebenen von Lebensstilen? 1. Genuss • Mensch strebt nach positiven Gefühlena negative sollen vermieden werden • Wesentliches Ziel in unserer Zeit von großem Wohlstand: Leben genießen, danach werden Lebensstile ausgerichtet • Jeder wählt frei, was ihm Freude, Spaß bereitet führt dazu, dass Lerninhalte beim Abgleich mit einem Spaßfaktor be- und abgewertet werden (SuS müssen Freude am Lernen haben, damit Wissensvermittlung als positives Gefühl wahrgenommen wird) 2. Identifikation • Lebensstile bieten gleichermaßen Orientierung durch • Identifikation • Alle Menschen brauchen ein Selbstbild mit grundlegenden • Werten, Zielen und Lebensprinzipien • Problematisch: Wo gehöre ich hin? • Soziale Identität junger Leute entwickelt sich primär durch • Orientierung an Bezugsgruppe und deren Lebensstil • Lebensstile = Zeichen für Zugehörigkeit 3. Distinktion • Lebensstile schaffen Gemeinschaft und • Unterscheidung/Distanz • Stile setzen Zeichen, wer oder was man selbst sein möchte • Zur Abgrenzung in der sozialen Hierarchie nach unten, • werden Stile als Statussymbole genutzt (Markenpullover als Zeichen von Reichtum, nicht unbedingt als Ausdruck der eigenen Lebensphilosophie) • è aus sozialer Sicht ist symbolische Abgrenzung Ausgrenzen von anderen, mit denen man nichts zu tun haben möchte • è Statussymbole bringen einen Distinktionsgewinn – Form • des Genusses, indem man sich anderen überlegen fühlt • è Achtung: nicht hinter jeder Stilisierung verbirgt sich Streben • nach sozialem Rang und Distinktionsgewinn • § Hauptrichtung der Lebensstilforschung besteht darin, nicht Lebensstile einzelner Menschen in den Blick zu nehmen, sondern Stile, die von vielen Menschen geteilt werden, anhand derer sich soziale Großgruppen voneinander abgrenzen • Diese Gruppen sind soziale Milieus, Lebensstilgruppe • Auch Szenen stehen im Fokus der Forschung • § Lebensstile sind nicht angeboren, sie entwickeln und modifizieren • sich in lebenslangen Auseinandersetzungen mit innerer und äußerer Lebenswirklichkeit Stilsozialisation durch Elternhaus, Freunde, Umgang mit Massenmedien und in Schule • Stilsozialisation= Prozess des kulturellen Lernens, wobei eigene Vorlieben mit gesellschaftlich geformten Stilangeboten abgestimmt werden • In gelungener Sozialisation werden Kompetenzen der Stilkreativität erworben, um Lebensst
- Stil und Habitus: In welchem Zusammenhang stehen Stile und Habitus? Bourdieu, Gehlen, Elias usw. bezeichnen Stile als verinnerlichte Habitus, denen eine handlungsgenerative Funktion (also eine herausbildende Eigenschaft) hinzugefügt wird. Daher kann das, was man als Verhaltensstil bezeichnet und sich in verschiedenster Art zeigt, als ein Habitusprodukt bezeichnet werden. Umgekehrt resultiert/korrespondiert der Habitus aus den Stilen. Der Habitus entspringt als Resultat von Lebensstilen. Die Lebens-stile können stilistisch zusammenhängen.
- Stil und Habitus: Was geschieht durch die Differenzierungsdynamik der modernen Gesellschaft? Die Bedeutung von Lebensstilen und damit der Habitus wird durch die Struktur der modernen Gesellschaft sys-tematisch relativiert. Aufgrund der pluralistischen Gesellschaft sind die verschiedenen Stile weiter denn je davon entfernt, eine stilistische Einheit zu bilden. In der modernen Gesellschaft gibt es etwas wie eine Stillosigkeit, die neben der Inflation von Stilen und der Ausbreitung und verstärkende Neigun, einem Hang (Habitus) zur Selbststilisierung steht
- Stil und Habitus Welches Merkmal zeichnet alle Habituserzeugnisse (wie Verhaltensstile) aus? Verhaltensstile vollziehen sich normalerweise spontan, gedankenlos und routiniert (wie Handschreiben, Sprechen, Autofahren). Da Verhaltensstile in gewisser Weise unbewusst stattfinden, ist das Subjekt dem den Stilen untergeordnet. Eine Gewohnheit von Verhal-tensstilen bzw. Automatismen kommen stets zum Vorschein, auch wenn versucht wird, einen anderen Stil zu zeigen (zum Beispiel die Handschrift, ein sprachlicher Habitus). Der Automatismus läuft sogar dann noch ab, wenn er in seiner Kommunikation sinnlos ist, wie eineGestikulieren mit den Händen während eines Telefonats. Verhaltensstile geschene automatisch, unabhähgig von der Stilisierungsabsicht einer Person und dem Gesellschaftstyp--> es gibt einen Stilzwang/-automatismus Stilisierung ist die Darstellung eines bestimmten Stils. Sie geschieht automatisch--> unabhähig von der Stilisierung einer Peroson und dem Gesellschaftstyp..> es gibt Silzwang/-automatismus Stilisierung: ist kein von Invidualität bzw. individuellen Verhaltes, vielmehr ist sie einerseits ein Kennzeichen von Gruppenzugehörigkeit und andereseits ein Kennzeichen von gesellschaftlichen Gruppen selbst. Sie ist Refenz zur Gruppe, aber auch Präsenz der Gruppe im Individuum Primäre Art: Der Habitus zeigt sich in seinem Stilprodukt eine „Natürlichkeit“ und weist keine Performanz. Goffman: Der Habitus zeigt ein Fundament der (Alltags-) Wirk-lichkeit und ihrer `Konstruktion`. Die Spontaneität , die aus dem Habitusverhalten ent-springt, ist eine sozial grundlegende Bedingung der Stil-Performanz, (nach Goffman), vorallem wichtig für die soziale Integration --> Jedermann und seine Interaktionen leben davon, dass die Kommunikation auch den Eindruck der Echtheit leistet. Aber auch in der Selbstdarstellung und für die ´Selbstdarstellung` des Individuums stellt (habitus-verdankte) Natürlichkeit eine wichtige Eindrucksressource dar. Im Hinblick auf unmittel-bare Interaktionen stellt Goffman prinzipiell fest, dass sich Stil nicht für bewusste Selbstinszenierung eignet: „Stil kommt uns unecht vor, wenn er absichtsvoll ist“ (Goffman 1977, S. 319).
- Habitus und Stile Warum ist die Feststellung, dass die Selbstdarstellung im Kontext des natürlichen Habitus stattfinden muss, um eine soziale Akzeptanz zu erwirken für die Gegenwartsgesellschaft von besonderer Bedeutung? • Weil Bemühungen um (Selbst-)Stilisierungen und mehr oder weniger gelungene Stil-Kopien zum alltäglichen Dauerereignis gehören. Sekundäre Art: Im Alltag finden sich auch erfolgreiche „Stilisten“ bzw. Akteure, die sich nach ihrer Kindheit Verhaltensstile angeeignet haben und diese mit der der Zeit perfektioniert haben, dass diese auf den Beobachter natürlich wirken. Hierfür werden allerdings Lernprozesse benötigt, die habi-tuelle Voraussetzungen und Anschlusspunkte voraussetzen.
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