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Allgemeine Psychologie B (Subject) / 10. Motivation als Kraft (Lesson)

Triebtheorie (Hull) Feldtheorie (Lewin)

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  • Triebtheorie: Was sind Triebe? Triebe allgemeine und unspezifische Quelle der Verhaltensmotivation von innen aus dem Organismus kommend können nicht vermieden werden aversive Qualität Hedonismus Epikur (340 - 270 v. Chr.):menschliches Handeln ist davon bestimmt, Lust zu erlangen und Unlust zu vermeiden Hedonismus besagt Lust als Prinzip eines gelingenden Lebens Lust und Bedürfnis auslösendess Bedürfnis ist den Zustand der Unlust beseitigen →  Handlung statistisches Bedürfnis: Zustand der Lust aufrechterhalten Homöostase (Gleichstand):Beschreibt die Aufrechterhaltung eines Gleichgewichtszustandes in einem offenen, dynamsichen Systems. Dies geschieht durch ein internen regelnden Prozess Zentraler Mechanismus der Verhalten motiviert:Vermeidung unangenehmer und Anstreben angenehmer Zustände
  • Zusammenhang zwischen Aktivationsniveau und Verhaltenstärke Warden, Jenkins & Warner (1936) Mäuse in der Columbia Obstruction Box: Hungrige Mäuse stehen vor der Wahl eine elektrisches Gitter zu überqueren um an Futter zu gelangen oder hungrig zu bleiben Mit steigenden Tagen ohne Futter, Trinken oder Sex nehmen die Gitterüberquerungen zwar zunächst zu, dann aber wieder ab. Es gibt somit einen Zusammenhang zwischen Aktivaionsniveau und Verhaltenstärke aber nicht linear/zunehmend
  • Zusammenhand zwischen Aktivationsniveau und Verhaltensstärke: Yerkes-Dodson (1908) Gesetz Yerkes-Dodson Gesetz (1908) beschreibt die kognitive Leistungsfähigkeit in Abhängigkeit von der Erregung des Organismus es besteht ein U-förmiger Zusammenhang je schwerer die Aufgabe, desto geringer das optimale Erregunsniveau Easterbrook (1959) Hypothese bei hoher Erregung ist die Informationsverarbeitung auf wenige, relevante Reize eingeschränkt. Gelernte bzw. etablierte Verhaltensweisen sind dominant. Bei einfachen Aufgaben ist dies hilfreich, stört aber bei schweren Aufgaben die mehr Kreativität und neue Denkmuster erfordern
  • Triebtheorie: Formalisierte Version von Clark Hull Clark Hull (1943) Drive D: IntensitätHabit h: Richtungexzitatorische Stärke eines Verhaltens R in einer Situation S: SER = D * ShR Evidenz für eine Interaktion: Perin (1942); Williams (1938) Tiere hatten entweder seit drei Stunden Hunger oder seit 22 Stunden Ein bestimmtes Verhalten wurde zwischen 0 - 80 mal bekräftigt und anschließend überprüft wie gut es gemerkt wurde Die Tiere, die seit 22h hungrig waren zeigten eine wesentlich höhere Löschungsresistenz Evidenz für unspezifische Energetisierung (?) Löschungsresistenz beim Hebeldrücken für Futter Bei Wasserdeprivation ist die Löschungsresistenz viel geringer als bei Nahrungsdeprivation Erklärung: Die Empfindungsqualitäten sind die Triebreize Sie werden zum Teil der Situationskomponente eines Habits aktiviert werden dann vor allem Verhaltensweisen, die in der Situation bereits aktiviert wurden
  • Triebtheorie: Überarbeitete Version von Clark Hull Es gibt Evidenz für eine Rolle externer Anreizez.B. Latentes Lernen in der Studie von Crespi (1942) es gab drei Gruppen von Tieren, die unterschiedlich viel Futter bekamen Die mit dem wenigsten Futter zeigten die geringste Laufgeschwindigkeit Sobald es für sie merh Futter gab waren sie schnell besser als die anderen Gruppen Hull überarbeitete daher seine Formel für den Zusammenhang zwischen Erregung und Verhaltensstärke Er fügte den Anreiz K mit in die Gleichung ein (1952):SER = D * ShR * K
  • Feldtheorie: Einführung Lewin's Feldtheorie (19__)  gerichtete Kräfte wirken auf eine Person ein  resultierende Kraft = Summe der unterschiedlich gerichteten Einzelkräfte Zentral ist sein Postulat zur Entstehung von Kräften →  FeldtheorieV = f ( P , U )V = VerhaltenP = Person U = Umwelt Personenmodell vs. Umweltmodell →  ?
  • Lewin's Feldtheorie: Personenmodell Personenmodell Man stelle sich eine Fläche vor die in unterschiedliche Bereiche eingeteilt ist Bereiche = unterschiedliche Bedürfnisse, Ziele, Absichten Nähe zwischen zwei Bereichen bedeutet Ähnlichkeit Spannung entsteht durch unerledigte Vorhaben und unbefriedigte Bedürfnisse Abbau dieser erfolgt über spezifische Verhaltensweisen die wirkenden Kräfte beeinflussen auch basale kognitive Prozesse (Wahrnehmung, Gedächtnis,...) →  Es wird die Zugänglichkeit passender Inhalte erhöht Zeigarnik - Effekt (1927)unerledigte Aufgaben werden besser erinnert als erledigte Ovsiankina - Effekt (1928)unerledigte Aufgaben werden wieder aufgenommen, wenn das Handlungsziel noch nciht erreicht ist... Feld steht noch in Spannung oder so
  • Lewin's Feldtheorie: Umweltmodell Umweltmodell Bereiche können nun als Zielbereiche oder Handlungsmöglichkeiten verstanden werden Das Kräftefeld kann anziehend oder abstoßend organinisiert sein. Das heißt ein Zustand befindet sich in der Mitte und die Kräfte richten sich zu ihm hin oder weg. Die Kräfte sind umso geringer, je größer die psychologische Distanz ist Valenz: Die Valenz eines Objekts ist die Funktion der Intensität des Bedürfnisses und der Zustand des Objekts Umweltobjekte haben nicht per se Valenz, sondern bekommen diese erst: Va = f (s, Z) Stärke der resultierenden Kraft: K = Va / d
  • Lewin's Feldtheorie: Beispiel Präferenzwechsel Es gibt zwei Anreize smaller-sooner reward larger-later reward aus der Distanz entscheidet man sich häufig für den larger-later reward ist die Entscheidung zeitlich nahe, dann findet oft ein Präferenzwechsel zu dem smaller-sooner reward statt time-discountingEin ein erwünschtes Ergebnis in der Zukunft hat oftmal einen kleineren Anreiz als ein gewünschtes Ergebnis in der Gegenwart. Zwar ist der gewonne Wert in der Gegenwart kleiner, aber er wird höher gewichtet als der potenziell gewonne Wert in der Zukunft
  • Lewin's Feldtheorie: Konflikt KonfliktBeschreibt eine Situation, in der simultan entgegengesetze Kräfte, die eine ungefähr gleichstarke Intensität haben, auf eine Person einwirken. Es gibt drei Arten von Konflikten: Annäherungs-Annäherungs-Konflikt (Appetenzkonflikt)Zwei Ziele erscheinen beide positiv erstrebenswert, aber nur eines kann erreicht werden Vermeidungs-Vermeidungs-Konflikt (Aversionskonflikt)Eine Person will zwei Situationen / Ziele gleichermaßen unbedingt vermeiden Annäherungs-Vermeidungs-Konflikt (Appetenz-Aversions-Konflikt)Ein Ziel hat sowohl positive als auch negative Folgen. Die Person muss sich entscheiden, welcher Aspekt überwiegt, ob das Ziel also trotzdem oder nicht mehr verfolgt wird.
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  • Triebtheorie & Feldtheorie: Zusammenfassung bisher Triebtheorie im Wesentlichen gibt es dieser Theorie zu Folge innere Kräfte, die uspezifisch das Verhalten motivieren in einer späteren Revision gab es auch externe Anreize es gab experimentelle Prüfungen des Theorie die Grundannahmen sind aber eher widerlegt Feldtheorie Wechselspiel aus inneren und äußeren Kräften motiviert spezifisches Verhalten der Begriff der Valenz ist bis heute erhalten geblieben appetitives und aversives Motivationssystem es gibt wenig empirische Überprüfung, da es schwierig ist, konkrete Hypothesen abzuleiten Bisher ging es um das "Wie" wird angetrieben. Nun kommt die Frage "Was" wird angetrieben