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Allgemeine Psychologie B (Subject) / 07. Operantes Konditionieren II (Lesson)
aversive Kontrolle,
Aufrechterhalten von Verhalten
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- 01. Kontrollverlust: Experiment zur Erlernten Hilflosigkeit Overmier & Seligman (1967), Seligman & Maier (1967) Phase 1 2 Hunde werden in ein Geschirr geschnallt und erhalten synchronisiert Stromschläge Kontrollhund kann Stromschläge verhindern via Anstupsen einer Platte Jochhund hat keinerlei Kontrolle über die Stromschläge → Verhalten kann einmal Reiz kontrollieren oder nicht Phase 2 3 Hunde: Kontrollhund, Novize (keine Lernerfahrung) und Jochhund Alle Hunde können nun Stromschläge durch Überspringen eines Hindernis verhindern Kontrollhund und Novize lernen das Vermeiden rasch Jochhund jault und winselt, ist verängstigt, wird immer passiver und legt sich schließlich hin und ergibt sich den schmerzhaften Stromschlägen → Jochhund wurde aus Erfahrung in Phase 1 komplett hilflos
- 02. Kontrollverlust: Erklärung für Erlente Hilflosigkeit Erlernte Hilflosigkeit: ein erlerntes Gefühl, man habe die Kontrolle über die Umwelt verloren → Orgnismus gibt auf Erklärungen: Gelernte Passivität: Passivität wird gelernt weil jedes Verhalten Bestraft wird Kontrollverlust: Passivität ist nicht gelernt sondern resultiert aus dem erfahrenen Kontrollverlust. Das eigene Verhalten auf die Umwelt ist wirkungslos, also bringt es nichts, Verhalten zu zeigen Experiment von Maier (1970) Kontrollhund kann in Phase 1 diesmal Stromschläge nur durch nicht bewegen, also Passivität verhindern. In Phase 2 lernt er trotzdem schnell den Stromschlag durch springen zu verhindern → Erlernte Hilflosigkeit ist nicht Passivität es kommt auf das Erleben der Unabhängigkeit von Verhalten und Konsequenz an
- 03. Kontingenzlernen: Was wird gelernt? Folgende Entitäten stehen zur Auswahl S: Situation bzw. Kontextstimuli R: Reaktion bzw. Verhalten S*: Verstärker bzw. Konsequenz Folgende Assoziationen könnten also theoretisch gelernt werden: R - S*: auf den ersten Blick naheliegend, aber Wirkung vor Ursache? S - R: Situation löst Verhalten aus; Situation = trigger, wird nicht antizipiert (wenig Evidenz) S - S*: Situation löst Verhalten aus, Verstärker wird antizipiert
- 04. Kontingenzlernen: R - S* Lernen oder S - S* Lernen R-S* Assoziation: Entwertungsparadigma Hebeldrücken für Futter; Kette ziehen für Wasser Anschließend Entwerten des Futters durch Übelkeit oder Verringern der Kontingenz Tier lässt spezifisch das entsprechende Verhalten bleiben→ Lernen der R - S* Assoziation S - S* Assoziation: Colwill & Rescorla (1988) Phase 1: Licht: Nase stupst Platte → Futter Lärm: Nase stupst Platte → Zucker Phase 2: Hebeldrücken → Futter Ketteziehen → Zucker Testphase: Licht bewirkt Hebeldrücken Lärm löst Ketteziehen aus FazitDie meisten Befunde sprechen für das Entwertungsparadigma
- 05. Konditionierte Supression Typischer Ablauf Hebel drücken für Futter (gelernt) Paarung von Ton und Schock reduziertes Hebeldrücken bei Ton gemessen als "Supression Ratio SR"SR = Response Rate während CS(A) ÷ (Response Rate Während CS(A) + Response Rate ohne CS=(B))SR = A ÷ (A+B)
- 06. Wie funktioniert Bestrafung am besten? Bestrafung zweiter Teil von Thorndike's Law of Effect → Reduktion von Verhalten Verhalten muss aber dafür schon gezeigt werden Bestrafung: Stärke leichte Stromschläge zeigen nur wenig Auswirkung auf den Supression Ratio erst ab ca. 0.5 geht er deutlich runter nur bei starker Bestrafung geht SR sofort ab 2. Sitzung gegen 0 Bestrafung: Verzögerung Verzögerung von 30s führt zu keinem kleineren SR Bestrafung: Effektmaximierung keine Verzögerung maximale Intensität - nicht mild starten Konsequenz Bestrafung als Signal fehlender Verstärker weniger positive Verstärkung bereitstellen Aufbau einer Beziehung einer alternativen Verhaltensweise die einen Verstärker hervorbringen
- 07. Vermeidungsverhalten Typisches Paradigma für Vermeidungsverhalten Präsentationsreihenfolge: Signal, anschließend Schock Anfangs reagieren Tiere eher mit zufälligem Verhalten auf den Schock, später dann mit einer Escape-Reaktion (ist am Ende des Schocks) Noch später kommt es dann zur Vermeidungsreaktion: Verhalten, sobald das Signal auftritt Bestrafung vs. Vermeidung Bestrafung: Reaktion → Schock; keine Reaktion → kein Schock Vermeidung: Reaktion → kein Schock; keine Reaktion → Schock 2-Faktoren Theorie von Mowrer"Escape"-Reaktion → "Vermeidungs"-Reaktion = eigl. eine "Escape vor dem CS"-Reaktion Anfangs: Verstärkung der Escape-Reaktion durch Beendigung des Schocks Signal/Schock werden konditioniert mittels Klassischer KondtionierungCS = Signal / US = SchockCS wird furchtauslösender Stimulus Später: Verstärkung durch Beendigung des CS (furchtauslösender Stimulus)
- 08. Verstärkerpläne Kontinuierlich: jede Reaktion wird verstärkt Intermittierend: nicht alle korrekten Reaktionen werden verstärkt Quoten-/Ratio-Verstärkung: auf Grundlage der Reaktionshäufigkeit fixiert: jede x.-te Reaktion wird verstärkt variabel: im Mittel jede x.-te Reaktion wird verstärkt (nicht vorhersagbar) Intervall-Verstärkung: auf Grundlage von Zeitintervallen fixiert: nach Ablauf jedes x-Minutenintervalls wird die erste Reaktion verstärkt variabel: Die Verstärkung erfolgt nach der ersten Reaktion im Intervall. Die Intervalle sind im Mittel x Minuten lang (nicht voorhersagbar) Verstärkerpläne beeinflussen Schnelligkeit des Erwerbs Löschungswiderstand Rhythmus des Verhaltens Bei fixiertem design treten Pausem im Antwortverhalten nach jeder Verstärkung ein (da vorhersagbar?) Ratio-Verstärkung bewirkt allgmein höheres Antwortverhalten als Intervall-Verstärkung
- 09. Die Wirkung externer Stimulation im Fall der Operanten Konditionierung: Hinweisreize Generalisierung: ähnliche Stimuli führen auch zu Reaktion, allerdings deutlich weniger Diskrimintion: aber Organismen könen auch lernen, die Reize zu unterscheiden Klassifikation von Trainingsarten: Positive Verstärkung + ohne Hinweisreiz: Belohnungstraining Positive Verstärkung + mit Hinweisreiz : diskriminatives Belohnungstraining Negative Verstärkung + ohne Hinweisreiz: Fluchtraining Negative Verstärkung + mit Hinweisreiz : aktives Vermeidungstraining Beispiele zu den 4 Fällen wären gut
- 10. Aufbau von komplexen Verhalten Drei Herangehensweisen... Verhaltensdifferenzierung (Shaping) Reizdiskrimination (Fading)z.B. Reese (1969): Taube lernt "pick" und "turn" zu lesen und produzierte das adäquate Verhalten Aufbau von Verhaltensketten (Chaining): auf der Folie betrachtenStimulus1 → (gelerntem) Verhalten1 → Verstärker1 → Stimulus2 → Verhalten2 → Verstärker2 → .... → Stimulus: Musik → Verhalten13 → Verstärker Licht → Licht wird zu Stimulus → Verhalten14 → Futter
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