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Wirtschafts- und Unternehmensethik (Subject) / 3. Grundlagen der Ethik (Lesson)
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- Definition Ethik Lehre von Moral und Ethos, also vom menschlichen Handeln, welches sich von der Differenz zwischen Gut / moralisch richtig und böse / moralisch falsch leiten lässt. Deskripive Ethik = Was wird für das Gute gehalten? (durch Gesetze, etc definiert) Normative Ethik = Was ist das Gute? Methodenlehre = Wie kann man Menschen bewegen, das Gute zu verwirklichen?
- Definition Moral Handlung, Zustand oder Haltung, was zu einer bestimmten Zeit in einer bestimmten Gesellschaft im Allgemeinen für gut und wünschenswert bzw. für böse und verboten gehalten wird erkennbar in den Handlungsnormen und Wertmaßstäben wichtige, grundsätzliche Aspekte des Verhaltens Grenzen allerdings nicht immer eindeutig Somit ist Moral der normative Grundrahmen für das gesamte Verhalten des Menschen
- Definition Ethos vom Bewusstsein sittlicher Werte geprägte Gesinnung, Gesamthaltung; ethisches Bewusstsein Ein Subjekt erkennt eine bestimmte Moral als verpflichtend für sein Handeln und das Handeln ist dauerhaft durch die Anerkennung geprägt innere Verpflichtung zum Guten auch Moralität oder Tugend -äußere Moral: (Ordnungsrahmen) Gesetze, infomrmale Normen, Institutionen - innere Moral: (Ethos) Haltung, Überzegung, Vorstellung vom Guten
- Unterschied zwischen Ethik und Moral Ethik leitet sich von gr. "Ethos" und Moral vom lat. "mos" ab. -> Bedeutet imm Endeffekt das Selbe, beide Begriffe werden im Volksmund als Synonym verwendet ! als Moral wird hierbei das bestehende System an Regeln, Normen und Wertmaßstäben bezeichnet. ! Ethik ist hingegen die Reflexionswissenschaft der Moral und gleichbedeutend mit Moralphilosophie. (" alles was mit -ik endet, ist die Lehre von etwas") Ethik kann auch als das Nachdenken über Moral verstanden werden; sie ist das System, durch das eine konkrete Handlung als moralisch oder auch als unmoralisch bestimmt werden kann
- Grundlagen der Ethik 3 Formes des ethische Sollens 1. Wie soll ich handeln? -> Orientierung an Normen und Pflichten? 2. Was soll ich sein? -> Orientierung an Zuständen, Werten und Gütern 3. Wie soll ich sein? -> Orientierung nach Gesinnung und Tugenden
- Moral und Eigeninteresse .... stehen im Mittelpunkt ethischer Überlegen -Eigeninteressen führen dazu, dass Menschen nicht völlig frei darin sind, was sie wollen und was sie können - resultieren aus genetischen Veranlagungen milieubedingte Dispositionen, erlerntem Verhakten und widerfahrenden Ereignissen - führen dazu, dass Handlunge sich normalerweise a Zielen und Interressen orientieren, die mindestens teilweise an ihrer Konstitution, Geschichte und Situation vorgegeben sind - Menschen reagieren auf Anreize, d.h. auf situationsbedingte und handlungsbestimmte Vorteilserwartungen - Moral muss anreizkompatibel, d.h. vereinbar mit dem (wohlverstanden bzw. reflektierten) Eigeninteressen sein - Konflike zwischen Moral und Eigeninterresse müssen dadurch gelöst werden, dass man sein EIgeninterresse in den Dienst der Moral stellt. d.h. Eigeninterresse muss für Zusammenarbeit mit anderen zurückgestellt werden - Investition: Jede Investition zielt darauf ab, durch heutigen Verzicht auf Konsum (worin diese immer bestehen mag), sich künftig besserzustellen. Zumutung und Verzicht heute, damit dies morgen einen Nutzen bringt - Eigeninteresse verlagt Investitionen in der Bedingung der eigenen und zuglech allgemeinen Besserstellung ! Beispiel Straßenverkehr
- Freiheit und Verpflichtung Freiheit: Freiheit, eine Entscheidung zu treffen bewusstes und gewolltes Tätigwerden Handlungsalternativen + Fähigkeit dazwischen vernünftig zu wählen (diese Fähigkeit haben z.B. Kinder nicht) ohne Freiheit sind moralische Überlegungen müßig Verpflichtungen: Wahrnehmung einer Einschränkung dieser Freiheit durch eine Verpflichtung aus der Freiheit des Menschen und der daraus resultierenden Unsicherheit ergibt sich die Notwendigkeit zur Reglementierung Freiheit bedeutet also nicht Willkür, sondern die Freiheit, selbst an einer guten Ordnung mitzuwirken und diese freiwillig zu befolgen
- Unterschiedliche Typen ethischer Argumentation - Nach der Bewertungsgrundlage Gesinnungs - Ethik = subjektives Wollen des Individuums / die Motivationaus der heraus gehandelt wird -> Sind die Absichten gut? Pflichten - Ethik = pflichtgemäßes Handeln .. gegen sich selbst + gegen andere -> Sind die Taten gut? Folgen - Ethik = macht die sittliche Bewertung einer Handlung deren Folgen abhängig -> Sind die Folgen gut?
- Definition Recht Recht = System von positiven, an Menschen adressierte Zwangsnormen, einschl. der damit im Zusammenhang stehenden Sanktionen Kern der Rechtsordnung: Gesetze Gesetze können Ausdruck der Moral sein große Übereinstimmung zw. philosophisch oder religiös begründeten Normen und Gesetzen ! Moral und Recht sind nicht deckungsgleich Gesetze ohne moralischen Gehalt -> nur legal -- illega Gesetze mit moralischen Gehalt -> legal/moralisch gut -- illegal/moalisch schlecht Moralische Normen ohne Gesetzescharakter -> nur gut -- schlecht
- Kongruenz von Ethik und Legalität Ein Verhalten kann sein I Legal und ethisch z.B. Organspende II Ethisch, aber illegal z.B. in USA: Verunfalltem helfen, der danach stirbt oder Tyrannenmord III Legal, aber unethisch z.B. hohe Abfindung von Managern, Abtreibung oder Ehebruch IV Unethisch und illegal z.B. Drogenkonsum ! Die Grenzen zwischen ethisch und unethisch sowie legal und illegal sind relativ in Abhängigkeit von Zeit und Region
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- Definition Verantwortung Verantwortung ist das Recht bzw. die Pflicht einer Person(engruppe) ggü. einer anderen Person(engruppe) aufgrund eines normativen Anspruchs unterteilt in 3 Gruppen: 1. Freiheit (Subjekt -> WER?) Person (privat) Gruppe (öffentlich) Gesellschaft (sozial) 2. Sorge (Objekt -> WOFÜR?) Handlung im Bezug zum Subjekt Selbst (eigenes Ideal) Andere (sozial Bindung) Umwelt (Nachhaltigkeit) 3. Norm (Autorität -> WEM?) Rechtfertigung gegenüber dem Subjekt Gesetz (Staat) Religion (Gott) Moral (Gewissen)
- 6 Gerechtigkeitsdimensionen "Menschen wollen dass es gerecht zugeht" -in D: Bedeutung der Gerechtigket in Staatsklauseln verankert Gerechtigkeitsdimensionen Bedarfsgerechtigkeit = Deckung der grundbedürfnisse jedes Gesellschaftsmitglied (GM) soll garantiert sein Leistungsgerechtigkeit = jeder soll im gleichen Maße von dem Wohlstand profitieren, in dem er beigetrage hat Chanchengerechtigkeit = allen GM müssen die gleichen (Start-) Chanchen gegeben werden Einkommensgerechtigkeit = möglichst großen Gleichverteilung des Wohlstandes Regelgerechtigkeit = Gesetze gelten für jeden gleichermaßen, sind transparent und nachvollziehbar Generationengerechtigkeit = künftige Generationen dürfen nict durch politische Entscheidungen der vorhergen Generationen benachteiligt werden
- Intergerechtigkeit und Intragerechtigkeit - Intra - Gerechtigkeit = Gerechte Verteilung zwischen den heute Lebenden Nord- / Südverteilung Industrienationen / Entwicklungsländer Frau / Mann - Inter - Gerechtigkeit = Gerechte Verteilung zwischen den heutigen und zukünftigen Generationen Generationenvertrag stößt in Industrieländern an Grenzen Generationenkonflikt
- Diskussion: Manager - Gehälter Argumente für und gegen Begrenzung: Gegen: hoher Steuersatz Motivation für Manager, einen sehr guten Job zu machen freie soziale Marktwirtschaft Vertragsfreiheit, Wettbewerb: "battle for the best" "Richtiges" Gehalt ist Aufgabe des Kontrollgremium KOmpensation für hohe Verantwortung für Unternehmen / Mitarbeiter Globaler EInfluss: Brain Drain bei Begrenzung der Mitarbeitergehälter Für: Machtmissbrauch kein moralische Relation / keine moralische Begründung mehr Mittel für andere Zwecke Demotivation der Mitarbeiter über Gehaltsgefälle Verantwortung für immense Schäden und Rückzahlungen der Staatshilfen Vermeidung /Reduzierung von zu (extrem) hohen Risiko-Geschäften Sozialverantwortung / soziale Gerechtigkeit