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Gesundheitspsychologie (Subject) / Sicherheitspsychologie II (Lesson)

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  • Dual-Process-Theory (Kahneman, 2012) Zwei Denkrichtungen in der Psychologie der Arbeitssicherheit 1) Gewohnheiten, Habits, Reflexe, instinktives, schnelles Handeln, Automatismen (Burkardt und andere) 2) (Un-)Aufmerksamkeit/ Geistesgegenwart/ Gefahrenbewusstsein → Als Gegensatz diskutiert: Was ist richtig? Evtl. Antwort: Beides ist richtig und kann mit einem Modell integriert werden.
  • Entscheidungsheuristiken Verfügbarkeit Affektheuristik Das Gesetz der kleinen Zahlen Repräsentativität Anker Regression zum Mittelwert Illusionen von Experten
  • Affektheuristik  – emotionale Reaktion auf das Gefragte
  • Verfügbarkeitsheuristik wenn ich zuletzt von Bauunfällen gelesen habe, neige ich dazu die Häufigkeit und Risiken zu überschätzen
  • Das Gesetz der kleinen Zahlen  – extreme Ereignisse kommen eher in kleinen als in großen Stichproben vor
  • Repräsentativität
 - Linda-Problem ·       schriftliche Beschreibung einer Frau namens Linda: Darin wurde sehr viel über Lindas Tätigkeit für Frauenrechte und Emanzipation berichtet. Danach wurden die Probanden gefragt, was denn nach dieser Beschreibung wahrscheinlicher sei, dass Linda „eine Bankangestellte“ oder „eine Bankangestellte und Feministin“ sei. Die Mehrzahl der Versuchspersonen schätzte die Wkeit, dass Linda „Bankangestellte und Feministin“ sei, wesentlich höher ein (Konjunktionseffekt). ·       Diese Einschätzung ist jedoch falsch, denn die W`keit für das gleichzeitige Auftreten beider Ereignisse kann nicht größer sein als die Wkeit, dass eines der beiden Ereignisse alleine eintritt. Selbst wenn alle Bankangestellten auch Feministinnen sind, wären die beiden Wahrscheinlichkeiten für (1) „Bankangestellte“ und für (2) „Bankangestellte und Feministin“ gleich groß.
  • Regression zum Mittelwert nach einem extrem ausgefallenen Messwert liegt die nachfolgende Messung wieder näher am Durchschnitt, falls der Zufall einen Einfluss auf die Messgröße hat
  • Illusionen von Experten  – Illusion wir verstünden die Vergangenheit, fördert Überschätzung unserer Fähigkeit die Zukunft vorherzusagen  
  • Dual-Process-Theory System 1 Schnelles Denken: Arbeitet automatisch, schnell, weitgehend mühelos und ohne willentliche Steuerung 
 Kann nicht willentlich abgestellt werden 
Beispiele: 
 Erkennen Sie, dass ein Gegenstand weiter entfernt ist, als ein anderer. 
 Vervollständigen Sie den Ausdruck „Brot und ...“. 
 Beantworten Sie: 2+2= ? 
 Unterliegt kognitiven Verzerrungen Schnell Wenig Energieaufwand Kann nicht abgeschaltet werden Versteht keine Logik und W´scheinlichkeiten  
  • Dual-Process-Theory System 2 Langsames Denken: Lenkt die Aufmerksamkeit auf die anstrengenden mentalen Aktivitäten, darunter auch komplexe Berechnungen. 
 Die Operationen von System 2 gehen oftmals mit dem subjektiven Erleben von Handlungsmacht, Entscheidungsfreiheit und Konzentration einher. („to pay attention“) 
Beispiele: 
 •       Sich bei einem Wettlauf auf den Startschuss einstellen. 
 •       Nach einer Frau mit weißem Haar Ausschau halten. 
 Überwacht System 1 Kontrolliert unser Sozialverhalten Viel Energieaufwand Korreliert mit Intelligenz Zeitdrcuk steigert Anstrengungen
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  • Implikationen für die Praxis • Der vorne geschilderte Gegensatz ist künstlich. 
• System 1 funktioniert ordentlich in einer betrieblichen Umgebung, die an System 1 angepasst (Ergonomie, Informationsergonomie) und vorhersehbar ist. 
• Es macht charakteristische Fehler, die wir aber tendenziell kennen. 
• System 2 kann bei unvorgesehenen Umständen helfen. 
• System 2 kann nicht ständig aktiv sein. Ständiges Sicherheitsbewusstsein ist also nicht möglich. Wir würden langsam, ineffektiv und müde werden. 
• Dass Schuldzuweisungen sinnlos sind ist nicht nur aus diesen Gründen klar. 
• Durch intensives Training (z.B. Simulation) können Fertigkeiten von System 2 in System 1 transferiert werden und bei hoher Übung mit großer kognitiver Leichtigkeit ausgeführt werden