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Gesundheitspsychologie (Subject) / Work-Life-Balance (Lesson)

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  • Work-Life-Balance Definition  oder Konflikt in Bezug auf: Verteilung der Zeit 
 Ausbleiben von ein- oder gegenseitigen negativen Beeinflussungen zwischen den Lebensbereichen 
 Bereitstellung von Ressourcen (Zeit, Geld, Entscheidungsspielräume, physische, psychische, soziale Ressourcen) 
 Vereinbarkeit von Familie und Beruf 
  
  • zwei Richtungen der Konflikten zwischen Arbeits- und Privatleben Arbeit-Familie-Konflikt (oder Work-to-Family Conflikt, WFC) 
 Familie-Arbeit-Konflikt (oder Family-to-Work Conflikt, FWC) - weniger häufig berichtet
  • Personen-Environment-Fit-Theorie (Caplan & Van Harrison, 1993) Idee: Angebote der Organisationen zur Segmentierung von Arbeit und Privatleben führen nur dann zu erhöhtem Wohlbefinden, gesteigerter Arbeitszufriedenheit und größerem Committment, wenn sie zu den Segmentierungspräferenzen der Mitarbeiter passen.
  • Besonderheiten der Personen mit Personalverantwortung Auftretenswahrscheinlichkeit psychischer Anforderungen ist am höchsten 
 Arbeitszeiten länger als Durchschnitt 
 Häufige Unterbrechungen bei der Arbeit 
 Starker Termin- und Leistungsdruck 
 Häufige Konflikte bei der Vereinbarkeit von Arbeits- und Privatleben 
 Sehen sich mit den Erwartungen konfrontiert, Arbeit dem Privatleben vorzuziehen 
 Besondere widersprüchliche Anforderungen von Seiten der Führung sowie der Mitarbeiter bei den Führungskräften des mittleren Managements („Sandwich-Position“) 
  
  • Was ist FWC? „eine Form des Interrollenkonfliktes, der dann zustande kommt, wenn die Ausübung der beruflichen Rolle durch wechselseitig unvereinbare Rollenanforderungen des privaten Lebensbereichs erschwert wird“ Begrenzte zeitliche und energetische Ressourcen
 Gleichzeitige Übernahme von beruflichen und privaten Verpflichtungen
  • Arten der FWC Zeitbasiert: Zeitliche Erfordernisse der familiären Rolle erschweren die Erfüllung der beruflichen Rolle 
 Beanspruchungsbasiert: Die Erfüllung der beruflichen Rolle wird durch Beanspruchung in der familiären Rolle beeinträchtigt 
 Verhaltensbasiert: Ein für die familiäre Rolle nötiges Verhalten erschwert die Erfüllung von beruflichen Rollenanforderungen
  • Boundary Theorie beschreibt unterschiedliche Möglichkeiten der Abgrenzung von beruflichem und privatem Leben Kontinuum für Individuen und Organisationen Integration: fließende Übergänge erlauben die Integration von beruflichen Aspekten im Privatleben und umgekehrt Segmentierung: klar definierte Grenzen - oder keine Überschneidungen von Arbeits- und Berufsleben
  • Erkenntnisse zu Interaktion der individuellen Präferenzen & Möglichkeiten zur Segmentierung des Privatlebens Auch bei hohem FWC sind die Führungskräfte bei hoher Passung I signifikant zufriedener und weisen geringere emotionale Erschöpfung auf als andere Führungskräfte 
 Hohe Passung I gibt ein Gefühl von Unterstützung durch die Organisation 

 Bei niedriger Passung I im Falle eines FWC – keine signifikant verstärkte Unzufriedenheit mit der individuellen Work-Life-Balance Ein hoher FWC führt vor allem bei niedriger Passung II zu einer höheren emotionalen Erschöpfung 
 Möglichkeiten zur Segmentierung wirken sich erst dann positiv aus, wenn die entsprechende Präferenzen geben sind 
 Mangel an Segmentierungsmöglichkeiten ist nicht per se negativ 

  • Untersuchungsvariablen und Messverfahren Interaktion der individuellen Präferenzen & Möglichkeiten zur Segmentierung des Privatlebens • Family-Work-Conflict Family-Work-Conflict Scale (Netemeyer, Boles & McMurrian, 1996) “Aktivitäten, die ich bei der Arbeit erledigen sollte, werden wegen privater Verpflichtungen nicht fertig“ • Segmentierung von Arbeit und Privatleben – Präferenz und Möglichkeiten Drei-Item-Scala (Kreiner, 2006) „Arbeitsbezogene Angelegenheiten aus meinem Privatleben herauszuhalten ist... ist mir wichtig“  Zufriedenheit mit der Vereinbarkeit von Arbeit und Privatleben Skala entwickelt von Valcour, 2007 „Wie zufrieden Sie sind mit der Aufteilung Ihrer Zeit zwischen Arbeit und Privatleben?“ • Erschöpfung Oldenburg Burnout Inventory (Demerouti et al., 2003) “Nach der Arbeit brauche ich oft länger Zeit als früher, um wieder fit zu werden“
  • Interaktion der individuellen Präferenzen & Möglichkeiten zur Segmentierung des Privatlebens Hypothesen Die Interaktion zwischen Präferenzen und Segmentierungsmöglichkeiten (Übereinstimmung -> niedrig und niedrig & hoch und hoch) moderiert den Zusammenhang zwischen FWC und Zufriedenheit/ emotionaler Erschöpfung Ergebnisse: fett bestätigt
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  • Interaktion der individuellen Präferenzen & Möglichkeiten zur Segmentierung des Privatlebens Studie •       Längsschnittstudie im Rahmen des Projektes „Work-Life-Balance: Wege zur nachhaltigen Verankerung von Work-Life-Balance in der Kultur von Unternehmen“ 
 •       Gefördert von BMBF und EFS 
( Bundesministerium für Bildung und Forschung Europäischer Sozialfond)