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Arbeits- und Organisationspsychologie (Subject) / VL 2_10: Lernen und Anpassungen in Gruppen (Lesson)
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- Teams früher und heute elementare Begriffe Teams in Unternehmen wurden lange als statische Einheiten aufgefasst Beispiel: Fertigungsteam, dass kollaborativ immer wieder das gleiche Produkt herstellt Diese Ansicht gilt heute als veraltet Aufgrund eines beschleunigten technologischen Fortschritts und weiteren Faktoren wie der Globalisierung, müssen sowohl Teams als auch ganze Unternehmen in der Lage sein sich in einer dynamischen Welt anzupassen Drei elementare Begriffe in diesem Kontext sind -Team-Adaptation- Team-Reflexion- Team-Lernen
- Zentrale Vorstellungen Teams passen sich selbstständig an neue Gegebenheiten an Teams als selbst-regulatorische Systeme (Carver & Scheier, 1998; DeShon, Kozlowski, Schmidt, Milner & Wiechmann, 2004) Zyklisches Phasenmodell der Teamarbeit (Marks, Mathieu & Zaccaro, 2001) - Transitionsprozesse (z.B. Reflexion und Planung)- Aktionsprozesse (z.B. Koordination und Umsetzung)- Interpersonelle Prozesse (z.B. Konflikte) s. Folien 6-8
- Team Adaption Allgemeine Definition: “Altering behavior to meet the demands of the environment, an event or a new situation” (Pulakos, Arad, Donovan, & Plamondon, 2000, S. 615). Kategorisierung von Baard, Rench und Kozlowski (2014) in 4 Dimensionen s. Folie 9
- Adaptation als Leistungskonstrukt Vielschichtige Konzeptualisierung von adaptiver Leistung Betrachtung einer/mehrere Dimensionen die adaptive Leistung determinieren Meist anhand von spezifischen Items, die das Konstrukt definieren Keine tiefergehenden Betrachtungen der Voraussetzungen oder Prozesse
- Adaptation als Interindividuelle Unterschiede Adaptivität als eine Eigenschaften jener Teams die sich erfolgreich an Veränderungen anpassen: Fähigkeit ist vergleichsweise konsistent über Zeit und Situationen hinweg Beispiel: I-ADAPT (Ployhart & Bliese, 2006) Inventar zur Messung der Individual Adaptability 8 Dimensionen der Adaptivität- Crisis (Während Notfällen ruhig bleiben)- Work Stress (Empfindlichkeit gegenüber Stress)- Creativity (Kreativität)- Uncertainty (Fähigkeit mit Unsicherheiten umzugehen)- Learning (Lernorientierung)- Interpersonal (Fähigkeit mit anderen umzugehen – Vgl. Verträglichkeit- Culture (Neugier/Offenheit gegenüber anderen Kulturen)- Physical (Körperliche Fitness)
- Adaptation als Leistungsveränderung Betrachtung der Leistungsveränderung eines Teams nach einer Veränderung in der Aufgabe im Rahmen einer Serie mehrerer Messzeitpunkte (mind. 2) Veränderung selbst steht im Fokus Eher deskriptive Untersuchung der Verläufe der Leistung über die Zeit als Reaktion auf die Veränderung Keine Betrachtung der zugrundeliegenden Mechanismen der Anpassung
- Adaptation als Prozess: Meta-Analyse Christian, Christian, Pearsall und Long (2017) Adaptive Performance (AV) hat größeren Einfluss auf Team Prozesse als auf emergente Zustände
- Adaption als Prozess: Beispiel Team Reflexion Die teambasierte Evaluation der bisherigen Teamaktivitäten (Konradt, Otte, Schippers, & Steenfatt, 2016). 2 Komponenten (Otte, Konradt, Garbers, & Schippers, 2017): Informationssuche: Das Sammeln von Informationen aus verschiedenen Quellen um einen Überblick über den derzeitigen Teamstatus zu haben Informationsevaluation: Informationen zusammenfassen und Interpretationen vornehmen um weiterführende Schlussfolgerungen zu ziehen Wichtig: Unterscheidung zwischen Quantität (= wie oft wurde reflektiert) und Qualität (= wie tief wurde reflektiert)
- Zentrale Vorstellungen: Team lernen wie Zentrale Vorstellungen (Folie 8) aber dazu kommen je unter Transition und Aktion noch Emergente Zustände (s. Folie 16) Emergente Zustände sind Eigenschaften eines Teams, die typischerweise dynamisch sind und variieren (z.B. Vertrauen in Teams, Motivation, Team Wissen)
- Team Lernen Definition Eine relativ dauerhafte Veränderung des kollektiven Wissens und der Fähigkeiten des Teams, die durch die gemeinsame Erfahrung der Teammitglieder erzeugt wird (Ellis, Hollenbeck, Ilgen, Porter, West und Moon, 2003, S. 822). Zentrale Idee Die Ansammlung und Integration von Wissen in Teams ist aufgrund von individuellen Kapazitätsgrenzen effizienter und effektiver Kozlowski & Chao 2017 s. Folie 17
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- Team lernen - Befunde Wenig empirische Daten die individuelles Lernen mit Team Lernen vergleichen Meta-Analyse von Swanson, McCulley, Osman, Lewis und Solis (2017) Team-basiertes Lernen im Bildungskontext hat einen positiven Effekt auf die Teamleistung (d = 0.55, k = 17 Studien) Kleinere Teams (<= 5 Studierende) sind effektiver als größere (> 5 Studierende) Ellis et al. (2003) Teams lernen mehr, wenn die einzelnen Teammitglieder über hohe kognitive Fähigkeiten verfügen und die Arbeit ausgewogen verteilt ist Teams lernen weniger, wenn die Mitglieder hohe Verträglichkeitswerte aufweisen Wiedow, Konradt, Ellwart und Steenfatt (2013) Team Lernen verbessert das geteilte aufgabenbezogene Wissen des Teams und hat dadurch einen positiven Effekt auf die Leistung