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Sensorik (Subject) / ü3 - Diskriminierungsprüfung II (Lesson)
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- 01. Rangordnungsprüfung: Anwendung analytische und hedonische Fragestellungen angewendet wenn mehr als zwei Proben mit vorgegebenen oder unbekannten Unterschieden bezüglich einer Merkmalseigenschaft gleichzeitig sensorisch geprüft werden sollen (aber imer nur eine Merkmalseigenschaft während einer Prüfung) Untersuchung des Einflusses unterschiedlicher Rezepturen, Verarbeitung, Produktion, Lagerung... Beliebtheitsprüfungen nicht geeignet bei zu geringen Unterschieden Prüferauswahl und -training
- 02. Rangordnungsprüfung - Panel meist geschulte Prüfer notwendig, in manchen Fällen Verbraucher Anzahl je nach Literatur und gewählten Voraussetzungen, mind 5-7 geschulte bzw 15-30 ungeschulte Prüfer 15-30
- 03. Rangordnungsprüfung - Planung und Vorbereitung idealerweise 3-6 Proben, maximal 8 Unterschiede im Aussehen ggf maskieren identische neutrale Probengefäße mit XXX alle gleiche Temp alle gleichzeitig reichen Probenaufstellung im Lateinischen Quadrat
- 04. Rangordnungsprüfung - was ist das lateinische Quadrat? jede Probe muss in jeder Position einer Aufstellung vorkommen und für jeden Prüfer zufällig sein bei drei Proben: ABC, ACB, BAC, BCA, CAB, CBA>> bei vorgegebener Reihenfolge dürfen die fettgedruckten nicht verwendet werden bei vier Proben 20 (bzw 24) möglichkeiten: 4x3x2x1
- 05. Rangordnungsprüfung - Durchführung von links nach rechts ggf erst vorsortieren dann endgültige Rangfolge aufstellen Rückkosten notwendig zur Überprüfung der Rangfolge forced choice feld für bemerkung
- 06. Vor- und Nachteile der Rangordnungsprüfung nicht geeignet bei sehr kleinen Unterschieden (> besser Dreiecks- pder Paarweise Vergleichsprüfung) Intensitäten nicht berücksichtigt sonder nur ordinale Unterschiede > große/kleine Unterschiede haben gleichen Abstand nicht zeitaufwendig gut einsetzbar zum Vorsortieren von Proben nicht geeignet bei warmen, heißen und gefrorenen Produkte
- 07. Rangordnungsprüfung - Auswertung (Übersicht) bei nicht vorgegebenen Reihenfolgen, keine Konzentrationsstufen (hedonisch, analytisch): Friedman-Test Probenvergleich nach Friedman, LSD-Test bei vorgegebener Reihenfolge, Konzentrationsstufen (analytisch) Friedman-Test Vorzeichentest, Probenvergleich nach Friedman, Fischer LSD Page- Test
- 08. Wie funktioniert der Friedman-Test ? (Auswertung Randordnungsprüfung) Null- und Alternativhypothese aufstellenH0: zB Süßgeschmack ist bei allen x Proben gleich stark ausgeprägtH1: die x Proben weisen erkennbare Unterschiede in der Intensität des Süßgeschmacks auf Einzelprotokoll Rangsummen errechnen daraus Gruppenprotokoll Rangsummen> Rangplatz vergeben Rangsumme (Gruppe) quadrieren Berechnung Friedman-WertF = 12/(n*k*(k+1)) * (R1² + R2² +...Rk²) - 3 x n * (k+1)n = Anzahl Prüfpersonen; k = Anzahl Prüfproben) Vergleich mit Tabellenwerten
- 09. Wozu dient der Post-hoc-Test? zum Friedman-Probenvergleich. Von immer nur zwei Proben gleichzeitig Auswertung Randordnungsprüfung
- 10. Rangordnungsprüfung mit Reihenfolge - Auswertung mit Page-Test > Test auf richtige Reihenfolge H0: r1=r2 H1: r1<r2... L = 1*R1 + 2* R2 + 3* R3.... bei n>20 oder k>8:L' = (12 * L - 3 * n * k * (k+1)² ) / (k * (k+1) * √(n*(k-1))) Vergleich mit Tabellenwert
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- 11. Profilprüfung - Anwendung um sensorische Wahrnehmung messbar zu machen Produkteigenschaften identifizieren und quantifizieren Verknüpfen mit hedonischen Daten > welche sensorische Eigenschaft sind für hohe/ niedrige Akzeptanz verantwortlich Korrelation > Ermittlung von Rezepturbestandteilen die Akzeptanz steigern können Produktstandards charakterisieren Produkte vergleichen, optimieren Prüferschulung Qualitätssicherung > Produktveränderungen ermitteln
- 12. Profilprüfung - Panel mind 6 (besser 6-10) produktspezifisch geschulte Prüfer mit regelmäßigem Training
- 13. Profilprüfung - Vorbereitung max. 8 Proben in einer Sitzung, in abh. von Umfang der Attribute und Intensität der Probe Probengefäße neutral identisch, XXX alle Proben gleiche Temp a) monadisch = Produte nacheinander verkosten mit jeweils allen Merkmalenb) comparativ = erst Aussehen aller Proben, dann Geruch, etc (eher Schulungszwecke)
- 14. Profilprüfung - Durchführung von links nach rechts kein Rückkosten, da kein Vergleich der Proben, sondern unabhängige Beurteilung jeder Probe Intensitäten der Merkmalseigenschaften werden auf einer Skala angegeben (Ordinalskala (0 - 5), Intervallskala (in cm),
- 15. Arten der Profilprüfung Konventionelles Profil> Intensitätsmessung als Einzelprüfung> Ordinal oder Intervallskala> monadisch oder comparativ Konsensprofil Freies Auswahlprofil geschützte Verfahren zB QDA
- 16. Profilprüfung - Auswertung eines konventionellen Profils grafische Darstellung der Mittelwerte (zB Spiderweb, Balkendiagramm...) t-Test zum Vergleich der Attribute Varianzanalyse>> analysiert, ob signfikante Unterschiede zwischen Produkten aber auch zwischen Prüfpersonen und innerhalb einer Prüfperson auftreten Hauptkomponentenanalyse Procrusteanalye
- 17. Akzeptanztest - Anwendung hedonische Fragestellungen Marktforschung Marketing, Schnittstelle zur Forschung/Entwicklung Messung der spontanen Akzeptanz/Beliebtheit
- 18. Akzeptanztest - Panel ungeschulte (Verbraucher) mind 60 Prüfer, besser 80/120/240
- 19. Akzeptanztest - Vorbereitung Menge = übliche Portion oder vom Prüfleiter festgelegt sinnvoll Höchst- und Mindestverzehrmenge anzugeben Proben mit identischen, neutralen Probengefäßen, XXX gleiche Temp Prüfung i.d.R. zum gewöhnlichen Zeitpunkt des Verzehrs Probenaustellung: Prüfpläne um Positionseffekt (1. Probe höher bewertet) und Übertragungseffekt (Unterbewertung nach sehr guter Probe) zu vermeiden
- 20. Akzeptanztest - Durchführung spontane Bewertung Proben nacheinander - erst alle Fragen zu einem Produkt Gesamteindruck kann am Ende abgefragr werden Fragen generell in Reihenfolge der sensorischen Wahrnehmung ordnen, von unspezifisch zu spezifisch 5-, 7- oder 9-Punkte Skale (gefällt außerordentlich bis missfällt außerordentlich) zusätzlicher Fragebogen zu Verzehrgewohnheiten, Einstellung gegenüber Marken etc kann sinnvoll sein (hinterher) Datum und Uhrzeit vermerken
- 21. Vor- und Nachteile Akzeptanztest viele Prüfer benötigt Messung individueller, veränderlicher um im Kontext stehender Antworten Möglichkeit der Ergänzung mittel einer Just-about-right-skale
- 22. Was ist die Just About Right Skale an Beispiel zB Intensität der Süße: viel zu stark zu stark genau richtig zu schwach viel zu schwach
- 23. Auswertung Akzeptanztest und Just-About-Right (JAR) Penalty Analyse mit dem Ziel einer Schlussfolgerung wie stark sich eine Abweichung auf JAR-Skale auf Akzeptanz auswirkt sinnvoll wenn >20% von genau richtig abweichende Antwort gegeben haben Darstellung der Ergebnisse für jeden Prüfer Relative häufigkeiten berechnen, zB viel zu süß: 1/7 Prüfpersonen = 14% Zusammenfassen der Nennungen ober- und unterhalb von "genau richtig" Zuordnen der Akzeptanzmittelwerte zu JAR-Kategorien Berechnung des "mean drop" = Abweichung der Mittelwerte "zu süß" und "zu wenig süß" von Mittelwert "genau richtig" Multiplikation des Prozentsatzes der jeweiligen zu viel und zu wenig Antworten mit dem zugeordneten mean drop Werten>> Handlungsempfehlung nach Lill und Köhn