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Nachhaltige gärtnerische und agrarische Landnutzung (Subject) / Pflanzenschutz (Lesson)

Uni Bonn

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  • Nachteile chemischer PSM mögliche Kontamination der Umwelt potenzielle Rückstände im Erntegut Resistenzbildung unzureichender Anwenderschutz
  • Vorteile der chemischen PSM ertragssichernd qualitätssichernd  hohe Wirksicherheit Vergleichsweise geringe Kosten weites Indikationsspektrum Relativ einfache Handhabung
  • Einflussfaktoren auf die Bodenpassage von Wirkstoffen Eigenschaften des Wirkstoffes (Abbaugeschwindigkeit, Sorptionseigenschaften, Flüchtigkeit..) Witterungsbedingungen (Temperatur, Niederschlag) Bodeneigenschaften (Gefüge, mikrobielles Abbaupotenzial, Infiltrationskapazität) Transport, Abbau und Verbleib in der Pflanze (Speicherung in Zelle, Bindung an Zellbestandteile) Rückstände im Erntegut (Abtransport, Verbleib auf Feld) Rückstände in der Nahrung von Nicht-Ziel-Organismen 
  • Grundsätze des integrierten Pflanzenschutzes vorbeugende Maßnahmen wie Fruchtfolgen, Sortenauswahl, Anbauzechnik und Düngung gleicher Einsatz von biologischen, chemischen und mechanischen Verfahren Reduzierter Herbizidei Satz durch Bekämpfung des Unkrautes im Keimblattstadium, Splittingverfahren und Brandspritzung Vermeidung von Vorsaat- und Vorauflauanwendungen Veewendung möglichst nützlingsschonender Mittel Förderung von Nützlingen Nutzung von Prognosemodellen und Informationen der Warndienste Teilflächenbehandlung Regelmäßige Weiterbildung
  • Wirtschaftliche Schadschwelle = die zu einem gegebenen Zeitpunkt vorhandene Populationsdichte eines Schaderregers/Unkraut/Krankheit, die bei Nichtbekämpfung Kosten in der selben Höhe verursachen würde, wie zur Bekämpfung anfallen würden
  • Bekämpfungsschwelle = Populationsdichte, bei der Bekämpfungsmaßnahmen durchgeführt werden, um das Erreichen der wirtschaftlichen Schadensschwelle zu verhindern
  • Bekämpfungsschwelle bei Getreide Beispiele 20 Windhalmpflanzen  30 Ackerfuchsschwanzpflanzen 2 Windknöterichpflanzen/ Wickenpflanzen 0,1 Kletenlabkraut 25 Gräser zusammen 40-50 zweikeimblättrige 
  • Maßnahmen zur Vermeidung der Halmbruchkrankheit mind. 2-jährige Anbaupause vermeidung von Ausfallgetreide und Wildgräsern Kleegras als Zwischenfrucht  späte und flache Winterweizenaussaat 
  • Maßnahmen zur Vermeidung von Schwarzbeinigkeit wintergetreide ist anfälliger  Risikovorfrüchte: Getreide außer Hafer Vermeidung von Ausfallgetreide und Wildgräsern spätere Aussaat hohe biologische Aktivität vermindert Infektion -> Zufuhr org. Substanz
  • Gründe für mangelnde Freilandwirksamkeit von Pflanzenextrakten UV-Licht  Niederschlag Wechselwirkung mit Pflanzen Mikroorganismen Blattbenetzung Dampfdruck
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  • Vorbeugende Maßnahmen gegen P. infestans im Kartoffelanbau Sortenwahl Nutzung von gesunden, vorgekeimten Pflanzengut räumliche Trennung von Frügh- und Spätkartoffeln Pflanzung in Hauptwindrichtung Tal-und Kessellagen vermeiden Primärherde vernichten Beseitigung von Mietenabfällen