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Führung und Zusammenarbeit (Subject) / Präsentationstechniken (Lesson)
Ziel und Gegenstand einer Präsentation
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- Ziel + Gegenstand einer Präsentation Präsentieren = vorzeigen, jemandem etwas vor Augen führen Die Präsentation ist eine der wichtigsten Methodenkompetenzen! Ziele: Informieren (zb. über neueste Umsatzzahlen) Überzeugen (zb. Produktverkauf) Motivieren (zb. Vorgesetzte zum Fortführen eines Projektes)
- Grundsätzliches Ziel + Gegenstand einer Präsentation Aufmerksamkeit aufs Wesentliche lenken Betrachter einbeziehen Redeaufwand minimieren Orientierungshilfen geben Informationen leicht (er-)fassbar machen Wichtiges verdeutlichen Gesagtes ergänzen & vertiefen Erinnerung fördern Zu Stellungnahme ermuntern Visualisierung
- Visualisieren Ziel + Gegenstand einer Präsentation von nur Gehörtem - behalten wir 20% Was wir hören und sehen - erinnern wir zu immerhin 50% Was wir selber machen - merken wir uns zu 80 - 100%
- Voraussetzung für eine erfolgreiche Präsentation Vorbereitung wichtig Inhalt muss leicht verständlich sein praxisnah - Beispiele amüsant + spannend + kurzweilig Kleidung + Sprache an Auditorium anpassen Blickkontakt zu allen Zeitrahmen Schlüsselfragen Was will ich mit meiner Präsentation erreichen was soll meine Zielgruppe mit nach Hause nehmen an welche konkreten Aussagen sollen sich die Teilnehmer in zwei Wochen noch erinnern Wie will ich das Publikum zum konkreten Handeln bewegen
- Thema + Ziel Voraussetzung für eine erfolgreiche Präsentation Thema und Ziel sind nicht das gleiche und schon gar nicht dasselbe! Beispiel Thema ist die Präsentation zweier Vorschläge mit folgendem Inhalt zb. Schwierigkeiten bei F&E oder Kostensituation bei einem Produkt oder Entscheidung finden etc. Ziel ist es, nach der Präsentation eine Mehrheit für Vorschlag 2 zu haben
- Persönliche Wirkung Voraussetzung für eine erfolgreiche Präsentation Verbale Kommunikation - auch lesbar Sprache Schrift, Zeichen, Icons Nonverbale Kommunikation - sichtbar Gestik: Hände, Arme, Beine, deren Haltung und Bewegung Mimik: Gesichtsausdruck Körperhaltung: unterstützt und verstärkt Gestik und Mimik Augenkontakt: zeigt Interesse, aber nicht übertreiben Paraverbale Kommunikation - hörbar Parasprache: Stimme, Sprachmelodie, Räuspern 7% - der ankommenden Informationen beziehen sich auf den Inhalt 38% - transportieren Sprache und Stimme - paraverbale Aspekte 55% ! - nonverbale Aspekte - die Ausstrahlung Gestik, Mimik, Körperhaltung, Augenkontakt
- zur Sprache Voraussetzung für eine erfolgreiche Präsentation kurze Sätze - KISS Prinzip (keep it short and simple) Fremdwörter, Fachbegriffe und Abbkürzungen vermeiden oder sofort erlären Vergleiche und Beispiele bringen Konjunktiv vermeiden (hätte, wäre, sein können....) Mode-, Schlag-, und Füllwörter vermeidengenau, ähm, ja okay Wichtiges am Satzanfang - Primacy / Recency-Prinzip
- die Zielgruppe Voraussetzung für eine erfolgreiche Präsentation Hier gehts um den Personenkreis, den sie einbeziehen wollen oder müssen, um ihr Ziel zu erreichen - wenn sie einlanden. Andersrum: ist die Zielgruppe vorgegeben, werden sie die Veranstaltung auf diese ausrichten Fragen wer soll / muss dabei sein ? wie gross soll die Gruppe sein gibt es Gemeinsamkeiten der Zielgruppe oder eben genau nicht ? wie liegen die Interessen / Einstellungen / Erwartungenzum Themazu mirzueinander
- Inhaltliche Vorbereitung Voraussetzung für eine erfolgreiche Präsentation Sammeln sie den Stoff und selektieren sie wichtiges wählen sie die für die Präsentation infrage kommenden Inhalte aus komprimieren sie den Stoff - Reduktion aufs Wesentliche- neue Informationen sind wichtiger als ältere oder bekannte- Konzentration auf für die Zielgruppe Interessantes Visualisieren sie die ausgewählte Inhalte Entscheiden sie, wie sie die Inhalte der Präsentation darstellen Gliedern sie alle Informationen in Haupt- und Unterpunkte Bereiten sie sie optisch aufText, Grafik, Symbole | Pinnwand, Flipchart, Overhead, Beamer, Whiteboard/Tafel
- Dramarturgie Spannung Interesse - AIDA Voraussetzung für eine erfolgreiche Präsentation Attention - Aufmerksamkeit gewinnenEyecatcher, Form, Farbe, Spruch Interest - Interesse weckenaktuelle Bezüge, Nutzen, USP... Desire - (Kauf)Wunsch weckenProblemlösung, will ich mitmachen, will ich teilnehmen Action / Act - Aufforderung zum HandelnZuhörer sollen etwas tun, entscheiden, ...
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- Dramarturgie Spannung Interesse - AIDA A Was tun ?Hingucker, Eyecatcher, Schreck Wie ? nackte Haut, schöne Menschen, Promis, Gefahr schöne Fotos, tolle Motive Größe (niedliche) Tiere, Kinder grelle Farben, spezielle Formen (Stern, ...) große Sprüche, freche Sprüche
- Dramarturgie Spannung Interesse - AIDA I Was tun? Blick halten Wie? Geschichte erzählen - in einem Bild unerwartete Pointe - provozieren etwas andeuten - reizt zum Auflösen Witz Rätsel
- Dramarturgie Spannung Interesse - AIDA D Was tun ? Verlangen rational und emotional wecken Wie? rational: Vorteile (Preise, besondere Leistung, Merkmale, ...) emotionalImage (cool)Status (erfolgreich)Ängste / Hoffnungen: Freunde finden , beliebt sein, nicht mehr einsam etc.
- Dramarturgie Spannung Interesse - AIDA 2. A Was tun ? zum Kauf / Mitmachen animieren Wie? befristete Sonderangebote jetzt, sofort, nur diese Woche... Kontaktinformationen (www, Adresse, Telefon, Fax,...) Liste zum Mitmachen
- Organisation Eine gute Organisation ist kein Garant fürs Gelingen, aber an einer schlechten Organisation kann eine Präsentation scheitern Ort, Raum - Verfügbarkeit prüfen, reservieren, ordentlicher Zustand ? Verdunkelung, Temperatur, Geräusche, Aroma, Beschilderung, Bestuhlung (U / Kino), Licht, Kabel, Ton, Bewirtung, ... Medien - auf Verfügbarkeit und Zustand prüfen - PC, Beamer, Flipchart, Pinnwand, Tafel,... Zeitpunkt - (möglichst nicht früher Nachmittag), Zeitraum (kein Zeitdieb sein), Pausen (nach etwa 45 Min.) Einladung - Thema, Ort, Raum, Zeit, Dauer, Präsentator(en), Ansprechpartner Unterlagen - für die Teilnehmer, Schreibzeug, Namensschilder,... (QR-Code = zum downloaden)
- Medien der Visualisierung Pinnwand - bleibt stehenPinnwandpapier, (vorbereitete) Moderatonskarten. Geeignet für kleine Gruppen Flipchart - bleibt stehenFlipchartpapier, Filzstifte. Geeignet für kleine Gruppen Overhead-Projektor - ausschalten(vorbereitete) Folien, beschreibbar, wiederverwendbar. Geeignet für kleine und große Gruppen Beamer - bleibt stehenVorbereitung am PC / Wiedergabe via Laptop. Weniger ist mehr, nicht zu verspielt. Geeignet für kleine + große Gruppen
- Bevors losgeht, prüfen sie genau, ob sie wissen mit welchen Worten sie die Präsentation beginnen werden was sie zur eigenen Person sagen werden was sie an den Präsentationsanlass anknüpfen werden was sie zu Anlass, Thema und Zielsetzung der Veranstaltung sagen werden welche Punkte sie in den Fahrplan für die Teilnehmer aufnehmen werden welche Mittel sie wann einsetzen werden, um die Aufmerksamkeit und Bereitschaft der Teilnehmer zum Zuhören zu wecken und zu erhalten
- Zum Vortrag Setzen sie alle Techniken bitte gezielt und in Maßen ein. Sie dürfen keinesfalls vom Inhalt ablenken, sondern sollen ihn veranschaulichen. Arbeiten sie mit Hifsmitteln - achten sie auf die Schriftgrößen OVerhead, Tafel, Pinnwand, Flipchart, Überschriften, Farben, Bilder, Gegenstände, Symbole, Modelle, Metaplankarten, Video, Film, PowerPoint Verbal variieren sie Lautstärke Betonung Sprechtempo Pausentechnik Nonverbal achten sie auf stimmige Gestik Mimik Körpersprache
- Ablauf / Struktur Eröffnung 10 - 15% Hauptteil 75 - 85% Schluss 5 - 10% Diskussion? Dauer festlegen!
- Ablauf / Struktur Eröffnung Begrüßung Vorstellung Einführung Aktuelles, Interessantes, ungewöhnliche Fragestellung, Zitat, Witz, Überraschung, Erlebnis, ... Ausgangslage Thema, Anlass, ZIel der Veranstaltung Fahrplan OrientierungHauptgliederungspunkte (mit Präsentatoren)zeitlicher Ablauf, Verpflegungsplan, UnterlagenTeinehmer aufs Thema einstimmen durch zb Fragen stellen, persönliche Beroffenheit, persönlichen Nutzen zeigen, eventuell ein wenig provozieren
- Ablauf / Struktur Hauptteil Systematische Darstellung des Themas - Fakten, Argumente, Nutzen Gliederung in Haupt- und Unterpunkte logischer, nachvollziehbarer Aufbau Aufmerksamkeit hochhaltenFragen stellenAbwechslung in den MedienPausen einlegenevtl. mehrere Präsentatorenevtl. vorbereitete Visualisierungen ergänzen
- Ablauf / Struktur Schluss Rückzug zur Ausgangslage Kernpunkte der Präsentation noch einmal definieren - Fakten, Argumente, Nutzen Zusammenfassung der wesentlichen Inhalte Aufforderung zum Handeln Vereinbarungen treffen Handouts ausgeben
- Ablauf / Struktur Diskussion Eröffnungsfrage vorbereiten Meinungen der Teilnehmer einholen welche Aussagen könnten (von wem) komen evtl. Pro/Kontra-Argumente sammeln evtl anderer Dikussionsleiter (dann vorstellen) Diskussionsleiter legt das Ziel fest gibt den Zeitrahmen vor koordiniert Wortmeldungen sorgt dafür, dass auch zurückhaltende Teilnehmer zu Wort kommen klärt Missverständnisse versachlicht verbale Angriffe fasst Ergebnisse zusammen schließt Diskussion ab
- Exkurs : Rhetorische Hilfsmittel BeispieleSchaffen Klarheit, indem sie an Bekanntes erinnern und als Brücke der Verständigung dienen können VergleicheVeranschaulichen v.a. Zahlen, Daten und manchmal auch Begriffe.Der Kongo ist etwa sechseinhalb Mal so groß wie Deutschland, hat aber ein Viertel weniger EinwohnerFußball ist wie Schach, nur ohne Würfel (Lukas Podolsi) Bilder / MetaphernSprache ist BildspracheGlut für Leidenschaf - Hafen für ZufluchtMit Kanonen auf Spatzen schießenMit dem Kopf durch die Wand (Kurz-)ErzählungKleine Erlebnisberichte bringen Abwechslung und Veranschaulichung. Benutzen sie die Präsens.Es liegt zwei Jahre zurück. Ich komme aus dem Kino und treffe einen alten Freund WiederholungenRufen in Erinerung, vertiefen Aussagen, sorgen für Eindringlihkeit.- Wörtliche WiederholungI have a dream...i have a dream....- variierte Wiederholunges wäre schön, wenn. ..es wäre sehr schön, wenn- Teilwiederholungich behaupte erstens....ich behaupte zweitens- erweiterte Wiederholungwir Älteren die diese Zeit miterlebt haben, ganz bewusst miterlebt haben.... Verdeutlichungist eine Sonderform der Wiederholungich habe Herrn Maier gebeten, die Pläne zu suchen - nein, ich habe ihn nicht nur gebeten, ich habe es ihm dringend ans Herz gelegt, eigentlich habe ich ihn sehr deutlich dazu aufgefordert, die Sachen endlich ranzuschaffen. Ausrufist besonders geeignet in der Meinungsrede, ist kurz und prägnant und wendet sich eindringlich an die Zuhörer Denken wir daran! So etwas dürften wir nicht durchgehen lassen ! Auf gar keinen Fall ZitatWürzt jeden Vortrag und eignet sich ganz besonders für Einleitungen und Schlüsse- Wer den Hafen nicht kennt, für den sind alle WInde ungünstig (Seneca) SteigerungVerstärkt und setzt Druck hinter eine Aussage- Boss, am besten sollte das noch heute geschehen. Geben sie mir jetzt gleich eine Vollmacht, damit ich handeln kann Scheinwiderspruchweniger ist mehr - die einsame Masse - der war doch zu Lebzeiten schon tot Scheinfrage / Rethorische FrageErwartet keine Antwort. Sie soll nur anregen bzw. stumme Bestätigung erheischenich frage sie: brauchen wir das wirklich?welche Schlüsse ziehen wir daraus ? - Erstens...Können wir denn zustimmen oder nicht ? - ich sage...
- Exkurs: nonverbale Aspekte Gestik, Mimik, Körperhaltungsollen verbale Aussagen unterstreichen, betonen und dadurch verstärken Blickkontaktzu Allen Teilnehmern Laufwegwohl dosiert und zum richtigen Zeitpunkt eingesetzt, steigert es die Aufmerksamkeit der Zuhörer, wenn Sie auf das Publikum zugehen. Außerdem wirkt das sehr souverän Hilfsmittel / Medienmüssen zur Präsentation passen und gehören so platziert, dass alle Zuhörer einen ungehinderten Blick darauf haben und Sie als Präsentator nicht über Kabel stolpern - peinlich, peinlich
- Exkurs: Gestaltungselemente TextLesbarkeit, Druckbuchstaben, gemischte Schreibweise, einfach, gegliedert, KISS, Farbe/SKizzen, GrößeGröße / SymboleSTOP-Zeichen, Smiley, Daumen hochFarben und FormenFarben und Formen transportieren Bedeutungen. Mit ihnen lassen sich... Informationen hervorheben Zusammenhänge verdeutlichen Querverweise herstellen Darstellungen verbinden Diagramme Liste / Tabelle: Auflistung, Vergleich, Zuordnung Kurven: Entwicklung, Ablauf - Kosten, Umsatz Säulen / Balken: Größen, Entwicklungen, Vergleiche Kreis- oder Tortendiagramm: Alles, Anteile Organigramm: Strukturen, Abläufe, Organisationen, Produkte, Prozesse Ablaufdiagramm: Projektmanagement - Pfeile, Symbole