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Allgemeine Psychologie C (Subject) / Aufmerksamkeit I (Lesson)
Selektive Aufmerksamkeit
Geteilte Aufmerksamkeit
Automatische Verarbeitung
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- Selektive Aufmerksamkeit: Flaschenhals-Metapher Es gelangen sämtlich Reize / Informationen in das Gehirn, doch der Kanal verengt sich, sodass nicht die ganze Information ins Bewusstsein dringt sondern nur die "beachteten", verhaltenswirksamen Reize Verengung des Kanals wird mit einem Flaschenhals verglichen. Fragen die sich Menschen stellen die das interessiert: Wo ist der Flaschenhals? Frühe oder späte Selektion?
- Auditive Modalität: Dichotisches Hören Auditive Paradigma waren damals angesagt, weil keine Computer Cherry (1953) Dichotisches Hören Paradigma Probanden bekommen einen Kopfhörer aufgesetzt, wobei sie auf beiden Ohren unterschiedliche Bänder vorgespielt bekommen Probanden sollten nur das rechte Ohr beschatten Wie wird die Information vom unbeschatteten Ohr aufgenommen? Ergebnis Unbemerkt blieb Inhalt Wechsel von Englisch zu Deutsch ob Band vor- oder rückwärts lief Bemerkt wurde fast immer das Geschlecht des Sprechers Wechsel von Stimme zu Ton (400 Hz)
- Auditive Modalität: Dichotisches Hören Weitere Befunde Neville Moray (1959) es wurde 35 mal das gleiche Wort im unbeschatteten Ohr präsentiert Wiedererkennungsleistung: 0% Diana Deutsch (1986) es wurden auf beiden Ohren unterschiedliche Melodien präsentiert Beschattung eines Ohres erfolgte durch mitsingen Unbeschattete Melodie wurde nicht erkannt
- Auditive Modalität: Split-Span-Technik von Broadbent Broadbent (1954) Probanden bekamen auf beiden Ohren Zahlenfolgen vorgespielt Nach der Präsentation sollten die Probanden möglichst alle Ziffern aufschreiben, die Reihenfolge war dabei egal Ergebnis Die Ziffern wurden bevorzugt nach Ohr und nicht nach Darbietungspaaren (Paar im Sinne von linkes Ohr + rechtes Ohr zum Zeitpunkt t) wiedergegeben Was die Aufmerksamkeit lenkt ist die Herkunft der Reize, nicht die zeitliche ReihenfolgeFilterung aufgrund von physischen Merkmalen
- Theorie der frühen Filterung von Broadbent (1958) Early-selection theory Basiert auf den Befunden zum dichotischen Hören Informationsselektion findet auf der Basis physikalischer Reizmerkmale statt (Ort, Frequenz, ect.) Die Verarbeitung von physikaischen Reizmerkmalen findet wiederrum sehr früh statt Brodbent schloss daraus, das auch ein selektiver Filter sehr früh in der Verarbeitung ins Spiel kommt, quasi kurz nach der Sinneswahrnehmung
- Auditive Modalität: Elektrophysiologische Evidenz für eine frühe Wirkung von auditiver Aufmerksamkeit P1erstes positives Signal das man feststellen konnte (andere davor hat man erst später entdeckt) N1 folgt dem P1 Probanden bekommen häufig Standardtöne präsentiert und selten abweichende Töne(links: 1500 Hz / 1560 Hz, rechts: 800Hz / 840 Hz) In jeweils der Hälfte der Versuchsblöcke sollen die Probanden die abweichenden Töne auf dem linken bzw. rechtem Ohr zählen ErgebnisN1 Komponente war für Standardtöne höher, wenn diese auf dem beachteten Ohr dargeboten wurden
- Elektrophysiologische Evidenz für eine frühe Wirkung von auditiver Aufmerksamkeit: Wiederholung mit besseren Methoden Woldorff, Hillyard (1991) Replikation des N1 Effektes Evidenz, dass bereits Komponten mit einer Latenz im Bereich von 20-50ms durch Aufmerksamkeit moduliert werden ⇒ Ergebnisse zeigen, dass Aufmerksamkeit prinzipiell sehr früh wirken kann. Das heißt jedoch nicht, dass eine (vollständige) Filterung immer sehr früh stattfindet
- Selektive Aufmerksamkeit Evidenz gegen frühe Filterung: Alternativ Erklärungen AlternativerklärungVerarbeitung der nichtbeschatteten Information, aber ineffektive Speicherung / Abruf der Information Indirekte VerfahrenProbanden werden nicht mehr befragt, sondern aus dem Verhalten wird auf die Verarbeitungstiefe der unbeschatteten Information geschlossen
- Selektive Aufmerksamkeit Evidenz gegen frühe Filterung: Psychogalvanische Reaktion Corteen, & Wood (1972) Städtenamen wurden mit mildem jedoch unangenehmen Schock konditioniert Konditioniert Städtenamen wurdem in nichtbeschattete Information eingespielt Ergebnisse Psychogalvanische Reaktion für 38% der Städtenamen 23% bei anderen Städtenamen 10% für Substantive Replikationsstudien konnten dies jedoch nicht eindeutig bestätigen
- Selektive Aufmerksamkeit Evidenz gegen eine frühe Filterung: Cocktailparty-Phänomen Moray (1959)Beruht auf der Alltagserfahrung, dass man sich auf ein Gespräch konzentrieren kann und trotzdem hört wenn am Nachbartisch der eigene Name fällt Experiment Manipulation der Information auf dem unbeschatteten Ohr Fall A: "You may stop now" Fall B: "John Smith (Name VP) you may stop now" Ergebnisse In Fall A befolgten 6% die Aufforderung in Fall B waren es 33%
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- Selektive Aufmerksamkeit der auditiven Modalität Evidenz gegen eine frühe Filterung: "breakthrough of the unattended" Treisman (1960) Das rechte Ohr soll beschattet werden Rechtes Ohr: ...I saw the girl / song was wishing..." Linkes Ohr: ... me that bird / jumping in the street..." Ergebnisin ca. 30% traten Intrusionsfehler (irrtürmliche Erinnerungen) auf"I saw the girl jumping wishing..."Unbeachtete Information schafft es also ins Bewusstsein InterpretationOffenbar keine vollständige frühe Filterung ⇒ Attenuation Model (Dämpfungstheorie)
- Selektive Aufmerksamkeit der auditiven Modalität Dämpfungstheorie von Anne Treisman (1964) In diesem Modell gibt es keine vollständige frühe Filterung, sondern nur eine Abschwächung der nicht beschatteten Information Jede lexikalische Einheit feuert sobald ihre Aktivierung eine kritische Schwelle übersteigt(feuern: Wortbedeutung gelangt ins Bewusstsein) Lexikalische Einheiten haben je nach Salienz und Auftretenshäufigkeit unterschiedliche Schwellen ⇒"wichtige" Einheiten mit niedrigen Schwellen feuern unter Umständen auch noch nach einer Abschwächung Einheiten integrieren perzeptive und semantische Evidenz (so ist zum Beispiel Bahnung möglich)
- Selektive Aufmerksamkeit anhand der auditiven Modalität Theorie der späten Selektion Deutsch & Deutsch (1963) Vollständige und parallele Analyse aller Eingangsreize Späte Filterung, d.h. Informationsselektion erflogt nicht kurz nach dem Input aus den Sinnesmodalitäten, sondern kurz vor der Reaktion Selektion erfolgt aufgrund der Relevanz einer Information für die derzeitige Aufgabe Evidenz: z.B. Moray (1959)
- Selektive Aufmerksamkeit der auditiven Modalität Frühe oder späte Selektion? Die Theoretische Kontroverse ging unentschieden aus Möglichkeit 1:Je später die Selektion, desto mehr Verarbeitungskapazitäten werden benötigt. Die Selektion erfolgt so früh wie möglich um Ressourcen zu sparen Möglichkeit 2:Je geringer die Anforderungen für die Auswahl des Zielreizes sind, desto später erfolgt die Selektion. Das soll heißen je einfacher relevante von irrelevanter Information trennbar ist ⇒ Ort der Selektion ist flexibel und von spezifischen Aufgabeanforderungen abhängig. Somit gibt es keine allgemeingültige Antwort auf die Frage "früh oder spät?"
- Selektive Aufmerksamkeit der visuellen Modalität: Visuelle Beschattungsaufgabe: Selektives Lesen Neisser (1967) Neisser mixte zwei Sätze und kennzeichnete die zugehörigkeit mittels Farben. Die Probanden sollten nun nur den roten Text so schnell wie möglich lesen. Ergebnis:Die Probanden konnten den Inhalt des anderen Satzes nie wiedergeben Kritik Ist dies wirklich eine visuelle Beschattungsaufgabe? Die Auflösung außerhalb der Fovea ist so schlecht, dass die Worte um den fixierten Bereich herum gar nicht zu lesen sind
- Selektive Aufmerksamkeit der visuellen Modalität Visuelle Beschattung: Überlagert Videos Neisser, & Becklen (1975) Probanden wurdenn drie verscheidene Szenen abwechseln gezeigt Szene A: Zwei Menschen beim Klatschhandspiel Szene B: Drei Männer beim Ballspiel Szene C: Überlagerung aus A und B Probanden sollten nun entweder die Handpositionswechsel zählen oder die Ballpässe Ergebnis Probanden hatten kein Problem in den überlagerten Szenen ihre Aufmerksamkeit auf die für sie relevante Szene zu richten. Die Entdeckungsleistung blieb mit der Einzelbedingung identisch Nur einer von 24 Probanden bemerkte jedoch, dass in der unbeachteten Szene manchmal komische Sachen passierten, z.B. spielten die Spieler mal ohne Ball, ein Spieler wurde durch eine Frau ersetzt, die Hände spielten nicht mehr sondern begrüßten sich usw.
- Selektiev Aufmerksamkeit anhand der visuellen Modalität Change Blindness Change Blindness "Professor" Experiment 1 Ein Mann sprach 15 Passanten auf der Straße an und fragte nach dem Weg Inmitten der Konversation wechselte der Mann mit einem anderen Nur 7 von 15 Passanten bemerkten den Wechsel Diese waren alle in der gleichen Altersgruppe, die "Nicht-Bemerker" waren älter ingroup vs. outgroup Phänomen? Experiment 2 Experimentatoren verkleideten sich diesmal als Bauarbeiter Nur Passanten derselben Altersgruppe wurden gefragt Diesmal bemerkten nur 4 von 12 den Wechsel
- Selektive Aufmerksamkeit anhand der visuellen Modalität Überlagerte Bilder Rock & Gutman (1981) Probanden wurden zwei überlagerte Figuren gezeigt, eine rot und eine durchsichtig Aufgabe der Probanden: Ästhetische Beurteilung der roten Figuren Nach 10 Paaren folgte ein überraschender Gedächtnistest, bekannte und unbekannte Figuren mussten klassifiziert werden Ergebnis Nahezu perfekte Leistung bei den roten Reizen Leistung für die irrelevanten Reize auf Zufallsniveau⇒ frühe Filterung der frühen Information?
- Selektive Aufmerksamkeit anhand der visuellen Modalität Negatives Priming Tipper (1985) Reize bestanden aus zwei überlagerten Zeichnungen, eine in rot, die andere in grün Probanden bekamen zunächst einen Prime dargeboten und anschließend einen Zielreiz. Der Zielreiz konnte entweder... Attended Repetition: rote Zeichung in Prime und in Zielreiz sind identisch Control: beide Zeichnungen in Prime und Zielreiz sind nicht identisch Ignored Repetition: grüne Zeichnung aus dem Prime ist mit roter Zeichung des Zielreizes identsich Ergebnis: RTAttended Repetition < RTcontrol < RTIgnored Repetition Ergebnismuster bleibt gleich, wenn der Prime ganz kurz dargeboten wurde (VP konnten ihn nicht sehen) Wichtigste Erklärungsansätze Inhibitionsmodell: Distraktoren werden aktiv inhibiert, persistierende Inhibition erhöht die RT für Ignored-Repetition-Probes Episodischer Gedächtnisabruf: Distraktoren werden mit "nicht reagieren" Labels markiert ⇒ Konflikt von "nicht reagieren" und "reagieren" Information erhöht die RT für Ignored-Repetition-Probes
- Selektive Aufmerksamkeit anhand der visuellen Modalität Attentional Blink ("Zwinkern der Aufmerksamkeit") Präsentation von sehr schnell aufeinanderfolgenden Zielreizen an der selben Position(Rapid Serial Visual Presentation) Zielreize sind farblich markiert und sollen berichtet werden Wichtigste Manipulationen: Anzahl der Distraktoren zwischen Ziel1 und Ziel2 Experimentalbedingung: Berichte Ziel1 und Ziel2 Kontrollbedingung: Berichte nur Ziel2 Ergebnismuster Folgt Ziel2 an den Positionen 2-5 so bricht die korrekte bennung von Ziel2 stark ein Passiert nur in der Experimentalbedingung Wird häufig mit der begrenzten Verarbeitungskapazität und einem "Flaschenhals" bei der Identifikation bzw. Gedächtniskonsolidierung erklärt
- Selektive Aufmerksamkeit anhand der visuellen Modalität Ortsbasierte Aufmerksamkeit: Hinweisparadigma Cueing paradigm, Posner-Paradigma Fixationskreuz, anschließend ein mittiger Hinweisweisreiz in Form eines Pfeils Der Pfeil zeigt in 80% in die Richtung, in der später der Zielreiz erscheint In 20% der Fälle ist die angebene Richtung invalide Kontrollbedingung: kein Pfeil Durchgänge mit Augenbewegung wurden ausgeschlossen Ergebnisse RT verringert sich mit zunehmender Vorhersagbarkeit des Position, was als Hinweisreizeffekt bezeichnet wird verdeckte Auslenkung der Aufmerksamkeit ohne offene Augenbewegung Ergebnismuster bleibt gleich für Wahlreaktionszeitaufgaben
- Selektive Aufmerksamkeit anhand der visuellen Modalität Ortsbasierte Aufmerksamkeit: Hinweisreizparadigma Unterscheidung zwischen zentraler und peripherer Hinweisreize Zentrale (symbolische) Hinweisreize Hinweisreiz erscheint in der Mitte des Bildschirms und nicht in an dem Ort, an dem später der Zielreiz erscheint. Er gibt so nur einen Hinweis auf die Richtung Periphere Hinweisreize Hinweisreize erscheinen genau an den Orten, an dem später auch die Zielreize erscheinen Sie geben also nicht nur eine Richtung vor, sondern den exakten Ort
- Selektive Aufmerksamkeit anhand der visuellen Modalität Mechanismen der ortsbasierten Aufmerksamkeitsausrichtung Auslenkung der Aufmerksamkeit erfolgt.... bei zentralen Hinweisreizen: endogen (= von Innen gesteuert), intentional, willentlich bei peripheren Hinweisreizen: exogen, reizgetriggert, reflexartig Funktionsweise der Aufmerksamkeit bei zentralen Hinweisreizen: kontrolliert "top-down" bei peripheren Hinweisreizen: überwiegend automatisch, "bottom-up" Latenz ( = Zeit die der Reiz dargeboten werden muss, damit er wirkt) bei zentralen Hinweisreizen: lang (> 200ms) bei peripheren Hinweisreizen: kurz ( ca 50 ms) Aktivationsdauer bei zentralen Hinweisreizen: lang (> 500ms) bei peripheren Hinweisreizen: kurz (50 - 200ms) Durch nicht Informative Information auslösbar? bei zentralen Hinweisreizen: nein bei peripheren Hinweisreizen: ja Umkodierbar? (z.B. wenn háufig invalide) bei zentralen Hinweisreizen: ja bei peripheren Hinweisreizen: nein ⇒ zwei komplementäre Systeme(ist experimentell sehr gut belegt)
- Selektive Aufmerksamkeit anhand der visuellen Modalität Hinweisreizparadigma: Lichtkegel-Metapher Erkenntnisse aus dem Hinweisreizparadigma führten zur Lichtkegel-Metapher Aufmerksamkeit funktioniert wie ein bewegbarer Lichtkegel (moving spotlight) Reize, die an einem beleuchteten Ort erscheinen haben einen Verarbeitungsvorteil Kontroverse Annahmen Durchmesser des Lichtkehels ist konstant Verlagerung des Lichtkegels erfolgt kontinuierlich Laut Posner wird dieser Lichtkegel durch drei separate Mechanismen gesteuert Disengage (Ablösung vom Ursprungsort) Move (Verlagerung) Engage (Anbindung an neuen Ort)
- Selektive Aufmerksamkeit anhand der visuellen Modalität: Ortsbasierte Aufmerksamkeit: Flankierreizparadigma (Eriksen flanker task) Eriksen & Eriksen (1974) es soll auf einen zentralen Buchstaben reagiert werden, der auf beiden Seiten von 3 Buchstaben flankiert wird H, K → linke TasteS, C → rechte Taste andere Buchstaben haben keine Reaktion Wichtigste Manipulation Reaktionskompatibilität von Zielreiz und Flankierreizen räumlicher Abstand zwischen Zielreiz und Distraktoren Ergebnisse Interferenzwirkung der Flanker Flankierreiz-Kompabilitäts-Effekt Reaktionskonflikt zwischen Zielreiz und Distraktoren (späte Selektion) Effekt nimmt ab, wenn der räumlcihe Abstand zwischen Zielreiz und Distraktoren sich vergrößert
- Selektive Aufmerksamkeit anhand der visuellen Modalität Ortsbasierte Aufmerksamkeit: Flankierreizparadigma Gummilinsen-Metapher Nachfolgende Studien manipulierten die Vorhersagbarkeit des Zielreizes und die Anzahl der möglichen Zielreize Falls der Ort das Zielreizes nicht vorhersagbar ist, so verringern Hinweisreize den Flankier-Reiz-Effekt Das hängt auch vom zeitlcihen Abstand des Hinweisreizes und des Zielreizes ab Bei hoher kognitiver Belastung vermindert sich der Effekt→ Gummilinse wird durch fehlende Ressourcen kleiner und die Flankierreize dringen nicht mehr ins Bewusstsein Aufmerksamkeit kann entweder auf einen kleinen Bereich mit hoher Auflösung fokussiert werden oder aber auf einen größeren. Dann jedoch mit verringerter Auflösung Alternativerklärung zur Lichtkegel-Metapher oder Gummilinsen-Metapher sind Gradientenmodelle
- Beispielhaftes Paradigma zur Untersuchung der ortsbasierten Aufmerksamkeitslenkung mit EKPs (Ereigniskorrelierte Potenziale) Ablauf Darbietung einer Abfolge von Balken links und rechts Probanden sollen entweder auf die Balken links oder rechts achten und dabei aber immer zentral fixieren Reagieren wenn ein leicht abweichender Balken erscheint, was selteen geschieht Ergebnisse für Reize im linken Gesichtsfeld P1, N1 und P2 Komponenten werden durch die Aufmerksamkeitslenkung moduliert Ergebnisse von Gonzales (1994) Es konnte die C1 Komponente abgeleitet werden, die aus dem V1 stammt Die C1 Komponente wurde nicht durch die Aufmerksamkeit moduliert Selektive Aufmerksamkeit wird also frühesten nach dem V1 Bereich (in extrastriären Arealen)
- Ortsbasierte Aufmerksamkeit: Beispielhafte entwicklungspsychologische Untersuchung Farroni et. al (2000) Probanden: Babys im Alter zwischen vier bis fünf Monaten Zielreize: Fische, Hunde, Enten... Es wird ein Gesicht gezeigt, dass zunächst die Augen geschlossen hat, dann nach vorne schaut und anschließend nach rechts oder links blickt AV: Reaktionszeit bis die Kinder auf den Zielreiz blicken Ergebnisse RTkongruent = 372ms < RTinkongruent = 412 ms Blickrichtungen können also schon bei Kleinkindern die Aufmerksamkeit auslenken Neuere Studien finden ähnliche Effekte schon bei Neugeborenen im Alter von wenigen Tagen Blickrichtung / Augenbewegung als automatisch wirkender sozialer Hinweisreiz vermutlich ist es weniger die Blickrichtung als überhaupt eine Bewegung