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Ernährungsphysiologie (Subject) / Hunger und Durst vollständig (Lesson)

Fragenkatalog 3

This lesson was created by BryoniaHSNR.

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  • 73. Wie werden Durst, Hunger, Appetit oder Sättigung definiert Generell alles kein spez. Sinnesorgan/Körperstruktur sondern allgemein Befinden Durst:o Das Verlangen nach Flüssigkeit Hunger:o Ein eher unbehagliches schmerzhaftes Verlangen, das zur Aufnahme von Nahrung motivierto Meist nicht auf spezifische Lebensmittel ausgerichtet Appetit:o Eine lustvolle Motivation zu esseno Häufig auf bestimmte Nahrungsmittel ausgerichtetSättigung: o Vorgänge, die den Organismus zur Beendigung einer Mahlzeit anhalten
  • 74. Wodurch wird das Hunger- bzw. das Sättigungsgefühl ausgelöst und wie nennt man ihr metabolisches Gleichgewicht? Hömostatischer Trieb, Körper ist bestrebt langfristig ein metabolisches (Homöostase) Gleichgewicht zu ermöglichen. Steuerung durch vielfältige physiologische und biochemische Prozesse.
  • 75.Welche Folgen hat chronischer Hunger auf den Organismus? -Ämie (sämtliche Mangelerscheinungen) -Nierenschäden -Substanzverlust, zuerst des Körpergewebes (Fettgewebe) und dann des Drüsengewebes (Skelettmuskulatur, Haut-, Nieren-, Lungen und Knochengewebe)
  • 76. In welcher Gehirnregion erfolgt die Regulierung des Hunger und Sättigungsgefühls? Hypothalamus, Hirnstamm und das limische System
  • 77. Wodurch wird auf der Ebene des Zellstoffwechsels das Hunger-Sättigungs- Gefühl reguliert? Durch biochemische Signale von Enzymen, Hormonen (Cholecystokinin) und vorhandenen Nährstoffen
  • 78. Welchen Beitrag leistet der Magen zur Steuerung des Hunger- und Sättigungsgefühls und wie geschieht dies? Mechanorezeptoren (der Magenwand) reagieren auf den Füllstand des Magens: Leerkontraktion -> Hunger, Dehnungs- und Streckrezeptoren Reizung -> Sättigung
  • 79. Welche Rolle spielt das limbische System im Gehirn am Hunger- und Sättigungsmechanismus? limbisches System besteht aus Hypocampus (Erinnerungen) und Amygdala (Emotionen und Gefühle) Steuerung aller Verhaltens- und Denkprozesse (Emotionen und Gefühle)
  • 80. Erläutern Sie den Zusammenhang zwischen Magenfüllung und Hunger! (Frage 78)
  • 81. Wie erfolgt die Regulierung des Hungergefühls durch den Blutzuckerspiegel? Absinken Blutglucosespiegel unter Soll-Wert : Hunger Heransteigen über Soll-Wert : Sättigung
  • 82. Was geschieht infolge einer Erhöhung der Körpertemperatur bezüglich des Hunger-Sättigungsgefühls? Erhöte Temperatur zb. Fieber durch Infekt führt zu einer Einstellung derSättigung, da der Körper die vorhandene Energie zur Erregerbekämpfung benötigt und nicht für den Stoffwechsel verbrauchen kann.
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  • 83. Nennen Sie das Ernährungsverhalten und den Ernährungszustand beeinflussende Faktoren! Altersbedingteveränderungen, Ernährungsverhalten(einseitig, vegan, vegetarisch...), Mahlzeiten-Rhytmus, Krankheits-/Medikamenteneinfluss, ernährungsphysiologische körperliche Beeinträchtigung (Entzündung des Mundraums), geistige Psyche, sozioökonomische Faktoren
  • 84. Nennen Sie mindesten drei soziale und psychische Faktoren für das Hungergefühl! konditionierte Nahrungsaufnahme, Gesellschaft, individuelle Erfahrungen und Dispositionen, Mahlzeiten-Rhytmus, Ernährungsgewohnheiten, appetitanregende Speisen, Farben und Gerüche, Emotionen
  • 85. Wie kann der Sättigungsgrad beeinflusst werden? Medikamente, ballaststoffreiche Ernährung, Peptidhormone
  • 86. Welches Organ erleidet den größten Gewichtsverlust bei längerfristigem Hungern? 40% verlust des Lebergewichts
  • 87. Aus welchen Substraten baut die Leber kontinuierlich Glucose auf und wie nennt man diesen Vorgang? Gluconeogenese aus Pyruvat, Oxalacetat und Glyceron-3-Phosphat
  • 88. Welchen Einfluss hat eine Unterernährung auf das Gehirn? unterernährte 1-2 jährige Kinder: inreperable Schäden schlechtere Gehirnausbildung (bis zu 60% unterhalb des Normalsmaß)
  • 89. Was geschieht, wenn dem Organismus keine Nahrung zugeführt wird? Anpassung an den Hungerstoffwechsel: 1. Reduktion des Umsatzes : Absenkung von Körpertemperatur, Herzleisting und Muskeltonus 2. Deckung des gedrosselten Energiebedarfs, Sicherstellung der Verfügbarkeit von Glucose durch Abbau von Kohlenhydratenvorräten, Depofetten und Einschmelzung von lebenswichtigem Körpereiweiß
  • 90. Woraus bezieht der Organismus dann seinen Energiebedarf? Gluconeogenese, bei länger anhaltendem Hunger Ketose. (Abbau von Fettsäuren)
  • 91. Nennen Sie einige mögliche Folgen der Mangelernährung auf die Organfunktionen! Gewichtsabnahme aller Organe (Gehirn langsamer) Niere: verringerte Na+-Clearance, Polyurie, metabol. Azidose Herz: Bradykardie, Abnahme Herzminutenvolumen/Schlagvolumen Lunge: Pneumonie, Abnahme Vitalkapazität & max. Atemzugvolumen Leber: Leberinsuffizienz Hämatolog. System: Änamie GI-Trakt: hohe Gewichtsabnahme,  verminderte enzymat. Aktivität, eingeschränkte Motilität, bakt. Fehlbesiedlung, Maldigestion und Malabsorption Gehirn: neurolog. & kog. Störungen
  • 92. Ist die folgende Aussage richtig: Eine Mangelernährung hat eine erhöhte Morbidität zur Folge keine erhöhte Mortalität? Erläutern Sie in diesem Zusammenhang die Begriffe Mortalität und Morbidität. Mortalität: Sterblichkeitsrisiko Morbilität: Erkrankungsrisiko Aussage Falsch! Denn eine Mangelernährung schränkt jegliche Körperfunktionen stark ein und  führt zu einer erhöhten Morbilität aber im Extremfall auch zur erhöhte Mortalität.
  • 93. Beim Hungern und Fasten entstehen Ketonkörper. Erläutern Sie warum und woraus Ketonkörper gebildet werden und welchen Einfluss diese auf den pH- Wert des Blutes haben. Glucosemangel führt zum Abbau von FS -> Ketonkörper entstehen in der Leber, der pH-Wert des Blutes nimmt ab.
  • 94. Welche Erkrankung kennen Sie bei der ebenfalls Ketonkörper entstehen? Hungerstoffwechsel, Diabetes, Alkoholismus, Stoffwechselerkrankungen
  • 95. Was geschieht durch die Anflutung von Ketonkörpern bezüglich des pH-Wert des Blutes? Der pH-Wert sinkt ab
  • 96. Bei welchem pH-Wert besteht eine Gefährdung für den Organismus? pH-Wert >7,5 pH-Wert < 7,0
  • 97. Welches wichtige diagnostische Zeichen kennen Sie, welches auf eine sogenannte Ketoazidose hinweist? Hohe Ketonkörperkonzentration im Blut, Urin, Atemluft. Charakteristischer "Nagellack-Geruch"
  • 98. Wie häufig sollte das Gewicht eines älteren Menschen im Krankenhaus und wie häufig im Pflegeheim im Normalfall erhoben werden? Im Krankenhaus wöchentlich, im Pflegeheim monatlich
  • 99. Was sagt der Gewichtsverlauf bei älteren Menschen aus? Gewichtsverlauf = wichtiger Indikator für Ernährungsrisiko
  • 100. Wie hoch muss der Flüssigkeitsverlust in unserem Organismus sein, um ein Durstgefühl entstehen zu lassen? > 0,5% des kg -> Durst
  • 101. Über welche Organe erfolgt der physiologische Wasserverlust unseres Körpers? Lunge: (Wasserdampf) Haut (Schweiß) Darm (Fäzes) Niere (Urin)
  • 102. Welche Folge hat die Abnahme des Wassergehaltes auf den osmotischen Druck im Extra- und Intrazellulärraum und wie macht er sich normalerweise bemerkbar? Abnahme Wassergehalt führt zu einem steigenden osmot. Druck, Es kommt zu einer Wasserverschiebung zwischen den Zellen und der Umgebung. Das Zellvolumen nimmt ab (Zellen schrumpfen)
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  • 103. Nennen Sie Erkrankungen, welche zu Flüssigkeitsverlusten über den Darm führen! Diarrhö, Nierenversagen, Erbrechen, Diabetes, bakt. Infektion, Blutvergiftung
  • 104. Welche verschiedenen Ursachen für eine mangelnde Aufnahme von Flüssigkeit kennen Sie? Nennen Sie Beispiele kein selbstständiges Trinken vor Durstgefühl, Schädigung der Dehnungesrezeptoren der großen Venen, horm. Faktoren
  • 105. Wann kommt es zu einer gesteigerten Flüssigkeitsabgabe des menschlichen Organismus? starkes Schwitzen, langanhaltende Diarrhöe, Erbrechen, Nieren-funktionsstörung
  • 106. Kennen Sie einige Erkrankungen bei denen es zu einer vermehrten Ausscheidung von Wasser kommt? Fieber, Diarrhöe, Erbrechen,
  • 107. Nennen sie die wichtigsten Symptome, welche bei einem Volumenmangel auftreten können? Konzentrierung des Harns, allg. Leistungsverminderung, Verminderung Speichelsekretion, Kopfschmerzen, Schwindel, trockene Schleimhäute, Wadenkrämpfe
  • 108. In welcher Relation steht die intrazelluläre und die extrazelluläre Flüssigkeit und was geschieht wenn extrazelluläre Flüssigkeit verloren geht? es herrscht ein osmot. Gleichgewicht zwischen intrazell. und extrazell. Flüssigkeiten, Verlust extrazell. Flüssigkeit führt zum Ausgleich druch Wasserverschiebung von intrazell. zu extrazell.
  • 109. Was verstehen Sie unter regulatorischem Trinken? Trinken infolge eines Wasserdefizites, primäres Trinken, Notfallreaktion
  • 110. Was verstehen Sie unter nicht regulatorischem Trinken? sek. Trinken, Trinken ohne Notwendigkeit der Wasserzufuhr, übliche Flüssigkeitszufuhr
  • 111. Was geschieht mit dem Wasser welches wir trinken? Wie wird dieses aufgenommen? osmot. passive Wasserabsorption im Jejunum, Ileum und Kolon (Resorption)
  • 112. Welche Funktion hat das sogenannte antidiuretische Hormon und an welchem Organ wirkt es? Bei Wassermangel greift das ADH aus dem Hypohysenvorlappen regulierend ein -> Stärkere Wasserresorption in der Niere
  • 113. Erklären Sie den Zusammenhang zwischen Wassermangel und Wasserrückresorption in der Niere. Wassermangel führt zus gesteigerten Plasma-Osmolarität und einem erniedrigtem Vorhofdruck. Das Durstzentrum des Hypothalamus wird aktiviert und er kommt zu erhöhten ADH-Ausschüttung = erhöhte Wasserresorption der Niere
  • 114. Was geschieht bei einem Salzüberschuss im Organismus? gesteigertes Plasmavolumen führt zur Hemmung des Renin-Angiotensin-Aldosterin Mechanismus -> Verminderte Aldosteronausschüttung -> Verminderte NA+-Resorption in der Niere
  • 115. Bei welchen Erkrankungen tritt ein Wasserüberschuss auf? Leberzirrhose, Herzinsuffiziens, Lungenerkrankungen, Niereninsuffiziens
  • 116. Nennen Sie einige wichtige Symptome beim Volumenüberschuss. schnelle Gewichtszunahme, Atemnor, Reizbarkeit, Verwirrungszustände, Reflexverlust, Muskelzucken, Muskelschwäche, Krämpfe
  • 117. Erklären Sie die Begriffe Adipsie und Polydipsie und erläutern Sie diese an Ihnen bekannte Erkrankungen. Adipsie = Zustand in dem Durstgefühl fehlt (Gastritis, Ösophagitis) Polydipsie = Zustand mit krankhaft gesteigertem Durstgefühl (Diabetes, Schilddrüsenüberfunktion)
  • 118. Welche Empfehlungen würden Sie zur Sicherung einer ausreichenden Trinkmenge einem Patienten mit auf den Weg geben? 25-30ml/kg Körpergewicht, Wenig Alkohol/kalorienreiche Geträke/Kafffe/Schwarzer Tee, antizipatorisches Trinken