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Grundlagen der Landwirtschaft (Subject) / ZuFa 31-40 (Lesson)
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- Lüftung Anforderungen:SauerstoffversorgungAbtransport der Gase (Wasserdampf, Kohlendioxid, verbrauchte Luft)Abtransport von WärmeBei größerer Tierzahl Lösung über Lüftung notwendig [Meine Interpret: muss Lüftung angepasst werden]LüftungssystemeThermische Lüftung = Schachtlüftung, Trauf- Firstlüftung - Große Luftleistung bei hohen Temperaturdifferenzen - Keine EnergiekostenVentilatoren Lüftung= Unterdrucklüftung, Überdrucklüftung, Gleichdrucklüftung
- Arten von Lagerhallen und Anforderungen Lagerhallen für:- Pflanzliche Endprodukte- Futtermittel (Silage, Heu, Bergehallen)Teilweise Wärmedämmung erforderlich, nicht nötig bei Stroh und Heu.Ziel ist verlustarme Erhaltung des Einlagerungszustandes [Also Zustand bei Einlagerung???] wasserhaltiger und folglich fäulnis- und austrocknungsgefährdeter Produkte.Lagerarten:- Loselagerung (Boxenlager)- KistenlagerungZiel: möglichst geringe Kosten für Gebäude, Belüftung, FördertechnikMaschinenhalleno Witterungsschutzo Keine Wärmedämmung notwendigo Flächenbedarf richtet sich nach Art und Anzahl der MaschinenLagerbehälter, Getreide, Gärfutter:o Silos: Speicherung von Schüttgut, in LW: Getreide, Silageo Hochsilos: 10-20m hoch, Gebläse, Befüllung von oben, Entnahme händisch oder mit Fräseo Flachsilos: Bodenplatte mit Seitenwändeno Freigärhaufen: mit oder ohne Bodenplatte, Kunststoffplane als AbdeckungFestmist, Flüssigmist, Gülle:o Festmistlager: Lagern von Festmist (Gemisch aus Kot, Harn, Einstreu) für min 6 MonateMassive ortsfeste Festmistlager: Wasserdichte BetonflächeÖrtlich veränderliche Festmistlager: Auf landwirtschaftlichen Nutzflächen, Grundwassergefährdung?o Güllelager: Für Urin und Kot, enthält etwas Wasser sowie Einstreu, Offene oder geschlossene Systeme, Güllemixer, Güllerührwerk
- Hofplanung Baurecht Baurechtliche Genehmigung wird benötigt bei:o Neubauo Nutzungsänderungo Fassadenveränderungen im Ortsverband und in StreulagenAusnahme: Instandhaltung von GebäudenLandwirtschaftliche Bauvorhaben können im Interessenskonflikt mit Umweltschutzauflagen kommen und bedürfen der Zustimmung von Behörden:o 1. Instanz Bürgermeistero 2. Instanz Gemeinderato 3. Instanz LandFolgende Behörden können ebenfalls involviert seino Straßenbauamt und Feuerwehro Agrarbezirksbehörde und Grundverkehrskommissiono Naturschutz
- Regelungsmechanismen Bio Landwirtschaft, Regelwerke - International – IFOAM International Federation of Organic Agriculture Movements- Europa – EU Bio VO- National – Ö Codex- Privat – Demeter, Bio Austria, AMA, JA Natürlich etc.
- Kennzeichnung von Bio-LW [alle oben!!!] - Begriffe ("aus biologischer Landwirtschaft" etc.)- Logo- Kontrollstellennummer- Herkunft- Privatrechtliche Zusätze möglich
- Regelung der Kontrolle von Bio-LW - 1x jährlich- Zusätzlich Risikoanalyse- An und Unangekündigt- 4 Augen Prinzip- Beratungsverbot- Zulassungsanforderungen- Kompetenzprüfung nach ISO 17065
- Zulassung und Kompetenzen – Akkreditierung [Bio LW] - Büroabläufe- Nachvollziehbarkeit und Dokumentation- Unabhängigkeit und Vertraulichkeit- Wissen und Fähigkeiten des Personals- Begleitung von Kontrollen [vielleicht sind das die Anforderungen an die Akkredierungsstelle??Oder das was akkrediert wird????]
- Privatrechtliche Ergänzungen [Bio LW] Privatrechtliche Ergänzungen- Verbände und Genossenschaften (Bio Austria, Demeter)- Marketingorganisationen (AMA, Deutsches Bio Siegel)- Verarbeitung und Handel (Alnatura, Rapunzel)- Einzelhandel (JA!, ZZU Zurück Zum Ursprung, Natur Pur)AMA BIO Siegel- 100% biologische Zutaten, Optimale Produktqualität- Möglichste Naturbelassenheit, Wenig Zusatzstoffe- Verpflichtende Labortests- Kriterien wie Geschmack, Geruch, Konsistenz, Aussehen- Umweltschonende Verpackung- Transparente Herkunft
- Österreichische Zertifizierungsstellen für Bio-LW Lacon, ABG (Austria Bio Garantie), BIOS*, SGS**, SLK***, LVA*****Biokontrollservice Österreich**Société Générale de Surveillance***??****Lebensmittel, Vertrauen, Analysen
- Vertrauen in BIO - Bio nicht direkt erkennbar, Bio ist Vertrauensgut- Prozessqualität durch Siegel kommuniziert- Herstellung wird unabhängig überprüft- Konsumentenschutz- Schutz der konform arbeitenden Akteure- Sicherung des Absatzes
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- Nicht das Anliegen der Regelung [von Bio-Regulierung] - Soziales Aspekte- Hygiene- Umweltschutz- Verpackung- Nachbarschaft
- Bedeutung Nutztierhaltung Produktionswert der LW - 6779 MIO €Produktionswert der FW – 1619 MIO €Insgesamt – 8398 MIO €
- Pro Kopf Verbrauch ausgewählter Lebensmittel in kg - Gemüse - 113- Bier - 106- Getreide - 90- Obst - 78- Fleisch - 65
- Pro Kopf Verzehr Fleisch Insgesamt 65,6kg- Rind 11,6- Geflügel 12,7- Schwein 39,1- Schaf 1,1
- Milcherzeugung Rohmilch 3,5 Mio TonnenMilchlieferleistung 3,1 Mio TonnenSelbstversorgungsgrad:- Milch 160%- Käse ca. 98% *- Butter ca. 78% * also müssen 2% importiert werden
- Selbstversorgungsgrad bei Fleisch Rindfleisch 140%Schwein 100%Geflügel 78%BestandesgrößenRinder gesamt 1,9 Millionen - Tiere/ Betrieb 32Mutterkühe 220.000Milchkühe 539.000 Tiere/Betrieb 18,5Fleckvieh 76%Braunvieh 7%Holstein 6%
- Kulturartenverteilung - 50% Acker- 27% Extensives Grünland- 21% Wirtschafts GrünlandFruchtartenverteilung- 60% Getreide- 18,2% Feldfutter- 10,7% Ölfrüchte- 5% Hackfrüchte
- Bio Anteile Bio Anteil an der Landwirtschaftlich genutzen Fläche 20%Bio Betriebe Anteil an allen Betrieben 17%Bio Anteil an ausgewählten Feldfrüchten- Linsen, Kichererbsen, Wicken 100%- Platterbsen 91,5%- Dinkel 79,7 %- Luzerne 75,5%
- Eingesetzte Futtermittel Grundfutter- Grünfutter (Weide, Silagen, Heu)- Maissilage (Konserve)Kraftfutter- Getreide, Ackerbohne, Erbse- Nebenprodukte der: Speiseölerzeugung (Raps, Sonnenblume) Müllerei (Kleien) Zuckerindustrie (Zuckerschnitzel, Melasse) Bierbrauerei (Treber) Ethanol (Schlempen)
- Laktationsleistung und Lebensleistung LaktationsleistungNahm in Österreich in den letzten 26 Jahren um ca. 50% zuLebensleistungNahm in den letzten 26 Jahren zuFleckvieh + 49%Braunvieh +23%Holstein +40%Abkalbungen nahmen ab.
- Nachhaltige Landwirtschaft Ökologisch verträgliche Form die man im engeren Sinn ewig betreiben kann.Das beweiden von bodenständigem Grasland ist die nachhaltigste Form.
- Weltweit verfügbare Landoberfläche teilt sich in: 12%Acker24% Weide31%Wald-> 33% für Pflanzenwachstum ungeeignet. [Landoberfläche -> Wasser nicht miteinbezogen]
- Broiler, Puten, Eier: [Geflügel] Broiler:Verbrauch / Kopf = 14,6 kg (Verzehr = 8,4 kg)Erzeugung: 77 MillionenSelbstversorgungsgrad 81% - sinkendErzeugerpreis 1,1€ kgPutenVerbrauch / Kopf = 5,8 kg (Verzehr = 3,7 kg)Erzeugung: 1,6 MillionenSelbstversorgungsgrad: 42% - sinkendErzeugerpreis 1,4 €/kgEier- Verbrauch / Kopf = 234 (14,3 kg)Erzeugung: 1,8 Milliarden von 1800 Betrieben mit 6,2 Millionen LegehennenSelbstversorgungsgrad: 84%Erzeugerpreis 100Stk.: 12€
- Legehennen Haltungsform 67% Bodenhaltung, 20% Freilandhaltung, 9% Bio, 4% ausgestalteter Käfig [Vertikale Integration -> die Grafik in der ZuFa = Produktion von Eiern, Bruteiern, -> Eier + Hendl + männliche Küken=Fleisch gleichzeitig]
- Leistungsprüfungen Geflügel Leistungsprüfung BroilerZunahme, Futter je Tier, Futteraufwand, Ausfälle, Gewichtszunahme KükenLeistungsprüfung LegehennenEischalen Farbe, Eizahl je Henne, Anzahl verendeter Tier, Futterverbrauch, Gesamte Eimasse
- Haltungsformen [Geflügel] Freilandhaltung- Traditionelles bäuerliches Verfahren- Alternative Haltung von Lege und Masthühnern- Bei richtiger Durchführung artgemäß- Grünlandnutzung- Image- ManagementerfordernisseBodenhaltung- Mit/Ohne Auslauf- Routineverfahren bei Broiler, häufig bei Legehennen- Bedingt Intensivierbar- Image- Management Erfordernisse!Volieren Haltung- Mit/Ohne Auslauf- Intensive Bodenhaltung- Image?!- Hohe Anforderungen an Management!- Verbreitet als Ersatz für Käfig- Entwicklung in Richtung GroßgruppenkäfigKäfighaltung- International vorherrschendes Verfahren- Über 40 Jahre optimiert- Verhalten kann nicht ausgeübt werden- Nicht Tiergerecht!- Schlechtes Image
- Futter für Geflügel Futter für BroilerMais 60%, Fett, Sojaschrott 18%, Rapsschrott, Erbsen, MaiskleberFutter für LegehennenMais 24%, Weizen 25%, Fett, Sojaschrott 14%, Sonnenblumenschrott, Erbsen, Maiskleber, Luzerne
- Qualität der Eier Äußere QualitätEinzeleimasse ("Eigewicht"): von XL >73 g bis S < 53 g.Form: Verhältnis von Länge:Breite -> Extremwerte unerwünscht (Vermarktung)Schalenfarbe: weiß/braun/bläulich. Braun in Österreich bevorzugt.Schalenstabilität: Bruchfestigkeit.Innere QualitätProduktsicherheit: Freiheit von Schadstoffen und KrankheitserregernNährwert (Vollei): 12 % Protein, 11 % Fett, hohe Eiweißwertigkeit.Frischegrad: Indikatoren sind Luftkammerhöhe, Eiklar- Konsistenz, Dotterwölbung.Sensorische Eigenschaften: Dotterfarbe, Aroma (v.a. Fehlaroma).Funktionelle Eigenschaften: küchentechnologische Eignung.Prozessqualität beeinflusst durch- Tierherkunft- Tierhaltung- Fütterung- Umweltwirkung
- Grundlagen gemäß artgerechter Tierhaltung [Rinder] Sozialverhalten: Herde-, aber Distanztiere (Gruppenhaltung)Fortbewegungsverhalten: zielorientier, beeinflusst durch Rangfaktoren, Bodenbeschaffenheit, Umfeld (freie Bewegungsmöglichkeit)Ruheverhalten: v.a. im Liegen, raumgreifender Kopfschwung (weiche, ausreichend große Liegefläche)Bevorzugung tieferer Temperaturen und hellerer PlätzePlatzbedarf beim Liegen ist Abhängig von Tierkörpermaßen und systembedingten Faktoren.Wie sich eine Kuh hinlegt- Vorderbeine ausstrecken- Karpalgelenk abwinkeln- Rumpf absenken- Hinterteil absenkenBraucht beim Hinlegen seitlich Platz, beim Aufstehen nach vorne.
- Haltungssysteme Milchkühe Anbindestall: Kurzstand, Mittellangstand/ LangstandLaufstall: Tiefstreu/Tretmiststall,LiegeboxenstallEinstreuhaltung: Tretmist- oder Tiefstreustall mit 1- oder 2-FlächenbuchtStrohlose Haltung: meist Vollspaltenboden auf BetonBei 2-Flächenbucht kann ein Teil eingestreut und ein Teil mit Spaltenboden sein.Vorteile Laufstall- Tierverhalten- Tiergesundheit- Arbeitswirtschaft- Geringe Tierverschmutzung- MechanisierungNachteile- Höherer Platzanspruch- Einzeltierkontrolle schwer- Gegenseitiges besaugen möglichAnbindehaltung von Rindern- Rinder müssen an mindestens 90 Tagen im Jahr die Möglichkeit zur freien Bewegung haben- Kälber bis zum Alter von 6 Monaten dürfen ausnahmslos nicht angebunden werden.- Vor allem kleine Betriebe im Berggebiet- Ausnahmeregelungen für Einzelfälle1 GVE = 500kgEmpfohlene Abmessung – BoxenlaufstallFressgang mind. 3,5mLaufgang mind. 3mMöglichst keine SackgassenDurchgänge nach 10-12 BoxenFunktionsbereich LiegenAnforderung: Verformbar, trittsicher, trockenEingestreute Systeme werden bevorzugtAnbindestall: AnbindevorrichtungenGrabnerkette (vertikal)GelenkhalsrahmenHorizontalanbindung (z.B. Gleitketten)Nackenrohranbindung
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- Haltungssyteme – Praxis – Rindermast Warum Alternativen zu Betonvollspalten?- Schwanzspitzennekrosen- Verlängerte Liegezeiten- Atypisches & verzögertes Aufstehen & Abliegen- Integumentveränderungen- KlauenveränderungenAlternativen: Tiefstreu 1-Flächenbucht mit/ohne AuslaufTiefstreu 2-Flächenbucht mit planbefestigtem AktivitätsbereichTiefstreu 2-Flächenbucht mit Spalten mit/ohne Auslauf
- Fleischverzehr AT ÖsterreichFleischverzehr insgesamt: 65,6 kg/pro Kopf. Schwein: 39,2 kg/Kopf