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Sedimentgeologie (Subject) / Klausur (Lesson)
Klausur
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- Nennen Sie die 3 Prozesse, die für die Klimaschwankungen im Quartär verantwortlich gemacht werden und geben Sie ihre Periodizität an. Milankovich-Zyklen: Exzentrizität (100 000 a), die Umlaufbahn der Erde um die Sonne ist eine Ellipse, sie wechselt ihre Form periodisch zwischen nahezu kreisrund und elliptisch Präzession (23 000 a), die Erde dreht sich um sich selbst und wie ein Kreisel um die schiefe Achse Obliquität (41 000 a), Winkel zwischen Vertikaler und Erdachse ändert sich
- Nennen Sie die drei wichtigsten Eisvorstöße im Quartär und ihre Reichweite. 1. Elster-Glazial Feuersteinlinie: Harz, Erfurt, Dresden, Chemnitz 2. Saale-Glazial ähnlich dem Elster-Glazial, westlich weitere Ausdehnung über Amsterdam, Niederrhein, Ruhr 3. Weichsel-Glazial nur noch in der norddeutschen Tiefebene, Hamburg, Schwerin, Lübben
- Welche waren die wichtigsten Warmzeiten und welche Sedimente wurden abgelagert? Holstein-Warmzeit: limnisch-fluviatile und marine Sande und Tone, Kieselgur Eem-Warmzeit: limnisch-fluviatile und marine Sande und Tone, TRAVERTIN, TORFE
- Sedimente der kalten und warmen Gletscher? kalte Gletscher: Grundmoräne warme Gletscher: glazifluviatile Sande und Kiese
- Welche Arten von Till gibt es? Till ist Geschiebemergel, der in der Grundmoräne unsortiert transportiert und abgelagert wird. Setztill Ablasionstill subglazialer Fließtill Abtropftill subaquatischer Till
- Sedimentationskörper im mäandrierenden Flussystem? Totarm Gleithang Uferwall Rinnensohle Dammdurchbruchsfächer
- Merkmale und Arten von Till? Till ist ein gemischtkörniges und sehr schlecht sortiertes Sediment, das von Gletschereis transportiert wird und anschließend unsortiert wieder abgelagert wird, Synonyme sind Geschiebemergel (kalkhaltig) oder Geschiebelehm (ohne Kalk). Es gibt Setztill, Abtropftill, subglazialen Fließtill, subaquatischen Fließtill, Abtropftill, Ablationstill
- Welches sind die strukturellen und hydrodynamischen Unterschiede zwischen planaren und trogförmigen Strömungrippeln? planare Strömungsrippeln: Leeblätter fallen alle in eine Richtung ein und sind gerade, produzieren planare Schrägschichtung trogförmig Strömungsrippeln: Leeblätter fallen in unterschiedliche Richtungen ein, produzieren trogförmige Schrägschichtung (Zungen- oder Wellenrippel), hohe Fließgeschwindigkeit oder geringe Wassertiefe
- fining upward KG Abnahme vom Liegenden ins Hangende
- coarsening upward KG Zunahme vom Liegenden ins Hangende
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- Verflochtenes Flusssystem Sehr flach und breit, geringes Tiefen-Breiten-Verhältnis der Rinnenform blockige Schichtabfolge, da starke Sedimentfracht sanddominiert
- Mäandrierendes Flusssystem mittleres Breiten-Tiefen-Verhältnis fining up gut ausgeprägt Sand, Silt, Ton
- Anastomosierendes Flusssystem sehr geringes Tiefen-Breiten-Verhältnis vertikale Trends eventuell undeutlich, da Sequenz von sehr feinem Material dominiert Silt, Ton
- Erläutern Sie die Ablagerungssequenzen Schwemmebene (Silt- und Tonstein, Trockenrisse, Wurzelböden, Torfablagerungen) Dammbruchablagerungen (Sand- und Siltstein, Rippeln, Wurzelspuren, flächige Geometrie) oberer Gleithang (feinkörnige Sandsteine, Rippel-Laminierung) unterer Gleithang (mittelkörnige Sandsteine, Rippel-Schrägschichtung) Rinnenbasis (Konglomerate und grobkörnige Sandsteine, Füllung der Erosionsrinne)
- 4 typische Strukturbestandteile klastischer Sedimentgesteine (Benennung und Charakterisierung) Bestandteile in klastischen Sedimentgesteinen: Quarz, Feldspat, Gesteinsfragmente, Matrix je nach Anteil der Matrix klassifiziert man in: Arenite (Sandsteine), Matrix <15% Wacken, Matrix 15-75 % Tonsteine, Matrix >75 %
- Was versteht man unter Textur bei klastischen Sedimentiten? Führen Sie 2 wichtige Parameter auf, die zur Beschreibung der Textur eines Sandsteins dienen. Art der Kornpackung Orientierung (Imbrikation, Parting lineation von Glimmerblättchen in Quarz) Kornform Korngröße und Verteilung Chemismus der Minerale
- Beispiele für microtidale Küste < 2m Lagunen Stränder "barrier islands"
- Beispiel macrotidale Küste > 4m Watt Ästuare
- Flokkulation Aggregation von Tonmineralen
- Wenn sich chemische Signale reaktiv in Ästuaren verhalten, gibt es folgende Prozesse, um Stoffe auszutauschen: Flusswasser <> Salzwasser 1. Flokkulation 2. Biodegradation 3. Biogener Entzug (Kot) 4. Adsorption
- Aufbau Küste foreshore 5-15 m lower shoreface 5-2 m shoreface (Strand)
- Gravitative Massenbewegungen in der Tiefsee? slide slump Schuttstrom (debris flow) Turbiditstrom (turbidity current)
- Was für Arten von Massentransport kennen Sie? Schuttströme Turbiditströme Körnerströme
- Erläutern Sie einen Körnerstrom und geben Sie ein Beispiel z.B. Sandrutschung an der Lee-Seite einer Düne dafür ist eine Hangneigung von min. 30° nötig Die Korndichte im unteren Bereich ist höher, dadurch wirken die Körner wie ein Sieb, die feineren Partikel fallen hindurch. Dies bewirkt eine inverse Gradierung des Sediment
- Erläutern Sie eine Turbiditstrom und nennen Sie ein Beispiel z.B. an Kontinentalhängen, submarinen Canyons und Seen Turbiditstrom/Suspensionsstrom in einer turbulent fließenden Mischung aus Wasser und Körnern verschiedener Größen, jene sind dichter als die Umgebung Die gröberen Körner lagern sich zuerst ab, gefolgt von den feineren (Bouma-Sequenz)
- Erläutern Sie einen Schuttstrom und geben Sie ein Beispiel z.B. Muren im Gebirge oder Lahare nach Vulkanausbrüchen schlammige Grundmasse reisst Felsblöcke, Steine, Bäume und Pflanzen mit sich herunter
- Wo finden Sie Alluviale Fächer? Wo Erosionsrinnen (eng, steil) plötzlich enden und in breite, flache Sedimentationsräume übergehen, an Gefälleknicks oft auch in tektonisch aktiven Gebieten sehr schlechte Sortierung durch geringe Wassertiefe und unregelmäßige Fließgeschwindigkeiten
- Was für Arten von alluvialen Fächern kennen Sie? braided fan debris flow dominated fan meandering fluvial fan
- Was hält Klasten in der Matrix? Kohäsionskräfte in der tonigen Matrix Gefangene oder entweichende Porenflüssigkeit Dispersionsdruck Auftrieb Reibung
- Was für Seentypen kennen Sie? Karstseen Glazialseen Stauseen vulkanische Hohlformen Meteorkraterseen Höhlenseen
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- Faktoren für die Erosionswirksamkeit von Wind? Windstärke Menge und Korngröße des vorhandenen Lockermaterial Vegetationsdichte
- Zwei Prozesse der Abtragung von Wind Erosion Korrasion
- Was muss für den Beginn des Transports von Sand durch den Wind gewährleistet sein? Die kritische Schubspannungsgeschwindigkeit muss überschritten werden
- Was ist Deflation? Die Ausblasung von Lockermaterial
- Was für Dünen kennen Sie? Parabeldünen Sicheldünen Längsdünen Transversaldünen
- Was sind Gletscher? Massen aus körnigem Firn- und Gletschereis, die sich vom Nährgebiet zum Zehrgebiet bewegen.
- Was ist die Gleichgewichtslinie? Der Weg von Nähr- zum Zehrgebiet
- Ablation? Prozesse zum Massenverlust eines Gletscher, sei es Abschmelzen durch Schmelzwasserproduktion oder durch Kalbem
- Gletschertypen? Inlandeis Schelfeise Eiskappen Plateaugletscher