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Labormedizin (Subject) / Mikrobiologie 2 (Lesson)
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- Welche Methode gibt es zum Nachweis von Kryptosporidien? Mikroskopischer Nachweis von Oozysten mit einer modifizierten Ziehl-Neelsen-Färbung im Stuhlausstrich. 3 Proben von verschiedenen Tagen. Ggf. ELISA oder IFT aus Stuhl.
- Wie sieht der darm bei einer Cholera bzw. bei Salmonellose aus? Sekretionstyp: Cholera ist ein nichtinvasiver Erreger. Es kommt duch das Choleratoxin zur vermehrten Sekretion im Dünndarm und zur wässrigen Diarrhö. (Cholera, Gardia lamblia, EPEC, ETEC, S.aureus, Bacillus cereus) Penetrationstyp: Salmonellen führen durch eine Penetration der Dünndarmschleimhaut zur Entzündung in der Submukosa. Meist wässrige, leicht blutige Durchfälle mit Fieber. (Salmonellen, Yersinien) Invasionstyp: Invasion in die Kolonsubmukosa mit Epithelschädigung und blutig-schleimigen Diarrhön. (Shigellen, Campylobacter jejuni, Entamoeba histolytica, C. difficilie, EIEC, EHEC.
- Besteht Meldepflicht bei Salmonellen? Nach §7 IfSG namentliche Meldung an das Gesundheitsamt bei direktem Erregernachweis. Für den behandelnden Arzt besteht ebenfalls eine namentliche Meldepflicht.
- Welches sind die internationalen Quarantäneerkrankungen nach WHO 1974? Pest, Cholera und Gelbfieber. Pocken, Fleckfieber und Rückfallfieber wurden gestrichen.
- Was sind meldepflichtige Erkrankungen? Welche Regelung gilt? Seit 2001 durch IfSG geregelt. Es werden medlepflichtige Krankheiten (§6 IfSG Arztmeldepflicht) und meldepflichtige Nachweise von Krankheitserregern (§7 IfSG Labormeldepflicht) unterschieden. Nicht namentlich meldepflichtige Erkrankungen innerhalb von 2 Wochen: HIV Lues/Syphillis Echinokokkose Plasmodien Toxoplasma gondii (nur konnatale Infektion) Namentlich meldepflichtige Erkrankungen innerhalb von 24 h: Krankheitserreger deren örtliche und zeitliche Häufung auf eine schwerwiegende Gefahr für die Allgemeinheit hinweist. z.B. B.pertussis, Darmpathogen (Campylobacter, Salmonellen, Yersinien, C.diff, Noro, Rota), Hepatitis A, B, C, D, E, Influenza, Leptospiren, L. monocytogenes, MMRV, Mycobakterien tuberkulose komplex, N. meningititidis, MRSA aus Blut/Liquor,
- Welches Desinfektionsmittel eignet sich bei Kontamination der Hand mit TBC-Sputum? 70% Isopropanol für 30 Sekunden. Händedesinfektion immer 2x durchführen. Erst nach der Desinfektion waschen.
- Sterilisation und Desinfektion? Was wird erfasst? Unterschied zwischen begrenzt viruzid und viruzid? Desinfektion: Entfernt und vermindert lebensfähige Mikroorganismen um mindestens 5 Zehnerpotenzen. Problematisch sind Bakterien- und Pilzsporen sowie unbehüllte Viren. Sterilisation: Tötet alle Mikroorganismen inklusive Sporen und Viren ab. Begrenzt viruzide Desinfektionsmittel wirken auf behüllte Viren (HIV, HBV, HCV, Herpesviren, Influenza) Viruzide Desinfektionsmittel vollständige Viruzidie. Für unbehüllte Viren erforderlich (Rota, Noro, Adeno, Hepatitis A und E)
- Welche Desinfektionsmittel gibt es? Welche Probleme bestehen bei der Desinfektion? Alkohole Biguanide Wasserstoffperoxid Jod Quartäre Ammoniumverbindungen Chlorhexidin Organische oder anorganische Substanzen mit aktivem Chlor Formaldehyd oder andere Aldehyde Laugen Perverbindungen Phenol oder Phenolderivate Seifenfehler: Kombination mit Seife kann zu einer Verminderten oder Verlust von Reinigungs- und Desinfektionswirkung führen. Eiweißfehler: Bei schlechter Vorreinigung wird Eiweiß (Blut, Eiter) koaguliert und die Mikroorganismen darin vor der Desinfektionwirkung geschützt.
- Welche Arten der Sterilisation gibt es? Zeitablauf? Druck? Gibt es Indikatoren für erfolgreiches Sterilisieren? Autoklavieren mit feuchter Hitze oder Wasserdampf: 120°C, 2Bar, 15min bzw 134°C 3 Bar 5min. (Bacillus stearothermophilus) Trockensterilisation (trockene Hitze): 180°C 30 min bzw. 200°C 10min, 160°C 3,5h. (Bacillus subtilis Sporen) Pasteurisieren: Ultrakurzerhitzen von flüssigen Lebensmitteln (Milch). 80-85°C für Sekunden UV-Strahlen: Reduktion der Keimzahl in Raumluft und Geräten. Ionisierende Strahlung (y-Strahlen): Verbandsmaterial und Nahtmaterial Filtration: Ultrafiltration von Lösungen und Medien Chemische Desinfektion: Formaldehyd oder Glutaraldehyd zur Gassterilisation. Ethylenoxid zur Gassterilisation (Einmalmaterialien, Kunststoff). (Bacillus subtilis in Blutmilieu)
- Was ist C-Müll? Wie wird er entsorgt? Abfall der unter das IfSG fällt und von dem eine Infektionsgefahr ausgeht! Erst nach Autoklavieren oder Dampfsterilisation ist eine Entsorgung über den Hausmüll zulässig.
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- In welche Kategorien wird Klinikabfall eingeteilt? Wie wird damit verfahren? A-Abfall: hausmüllähnlich -> Normale entsorgung B-Abfall: Krankenhausspezifisch (Spirtzen, Inkontinenzmaterial, Sekrete, Exkremente) -> in Durchstichbehältern gesammelt dann wie A-Abfall C-Abfall: Infektionsgefährdung mit meldepflichtigen Krankheitserregern. -> Nach Autoklavieren wie A-Abfall. D-Abfall: Überwachungsbedürftiger abfall. Chemikalien. -> Sondermüll E-Abfall: Menschliches Material (Körperteile, Gewebe, Plazenta)
- Welche Keime sind in Wasserleitungen als Hospitalismuskeime vor allem bei Intensivpatienten relevant? Pseudomonaden: 30% der nosokomialten Infektionen auf ITS. Letalität ist höher als bei anderen Infektionen, Resistenzen gegen Carbapeneme und Fluorchinolone. Acinetobacter baumanii: 5-10% der Pneumonien auf ITS. Häufig multiresistent Stenotrophomonas maltophilia: 5% der nosokomialten Pneumonien.
- Differenzierung von Acinetobacter baumanii und Nonfermentern? Oxidase positiv Biochemisch (Vitek) Massenspektrometrisch (Maldi-TOF)
- Wie können Pseudomonaden und Legionellen differenziert werden? Pseudomonas: Oxidase positiv Legionellen: Oxidase positiv oder negativ. Katalase positiv.
- Was kann gegen Wasserkontamination getan werden? Legionellen: mind. 70°C in allen Rohrleitungen, Boiler und Entnahmestelle für mind. 3 min. eine thermische Desinfektion. Chlor: max. 0,3mg Chlor pro l Trinkwasser.
- Welches sind die Problemkeime bei nosokomialen Infektionen? P. aeruginosa, Stenotrophomonas maltophilia, Acinetobacter spp. S.aureus (MRSA), Enterobakterien (ESBL/MRGN)
- Was sind die häufigsten Erreger von nosokomialen Pneumonien? Wie kommt es zur nosokomialen Pneumonie? Prädisponiernde Faktoren? Wie kommt es zur Pseudomonaspneumonie? Was ist SDD? Outcome? P. aeruginosa, Klebsiella, E.coli, Enterobacter. Prädisposition: Fehlende Magensäure, Kolonisation des Pharynx, minimale Aspiration, Schädigung der Schleimhaut und des Flimmerepithels durch Intubation, allgemeine Immunsuppression (Grunderkrankung, Medikation), Immobilisation. Pseudomonaspneumonie: Kolonisierung, Übertragung beim Waschen, Aerosolbildung, Luftbefeuchter, Beatmungsgerät. SDD = Selektive Darmdekontamination: tpische Gabe von Antibiose im oropharynx. Outcome: Weniger gramnegative Pneumonien, dafür mehr grampositive Pneumonien. Keine bessere Überlebensrate.
- Welche Infektion führt zur Erblindung? Onchozerkose, Trachom (Chlamydia trachomatis), Herpes, Endophthalmitis bei Sepsis, Gonokokken (Neugeborenenkonjunktivitis). Kontrolle der Endophthalmitis durch routinemäßige Augenspiegeung auf der Intensivstation.
- Wie ist die Übertragung der Onchozerkose? Wieveile Menschen sind von der Onchozerkose betroffen? Stich der Kriebelmücke. Weltweit 18 Mio Erkrankte.
- Legionellen: Vorkommen, Historisches, Erkrankung, Diagnostik, Therapie? Legionella pneumophilia. Obligat aerobes gramnegatives Stäbchen. Wasserkeim. Vermehrung in der Amöben. Infektionsquelle: Aeorosole beim Duschen durch besiedelte Wasserrohre. Problematisch ist Stagnationswasser <60°C und zu warme Kaltwasserleitungen die wärmer als 10°C sind. Legionärskrankheit 1976 zum ersten mal beschrieben als nach einemTreffen von Kriegsveteranen in einem Hotel zahlreiche Personen an einer Lungenentzündung erkrankten. Erkrankungen: Legionärskrankheit (Pneumonie), Pontiac Fieber (ohne Pneumonie). Diagnostik: AG-Nachweis im Urin, Kultur (10 Tage Bebrütung auf Spezialnährboden) oder PCR aus BAL/Biopsie, Serologie (nicht für Akutdiagnostik), ggf. Blutkulturen bei Fieber. Fluorchinolone oder Makrolide
- Was sind MRGN? Hygienemaßnahmen? Zusammenhang mit EHEC Kriese 2011? Laborpflicht? Multiresistente Gramnegative Keime: 3 MRGN = Resistenz gegen 3 Antibiotikagruppen. 4 MRGN = Resistenz gegen 4 Antibiotikagruppen. Acylureidopenicilline: Piperacillin 3./4. Generations-Cephalosporine: Cefotaxim/Ceftazidim Carbapeneme: Imipenem/Meropenem Fluorchinolone: Ciprofloxacin 2MRGN Neo-Päd: Weil Fluorchinolone nicht eingesetzt werden können. Hygienemaßnahmen: Normalsation: 3 MRGN Basishygiene, 4 MRGN Isolation Intensivstation, Onkologie, Neonatologie: 3 MRGN E.coli, Klebsiella pneumoniae, P. aeruginosa, A.baumanii Isolierung. Bei anderen Enterobakterien erst Isolierung bei 4 MRGN. Kohortierung nur bei gleichem Erreger und Resistenz Screening durch rektale Abstriche bei 4-MRGN Risikopatienten (Südosteuropa, Nordafrika, Kontaktpatienten) Sanierung nicht möglich Der EHEC Stamm war ein ESBL Keim. Das Labor soll 3MRGN und 4MRGN auf dem Befund mitteilen und 4MRGN vorab telefonieren.
- Mannit-Kochsalz-Platte mit S. aureus Was für ein Keim ist es wenn die Mannit-Kochsalzplatte rosa bleibt? Staphylococcus epidermidis. Mannit-Kochsalz-Platte: Medium zur Isolierung mutmaßlicher pathogener Staphylokokken. Hohe NaCl Konzentration hemmt Wachstum vieler Bakterien. Mannitol-fermentierende pathogene Staphylokokken wachsen mit einem großen Hof mit Gelbem Hof.
- Zwei Röhrchen mit grünem Schrägagar-Wachstum von gelben blassen Kolonien. Welcher Agar ist es? Was wächst darauf? Weiteres Vorgehen? Löwenstein-Jensen-Agar. M. tuberkulosis Komplex, Atypische Mykobakterien Identifizierung (Mikroskopie, PCR, Biochemie in S3 Labor) und Resistenztestung in S3 Labor.
- Kligler-Agar. Wofür? Differenzierung gramnegativer Bakterien anhand verschiedener Stoffwechseleigenschaften. Fermentation von Glukose und Laktose, Bildung von Schwefelwasserstoff (H2S) und CO2. Kligler-Röhrchen: Roter Schrägnährboden im Reagenzglas mit aerober und anaerober Zone. H2S Bildung durch Eisensulfit-Nachweis (Schwarz). z.B. Salmonellen (außer S.typhi), Proteus CO2/Gasbildung (Boden hebt sich ab). z.B. E.coli, Proteus Laktosefermentation (Gelb). z.B. E.coli, Proteus Glukosefermentation (oben Rot unten Gelb) z.B. E.coli, Yersinien, Salmonellen, Proteus Pseudomonas und Acinetobacter sind für alle Reaktionen negativ (Nonfermenter und rein oxidativer Glukosestoffwechsel - strikte Aerobier)
- Campylobacter Selektivplatte mit Campylobacter. Um welchen Keim handelt es sich? Wie weisen Sie nach, dass es sich um Campylobacter jejuni handelt? Campylobacter! Agar nach Butzler oder Skirrow. Oxidase und Katalase positive gramnegtive gebogene Stäbchen. Maldi-TOF, Biochemie.
- Präparat (Ziehl-Neelsen-Färbung aus Flüssigkultur). Säurefeste Stäbchen in Haarlockenförmiger Anordnung. Was sehen Sie? Welche Mykobakterien kommen in Frage? Wie funktioniert die Ziehl-Neelsen-Färbung? Warum heißen die Bakterien säurefest? Welche Bakterien sind noch säurefest? Cordfaktor: M. tuberkulosis Komplex Ziehl-Neelsen-Färbung: Hitzefixierung Färbung mit Karbolfuchsinlösung unter Hitze Entfärbung mit 3% Salsäure (nicht säurefeste Bakterien werden entfärbt) Abspühlen mit Wasser Gegenfärbung mit Methylenblau Lassen sich durch 3%HCL-Ethanol nicht entfärben! Säurefeste Bakterien: Mykobakterien, Norkardien, Corynebakterien Kryptosporidien, Rhodococcus.
- Prüfer zeigt Platte mit Proteus spp. (Schwärmt aus und stinkt) Wie lassen sich Proteus mirabilis und Proteus vulgaris differenzieren? Keimdifferenzierung: Glukose + alle anderen Zucker -, Indol -, H2S+? P. vulgaris hat eine natürliche Tetrazyklin-Resistenz und ist Indol positiv. Keimdifferenzierung: P. mirabilis (P.vulgaris wäre Maltose + und Indol +)
- Escherichia coli? Wie sieht die Kultur aus? Führt auf CHROMagar (CSP-Agar) rosarote Kolonien (grün/grau Klebsiellen oder Enterokokken)
- Staphylococcus aureus? Wie sieht die Kultur aus? Aufblutagar wachsen gelb-weißliche Kulturen meist mit ß-Hämolyse (vollständige Hämolyse)
- Haemophilus. Wie kommt das Ammenphänomen zustande? Faktorentest zur Unterscheidung Haemophilus influenzae und parainfluenzae? Ammenphänomen: Blutagarplatte mit dickem Impfstrich (S.aureus) in der Mitte und feinen Kolonien um den Impfstrich (H.influenzae). S. aureus stellt durch Hämolyse Hämin und NAD für H. influenzae zur Verfügung. H. parainfluenzae benötigt nur NAD (Faktor V) und nicht Hämin (Faktor X). Daher wächst er auf Nährmedien ohne Hämin. (Cefinasetest)
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- Was ist eine Salmonellenplatte? Wie werden Salmonellen darauf identifiziert? XLD-Agar dient der Differenzierung gramnegativer Bakterien. E.coli, Enterobacter, Klebsiellen fermentieren Kolehydrate -> Farbumschlag nach gelb Salmonellen und Shigellen nicht -> Farbe bleibt rot Salmonellen metabolisieren Natriumthiosulfat zu Schwefelwasserstoff H2S, daher haben Salmonellen einen zentralen Scharzen punkt. Shigellen nicht!
- Platte zum Anschauen mit XLD-Agar und E.coli und Almonella spp. Was kann man anhand der Platte bereits alles aussagen? Wie kann man Proteus von Salmnollen unterscheiden? Welches weitere Procedere gibt es bei den Salmonellen? H2S-Bildung (schwarzer Punkt), Ansäuerung und Neutralisierung bei Salmonellen (paltet Xylose und Lysin) -> rot Nur Ansäurerung bei E.coli (spaltet Xylose und Laktose) -> gelb Proteus: gelb (Ansäurerung) und H2S-Bildung (schwarzer Punkt). Urease positiv. Agglutination nach Kaufmann-White Schema mit poly- und monovalenten Antiseren. Es werden O-Antigene (Lipopolysaccaride) und H-Antigene (Geißelproteine) ermittelt.
- Hellrosa Nährboden mit glasigen großen Kolonien... Wie heißt dieser Agar? Yersinien-Selektiv-Agar (CIN-Agar) Yersinien haben tiefrote Zentrren und sind von einem transparenten blassen Ring umgeben.
- Welche Nährböden und Anreicherungsmedien für die Stuhldiagnostik sind Ihnen bekannt? Yersinien Selektiv Agar (CIN-Agar) MacConkey-Agar: Selektivnährmedium für gramnegative Bakterien. Laktosepositiv sind E.coli XLD-Agar: gramnegative gelb, Salmonellen (scharzes Zentrum) und Shigellen rot SS-Agar: Gramnegative gehemmt, außer Salmonellen (scharzes Zentrum) und Shigellen TCBS-Agar für Vibrio Cholera (Natriumthiosulfat, Natriumcitrat, Ochsengalle) BD-Campylobacter Agar CNA-Agar: Streptokokken, Staphylokokken Rambach: Selektivagar für Salmonellen mit Chromogenzusatz Schaedler-Platte: Anaerobier und Clostridien
- Worin unterscheiden sich Selenit- und Natriumthonatboullion hinsichtlich Wachstum pathologischer Darmkeime voneinander? Selektiv für Salmonellen /Shigellen
- Wie differenzieren Sie bei V.a. Campylobacter? Korgenzieherartige gramnegative Bakterien. Katalse und Oxidase positiv. Anzucht auf Selektivnährmedium (Butzler oder Skirrow)
- Zwei Agardiffusionsplatten, Ampcillin resitent sonst sensibel. Was für ein keim könnte das sein? Welche Formen gibt es? Klebsiellen haben eine natürliche Resistenz gegenüber Benzylpenicillinen (Penicillin G) und Aminopenicillinen (Ampicillin).
- Wie können Klebsiellen differenziert werden? Wie können Klebsiellen von anderen Enterobacteriacae abgegrenzt werden? Wieviel Prozent Klebisellen sind Ampicillin resistent? Indol positiv: K. oxytoca Indol negativ: K. pneumoniae (K. ozaenae) Urease positiv: Klebsiella pneumoniae, Proteus vulgaris Urease negativ: E.coli, E.aerogenes, S. typhi Laktose positiv: Klebsiellen, E.coli Laktose negativ: Salmonellen, Shigellen, Proteus Ampicillin resistent 100%! (natürliche Resistenz)
- Bei welchen Antibiotika sind Serumspiegelbestimmungen indiziert und warum? Wann sollte das Blut für den Medikamentenspiegel abgenommen werden? Welche Methoden gibt es für die Antibiotikaspiegelbestimmung? Wie sind die Werte zu beurteilen? Vancomycin, Gentamycin, Amicacin. Zur Reduktion der NW bzw. Toxizität. Talspiegel: Vor der nächsten Gabe. Spitzespiegel/Bergspiegel: 30 min nach i.v. Gabe oder 2h nach oraler Gabe. Zeilbereiche sind definiert. Immunoassay, HPLC, LCMS
- DIA: Bild einer aktuen Tonsillitis. Die Tonsillen sind stark gerötet mit Eiterstippchen. Sie kommen auf Station, der Stationsarzt zeigt Ihnen den Rachen dieses Patienten, er beabsichtigt eine Therapie mit Ampicillin zu beginnen. Was sagen Sie dazu? Penicillin ist besser. DD: Mononukleose. Dann häufig ein Masern-ähnliches Exanthem.
- Wie ist die Definition einer atypischen Pneumonie? Erreger der atypischen Pneumonie? Beschreiben Sie die Epidemiologie und Klinik der atypischen Pneumonie. Diagnostik? Therapie? Nicht Penicillinen behandelbar. Klinisch keine Lobärpneumonie, sondern interstitielle Pneumonie. Erreger nicht mit klassischen Methoden anzüchtbar. M.pneumoniae, Chlamydia pneumoniae: Tröpfcheninfektion von Mensch zu Mensch. Therapie: Tetracyclin, Erythromycin. Chlamydia psitacci: aerogen durch Infektiösen Staub. Therapie: Tetracylcin, Erythormycin. Coxiella burnetti: aerogen durch Infektiösen Staub. Therapie: Tetracyclin. Legionella pneumophilia: Aerogen durch kontaminiertes Wasser. Therapie: Fluorchinolone Andere: Viruspneumonie (Masern, Influenza), Chlamydia trachomatisch bei Neugeborenen. Diagnostik: Serologie, PCR aus Sputum/BAL/Rachenabstrich.
- Warum werden bei atypischen Pneumonien keine ß-Laktamantibiotika eingesetzt? Erreger der atypischen Pneumonie haben entweder keine Zellwand (Mykoplasmen) oder eine mureinfreie Zellwand (Chlamydien).
- Dia: Röntgenbild einer Lobärpneumonie. Welche Erreger führen zur Lobärpneumonie? Ambulant: S.pneumoniae, Klebsiella pneumoniae Nosokomial: Enterobateriacae, S. aureus
- Wie ist die Systematik der Pilze? DHS-Schema Dermatophyten: Fadenpilze Hefen: Sprosspilze (Candida) Schimmelpilze: (Aspergillus) Dimorphe Pilze: Hefen- und Schimmelform Die biologische Einteilung ist deutlich komplizierter.
- Wie wird Candida differenziert? Spezial Agar, z.B. Chromagar Candida oder Candida Select Reisextraktagar Vitek oder Maldi-TOF
- Wie erfolgt die Aspergillus-Diagnostik? Validität? Serologie: Nur signifikanter Titeranstieg Antigennachweis: Galaktomannan aus Blut, Liquor oder BAL (sinnvoll bei Schwerkranken) Kultur oder PCR
- Nennen Sie den Erreger der Gastritis? H. plyori
- Was sind Pathogenitätsfaktoren von H. pylori? Vakuolisierendes Toxin, Flaggelin, CagA, Urease
- Was ist der Erreger der intestinalen Lymphadenitis und Pseudoappendizitis? Y. pseudotuberculosis.
- Welche Möglichkeiten des Yersiniennachweises gibt es? Stuhlkultur Lymphknotenpunktion Serologie