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Diagnostik (Subject) / PräPost Messung (Lesson)

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  • Diagnostische Ansätze - Veränderungsmessung Veränderungsmessung integriert:  Statusdiagnostik → Messung IST-Zustand, normorientiert, Eigenschaftsdiagnostik, Diagnostik als Testen und Messen  Prozessdiagnostik → Messung der Veränderung, kriteriumsorientiert, Verhaltensdiagnostik, Bestimmen von Verhaltensbereichen, Diagnostik als Informationsgewinnung - Veränderungsmessung = interdisziplinäres Thema                                                                       → in Idealbedingungen Effizienzstudien, in Realbedingungen Effektivitätsstudien,  Prozess- und Ergebnisforschung, Kosten-Nutzen (Evaluationsforschung) -Veränderungsmessung = Möglichkeit die Wirksamkeit von Therapien zu beurteilen (Psychologische Diagnostik)
  • Perspektiven der Veränderungsmessung Unterschiedliche Betrachtung in: - Status- oder Prozessdiagnostik (welches n? -> Individuum, Stichprobe oder Population)  - zeitliche Stabilität eines Merkmals (zustands-, interventions- oder entwicklungsbedingt) - Latente und Beobachtete Variablen - Art der Erhebung → Retrospektiv (Fragebogen) oder Indirekt (physiologische Maße) - Symptomtik und Funktionsniveau (Selbst oder Fremdbeurteilung)
  • BEISPIEL: Gruppen- Posttest- Design → gegeben: Stichprobe mit Sozialphobie  zum einen Individuelles Treatment --> KVT zum anderen Retrospektive Erfolgsbeurteilung --> Messung der direkten Veränderung, Erheben von Zufriedenheitsmaßen Zentrale Frage: Passen Diagnose und Therapieziele zusammen? → Linsenmodell von Brunswik: Vergleich Diagnose und Erfolgsbeurteilung
  • Retrospektive Erfolgsbeurteilung Potenzial: - Kombination von Selbst und Fremdbeurteilung                                                                             - Definition und Prüfung von Teilzielen                                                                                                - unmittelbare kriteriumsorientierte Beurteilung der Zielerreichung  Grenzen:  - Subjektive, retrospektive Urteile                                                                                                     - Einmaliger Messzeitpunkt                                                                                                              - Interpretation von Veränderungen ist erschwert                                                                             - Passung des Generalitätsniveaus von therapiertem Merkmal und Erfolgsmaß                             - Übereinstimmung von direkter und indirekter Veränderungsmessung kann gering sein
  • BEISPIEL 2: Prä-Post-Messung beim Einzelfall z.B. Verbesserung einer Patienten nach Therapie? - Prä-Messung (Testzeitpunkt 1) --> Befindlichkeitsskala (IST Zustand von z.B. Deprimiertheit) - Treatment --> z.B. KVT - Post-Messung (Testzeitpunkt 2) --> Befindlichkeitsskala (2. IST Zustand von z.B. Deprimiertheit) Komplette Betrachtung: Indirekte Veränderungsmessung -> Klinische Signifikanz?       (Benutzen von Cut-Off-Werten) Bestimmen ob ein Effekt vorliegt: Differenzbildung der Rohwerte von Prä- und Post-Messung! → Psychometrische Einzelfalldiagnostik!
  • Qualitätssicherung: Klinische Signifikanz (Grundsätzlich: Differenzwerte weniger reliabel → daher: Reliabilität von Differenzwerten bestimmen!) Klinische Relevanz einer Veränderung bedeutet bestenfalls Symptomfreiheit, zumindest aber Symptomreduktion! → Personen, die vor der Behandlung der Population „mit Krankheitswert“ angehören, sollen nach der Intervention mit hoher Wahrscheinlichkeit der Population angehören, die diese Symptomatik nicht mehr aufweist 3 Möglichkeiten der Operationalisierung:  1. Ausmaß mind. 2 SD im Vergleich zum Mittelwert der Symptomsgruppe 2. behandelte Person soll innerhalb 2 SD in der symptomfreien Gruppe liegen  3. Ausprägung nach Behandlung näher am Mittelwert der symptomfreien Gruppe als am Mittelwert der Symptongruppe
  • BEISPIEL 3a: Prä-Post-Versuchsgruppen Design 1. Schritt: Indirekte Veränderungsmessung von Prä auf Post-Zeitpunkt → Effektstärke ohne Berücksichtigung der Stichprobengröße wird erhoben 2. Schritt: Erhebung 3. Testzeitpunkt → Berechnen der Effektstärke mit Berücksichtigung der Stichprobengröße an t1 und t3: Hat das Treatment allein gewirkt?
  • BEISPIEL 3b: Prä-Post-Versuchs-Kontrollgruppen Design Randomisiertes Vorgehen: etablieren von Kontrollgruppe (z.B. Wartegruppe) Errechnen von: Gruppenunterschieden mit Differenzwerten von t1 und t2 UND Gruppenunterschiede an Messzeitpunkt t2!
  • Zusammenfassung Veränderungsmessung in der therapiebezogenen Diagnostik ist ein Prozess der... ... Datengewinnung und Auswertung/ Integration Fragestellungen/Anforderungen befassen sich zum Beispiel mit Erhöhung des Wohlbefindens oder Nachlassen der Symptomatik  bei mehreren Untersuchten sollte Passung von Therapieziel & Diagnose sollte geprüft werden Statusdiagnostik benötigt reliable und valide, normierte Inventare  Einzelperson: Psychometrische Einzelfalldiagnostik --> Klinische Relevanz von Ergebnissen?
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