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Allgemeine Psychologie (Subject) / Vorlesung 9 (Lesson)

Aufmerksamkeit und Leistung

This lesson was created by keksprinzessin.

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  • Arbeitsgedächtnis Annahme: Der Mensch sei eine Informationsverarbeitungsmaschine (System)  Funktion: Speicherung und Bearbeitung gerade aufgenommener Information Das AGZ ist unerlässlich für viele kognitive Fähigkeiten, wie Kopfrechnen, logisches Schlußfolgern, Verstehen von Sprache oder planen von Handlungen  Die Gedächtnisspanne ist bei Konsonanten (gegenteil von Vokal) oder Ziffern 7+-2, bei Wörtern ca. 5
  • Chunking AGZ ist eingeschränkt, dennoch können wir komplexe Informationen verarbeiten  Gruppierung. Chunks im Speziellen sind bedeutungsvolle Gruppen von Informationseinheiten und darum jeweils als Einzelheiten leicht merkbar und dann in Kombination ebenfalls leicht zusammenfassbar wiedergebbar.  Es ist leichter, sich an eine gruppierte Telefonnummer (555-789-666) zu erinnern als an eine lange nicht gruppierte Zahlenreihe (55789666)  durch das Chunking kann man sich auch mehr als 7+-2 Charaktere merken 
  • Sensorischer Speicher (ultra KGZ; ikonisches Gedächtnis) stellt die Verbindung zwischen Wahrnehmung und Gedächtnis dar  es erfolgt die Verarbeitung von Reizen nach der Aufnahme aus der Außenwelt (unbewusster Prozess)  Reize werden kurz zwischengespeichert und wenn sie wichtig sind an das KGZ weitergegeben die einfließende Information wird vor Bewusstwerden gefiltert, so dass wir nicht Reizen überflutet werden  auditive Wahrnehmungen werden beispielweise länger (zwischen 2 und 3 Sekunden) aufrechterhalten als visuelle Wahrnehmungen (250-500 Millisekunden) Exp.: Man zeigt z.B. eine Matrix nur kurz und dann wieder weg. Danach zeigt man einen Cue (Hinweis: Pfeil an der Seite) dann kann man diese Zeile gut wieder aufsagen (reporten), dass wiederum hängt davon ab wann dieser Cue kommt; Zeit vom Cue kann man varieren, so kann man schauen welche Information zu welcher Zeit im Gedächtnis (diesem) noch vorhanden ist  Durch solche Experimente können wir erfassen was es für unterschiedliche Gedächtnisse es gibt und wie sie sich unterscheiden 
  • Cocktail Party Problem intelligentes oder selektives Hören = Fähigkeit des Gehörsinns, bei Anwesenheit mehrerer Schallquelle die Schallanteile einer bestimmten Schallquelle auszuschneiden  Cocktailparty - man ist in der Lage, nur einen zu hören, obwohl viele sprechen (Untedrückung von anderen Sprechern) Exp.: Man setzt VP Kopfhörer auf uns lässt einen Text vorlesen, zwei verschiedene Kanäle und es werden unterschiedliche Wörter links und rechts abgespielt.Alle Wörter die im linken Ohr sind, soll man nachsagen und imr echten Ohr eine ganz andere Geschichte, welche man ignorieren soll. Vp können das (Shadowing Task) das nachsprechen was in einem Ohr vorkommt.  man bekommt nicht mit was  auf dem anderen Ohr passiert (im linken Ohr wird z.B. die Sprache geändert und man kriegt es nicht mit)  man bekommt jedoch mit ob sich das Geschlecht der Stimme verändert o. emotional wichtige Wörter - der eigene Name vielleicht 
  • Broadbent's Filtertheorie der Aufmerksamkeit (siehe Versuch Cocktailparty-Problem) Alle Wahrnehmungen gelangen zunächst in einen sensorischen Speicher, der die Sinneseindrücke für Sekundenbruchteile festhält Dann wird auf Basis physikalischer Charakteristika wie z.B. der Stimmlage und nicht etwa dem Inhalt, darüber entschieden, welche Informationen verarbeitet werden Alle anderen Informationen werden herausgefiltert Erst danach werden die Daten in wahrnehmbare Information verwandelt, also z.B. Wörtererkennung geleistet  Die erkannten Informationen gelangen anschließend in das KGZ Sie stellt somit eine Theorie der frühen Auswahl dar  kann den Cocktailparty-Effekt nicht erklären 
  • Dichotic Listening (Shadowing Task) Aufgabe rechts/links wird etwas anderes abgespielt (dichotic listening) 
  • Multiple Object Tracking es wird untersucht inwiefern VP in der Lage sind, mehrere sich voneinander unabhängig bewegende Objekte gleichzeitig visuell zu verfolgen  Exp.: man sieht einen dunklen Bildschirm auf dem 8 weiße Quadrate abgebildet sind und man soll auf den roten Punkt in der Mitte schauen; die Quadrate werden sich bewegen und 4 Stück aufblinken --> man soll diese dann verfolgen  Aufgabe in der echten Welt wäre z.B.: Fluglotse
  • Selektive Verarbeitung der Aufmerksamkeit manche Informationen kommen nicht zur weiteren Verarbeitung  wenn man die Augen aufmacht, hat man subjektiv den Eindruck das man alles sieht und trotzdem kann sowas wie der "moonwalking Bär im Basketballspiel" passieren und nicht mitbekommen  man fixiert sich oft auf ein Objekt/Aufgabe  Menschen machen viele sprunghafte Bewegungen des Auges Augenbewegung und Aufmerksamkeit sind nicht das gleiche!  Exp. Change Blindness --> zwei Bilder --> finde den Unterschied-Rätsel; man kann lange auf Änderungen schauen ohne die Änderung zu sehen, weil die Aufmerksamkeit nicht darauf gerichtet ist  Exp.: VL geht zu VP und fragt nach dem Weg; dann kommen zwei Typen die tragen eine Tür VL wechselt --> VL wurde ausgetauscht. 1/3 der Personen kriegen nicht mit, dass es einen neuen VL gibt
  • Visuelle Suche visuelle Suche nach einem möglichen Zielreiz (target) findet in einem Suchdisplay stat, welches eine variable Anzahl von Ablenkern (Distraktoren) enthält Die Gesamtzahl der dargebotenen Zielreize und Ablenker wird als Displaygröße bezeichnet  von der Vp ist zu entscheiden, ob sich neben den Ablenkern auch ein Zielreiz auf dem Display befindet  Die Merkmale der Ablenker können sich in nur einer Dimension wie etwa Farbe, Form, Bewegung usw. von den Merkmalen des Zielreizes unterscheiden (single feature search) oder in einer Verknüpfung (Konjunktion) von mehreren Merkmalsdimensionen (feauture conjunction search) Flughafenbsp: Bild scannen und Bomben, Waffen suchen  Wenn die WK das eine Waffe zu sehen sein kleiner wird --> dann verpassen die Sicherheitsleute um die 40% (misses)  Wie trainiert man misses? In dem man zwischen drin z.B. catch trials verwendet 
  • Feature Integration Theory (Merkmalsintegrationstheorie) Präattentive Verarbeitung (kurze Reaktionszeit)Die Merkmale des noch nicht erkannten Objekts stehen zuerst frei und einfach nebneinenader (float free). Dieser Vorgang wird als Stufe der präattentiven Verarbeitung bezeichnet und läuft schnell, automatisch und unbewusst ab. Ähnliche Merkmale (z.B. blau) bilden Dimensionen (z.B. Farbe). Die Dimensionen sind jeweils abhängig von Detektoren, die für die entsprechenden Merkmale empfindlich sind. Ähnliche Detektoren sind wiederum in Merkmalskarten organisiert  Attentive Verarbeitung (lange Reaktionszeit)Diese übereinstimmenden Orte verschiedener Karten werden durch gerichtete Aufmerksamkeit in einer nächsten Stufe der attentiven Verarbeitung einander zugeordnet, denn hier werden die Merkmale zu einem Objekt zusammnegesetzt, was insgesamt eine Bottom-Up-Verarbeitung darstellt. Über eine zentrale Ortskarte werden die Ausgangssignale der Detektoren aller Merkmalskarten an jeweils dem einen Ort verfügbar, an dem sich zu dem Zeitpunkt der Fokus der Aufmerksamkeit befindet. Dadurch werden die Merkmale miteinander verknüpft. Durch die erforderliche gerichtete Aufmerksamkeit dauert dieser Prozess länger als präattentive Verarbeitung. Den Fokus der Aufmerksamkeit vergleicht Treisman mit einer Art Lichtkegel (spotlight): befindet sich das Objekt innerhalb des "Lichtes", kann es als einheitlich Ganzes wahrgenommen werden. so können z.B. unterschiedliche Reaktionszeiten Hinweise auf entweder präattentive oder attentive Verarbeitungen geben.  4 Paradigmen: Visuelle Suche (am wichtigsten), Illusorische Konjunktion (Verbindungen), Texturbereichstrennung, Identifizierung und Lokalisation 
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  • parallele Suche und serielle suche (visuelle Suche) Parallele Suche  erfolgt präattentiv (ohne Aufmerksamkeit), da sich der Zielreiz in seinem Merkmal von denen der Ablenker abhebt und sofort ins Auge springt (Pop-out-Effekt)  dies ist nur möglich wenn es nur ein variierendes Merkmal gibt (single feature search)  Displaygröße hat dabei keinen Einfluss auf die Reaktionszeit  Der Pop-out-Effekt kann von evolutionären Prozessen überlagert werden: ein wütendes Gesicht in einer Menge fröhlicher Gesichter springt heraus; ein fröhliches Gesicht in einer Menge wütender Gesichter jedoch nicht Serielle Suche Wird das Display nach einem Zielreiz abgesucht, der sich aus verschiedenen Merkmalen der Ablenker zusammensetzt (feature conjunction search) spricht man von einer seriellen Suche  eine gerichtete Aufmerksamkeit ist erforderlich, denn der Proband muss das ganze Display abscannen, um besagten Zielreiz zu entdecken  Die Suchrate beträgt mehr als 10ms pro Item, wobei die Reaktionszeit von der Displaygröße abhängig ist (je größer Display, desto länger die Reaktionszeit) 
  • Salienz Modell der Aufmerksamkeit Salienz = Deutlichkeit  Man erkennt die Wk, mit der das Auge die ersten fünf Punkte bei der Betrachtung eines Bildes fixiert, als Folge der Salienz von visuellen Merkmalen an diesen Bildpunkten  es werden visuelle Merkmale wie Farbe, Luminanz (Kontrast) und Orientierung in den visuellen kortikalen Arealen getrennt voneinander in der retinotopen Karten präsentiert