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VL Grundlagen der Diagnostik (Subject) / 10. Vorlesung (Lesson)

Testfairness

This lesson was created by HannaFiller.

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  • Perspektive 1: - Personen, die Tests konstruieren und Personen, dieT ests anwenden, haben einegemeinsameVerantwortungTests fair einzusetzen- Betrifft: Auswahl von Tests,Interpretation von Testwerten, Rückmeldung vonTestergebnissen an ProbandenTestfairness als Bestandteil des diagnostischen Prozesses (vgl. DIN33430)- Konstrukt-irrelevante Merkmale sollen keinen substanziellen Effekt auf dieTestergebnisse und deren Interpretation haben (vgl.DIF) Im Kontext von Personalauswahl: Stellen Sie denjenigen ein, die am besten im Sinne derZiele/Aufgaben einer Stelle arbeiten (Hunter & Schmidt,1978)D.h.Es sollten alle Informationen einbezogen werden,die benötigt werden,um einewissenschaftlich valide Vorhersage über die zu erwartende individuelle Leistungvorzunehmen.
  • unethische Vorgehensweisen Perspektive 1 (2) ▪ Ein verfügbarer, validerer Prädiktor wird wissend nicht für die Auswahlentscheidungherangezogen (z.B. Entscheidung per Augenschein vs. basierend auf einemquantifizierbarenTestergebnis).▪ Ein verwendeter Test ist bekanntermaßen in einer Subgruppe schwerer als in eineranderen Subgruppe, aber aufgrund der Verwendung der Norm wird angenommen,dass beide Subgruppen einen gleich schwerenTest bearbeitet hätten.
  • Perspektive 2: EinTest muss valide sein,damit er fair ist!▪ Zentrale Konzepte: Differentielle Validität und (soziale) Gerechtigkeit▪ Wie werden Testwerte in Auswahlsituationen verwendet?▪ Integration von ethischen, gesetzlichen und philosophischen Ansätzen, umFairness zu realisieren▪ Vermeidung von Verzerrungen (Bias)
  • Wann gilt ein Item als biased? wenn es in verschiedenen Personengruppen unterschiedlich funktioniert
  • Messinvarianz ist gegeben, wenn... sich interindividuelle Unterschiede in einem Konstrukt unabhängig von einer Gruppenzugehörigkeit in den gemessenen Variablen niederschlagen
  • Differential Item Functioning (DIF) Ein Item weist unterschiedliche Messeigenschaften in verschiedenen Gruppen auf, unabhängig davon, ob sich die Gruppen in dem gemessenen Merkmal unterscheiden
  • Wenn Items kein DIF aufweisen können alle Gruppenunterschiede auf das Konstruktzurückgeführt werden
  • Interindividuelle Unterschiede im Prädiktor zeigen sich unabhängig von einer Gruppenzugehörigkeit... im Kriterium
  • Wenn sich für einen Prädiktor Gruppenunterschiede zeigen, die nicht im Kriterium beobachtet werden, dann würde der Prädiktor Personen aufgrund ihrer Gruppenzugehörigkeit bevorteilen oder benachteiligen
  • Prädiktive Invarianz ist gegeben, wenn sich die interindividuellen Unterschiede in einem Prädiktor unabhängig von einer Gruppenzugehörigkeitin dem Kriterium niederschlagen
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  • Testbias nach Cleary (1968) „Testbias“ bedeutet, dass Personen –wegen ihrer Gruppenzugehörigkeit– aufgrund des Prädiktors keine ihrer Eignung entsprechende Chance haben, ausgewählt zuwerden
  • Vermeidung von Testbias --Bedeutung-- Eine Vermeidung von „Test Bias“ bedeutet, dass jede geeignetere Person –unabhängig von jedweder Gruppenzugehörigkeit– aufgrund des Prädiktors eine entsprechend ihrer Eignung erhöhte Chance hat, ausgewählt zuwerden
  • Was kann man nutzen, um Testfairness zu maximieren? Normierungen
  • Meade und Fetzer zu Testfairness Die Testfairness ist keine technische Qualität eines Tests, es gibt auch nichtdie Testfairness an sich, sondern nur die Fairness in Bezug auf bestimmtediagnostische Entscheidungen
  • Wann kann ein Test Bias, welcher in einer bestimmten Prädiktor-Kriterium-Relation in einer Stichprobe nicht auftrat entstehen? Unter Hinzunahme eines weiteren Prädiktors
  • Test-Bias kann aber auch ein Hinweis auf differentielleValiditäten (= Verfahren hat für verschiedene Gruppen unterschiedlicheKriteriumsvaliditäten) sein, die man diagnostisch nutzen möchte
  • Testfairness wird aus verschiedenen Perspektiven diskutiert (3) Ethisch Konzeptionell Statistisch