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Diagnostik (Subject) / Grundlagen (Lesson)

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  • Ableitung Begriff Diagnostik Der Begriff „Diagnostik“ leitet sich her von „dia-gignos-kein“, was soviel bedeutet wie (Fisseni, 1990, S.1): „gründlich kennenlernen“ „entscheiden“ „beschließen“
  • Übergeordnete Merkmale der Definitionen Psychologischer Diagnostik ▪ Personenbezogene Perspektive ▪ Prozessorientierte Perspektive ▪ Anwendungsnahe Perspektive ▪ Wissenschaftsorientierte Perspektive ▪ Konstruktpsychologische Perspektive
  • Definition Diagnostik (Beauducel und Leue, 2014) Pschologische Diagnostik beinhaltet.. - die empirisch basierte, möglichst genaue Schätzung der Ausprägung und Veränderung psychologischer Konstrukte bei Merkmalsträgern - die möglichst genaue Klassifikation der Merkmalsträger in Gruppen mit ähnlichen psychischen Merkmalen - Beachtung transparenter, wissenschaftlicher und ethischer Standards - kompetenzbasierte, theorie- bzw. regelgeleitete Integration undInterpretation der Informationen (Gutachten, Diagnose, Prognose) - mit dem Ziel der Beantwortung diagnostischer Fragestellungen (z.B. Vorbereitung von Interventionsmaßnahmen und Entscheidungen)
  • Arten der Diagnostik Institutionelle DiagnostikSich wiederholender Auftrag, der in standardisierter Form bei allen Personen in gleicher Weise durchgeführt wird. Institutionelle Diagnostik ist primär Zuordnungs- / Klassifikations- / Selektionsdiagnostik Individuelle DiagnostikIn der Regel nur einmal vorkommende, individuelle Entscheidungen (Beratung, individuelle Diagnostik ist primär Modifikations- / Veränderungsdiagnostik) !! auch institutionelle Diagnostik mit Fokus auf individuelle Entscheidungen (z.B. Berufsberatung) StatusdiagnostikBezieht sich auf das Feststellen eines psychologischen IST Zustandes. Statusdiagnostik ist häufig normorientierte Klassifikationsdiagnostik. (→ bei Selektions/ Klassifikationsdiagnostik geht man von situationsübergreifenden Eigenschaften aus) ProzessdiagnostikBezieht sich auf das Feststellen von Veränderungen in psychologischen Variablen. Prozessdiagnostik ist häufig kriteriumsorientierte Modifikationsdiagnostik. (→ Modifikationsdiagnostik: unterschiedliche Auswirkungen von Eigenschaften über die Zeit)
  • Eigenschafts- und Verhaltensdiagnostik EigenschaftsdiagnostikDie Selektionsdiagnostik basiert nach Amelang und Zielinski (1997, S. 8ff,) eher auf einem eigenschaftstheoretischen Konzept. Trait-orientierte Diag- nostiker(innen) wollen zukünftiges Verhalten aufgrund der Kenntnis und dem Verständnis der Eigenschaften („grundlegenden Strukturmerkmalen“) einer Person vorhersagen. Eigenschaftstheoretische Diagnostik erfolgt zumeist als normorientierte Messung. VerhaltensdiagnostikDie Modifikationsdiagnostik basiert nach Amelang und Zielinski (1997, S. 8ff.) eher auf einem verhaltenstheoretischen Konzept. Die Verhaltensdiagnostik will aufgrund beobachteten Verhaltens zukünftiges Verhalten vorhersagen. Verhaltensdiagnostik erfolgt zumeist anhand situativer Stichproben des vorherzusagenden Verhaltens.
  • Zusammenfassung - Definitionen zur Psychologischen Diagnostik beziehen sich auf verschiedene Perspektiven und Anwendungsbereiche. 􏰁- Psychologische Diagnostik vollzieht sich zumeist an Urteilen, wobei verschiedene gesetzliche Grundlagen die Rahmenbedingungen der Psychologischen Diagnostik definieren. - Die wissenschaftliche und praktische Tätigkeit von Psychologen sollte an den berufsethischen Richtlinien ausgerichtet sein. - Die DIN 33430 beschreibt Anforderungen an eine fachlich adäquate berufsbezogene Eignungsdiagnostik, wobei Kenntnisse zu diagnostischen Verfahren und Entschei- dungsprozessen maßgeblich relevant sind – die ISO10667 beschreibt Anforderungen nach international gültigen und anerkannten Richtlinien bei der Personalbeurteilung in Unternehmen und Organisationen für Industrie- und Schwellenländer.
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