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Allgemeine Psychologie A (Subject) / Bewegungswahrnehmung (Lesson)

Wie erhalten wir den Eindruck von Bewegung, wo wir doch nur ine Aneinanderreihung von einzelnen Bildern zur Verfügung haben?

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  • Bewegungswahrnehmungen hervorrufen ... durch: reale Objektbewegung Scheinbewegung induzierte Bewegung (z.B. bei fixierung auf Wolken) Bewegungsnacheffekte (z.B. Wasserfalleffekte)
  • Medotemporale Cortex (MT) ist stark an der Bewegungswahrnehmung beteiligt Läsionen im Medotemporalem Cortex führen zu eingeschrqnkter oder fehlender Fqhigkeit, Bewegungen von Objekten wahrzunehmen (Bewegungsagnosie)
  • Bewegung: Elementares Reizmerkmal unserer Wahrnehmung Das visuelle System macht sich Bewegungsinformationen zu nutze: Figur-Grund-Trennung und Objektorganisation (vgl. Gestaltprinzip des gemeinsamen Schicksals) Ein bewegtes Objekt in der Peripherie fúhrt unwillkürlich zu einer Verlagerung des Aufmerksamkeit auf das Objekt (exogener Hinweisreiz) Formen werden schneller erkannt wenn sich die Objekte relativ zum Beobachter bewegen Kinetischer Effekt: Erkennen der Form aus der Bewegung eines zweidimensionalen Schattens (structure from motion)
  • Bewegung von Objekt und/ oder Betrachter: Die Veränderung des Retinabildes ist nicht ausreichend um Bewegungswahrnehmung zu erklären: ein Objekt bewegt sich und das Auge des Betrachters bleibt stationär: Retinabild verändert sich, es kommt zur Bewegungswahrnehmung ein Objekt bewegt sich und das Auge des Betrachtersfolgt dem Objekt: Retinabild verändert sich nicht, es kommt dennoch zur Bewegungswahrnehmung ein Betrachter bewegt sich durch eine stationäre Umwelt: Retinabild verändert sich aber es kommt nicht zur Bewegungswahrnehmung (die Umwelt bleibt stationär)
  • Bwegung von Objekt und/oder Betrachter: Veränderung des Retinabildes reicht nicht aus um Bewegungswahrnehmungen zu erklären: Lösungsansatz Die Wahrnehmung von Bewegung lässt sich auf drei Signale zurückführen: motorisches Signal M an die Augenmuskeln Efferenzkopie E ist eine Kopie des motorischen Signals M afferentes Signal S bei Bewegung des Retinabildes Die Signale S und E werden im Komparator miteinander verglichen: K = S - E Ist K < oder > 0, so wird eine Bewegung wahrgenommen, ist K = 0 und somit S und E gleich, so wird keine Bewegung wahrgenommen Zweck: Herausrechnen der Augenbewegung,um die tatsächlich Bewegung eines Objektes zu erfassen
  • Neuronale Kodierung von Bewegungsinformation Welcher Mechanismus ist dafür verantwortlich, dass komplexe Zellen selektiv auf spezifische Orientierungen reagieren? → Antwort komplexer Zellen im primären visuellen Cortex auf Bewegte Reize, Rezeptive Felder Hypothetischer Schaltkreis: Reichhardt Detektoren Siehe Abbildungen auf der Zusammenfassung
  • Neuronale Kodierung von Bewegungsinformation: Das Aperturproblem Das Aperturproblem Die Rezeptiven Felder der Komplexen Zellen sind vermutlich zu klein um Bewegungsrichtungen adäquat kodieren zu können. Mögliche Lösung des Problems: viele komplexe Zellen mit kleinen Rezeptiven Feldern. Jede klompexe Zelle "sieht" die Welt durch eine Apertur. Sie konvergieren auf höhere Neuronen des visuellen Systems, die sihc vermutlich im Mediotemporalen Lappen befinden und richtungsselektiv sind. Beispiel: Bewegung einer Fingeröffnung über Stiften
  • Wahrnehmung biologischer Bewegung Biologische Bewegung: Bewegung einer Person bzw. eines lebendigem Organismus Menschen können biologische Bewegung sehr gut wahrnehmen (vermtl. aufgrund von Erfahrung) es reichen einige wenige Lichtpunkte um dei Bewegungsart und die Bewegungsrichtung von Menschen korrekt wahrzunehmen selbst Geschlecht und Gewicht können wir mit hoher Trefferquote erkennen biologische Bewegung aktiviert offenbar ein spezielles Areal innerhalb des Sulcus temporalis superior. Dieses Areal erhält Informationen sowohl vom ventralen als auch vom dorsalen Strom.
  • Kollisionsvermeidung, Einfluss auf das Gleichgewicht Verhinderung von Kollisionen: kann nur auf basalen Verarbeitungsprozessen beruhen, da meist sehr wenig Zeit ist um die Kollision zu verhindern Je näher das Objekt kommt (z.B. ein Ball) desto größer wird das Netzhautabbild Wichtig dabei ist die Geschwindigkeit der Größenveränderung des Objekts "Tau": Verhältnis zwischen der Größe des retinalen Abbilds und der Expansionsrate Aus Tau kann direkt die "Time-to-Contact-Zeit" (TTC) berechnet werden, ohne zuvor genaue Distanzen berechnen zu müssen
  • Bewegungswahrnehmung und Gleichgewicht "Moving Wall" Experimente: Wenn sich die Mauer nähert vergrößert sich das retinale Abbild der Mauer, doch da sich Mauern normalerweise nicht bewegen... Die Wahrnehmung interpretiert daher, dass sich die Augen der Mauer nähern, das man also nach vorne kippt Aus der falschen Interpretation folgt eine (falsche) Ausgleichsbewegung und der Körperschwerpunnkt wird nach hinten verlagert Folge: Erwachsene fangen an zu schwanken und Kleinkinder fallen meist auf den Hintern ⇒ visuelle Informationen sind notwendig um den Körper zu stabilisieren
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