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Naturschutz (Subject) / ZuFa 21-30 (Lesson)
assafaasfajgad
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- Bevölkerung hohe Akzeptanz gegenüber Streuobstbeständen Ästhetik wird hervorgehoben prägt positiv die Kulturlandschaft alte Kulturlandschaft Wertschätzung lokaler Produkte
- Streuobstbesitzer Liebhaberobstbauern: traditionelle Gründe, Hobby, positive Einstellung zum Naturschutz, meist Nebenerwerb Landwirte, die auf den Ertrag angewiesen sind:meist Obstbau im Nebenerwerb, intensivere Nutzung, Nachpflanzen üblich, Direktvermarktung und Schnapsbrennen, am Naturschutz wenig interessiert da Düngeverzichte, tw. Gefahr der Aufgabe und Umnutzung bei ausbliebender Wirtschaftlichkeit Streuobstbesitzer ohne Interesse an Landwirtschaft und Streuobstbau
- Meinungen Erwerbsobstbau:- Teile empfinden Streuobstbau als störend (Bodenkonkurrenz), z.B. in begünstigten Lagen bei Kirsche, Marille...- Streuobst ist billiger, in guter Jahren werden Äpfel auch fast verschenkt und der Absatz bei Marktobst ist schlecht Verwertungsindustrie:auf Streuobst angewiesen, da die dort gepflanzten Sorten in der Regel wertvoller für die Fruchtsaftherstellung sind als Tafelsorten- wichtig für den Geschmack, Sortenvielfalt- hohe Saftausbeute- zunehmendes Marktinteresse und Bedeutung
- Wissenschaftler Wertschätzung seit den 80er J. durch wichtige Untersuchungen (v.a. aus faunistischer Sicht) noch immer eigentl. begrenztes Wissen
- Anforderungen an lebendige Bestände Schnittgut kann einer Verwertung zugeführt werden keine Ausbringung von Gülle Bestäubung ausreichend mitberücksichtigen (Auswahl v. Art und Sorten) Bienen fördern Lösungen bei hohen Bäumen (Gefahr v. Unfall) ortsnahe Verwertungs- und Absatzmöglichkeiten bzw. Produkte fördern bzw. initiieren
- Maßnahmen der Gemeinde Vergabe kostenlosen Pflanzenmaterials mit Pflanz- und Pflegeanleitung oder Beratung Grünordnungspläne mit Festsetzungen für Neupflanzungen/Ausgleichsregelung Darstellen wertvoller Streuobstflächen im Flächenwidmungsplan Baumverpachtung rent a tree Verpachtung von gemeindeeigenen Obstwiesen Ankauf und Nutzung von Flächen an gemeindeeigenen Wegen mit Neupflanzungen
- Wirtschaftliche Trends o interessant durch Langlebigkeit der Ertragfunktiono Obst ist rückstandsfreio Geschmack anders, mehr Säure, für Säfte besser als Tafelobsto Nachfrage nach Säften steigto Birne nur als Beimischung möglicho Imkereio Sortenerhaltung Resistenzzüchtungo Fremdenverkehrswerbungo zunehmende Bedeutung als Nebenerwerb
- ÖPUL (Österr. Programm umweltgerechter Landwirtschaft) Salzburg: Zielsetzung: Ziel dieser Prämie ist die Erhaltung und Pflege von extensiven bewirtschafteten Streuobstwiesenbeständen, die von Hochstammsorten aufgebaut werden
- ÖPUL (Österr. Programm umweltgerechter Landwirtschaft) Salzburg (Prämie) Voraussetzung für die Gewährung/ Pflegeauflagen: Pflegklasse H: extensiver Charakter der Streuobstwiese muss gegeben sein gefördert werden ausschließlich bodenständige alte Hochstammbestände Bestände müssen ökologisch wertvolle Strukturen, wie bspw. Baumhöhlen, abgestorbene oder absterbende Baumteile sowie Altbäume aufweisen -> diese sind zu belassen betreffende Wiesenfläche (Unterwuchs) darf nur extensiv bewirtschaftet werden (Mahd oder Beweidung); kurzfristig flächige Beweidung, keine Standweide bzw. Koppelhaltung, keine intensive Mähnutzung (keine mehrmalige Mahd als Futtergras/ Portionsmahd) anrechenbare Fläche bei Baumgruppen wird bis zu den verbundenen äußeren Kronenenden gerechnet Mindestbaumbestand von Streuobstwiesen beträgt 30 Bäume/ha; anrechenbare Fläche wird bis zu den verbundenen äußeren Kronenenden der äußersten Bäume gerechnet Baumabstand in der Baumreihe darf max. 30m betragen wobei sich die anrechenbare Fläche aus folg. Berechnungsgrundlage ergibt: Länge der Baumreihe x 5m Weitere Förderungsvoraussetzungen: Mindestbaumzahl: jeweils 10 Nachpflanzungen nur mit bodenständigen, alten Hochstammsorten Naturschutzfachliches Einvernehmen ist erforderlich kein Einsatz von Pestiziden bei Vertragsverlängerungen bzw. Neuverträgen ab dem Verpflichtungsjahr 2003: kein Handelsdüngereinsatz, kein Flüssigdünger oder Klärschlammkompost
- Laienmonitoring spielt als identitätsstiftender und wichtiger Beitrag zum regionalen Naturschutz zukünftig eine wichtige Rolle
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- Weinlandschaften Biotoptypen in Ö: 43.994 ha WeingartenflächeBiotoptypen Weingärten Weingarten mit artenarmer Begleitvegetation bodenbasischer Weingarten mit artenreicher Begleitvegetation bodensaurer Weingarten mit artenreicher Begleitvegetation Weingartenbrache
- Vielfalt mit Beimischungen (Weingärten) Burgenland: Tradition mit Kirsche, WalnussSüdsteiermark: Tradition mit Streuobstwiesen und dazw. MagerrasenNÖ: Thermenregion Pfirsichbäume im WeingartenVegetation in Steinmauern und Magerrasen
- Tiere im Weingarten trockenheits- und wärmeliebend, viele mediterrane Arten, z.T. gefährdet< Nützlinge und Schädlinge adulte Tiere: tw. auf blühende Pflanzen angewiesen Überwinterung z.T. in angrenzenden Hecken Vögel brauchen Bäume (Nestmöglichkeiten)--> strukturreiche Umgebung--> umweltschonende Bewirtschaftung--> nützlingschonende Insektizide Östliche Smaragdeidechse (Lacerta viridis) wärmeliebend Südosteuropa bis Ostösterreich strukturreiche, überwiegend sonnige und trockene Vegetations-Radnstreifen Trockenrasen, Weingarten in Ö stark gefährdet
- ÖPUL-Maßnahmen im Weinbau mind. 1 ha Spezialkultur (od. 2 ha bewirtschaftete Fläche) Mindestanforderungen für die Ausbringung von Dünge- und Pflanzenschutzmitteln Umsetzung der FFH-Richtlinie Maßnahme biolog. Wirtschaftsweise = umweltgerechte und biodiversitätsfördernde Bewirtschaftung Erosionsschutz Obst, Wein, Hopfen: - flächendeckende Begrünung der Weinflächen in allen Fahrgassen- Stammbereich max 80 cm offen gehalten- Hangneigung über 25 % ganzjährige Begrünung- Kultur mit mind. 1 winterharten Art anlegen- od. bestehende Kultur belassen- nur Beweidung erlaubt- Förderung 100-800 pro ha (abh. v. Hangneigung) Pflanzenschutzmittelverzicht: Insektizide und/o. Herbizide (Voraussetzung: Maßnahme "Erosionsschutz Obst, Wein, Hopfen") -> ÖPUL-NaturschutzmaßnahmenErhaltung und Entwicklung naturschutzfachlich wertvoller o. gewässerschutzfachlich bedeutsamer Flächen (nur Grünland, Ackerflächen und Teiche förderfähig)
- Landschaftselemente (Funktionen) = kleinere und größere, kaum oder gar nicht genutzte Flächen und Strukturen, die zw. den bewirtschafteten Äckern und Wiesen liegen und sich von ihrer Umgebung deutlich abhebenFunktionen v. Landschaftselementen Lebensraum vieler Tier- und Pflanzenarten Puffer und Ausgleichsflächen Vernetzung als Biotopverbund Erosionsschutz Mikroklima Wohlfahrtswirkung, Landschaftsbild und Ästhetik Nutzung v. Brennholz, Tierfutter, Obst
- Welche Landschaftselemente gibt es? 1. Feldraine, Böschungenschmale, längliche Streifen zw. 2 landwirtschaftl. Nutzflächenmit grasartigen und krautigen Pflanzen bewachsen2. Hecken, Ufergehölzelinienhafte Landschaftselementezusammengesetzt aus Bäumen, Sträuchern, krautige Pflanzen, Gräsern3. Feldgehölze/Baum-/Gebüschgruppenkleine Wäldchen aus Bäumen, Sträuchern, krautigen Pflanzen und Gräsernkeinen direkten Anschluss an den Waldinselartig in der Landschaft4. Einzelbäume/Baumreihen5. Streuobstbeständemittel- bis hochstämmige Obstbäumeals Einzelbaum, Baumreihe, Baumgruppe oder Streuobstwiesein unregelmäßigen Abständen "gestreut" auf Felder, Wiesen und Weiden6. Lesesteinhaufen/Steinriegel/Steinhage/Trockensteinmauerhändisch aufgeschlichtetnatürliche Stein-/Felsansammlung7. Graben/Uferrandstreifen8. Teich/Tümpel
- Agrarbiotope = Lebensraumelemente, die als Begleit-, Folge- oder Hilfsstruktur im Rahmen d. landwirtschaftl. Nutzung in der Feldflur entstanden sind und dieser lagermäßig oder funktional unmittelbar zugeordnet sindBsp.:- Raine (ungepflügt liegender Grenzstreifen zw. 2 Ackerflächen od. Flurstücken), Blühstreifen, Wege, Wegränder, Hohlwege, Lesesteinriegel oder Weinbergsmauern- Flureigene "Kleinbiotope" (Trockenstandorte, Brachen, Sutten...)
- Grundsätzliche Bedeutung von Agrarbiotopen für Natur- und Landschaftsschutz wesentliche gestalterische, landschaftsbildprägende Elemente der Kulturlandschaft bei moderner Planung, aber auch im Hinblick auf die Erhaltung v. attraktiven und artenreichen Kulturlandschaften kulturgeschichtliche Bedeutung Bedeutung im Hinblick auf den Ressourcenschutz (Schutz vor Bodenerosion - Wasser, Wind) Bedeutung im Hinblick auf den Biotopverbund (> Biodiversität) Artenspenderfunktion (> Ökosystemleistungen, z.B. Bienen)
- Feld- und Wiesenraine mit Gras- und krautigen Pflanzen bewachsene, überwiegend gehölzfreie Grenzstreifen zw. landwirtschaftl. genutzten Parzellen oder entlang v. Wegen- Feldraine: begleiten Ackerflächen- Wiesenraine: trennen versch. Nutzungseinheiten im Grünlandbereich meist auffallend durch Niveauunterschied zur Umgebung- Unterscheidung bei stärkeren Unterschied in Ranken (Stufenrain) und Hochrain bzw. Terrassen
- Wege und Wegeränder unbefestigte Gras- und Erdwege mit grünem Mittelstreifen Wegeränder meist weniger als 1m breit
- Hohlwege Wege, die Hang- oder Geländestufen durchschneiden und eingeschnitten/eingetieft sind meist sehr alte Elemente d. Kulturlandschaft Gliederung:- Ebene verfestigte Sohle- Böschungsfuß- Böschungen o. Wände aus anstehenden Gestein- Einschnittoberkanten
- Lesesteinformen Lesesteinriegel: Anhäufungen v. größeren und kleineren Gesteinsbrocken od. Steinen, die sichtbar sind Lesesteinhaufen: punktuelle, regellose Anhäufung v. Lesesteinen entstanden durch Entsteinungsaktionen aber auch zur Geländemodellierung in hängigem Gelände, tw. mit Abgrenzungsfunktion (Weide) regellos oder wie gemauert aufgeschichtet, mit Hohlräumen und Spalten unverfugt
- Trockenmauern planmäßig errichtet, tw. wie Handwerkskunst geringer Anlauf Abstützung d. Hangs, Schaffung von weniger geneigten Produktionsflächen Landschaftsbildprägende Struktur > Terassen
- Mikroklima d. Agrarbiotope Auswirkungen auf das Kleinklima je nach Höhen und Exposition bzw. Höhenunterschiede zur Umgebungo Feldraine haben eine höhere relative Luftfeuchtigkeit gegenüber dem angrenzenden Ackero Wege stellen häufig Wärmeinseln dar besonders wenn asphaltiert/befestigto Ranken sind meist wärmer und trockener, beschleunigte Vegetationsentwicklung im Frühjahr, Gefahr von Trockenstress im Sommero Auskämmen v. Schwebstoffen aus d. Lufto Hohlwege sind feuchter als d. Umgebung, mit (halb-)schattigen Bereicheno Oberflächen v. Lesesteinwällen können bei entsprechender Exposition bis 70° heiß werden, starke Abstrahlung und Abkühlung in der Nachto in Mauern und Lesesteinwällen untersch. Bedingungen in den Mauerfugen und Lücken
- Mauern und Lesesteinwälle: Zustand der Lesesteinwälle abhängig vom Nachfüllen der Schäden, sonst Sukzession und Brache Beseitigen von Maueraufwuchs Wiederaufrichten von Mauern Konkurrenz beseitigen
- Tierwelt in starkem Maße abhängig v. Kleinklima und den abiotischen Standortfaktoren abhängig von den randlichen Nutzungen abhängig vom Vegetationstyp Bedeutung v. Agrarbiotopen für Tiere:- Rückzugsraum aus der intensiv bewirtschafteten Fläche- Nahrungs- und Fortpflanzungsstätte- Raum für Vernetzung und Ausbreitung in die Landschaft
- Raine und Brachen niedrige Strukturen in d. offenen Agrarlandschaft Feldlerche: häufigster Vogel im Ackerland Feldhase: liebt offene Landschaft und (ungespritztes) Grünzeug Wachtel: ein Leben im Verborgenenwichtige Funktionen: sind nicht landwirtschaftlich genutzt Brutplatz (Rebhuhn, Feldhase) Deckung reiches Nahrungsangebot
- Sutten temporäre Gewässer mit tw. hochspezialisierter Fauna Brut- und Rastplätze für gefährdete Vögel (Kiebitz-Küken) Laichplätze für gefährdete Amphibien (Wechselkröte, Triops)