12

MV (Subject) / Moderationsanalyse (Lesson)

und Strukturgleichungsmodelle

This lesson was created by makem.

Learn lesson

Advertisement
  • Moderation = eine Variable (Moderator) wirkt auf die Beziehung zwischen dem Prädikator X und dem Kriterium Y Der Einfluss von M ändert den Effekt von X auf Y, d.h. je nach Ausprägung des Moderators fällt die Beziehung zwischen Prädiktor und Kriterium unterschiedlich aus. o X Prädikator o Y Kriterium o M Moderator
  • Moderierte Mediation Moderierte Mediation = abhängiger indirekter Effekt Modell in dem der Effekt eines Prädikators X auf ein Kriterium Y mittels eines Mediators M unterschiedlich ausgeprägt ist und von einem Moderator W abhängig ist. Theoretisch kann jeder Pfad im Modell moderiert werden
  • Strukturgleichungsmodelle = structural equation modeling (SEM) sind breite Verfahrensklasse zur Modellierung von Zusammenhängen zwischen Variablen: SEM -> Pfadmodelle -> Regressionen oder -> CFA
  • Vorgehensweise SEM (1) Modellformulierung (→ Hypothesenbildung, Pfaddiagramm und Modellspezifikation) (2) Modellidentifikation (→ die im Modell spezifizierte Struktur der Variablen wird in linearen Gleichungen formuliert = Strukturgleichungsmodell) (3) Modellschätzung (→ Parameterschätzung anhand verschiedener Schätzverfahren, z.B. Maximum-Likelihood Methode) (4) Modellevaluation (→ Beurteilung der Schätzergebnisse anhand von Modelltest Chi-Quadrat und Fit-Indizes) (5) Modellmodifikation (→ inhaltliche Prüfung der neuen Pfade wichtig)
  • Modellformulierung SEM Auf Grundlage einer Theorie/ von Hypothesen ein Modell spezifizieren Hypothesen in Gleichungen umsetzen und als Pfadmodelle darstellen Hypothesen beziehen sich auf Zuordnung der manifesten Variablen zu den latenten Variablen sowie Interkorrelationen der latenten Variablen
  • Modellidentifikation SEM Liegen auf Grundlage der Daten ausreichend Informationen vor, um die unbekannten Parameter des Modells zu schätzen und weisen die latenten Variablen eine definierte Metrik auf? Wenn Identifikationsbedingung erfüllt ist erhält man für jeden Modellparameter eine eindeutige Schätzung
  • Modellschätzung SEM Parameterschätzung → Ziel: möglichst gute Übereinstimmung zwischen geschätzten Parametern und empirisch beobachteten Kovarianzen Verschiedene Schätzmethoden möglich (mit unterschiedlichen Voraussetzungen an die Ausgangsdaten)
  • Maximum-Likelihood Methode Ziel: Abweichung zwischen Stichprobenkovarianzen und Kovarianzmatrix des Modells soll minimiert werden o FML ist für ideales Modell = 0
  • Modellevaluation SEM Hauptfrage: Wie gut passt das Modell zu den Daten? Null-/Unabhängigkeitsmodell: Kovarianzen zwischen latenten Variablen werden 0 gesetzt Fit-Indizes: Chi^2-Test CFI RMSEA TLI RMR SRMR WRMR AIC BIC
  • Modellvergleich SEM Maximum-Likelihood-Ration Test (MLR) um zwei konkurrierende Modelle zu vergleichen Weitere Schätzmethoden: WLSMV, WLSM, ULSMV, MLMV, MLM usw.
  • Advertisement
  • Modellmodifikation SEM Modifikationsindex (MI) Statistikprogramme geben aus wie sich ein Modell verbessern würde durch zusätzliche Pfade o Bei mehreren Pfaden o Modifikaton sollte daten- und theorieorientiert sein → Ansonsten Gefahr von Overfit! o keine Modifikation ohne theoretische und empirische Begründung
  • Regressionsgleichung unabhängig abhängig Y = i1 + aX + bM + e1 Y = i1 + a(M)X + bM + e1