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Gesprächsführung (Subject) / Systemische Gesprächsführung (Lesson)

Grundlagen der Systematischen Gesprächsführung

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  • Systemische Gesprächsführung Grundlagen • Gut für die Arbeit mit Systemen von Klienten und Problemlagen im sozialen Bereich • Einzel- und Gruppensettings • Paarberatung und –therapie • Organisationsberatung, Teambildung • Einflüsse: Watzlawick, Familientherapie: • in gemeinsamen Gesprächen m. Eltern und Kindern wurdenKommunikationsstörungen Fokus statt Störungen der Kinder • alle Beteiligten des sozialen Systems müssen in der Arbeit berücksichtigt werden • Auch wir als Therapeuten werden Teil des Systems!
  • Systemische Gesprächsführung Grundannahmen • Ein System gilt als gesund, wenn alle Subsysteme ihre Funktion erfüllen. • Konstruktvismus • Objektive Wahrheit gibt es nicht, sondern die Wahrnehmung ist immer abhängig von der Position des Beobachters. • Zirkularität • Alles bewegt sich in zirkulären Zusammenhängen, d.h. mein Verhalten ist Reaktion auf dein Verhalten, dein Verhalten ist Reaktion auf mein Verhalten. • Menschen sind aktive Gestalter ihrer Lebenssituation. • Das System ist nicht! Ursache für die Störung, sondern die darin enthaltenen dynamischen Wechselwirkungen werden als fehlerhaft angesehen. • D.h. Probleme sind nicht Eigenschaften einer bestimmten Person!  „Symptomträger“, „Indexpatienten“, da (psychische) Störungen als „Ventil“ für einen im System entstandenen Druck angesehen werden, der das Gleichgewicht (Homöostase) bedroht. • Besonderheit: Diagnostik- und Interventionsphase nicht strikt voneinander getrennt
  • Systemische Gesprächsführung Fokus • Interaktionen der Beteiligten des Systems, z.B. • Rollenverteilung • Kommunikationsmuster • Auswirkungen der Interaktionen • auf die Symptome des Indexpatienten • Bedeutung der Symptome für das familiäre System (Cave Symptomverschiebung!) • Arbeit an • …was immer der Klient als Ziel hat!
  • Systemische Gesprächsführung therapeut. Haltung Kundenorientierung • Nicht der Behandler entscheidet, was der Patient benötigt, sondern die Behandlung wird am Bedarf des Patienten (deswegen manchmal auch „Kunde“) ausgerichtet • Neutralität/ Allparteilichkeit und Neugier • Gegenüber den Personen • Gegenüber den Problemen/ Lösungen des Systems • Möglichkeiten erweitern • Rigide/starre Verbindungen sollen wieder „verflüssigt“ werden • Lösungsorientierung • Problemen wird nur so viel Raum wie nötig gegeben • Fokus liegt auf wann das Problem nicht auftritt oder Veränderungsmöglichkeiten • Ressourcenorientierung • jeder Mensch und jedes System besitzt die Ressourcen (sozial,materiell, ideell), um Probleme selbst zu lösen • Anregen und Verstören • Geschichten, Bilder, Metaphern, … • Siehe auch Interventionen
  • Systemische Gesprächsführung therapeut. Haltung • Woran erkenne ich, dass ich nicht mehr in der systemischen Grundhaltung bin? Kundenorientiertung: - Meine ich besser zu wissen als der Patient, was gut für ihn ist? - Versuche ich, den Patienten von einer bestimmten Lösung zu überzeugen? Neutralität:  - Neige ich dazu, bestimmte Personen die Schuld an der Symptomatik zu geben? - Habe ich bereits eine feste Meinung zur Ursache des Problems oder eine bestimmte Lösung im Blick? Neugier: - Finde ich die Therapie langweilig, anstrengend, zäh oder ermüdend? - Scheue ich davor zurück, heikle Punkte anzusprechen Ressourcen- und Lösungsorientierung: - Werde ich hoffnungslos? Habe ich das Gefühl, in Problemen zu versinken? - Bin ich der Meinung, ich müsste viel mehr Zeit und Kraft in die Therapie investieren, um wirklich zu helfen?
  • Systemische Gesprächsführung Methoden (Auszug!) • Hypothesen bilden (und verwerfen) • Hypothesen aussprechen • schauen, wie das System darauf reagiert Exkurs Hypothesen in der systemischen Therapie - Hypothesen sind vorläufige, im weiteren Verlauf des Gesprächs zu überprüfende Annahmen über das was ist Sie haben eine Ordnungsfunktion, indem sie der Therapeutin im Verlauf des Gesprächs Anhaltspunkte bieten, worauf sie bei der Vielzahl von verbalen und nonverbalen Informationen achten soll. Werden sie ausgesprochen, haben sie eine Anregungsfunktion, indem sie den Beteiligten des Systems neue Sichtweisen, neue Erklärungsmuster anbieten und dadurch zu Neubewertung und Veränderung anregen. Voraussetzung für das Bilden von Hypothesen ist das Erkennen von INteraktionsmustern, also von bestimmten typischen Handlungsabläufen in einem System. Diese Wahrnehmungen werden in einer Hypothese zusammengefasst ("immer wenn Frau Schulz dies tut, mach Herr Schulz jenes") Eine Hypothese die das Problem als individuelle Störung beschreibt ("FRau Schulz ist übergriffig") wäre nicht sinnvoll. Eine Hypothese ist umso hilfreicher, je mehr Beteiligte des Systems sie berücksichtigt ("wenn Frau Schulz wütend wird und Herr Schulz sich zurückzieht, dann greift die Tochter ein"). Sie sollte nicht nur das Problemverhalten an sich, sondern auch den Kontext des Problems berücksichtigen.  Wird eine Hypotehse den Klienten gegenüber ausgesprochen, sollte sie wertschätzender formuliert werden ("Wenn Frau Schulz sich energisch um Kontakt bemüht, Herr Schulz sich schützen möchte, dann engagiert sich die Tochter und versucht zu vermitteln").
  • Systemische Gesprächsführung Methoden (Auszug!) • Schlussinterventionen (durchaus paradox!) • Mehr desselben, unterlassen, beibehalten Beispiel was macht man mit einem Kind, dass nur Nudeln essen will ? - Man gibt ihm von morgens bis abends nur Nudeln zu essen bis es nicht mehr sehen kann. Paradoxe Interventionen sollen festgefahrene Situationen lösen und die Sicht der Beteiligten darauf verändern.  Man verhält sich hierbei genauso bzw sagt genau das, was nicht erwartet wird. Auf diesem Weg wird gerade  durch die Anwendung des problematischen (Kommunikations-) Verhaltens dessen Funktion verdeutlicht
  • Systemische Gesprächsführung Methoden (Auszug!) • Zirkuläre Frage • Verflüssigungsfrage • Externalisierungsfrage • Möglichkeitsfrage • Skalierungsfrage • Frage nach Ausnahmen • Worst Case Frage • Wunderfrage
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