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Gesprächsführung (Subject) / Ellis (Lesson)

Direktive Gesprächsführung

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  • Direktive Gesprächsführung das ABC-Modell A =Aktivierendes Ereignis B =Beliefs (Gedanken,Überzeugungen) C =Konsequenzen(Gefühle, Verhalten, …)
  • Direktive Gesprächsführung die Beliefs • Nach Ellis sind Kognitionen (Beliefs) • Selbstverbalisierungen, „etwas, was man sich einredet“ • nicht unbedingt überlegt, sondern meist automatisch und reflexartig • Elternsätze, die wir in unserer Entwicklung gehört haben • sie ermutigen oder bestrafen • sie bringen uns bei, was „richtig“ oder „falsch“ ist • Art unserer Beliefs entscheidend für Erreichen von Zielen  psychisches Wohlbefinden • Therapie: dysfunktionale Beliefs bewusst machen und damit in Frage stellen:  Veränderung negativer Gefühle  Veränderung dysfunktionaler Handlungstendenzen
  • Direktive Gesprächsführung rational vs. irrational • Rationalität nach Ellis • Den Willen, zu überleben • Das Bedürfnis, relativ glücklich zu sein • Das Bedürfnis, mit anderen Mitgliedern meiner Sozialgemeinschaft auszukommen • Das Bedürfnis, mit einigen dieser Mitglieder intimere Beziehungen einzugehen • Denken und Handeln zum Umsetzen dieser Werte ist für Ellis gleichbedeutend mit seelischer Gesundheit und Gleichgewicht
  • Rationale Beliefs - Sind wahr, sind logisch stimmig und begründbar - sind nicht absolut, sie sind relativ und spiegeln subjektive Wünsche - führen zu angemessenen- möglicherweise zu starken und unangenehmen - aber nicht zu schrecklichen Cs - sind HIlfen für das Erreichen von Zielen. Sie beinhalten die Möglichkeiten Ziele vorurteils- und angstfreier (und damit Erfolg versprechender) in Angriff zu nehmen
  • Irrationale Beliefs - sind nicht wahr, sind Übertreibungen und Verallgemeinerungen. Sie sind logisch nicht zu begründen - sind absolute Forderungen; sie sind Ansprüche, keine Wünsche - führen zu unangemessenen, schrecklichen, entsetzlichen Cs, bis hin zur Selbstzerstörung - Führen zu aufwühlenden Emotionen, was kaum ein Garant für maximale Freude und erfolgsreiches Leben sein kann
  • 12 Irrglauben nach Ellis 1. Irrglaube: Es ist für jeden Erwachsenen absolut notwendig, von jeder anderen Person respektiert und geliebt zu werden -> "Ich bin harmoniesüchtig, ich kann Unfriedenheit nicht ertragen" -> führt zu Angst, Panik, Schuldgefühlen und Zweifel.  2. Irrglaube: Man darf sich nur dann als wertvoll empfinden, wenn man in jeder Hinsicht kompetent, tüchtig und leistungsfähig ist! -> "Ich tauge zu nichts", "Das kann ich nicht schaffen" -> führt zu Angst, Panik, Schuldgefühlen und Zweifel. 3. Irrglaube: Bestimmte Menschen sind böse und schlecht und sie sind hierfür zu bestrafen! -> "Dieses miese Schwein" "Das hätte er mir nie antun dürfen" -> bewirken Ärger, Aggression und Frustration 4. Irrglaube: Es ist schrecklich und katastrophal, wenn Dinge so sind wie wir sie haben möchten -> " Ich hau ab" "Es kotzt mich alles an" -> bewirken Ärger, Aggression und Frustration 5. Irrglaube: Leiden hängt von äußeren Ursachen ab, und Menschen haben keinen Einfluss darauf -> " Sie macht mich kaputt" "Er ist mein Leben" -> führt zu Angst, Panik, Schuldgefühlen und Zweifel. 6. Irrglaube: Unser Denken hat sich ständig mit dem Eintreten möglicher oder tatsächlicer gefahren zu beschäftigen -> " Ich kann es doch nicht einfach so laufen lassen" "Ich mag gar nicht daran denken- wenn ich nur daran denke" -> führt zu Angst, Panik, Schuldgefühlen und Zweifel. 7. Irrglaube: Es ist leichter, Schwierigkeiten auszuweichen als sich ihnen zu stellen -> "Das nützt doch nichts" -> bewirken Ärger, Aggression und Frustration 8. Irrglaube: Man braucht einen Starken, auf den man sich stützen kann -> "Ohne sie bin ich nichts" "allein mag ich nicht" 9. Irrgaube: Die Vergangenheit bestimmt das gegenwärtige Verhalten -> "Das war bei mir schon immer so" "meine verpfuschte Erziehung" -> führt zu Angst, Panik, Schuldgefühlen und Zweifel. 10. Irrglaube: Sich über Probleme und Schwierigkeiten anderer aufregen! -> "War ja wirklich nicht anders zu erwarten" 11. Irrglaube:  Es gibt immer eine perfekte Lösung: Wird sie nicht gefunden, ist dies schrecklich -> "Ich weiß nicht wie ich mich entscheiden soll -> führt zu Angst, Panik, Schuldgefühlen und Zweifel. 12 Irrglaube: Es ist unmöglich mit Unsicherhieten zu leben -> "und wo ist der Haken? ängstliche Gedanken führen zu Angst feindselige Gedanken führen zu Wut depressive Gedanken führen zu Niedergeschlagenheit
  • Direktive Gesprächsführung das Ziel • irrationale Kognitionen (in Verbindung mit Verhaltensänderungen) in rationale Kognitionen wandeln -> „Es ist schön und sicherlich angenehm, wenn ich fairbehandelt werde, aber ich kann es auch ertragen,wenn es nicht so ist.“ • Patienten sollen lernen, mit ihren irrationalen Gedanken eigenständig in Diskussion zu gehen, um die gefühlsmäßige und behaviorale Konsequenz zuändern • ABC + DE – Diskussion und Effekt
  • Direktive Gesprächsführung Methoden • Der Sokratische Dialog (oder auch hartnäckigesNachfragen…) • Wissenschaftlich-logische Schlussfolgerungen und Hypothesen werden aus den Äußerungen des Patienten generiert und in Frage gestellt • Selbsterkenntnis: Nicht-Wissen – Noch-nicht-Wissen – Ideen generieren • Fokussieren • „Was haben Sie gerade gesagt?“ „Wiederholen Sie bitte noch mal diesen Satz, den Sie gerade gesagt haben.“ • Gezielt nach Beliefs suchen • „Was haben Sie gedacht in dem Moment?“ „Was ging Ihnen durch den Kopf?“ • Beispielfragen: • Wo ist der Beweis? • Warum? / Warum nicht? • Woher wissen Sie das? • Was könnte mit der Annahme nicht in Ordnung sein? • Wo steht geschrieben, dass es immer so sein muss? • Ist es möglich, immer…? • Wie kommen Sie darauf, dass…? • Doppelte Spiegelung (Emotion + Inhalt) • Bsp. „Sie ärgern sich, weil Sie sich von Ihrem Chef mehr Rücksicht wünschen.“ • Konfrontation mit Widersprüchen zwischen Sagen/Tun • Bsp. „Sie sagen, Sie wünschen sich mehr Rücksicht, übernehmen aber freiwillig mehr Arbeit.“ • Klares Aussprechen alternativer Betrachtungsweisen • Bsp. „Ich sehe das Verhalten Ihres Chefs nicht als fehlende Rücksicht, sondern als logische Folge auf Ihre innere Haltung
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