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Sonderpädagogik (Subject) / Beispielaufgaben (Lesson)

Übungsaufgaben

This lesson was created by LeonieBalke.

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  • Was fordert die UN-Konvention? Welche Folgen ergeben sich daraus für das Bildungssystem? •Recht auf Bildung und volle soziale Partizipation allerMenschen.Recht auf Zugang zu einem inklusiven, hochwertigen undunentgeltlichen Unterricht an Grundschulen undweiterführenden Schulen.•Recht auf wirksame individuell angepassteUnterstützungsangebote in einem Umfeld, das diebestmögliche schulische und soziale Entwicklung gestattet.•Folgende Folgen ergeben sich daraus für das Bildungssystem:- die Schulen müssen umgebaut werden, so dass sie für dieSchüler mit Behinderung freundlicher sind und ihnen dieMobilität ermöglichen; -das Personal muss umgeschult werden - Abschaffung von Förderschulen •Es folgt ein massiver Ressourcenmangel, welcher kaumgetragen werden kann.
  • Erläutern sie acceptability, availability, adaptability, accessability. •Inklusive Bildung ist für alle Menschen verfügbar: availability •Schülerinnen und Schüler erhalten auch tatsächlich Zugang zu einergemeinsamen allgemeinen Schule: accessability •Verbesserung der Akzeptanz aller Schülerinnen und Schüler mit ihren jeindividuellen Lern- und Entwicklungsmöglichkeiten durch Schulleitung,Lehrkräfte, Mitschüler und Eltern: acceptability •Adaptiertbarkeit/Veränderbarkeit des Schulsystems und des Unterrichts,so dass die Bedürfnisse der Einzelnen berücksichtigt werden können:adaptability
  • Wie hoch ist der Anteil von Kindern, für die in Deutschland ein sonderpädagogischer Förderbedarf festgestellt wird? •7,0% (KMK 2015, aktuell 7,2%)
  • Streichen Sie den falschen Begriff durch. Es können auch beide Begriffe passen. •Die UN-Konvention verfolgt das Ziel, allen Menschen die volle soziale Teilhabe zu ermöglichen. Die Unterzeichnerstaaten verpflichten sich zum Aufbau eines inklusiven/selektiven Bildungssystems für alle Menschen. Schülerinnen und Schüler mit Beeinträchtigungen sollen/dürfen nicht vom Unterricht der allgemeinen Grundschulen und weiterführenden Schulen ausgeschlossen werden. •Daraus ergibt sich die Verpflichtung zur Kooperation von Sonderpädagogik und allgemeiner Schulpädagogik sowie die feste Verankerung von besonderer Förderung in allen Regelschulen/Förderschulen. Streichen Sie den falschen Begriff durch. Eskönnen auch beide Begriffe passen.•Die UN-Konvention verfolgt das Ziel, allen Menschen dievolle soziale Teilhabe zu ermöglichen. DieUnterzeichnerstaaten verpflichten sich zum Aufbau einesinklusiven/selektiven Bildungssystems für alle Menschen.Schülerinnen und Schüler mit Beeinträchtigungensollen/dürfen nicht vom Unterricht der allgemeinenGrundschulen und weiterführenden Schulenausgeschlossen werden.•Daraus ergibt sich die Verpflichtung zur Kooperation vonSonderpädagogik und allgemeiner Schulpädagogik sowiedie feste Verankerung von besonderer Förderung in allenRegelschulen/Förderschulen.
  • Was ist Behinderung? Definieren Sie den Begriff unter Bezugnahme auf die Internatitonal Classification of Functioning (ICF). Wie hat sich der Begriff im Laufe der Geschichte verändert? •Rechtlich definiert sich der Behinderungsbegriff als eine langfristige körperliche,seelische oder geistige Einschränkung für die Teilhabe an der Gesellschaft. •Medizinisch wird der Grad der Behinderung festgelegt, aus dem sich jeweils individuelleKonsequenzen für die betroffene Person ergeben, hauptsächlich in Bezug auf dieInanspruchnahme von zusätzlichen Leistungen. Hier wird auch der Status derSchwerbehinderung erteilt. •Der Begriff hat sich geschichtlich stark verändert, so wurde 1980 (ICIDH) nur aus derPerspektive der Einschränkungen heraus definiert. Als Kausalzusammenhang führt eineKrankheit zu einer Schädigung, woraus eine soziale Teilhabeeinschränkung entstehen kann.•Dieses Handicap ist nun ein Teil dieser Person. Aus der heutigen Sicht ist das ICF Modell(2005) aussagekräftig, da hier auch Umweltfaktoren, Aktivitäts- undPartizipationsmöglichkeiten und personenbezogene Faktoren einbezogen werden.Nicht die persönlichen Einschränkungen, sondern die fehlendenPartizipationsmöglichkeiten in der Gesellschaft stehen im Vordergrund bei derBestimmung des Behinderungsbegriffs
  • Warum gestaltet sich eine Definition des Begriffs "Behinderung" so schwierig? Nehmen Sie Bezug auf eines der Fallbeispiele. Die Definition des Begriffs "Behinderung" gestaltet sich schwierig, da es ein relativerBegriff ist, der von Kultur, Kontextbedingungen und fachlichen Sichtweisen abhängigist. •Außerdem besteht eine Differenz zwischen der medizinischen und soziologischenDefinition des Begriffs. •Um eine eher psychische Einschränkung handelt es sich bei Vincent (Fallbeispiel). Er wirdals "notorischer Störer" bezeichnet. Nach ein paar Monaten an einer Regelschule sindjedoch immense Fortschritte festzustellen, sodass kein Förderbedarf mehr besteht unddie Inklusion somit gelungen ist. •Anders ist es bei Johanna, die am Asperger Syndrom, also einer Art von Autismus leidet.Ihre Alltagsbegleiterin im Unterricht ist zeitgleich ihre einzige Freundin. Ihre Behinderungmacht die Schule für sie zur Belastung, da keine Inklusion gelingt. •Eine körperliche Behinderung liegt bei Rebecca vor, die an einer Knochenkrankheitleidet. Doch auch bei ihr gelingt die Inklusion an einer Regelschule.
  • Wie unterscheidet sich ein medizinischer und ein soziologischer Behinderungsbegriff? Im traditionellen (medizinischen) - körperliche oder psychische "Schädigung" zurück geführt ,medizinische Behinderungsbegriff ist individuumszentriert, defizitorientiert und irreversibel. Man spricht von einer dauerhaften Beeinträchtigung. Diese Beeinträchtigung hat auch Auswirkungen auf die Leistungsfähigkeit der betroffenen Person. Der soziologische Begriff sieht Behinderung als kulturabhängig der von der Gesellschaft bestimmt wird Man ist nicht behindert, sondern wird behindert. eine unerwünschte Abweichung von der gesellschaftlichen Norm -> Behinderung ist im soziologischen Sinne nicht Merkmal einer Person,sondern einer Konstellation von Person und Umwelt
  • Erläutern sie den Index der Inklusion (Dreieck) •Kulturen: tief verwurzelte Einstellungen, Werte undÜberzeugungen•Strukturen: Wie ist Schule organisiert?Schulentwicklungsprozesse, Kooperation•Praktiken: Lehr- und Lernprozesse, wie können Ressourcenentwickelt und genutzt werden? Als ersten Schritt zur Inklusion muss man inklusive Kulturen schaffen, sprich, esmuss geklärt werden welches Leitbild die Schule besitzt und auf was in der Schuleder Fokus gelegt wird. Erst durch die Auseinandersetzung mit den eigenenkulturellen Wünschen und Bedürfnissen der Schule, ist es möglich inklusiveStrukturen zu etablieren. Diese inklusiven Strukturen meinen die Organisationund Struktur der Schule selbst. Durch eine gut strukturierte Schule, werden diebestmöglichen Praktiken zur Inklusion gefunden. Die Praktiken müssen daraufausgerichtet sein, die Schüler nicht mitzuziehen, sondern aber ihre Lernprozessezu unterstützen und anzuregen, ob mit Beeinträchtigungen oder nicht.
  • Definieren sie die Begriffe Heilen, Separieren und brauchbar machen mit Beispielen. „Heilen: Der Begriff "Heilen" hat einen deutlichen therapeutischen Ansatz. Es geht darum, einen "Schonraum" für Kinder mit Behinderung zu schaffen und darum, krankhafte Zustände zu verbessern und dadurch Integration zu erreichen. Kinder, die eine Hilfsschule besucht haben, mussten beispielsweise keine Disziplinarmaßnahmen, wie z.B. Prügel ertragen, im Gegensatz zu den Schülern einer Volksschule. Separieren: Durch die Selektion von Hilfsschülern, die dann gesammelt auf eine Hilfsschule geschickt wurden, sollte durch die Aussonderung der Hilfsschüler die Entlastung der Volksschulen erreicht werden. Damit wurde außerdem impliziert, dass Kinder mit Beeinträchtigungen ihre anderen Mitschüler in ihrem Lernen bzw. Lernerfolg beeinträchtigen und hemmen. Brauchbar machen: Unter "Brauchbar machen" wird in diesem Kontext verstanden, dass die Schüler einer Hilfsschule trotz ihrer Beeinträchtigung noch eine soziale Qualifikation erhalten sollten, um wenigstens noch niedrige Arbeiten ausführen zu können, um sich z.B. selbst versorgen zu können und somit den Staat nicht zu belasten.
  • Karl Tornow wird als Wegbereiter der sonderpädagogischen Profession beschrieben (Hänsel 2008). Beschreiben Sie seinen Lebensweg und seine Rolle in der Sonderpädagogik. 1921 bis 1928 als Erzieher und Lehrer in Fürsorgeanstalten tätig Ab 1928 bis hin zum Jahre 1942 war er als Lehrer und Leiter in Hilfsschulen tätig. Zeitgleich dazu war er Funktionär der NSDAP sowie Vertreter des Hilfsschulverbandes. 1939 an der Umsetzung des "Gesetzes zur Verhütung erbkranken Nachwuchses" beteiligt Ab 1943 war er dann Sonderpädagoge im Hirnverletztenlazarett  Ab 1950 bis 1985 war er dann Sonderpädagoge und Psychotherapeut in Erziehungsberatung und freier Praxis Seine Rolle in der Sonderpädagogik und insbesondere in der Heilpädagogikwar umstritten, denn sich selbst stellte er gerne als Retter der Kinder dar.Zumindest als Retter derer, die noch „einigermaßen belehrbar“ waren.Andererseits war er aber NS-Funktionär und hatte eine wichtige Rolle bei derAbsonderung eben dieser Kinder gespielt; wofür er auch niemals belangtwurde.
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  • 5 - 7 Merkmale guter inklusiver Schulen 1. In der inklusiven Schule stehen die [Schüler] mit ihrem [Bildungserfolg]im Mittelpunkt.2. Inklusiver Unterricht fokussiert auf [individuelles] und [kooperativesLernen]3. Verbindliche Absprachen schaffen verlässliche Strukturen für das[gemeinsame] Lernen.4. In der inklusiven Schule arbeiten [Kollegium] und [Schulleitung] engzusammen.5. Die inklusive Schule arbeitet mit [Eltern] und [externen Partnern]zusammen.6. Die inklusive Schulpraxis steht immer wieder auf dem [Prüfstand]7. [Haltung],[Kompetenz] und [gemeinsame Rahmenbedingungen] bildendas Fundament inklusiver Schule.
  • Wie lauten die drei Funktionen der Schule nach Fend? • Integration in die Gesellschaft, Enkulturation: Teilhabe,Identität• Allokation: Vergabe von Bildungs- und Lebenschancen durchLeistungshierarchie• Qualifikation für die Teilhabe am gesellschaftlichen undArbeitsleben
  • Wie heißen die Pädagogischen Prinzipien Integrativer Unterrichtung nach Prengel? • Akzeptanz der Heterogenität aller Schüler/innen• Öffnung des Unterrichts für die Bedürfnisse und Interessen derEinzelnen:• Individualisierung der Lernangebote für alle Kinder, innereDifferenzierung• Bewusste Herstellung von Gemeinsamkeit, Aufbau einersolidarischen Kultur• Ressourcenorientierung statt Defizitorientierung •Transparenz• Kollegiale Kooperation der Erwachsenen