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Bank (Subject) / Bank (Lesson)
Banking
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- Arten von Kapitalgebern und Definition Kapitalgeber sind solche Institutionen und Privatpersonen, die Zahlungsmittelübeschüsse zur Anlage bereitstellen. Direkt: Privatpersonen Indirekt: Versicherungen
- Kapitalnehmer Privatpersonen und Insitutionen die Kapitalmittel nachfragen
- Markt Definition Finanzmarkt Formelle oder informelle Einrichtung die Käufer und Verkäufer zusammenführt um Handel zu ermöglichen. Finanzmärkte sind spezielle Märkte auf denen Finanzkontrakte gehandelt werden. Beispiele Finanzmärkte: 1. Börsen 2. Tageszeitungen 3. Telefonhandel
- Unterschied Finanzmärkte und Banken Banken schaffen nicht nur einen Platz an dem sich Angebot und Nachfrage treffen können, sondern treten selbst als Marktteilnehmer auf.
- Finanzintermediäre Mittler zwischen Kapitalangebot und Kapitalnachfrage: Im engeren Sinne= Banken, Versicherungen, Venture Capital Fonds --> Nehmen Depositen auf und verkaufen Kredite= Commercial Banking Im weiteren Sinne= Finanzmakler, Rating-Agenturen --> Nehmen Beratungsfunktion ein und ermöglichen den Handel= Investment Banking
- Funktionen von Märkten 1. Koordinationsfunktion= Finanzmärkte bieten Kapitalnehmern und Kapitalgebern einen Platz an dem sich Anbieter und Nachfrager treffen können. Koordination örtlich und zeitlich (beispielsweise durch Börsentage) 2. Allokationsfunktion= Der Markt hilft Angebot und Nachfrage nach Kapital auszugleichen. Marktpreise liefern dabei Informationen über Knappheit des Kapitals und bilden Grundlage für eine effiziente Allokation. 3. Auswahlfunktion= wird erfüllt, indem Zugangsvoraussetzungen für Marktteilnehmer beschlossen werden. BaFin muss beispielsweise der Leitung einer Bank zustimmen.
- Spezielle Transformationsfunktionen von Finanzmärkten und Finanzintermediären 1. Losgrößentransformation= Finanzmarkt bringt die Vorstellung von Kapitalgebern und -nehmern bezüglich der Beträge (Losgrößen) in Einklang. 2. Fristentransformation= Finanzmarkt bringt unterschiedliche Zeiträume für Kapitalanlage und Kapitalaufnahme durch Ausgleich von Angebot und Nachfrage bezüglich der Laufzeit in Einklang. 3. Risikotransformation= Risikotransformation kann durch Risikoreduktion in Form von Portefeuillebildung und Risikoaufspaltung erreicht werden.
- Primärmarkt vs. Sekundärmarkt Am Primärmarkt werden neue Finanzkontrakte zwischen Kapitalnehmern und Kapitalgebern geschlossen. Beispiele: Emission von Aktien und Platzierung von Anleihen. Am Sekundärmarkt werden am Primärmarkt erzeugte Kontrakte gehandelt --> dies ermöglich Fristentransformation.
- Inhaltliche vs. gesetzliche Definition der Bank Inhaltliche Definition nach Banktätigkeit 1. Commercial Bank = Finanzintermediär im engeren Sinne = Einlagen- und Kreditgeschäft 2. Investment Bank= Finanzintermediär im weiteren Sinne= Leistungen in Zusammenhang mit Finanzinstrumenten Gesetzliche Definition nach Kreditwesengesetz (KWG) 1. Kreditinstitut= Universal oder Commercial Bank 2. Finanzdienstleistungsinstitut= Investment Bank 3. Finanzunternehmen- keine Institute= schwächer reguliert
- Corporate Governance - Wer kontrolliert die Banken? Staatliche Institutionen: BaFin Deutsche Bundesbank FMSA= Bundesamt für Finanzmarktstabilisierung --> verwalten Finanzmarktstabilisierungsfonds und Bankenabgabe, die eingezahlt wird um als Stabilisierung der Banken zu dienen
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- 4 Gründe, warum die Governance von Banken nicht identisch mit der Governance von Unternehmen sein kann 1. Fremdkapitalgeber (Anleger) sind ugeeignet Banken zu beaufsichtigen --> halten nur sehr kleinen Anteil, verfügen über wenig know-how über komplexes Bankgeschäft 2. Weniger Wettbewerb durch Marktzugangsbeschränkungen 3. Das Insolvenzrisiko von Banken ist hochkorreliert --> Dominoeffekt--> Problem der Kreditklemme aufgrund mangelnden Vertrauens am Interbankenmarkt 4. Staat als Lender of Last Resort schafft Fehlanreize für überhöhte Risikoaufnahme
- Leverage Effekt Als Leverage wird die Hebelwirkung der Finanzierungskosten des Fremdkapitals auf die Eigenkapitalverzinsung verstanden. So kann durch Einsatz von Fremdkapital die Eigenkapitalrendite einer Investition gesteigert werden. Dies trifft jedoch nur zu, wenn ein Anleger Fremdkapital zu günstigeren Konditionen aufnehmen kann, als die Investition an Gesamtkapitalrentabilität erzielt.
- 3 Säulen des deutschen Banksystems - Universalbanken 1. Kreditbanken = Großbanken, Regionalbanken, privatwirtschaftlich geführt, Unternehmensform AG 2. Sparkassensektor= Kreisebene-Sparkassen, Landesebene-Landesbanken, Oberste Ebene-DekaBank, öffentlich rechtlich geführt 3. Genossenschaftssektor= Volksbanken, eingetragene Genossenschaften, eG
- Begriff Universalbank Universalbanken dürfen allen im §1 KWG geregelten Bankgeschäften nachgehen. Dabei sind unterschiedliche Ausprägungen möglich.
- Arten von Spezialbanken 1.Hypothekenbanken --> verleihen nur Hypotheken. Bestandteil: Gesicherte Grundschuld, daher diese Kredite sehr sicher--> andere Regulierungsvorschriften, sehr wenig EK--> hoher Leverage Werden heute von Internet Hypothekenbanken ersetzt--> Filialen zu teuer 2. Bausparkassen --> geringe Einzahlungen mit geringem Zinssatz--> dafür später die Option auf ein Darlehen mit ebenfalls niedrigem Zinssatz 3.Direktbanken= Internetbanken, kein Overhead, daher günstiger 4. Kapitalanlagegesellschaftn/Fondsgesellschaften sind Unternehmen die eingelegte Kundengelder getrennt vom eigenen Vermögen (Sondervermögen) in Fonds anlegen --> Anlage wird als Sondervermögen verbucht, daher auch im Falle der Pleite sicher 5. Kreditinstitute mit Sonderaufgaben, Bsp: Kreditanstalt für Wiederaufbau, KfW Bankengruppe 5. Wertpapiersammelbanken übernehmen die Verwahrung, Verwaltung und den Giroverkehr von Wertpapieren für Kreditinstitute
- Institutionelles Umfeld: Die Rolle der EZB 1. Refinanzierung erfolgt über die EZB: normales Verfahren: Banken leihen sich von der EZB zum Leitzinssatz von derzeit 1,25%=Hauptfinanzierungsinstrument, Spitzenzins liegt bei ca. 2,25% Zinssatz wird durch EZB oder spezielle Bieterverfahren festgelegt 2. Mindestreserven bei der EZB- Alle Banken mpssen 2% der Einlagen bei der EZB zurücklegen= Mindesreservepflicht (S.50) 3. EZB tritt als Lender of Last Resort auf, d.h. greift im Krisenfall ein, um einen Systemausfall zu verhindern 4. EZB kann auch als Bank benutzt werden zu einem Zinssatz von 1%. Dieser liegt unter dem Zinssatz, den Banken am Interbankenmarkt erzielen könnten --> hohe Einlagen bei der EZB sind daher ein Indikator für einen Krisenfall
- Träger der Bankenaufsicht 1. Deutsche Bundesbank 2. Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) a) Bankenaufsicht= Kontrolle der Einhaltung des KWG b) Versicherungsaufsicht c) Wertpapieraufsicht= Überwachung der Richtlinien und Vermeidung von z.B. Insider-Tradings
- Institutionelles Umfeld der deutschen Banken 1. Notenbank = Europäisches System der Zentralbanken und die Deutsche Bundesbank 2. Bankenaufsicht = Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht BaFin --> Kontrolliert in Zusammenarbeit mit der Deutschen Bundesbank a) Bankenaufsicht = Einhaltung des KWG b) Versicherungsuafsicht c) Wertpapieraufsicht = Überwachung von z.B.: Insider Trading
- Spezialbanken 1. Hypothekenbanken 2. Bausparkassen 3. Direktbanken 4. Kapitalanlagegesellschaften / Fondsgesellschaften 5. Wertpapiersammelbanken = verwalten Aktien etc. sind physisch bei der Wertpapiersammelbank 6. Kreditinsitute mit Sonderaufgaben, z.B. Kreditanstalt für Wiederaufbau KfW
- Bedeutung der EZB für die deutschen Banken 1. Mindestreserven = bei der EZB liegen 2% der Einlagen = Mindestreservepflicht 2. Refinanzierung über EZB = entweder Auktion um einen Zinssatz, oder Kredite zum Leitzins 3. Lender of Last Resort = EZB greift im Krisenfall ein --> finanziert die Bank, wenn sonst ein Systemausfall herbeigeführt werden würde 4. EZB kann auch als Bank benutzt werden = Banken können bei der EZB ihr Geld zu einem geringen Zinssatz anlegen --> passiert, wenn Banken am Interbankenmarkt nicht mehr Geld gegenseitig verleihen --> hohe Einlagen bei der EZB können als Krisenindikator gedeutet werden
- Corporate Governance von Banken = Wer kontrolliert die Bank? Staatliche Institutionen = Deutsche Bundesbank und BaFin 1. Einleger ungeeignet, da zu kleine Anteile und zu wenig know-how 2. keine Wettbewerbsregulierung aufgrund hoher Markteintrissbarrieren
- Production Approach und Intermediation Approach Production Approach= Bank als Produzent: Kapital und Arbeit werden in Kredit- und Einlagekonten umgewandelt Intermediation Approach= Produktion als Transformationsleistung: Input = Einlagenvolumina, Output= Kredit- und Wertpapiervolumina
- Wissenschaftliche Untersuchung zur opimalen Betriebsgröße einer Bank ganz kleine Banken nicht effizient ab 100 Millionen Bilanzsumme ist die Fusion von Banken nicht mehr als sinnvoll nachzuweisen --> Warum also Fusionen? Hohe regulatorische Anforderungen sind of tzu komplex für kleine Banken, daher Reduzierung der Komplexität durch Fusionn
- Bankensystem der USA Trennbanken System: Nach dem Glass Steagall Act 1933 müssen sich alle entscheiden ob sie Investment Banken oder Commercial Banks sein wollen 1999 durch den Gramm-Leach-Bliley-Act aufgehoben, aber immer noch starkes Trennbanksystem da historisch so gewachsen 1927 Verbot des Interstate Branching --> Idee: Starke Regionalisierung --> sehr sehr viele kleine Banken. Daher in den USA nach wie vor allgemeine Regulierungen sehr schwierig zu realisieren
- Bankentypen in den USA 1. Commercial Banks 2. Thrift Institutions (Spezialbanken) a) Mutual Savings Banks b) Credit Unions = Banken für spezielle Gruppen= impliziter Sozialcheck c) Savings and Loan Associations 3. Investment Banks 4. Sonstige Non-Banks oder Near-Banks
- Supranationale Banken 1. Weltbankgruppe in Washington DC =5 FInanzinsitutionen mit eigenen Rechtspersönlichkeiten aber durch gemeinsamen Präsidenten integriert Ziel: Wirtschaftsförderung durch Vergabe von Krediten 2. Bank für internationalen Zahlungsausgleich in Basel= Treffpunkt und Zusammenarbeit der Notenbanken Basel I = erste quantitative Richtlinien zur Risikokontrolle der Banken Basel II = Neue Basler Eigenkapitalvereinbarungen = Mindestkapitalanforderungen
- Definition Finanzkontrakt Ansprüche auf gegenwärtige und zukünftige Zahlungen Leistung und Gegenleistung erfolgen nicht zeitgleich
- Entscheidungsprobleme bei Finanzkontrakten für Kreditnehmer und Kreditgeber Kreditnehmer: Nehme ich das Angebot von A an? Kreditgeber: 2-stufiges Problem: Kontrakt muss von B angenommen werden und dann von A nutzenmaximiert werden = Optimaler Finanzkontrakt von allen von B akzeptierbaren Angeboten
- Kooperation bei symmetrischer Information 1. Sicherheit der Erwartungen= Zahlungen sind sicher und vollkommener Finanzmarkt (Keine Transaktionskosten etc.) --> Vorteilhaftigkeit des Finanzkontrakts kann durch Vergleich des internen Zinsfußes mit dem Marktzins verglichen werden 2. Unsicherheit der Erwartungen= Zahlungen aus Finanzkontrakt sind unsicher = Projekertrag y ist unsicher dann: Optimale Aufteilung der Projekterträge abhängig von Risikoeinstellungen der Parteien A und B --> in Fällen mit symmetrischer Information sind First-Best-Lösungen möglich
- Kooperation bei asymmetrischer Information Ex ante= Kreditnehmer kann Erfolgschancen des eigenen Projekts besser beurteilen = Qualitätsunsicherheit (hidden information & characteristics) Banken lösen dieses Problem oft durch Kreditwürdigkeitsprüfung Ex interim= während des Vertrages = Verhaltensunsicherheit Bsp.: Kreditnehmer leiht Geld für eine Maschine, kauft dann eine billigere Maschine und einen Porsche = nicht im Sinne der Bank Ex post= Keine Beobachtbarkeit oder Verifizierbarkeit der Projektergebnisse= costly state verification --> Lösung: Bilanzkontrolle testierte Bilanzen durch WP Asymmetrische Informationen erzeugen so Kosten der Unsicherheit im Vergleich zum Fall mit symmetrischer Information
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- Lösungsansätze für Kooperationsprobleme Fall 1: Ex Ante= Qualitätsunsicherheit --> Führt zu adverse Selection, Beispiel Autohändler, --> Marktversagen Lösungsansatz: Selbstselektion (Versicherungen), Signalisieren (Garantie anbieten) Fall 2: Ex Interim=Moral Hazard: Problem: B hat Verhaltensspielraum, Beispiel: Principal-Agent-Konflikt Lösungsansatz: Anreizkompatible Verträge Fall 3: Ex Post= Keine Verifizierbakteit der Ergebnisse= B hat Anreiz schlechteres Ergebnis mitzuteilen Lösungsansatz: Anreizkompatible Verträge oder Überwachung Weiteres Problem: Unvollständige Finanzkontrakte, da Komplexität der Umwelt zu hoch für vollständige Kontrakte Problem: Hold Up= B nutzt Spielraum zu seinen Gunsten aus Lösungsansatz: Pfand/Sicherheit
- Existenz von Finanzintermediären zentrale These Bank oder Finanzintermediär kann die Probleme der asymmetrischen Information am Besten lösen und ist daher effizienter als der Markt
- Neoklassische Existenzerklärung Friktion im vollkommen Markt --> Transaktionskosten, ohne Finanzintermediär wären die Transaktionskoste n*m; mit Finanzintermediär der die Transaktionen bündelt liegen sie nur noch bei m+n Finanzintermediäre führen demnach zur Reduktion der Transaktionskosten
- Informationsökonomische Existenzerklärung Hier Friktion der asymmetrischen Information Finanzintermediär als Informationsbeschaffendes Individuum soll Informationsasymmetrie abbauen. Aber: Dies verschiebt das Kooperationsproblem lediglich auf den Finanzintermediär
- Ausgangssituation im Modell von Diamond mittelloser risikoneutraler Kapitalnehmer tätigt eine einmalige Investition mit riskantem Ertrag Kapitalgeber hat eine risikolose sichere Alternative Wahrscheinlichkeit der Ertragsverteilung ist bekannt Aber: Ex Post Informationsasymmetrie --> nur Kapitalnehmer kann den Projektertrag beurteilen Modellaufbau: Analyse der Kosten a) Ohne FI und einem KN b) mit FI und einem KN c) mit FI und n KN
- Modell von Diamond: Alternative 1 - Schuldvertrag mit Straffunktion Einführung einer nichtmonetären Strafe wie Haft Monetäre Strafe hätte keien Wirkung, da KN mittellos Strafe ex post, dient lediglich als ex ante Anreiz für KN Strafanwendung führt zu einem Netto Wohlfahrtsverlust = Kosten